Eine dritte Toilette kann auch aus geschlechtergerechten und inklusiven Gründen sinnvoll sein. Besonders in öffentlichen oder halböffentlichen Räumen (z. B. Büros, Schulen, Unis, Cafés, Kulturzentren).
Kategorie: Eingedachtes
Informieren statt überstülpen
Genau dieser Ansatz – „Informieren statt überstülpen“ – ist der Schlüssel für nachhaltige Aufklärung und echten Wandel.
Initiativen des Gendertreff setzen darauf, durch Dialog, authentische Geschichten und niedrigschwellige Angebote Verständnis zu wecken und Vorurteile abzubauen. Sie schaffen Räume, in denen Menschen selbst entscheiden können, wie sie sich einbringen und lernen möchten – ohne Belehrung, aber mit klaren Informationen und Einladung zum Mitmachen.
Das Motto „Informieren statt überstülpen“ bedeutet auch, auf Augenhöhe zu begegnen, zuzuhören und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. So entsteht echte Akzeptanz und eine Kultur des Miteinanders.
Hier sind einige besonders wirksame Aktionen und Formate, die den Ansatz „Informieren statt überstülpen“ erfolgreich umsetzen: „Informieren statt überstülpen“ weiterlesen
Geschlechterinkongruenz ist (k)eine Krankheit mehr
Aber was bedeutet das?
So trifft das Selbstbestimmungsrecht (SBGG) keine Regelungen zu körpermodifizierenden Maßnahmen, sondern erleichtert lediglich die Namens- und Personenstandsänderung.
Das bedeutet was genau für den Einzelnen?
„Geschlechterinkongruenz ist (k)eine Krankheit mehr“ weiterlesen
1933 lässt grüßen
Die Überschrift stößt auf?
Ja und das soll sie auch, denn der Vergleich ist gerechtfertigt.
Was in den USA gegen Trans*-Menschen ab geht hat mit Menschenrechten nichts mehr zu tun und geht sogar noch weiter. Deshalb ist der Vergleich gerechtfertigt. „1933 lässt grüßen“ weiterlesen
Transitionstherapien nur in Ausnahmefällen
Hierbei geht es darum trans*Jugendlichen nur noch in Ausnahmefällen geschlechtsangleichende Maßnahmen wie Pubertätsblocker und Hormone zugänglich zu machen. Was auch immer Ausnahmefälle sein sollen. Ein solches Gesetz öffnet Tür und Tor für ein komplettes Verbot von geschlechtsangleichenden Maßnahmen für Minderjährige. Die USA wird u.a. als Positivbeispiel genannt.
Interessant dabei ist, dass Jugendliche reif genug für Wahlen sind aber nicht über ihren eigenen Körper entscheiden dürfen. Hiermit wird den Jugendlichen ihr Wunsch zur Transition gänzlich aberkannt. Aber es geht völlig in Ordnung, dass Ärzte und Eltern mitentscheiden können und sollen, sowie Beratend zur Seite stehen.
Wiedereinmal schmeißen Konservative den queeren Menschen Steine in den Weg und hier muss besonders die „CSU“ und die „Freien Wähler“ genannt werden, die als erste auf diesen Zug springen.
Hierzu passt auch folgende Meldung, dass beim Parteitag der „Freien Wähler“ über die Abschaffung des Selbstbestimmungsgesetzes, ein Verbot von Regenbogenfahnen an öffentlichen Gebäuden und die „Stärkung des klassischen Familienbilds“ diskutiert wird.
Deutschland ist über die queerfeindliche Politik Ungarns besorgt, zu Recht, aber wir dürfen unsere queerfeindlichen Tendenzen nicht aus dem Focus verlieren.
Wir alle sind Teil dieser bunten Gesellschaft!
>> Ärzteblatt
>> Queer
Ein Interview – DEI
Zwangsouting im Alltag
Es gibt einige transidente Menschen die nach ihrer Personenstandsänderung (PÄ) und eventueller geschlechtsangleichenden Operation (GaOP) ihre Vergangenheit verleugnen. Da ist die Rede von einer totunglücklichen Vergangenheit oder das Leben beginnt erst jetzt und so weiter. Sie vernichten Dokumente und Bilder und wollen von Vergangenem nichts mehr wissen. Da werden alle Zeugnisse bis runter zur Grundschule geändert, nur damit niemand mehr nachverfolgen kann, wer man vorher war. „Zwangsouting im Alltag“ weiterlesen
Menschen wie du und ich
Sollte man meinen und zum Glück ist es auch in einigen Gesellschaften der Erde so. Gelebte Vielfalt und alle gehören diesen Gesellschaften an und machen diese aus. Alle sind ein Teil der Gesellschaft und prägen sie.
Von Vielfalt spricht man, wenn unterschiedliche Menschen zusammenleben. Jede und jeder ist gleich viel wert. Es ist egal welche Religion, welches Geschlecht, welche Herkunft, welche Gesinnung, welche Orientierung, etc. der Mensch hat. Vielfalt kann ganz unterschiedliche Formen haben. Der Rheinländer sagt treffend: Jede Jeck is anders.
„Menschen wie du und ich“ weiterlesen
Gedenktag Transgender Day of Remembrance 2023
20.11.2023: An diesem internationalen Gedenktag erinnert unter anderem der Gendertreff an die Opfer von Trans*- Feindlichkeit und macht auf die Lage von Trans*- Menschen aufmerksam.
Vollkommen unverständlich, dass es immer wieder Hassverbrechen gegen Trans*- Menschen gibt.
Meist sind es Informationsdefizite, die bei den zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen in Deutschland und Weltweit, sichtbar gemacht werden können. Der Gedenktag (TDoR) soll Raum für Austausch und Diskussion schaffen.
Alle aus der Gesellschaft sind aufgerufen an diesen vielfältigen Veranstaltungen teilzunehmen und sich zu informieren. Es geht um ein friedliches und verständnisvolles Miteinander ohne Hass und Gewalt.
Transgender Day of Remembrance = Tag der Erinnerung an die Opfer von Trans*- Feindlichkeit
>> Gedenktage
Ein Freund ein guter Freund
Vor ca. 1 ½ Jahren ist ein guter langjähriger Freund von mir und meiner Familie mit 67 Jahren von uns gegangen. Ich habe lange überlegt, ob ich das in einem Gendertreff-Blog schreiben soll. Aber ja, denn er war auch entscheidend an der Gründung des Gendertreff beteiligt und hat maßgebend mein Leben geprägt.
Er war Trauzeuge, Patenonkel, Kegelbruder und ganz wichtig Ansprechpartner und Begleitperson. Zugegeben haben wir uns in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren aber er war nie wirklich weg.
Ich war damals 14 Jahre alt als wir uns kennenlernten und es wurde eine dicke lebenslange Freundschaft. Wir konnten über alles reden! Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht so ganz genau welchen Beruf ich ergreifen würde und hatte auch noch keine wirkliche Idee. Er arbeitete in der Telekommunikationstechnik und bastelte in seiner Freizeit elektronische Schaltungen zusammen. Mein Interesse war schnell geweckt und so kam ich zu meinem Beruf mit Meistergratifikation.
Wie bereits erwähnt konnten wir über alles reden und so kam eines Tages auch das (mein) Thema auf. Er war somit der einzige, der über die ganzen Jahre über mein Trans*- Leben Bescheid wusste. So konnte ich ein paar Kleidungsstücke bei ihm deponieren und mein inneres Ich im stillen Kämmerlein, auf dem Balkon und später auch einmal auf der Straße ausleben. Wer weiß was passiert wäre, wenn ich dieses Ventil nicht gehabt hätte.
Er war es dann auch, der mich mit zum Café Rosamond, einem Szenecafé in Düsseldorf, mitnahm. Dort konnte ich entsprechend nette Menschen kennenlernen und Kontakte knüpfen. Und er war dann auch der Motor für mein Outing in der Familie und das erste Trans*- Treffen im Oktober 2004 in Düsseldorf.
Es machte auch nichts, wenn wir uns mal Monatelang nicht gesehen hatten. Als ich unterschiedliche Lebensphasen durchlebte und mich in unterschiedlichen Cliquen befand. Wir kamen immer wieder zu guten Gesprächen zusammen. Einer war für den anderen da! Ein Geben und Nehmen! Und ich weiß, dass unsere zahlreichen Gespräche ihm auch gutgetan haben. Meist waren die Gespräche mit Gin und Bitter Lemon begleitet….. 🙂
So war es auch nicht ungewöhnlich, dass wir die letzten Jahre kaum noch Kontakt hatten. Aber umso mehr traf es mich, dass er so früh verstorben ist und wie überwiegend, kein Abschied mehr möglich war.
Nun ist er anonym auf einem Hildener Friedhof begraben und mir tut es gut hier darüber zu schreiben – Denn er hat es verdient.
Mit einem stillen Gruß an dich Martin und auf unsere langjährige Freundschaft
Xenia