Tag : Transgender

i²TransHealth: Ein E-Health-Angebot des UKE für Trans*-Menschen außerhalb von Hamburg

Gastbeitrag mit freundlicher Genehmigung des UKE

 

i2TransHealth ist eine neue E-Health-Plattform des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. i2TransHealth möchte die Gesundheitsversorgung von trans*, transidenten, transsexuellen, transgeschlechtlichen, queeren, non-binären und gender-diversen Personen außerhalb der Metropole verbessern. Aus Fachsicht gelingt das nur, wenn wir die Möglichkeiten der Online-Versorgung stärker nutzen, nicht nur in Zeiten der Pandemie.

Trans Menschen, haben es oft schwer, eine trans-informierte Gesundheitsversorgung zu finden, die nicht aus der Zeit gefallen ist, besonders, wenn sie nicht in einer größeren Stadt wie Hamburg wohnen. Mit dem Modellprojekt, das vom Innovationsfonds der Bundesregierung gefördert wird, möchte das Institut für Sexualforschung Personen aus der Community eine moderne, fachübergreifende Behandlung ermöglichen.

Dafür hat das Institut für Sexualforschung ein Online-Behandlungsangebot entwickelt für trans Menschen in Norddeutschland, die mindestens 50 km entfernt von Hamburg leben. Somit sollen alle angesprochen werden, die Hamburg nicht oder nur schlecht erreichen können, zumindest nicht für regelmäßige Termine. Einzugsgebiet sind die vier umliegenden Bundesländer: Schleswig-Holstein, Niedersachen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Mit einer randomisiert-kontrollierten Studie prüft das UKE, ob das Modellprojekt wirksam ist.

Die Telemedizin und Digitalisierung sind im Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Insbesondere erleichtert sich dadurch der Zugang zu Leistungen des Gesundheitssystems. Internetgestützte Interventionen sollen in verschiedenen Phasen dafür sorgen, dass sich Belastungen minimieren. So gelten psychotherapeutische Begleitungen per Videosprechstunde als wirksam und stoßen auf eine hohe Zufriedenheit und Akzeptanz. Zugleich ergänzen sie Konzepte der Regelversorgung.

Das Modellprojekt i2TransHealth bietet allen Teilnehmer_innen, die in Norddeutschland außerhalb von Hamburg wohnen, eine Begleitung per Videosprechstunde. Betreffende sollen so schneller als bisher hilfreiche Informationen und eine unterstützende Begleitbehandlung erhalten. Sie möchten mit uns Kontakt aufnehmen? Gehen Sie dazu bitte auf www.i2transhealth.de und melden Sie sich direkt beim i2TransHealth-Team. Oder wünschen Sie sich allgemeine Informationen? Dazu finden Sie viele hilfreiche Wissenstexte auf der i2TransHealth-Website.

Sie möchten direkt wissen, wer teilnehmen kann? Mehr finden Sie dazu auf https://www.i2transhealth.de/versorgungsangebot/

Kurz zusammengefasst: Wer kann teilnehmen?
Ihre Teilnahme kommt in Frage, wenn Sie
• mindestens 18 Jahre alt sind.
• im norddeutschen Raum und mindestens 50 km außerhalb von Hamburg wohnen.
• sich als transgender, transsexuell, transident, transgeschlechtlich (kurz: trans, trans*) oder als non-binär, enby, abinär, agender, genderqueer (u. v. m.) identifizieren (oder dies herausfinden wollen).
• nicht bereits andernorts transitionsunterstützende Behandlungen begonnen haben.

Bitte teilen Sie das Projekt unter Interessierten und Kolleg_innen.

Vielen Dank und herzliche Grüße
Ihr i2TransHealth-Team

Weitere Informationen:
https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/neue-versorgungsformen/i2transhealth-interdisziplinaere-internetbasierte-trans-gesundheitsversorgung.196
• Siehe auch Online-Flyer im Download-Bereich der Seite

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Stimmfeminisierung

Gastbeitrag mit freundlicher Genehmigung der

Deutsche Stimmklinik

 

„Die Stimme ist der Klang der Seele“*

STIMMFEMINISIERUNG

Die DEUTSCHE STIMMKLINIK ist eine renommierte Klinik, die sich ausschließlich um alle Belange der Stimme kümmert und sich auf Stimmfeminisierungen (MzF) spezialisiert hat.

Eine weibliche Stimme ist nicht „nur eine Oktave höher“ als die männliche Stimme. Zum Eindruck der Weiblichkeit gehört neben dem höheren Grundton auch das entsprechende auditive Timbre – nur unzureichend mit Resonanz übersetzbar – sowie die Prosodie der gesprochenen Sprache (Rhythmus, Melodie, Intonation, Akzente, Stimmsitz usw.).

Aus diesen Gründen besteht die Feminisierung der Stimme bei uns nicht nur aus der operativen Anhebung der Stimme (Glottoplastik, Vocal Fold Webbing), sondern zusätzlich aus einem ganzen Paket an ineinandergreifenden Maßnahmen von Stimmtraining, Logopädie und weiteren Serviceleistungen

Im Folgenden schildern wir Ihnen die einzelnen Schritte der Stimmfeminisierung in der DEUTSCHEN STIMMKLINIK

Erstuntersuchung und Anamnese

Die Stimmfeminisierung beginnt mit einem ausführlichen interdisziplinären Eingangsgespräch mit dem operierenden Chirurgen Prof. Dr. Markus M. Hess sowie der behandelnden Logopädin (Stimm- und Sprechtrainerin) Birte Heckmann. In diesem Gespräch erfolgt auch die Analyse des möglichen Bedarfs für die präoperative Stimmtherapie.

Anschließend erfolgen einige Untersuchungen, beispielsweise Videoendoskopie, Stroboskopie, Elektroglottographie, elektroakustische Stimmschallanalyse, perzeptive Stimmanalyse, Stimmfeldmessung, Acoustic Voice Quality Index, Voice Handicap Index / Transsexual Voice Questionnaire. Außerdem wird Ihre Stimme beim Sprechen aufgezeichnet. Nach individuellem Bedarf führen wir weitere Untersuchungen durch und besprechen Ihre persönlichen stimmtherapeutischen und operativen Optionen. Prof. Markus Hess schildert Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten und Alternativen (konservativ und operativ) und klärt Sie über mögliche OP-Verfahren auf.

Vor jeder Operation erfolgt eine ausführliche Beratung durch eine Logopädin, die auf das Gebiet der Stimmfeminisierung spezialisiert ist. Hier erlernen Sie Tipps und Tricks zu Verhaltensweisen direkt nach der Operation (Niesen, Husten und Räuspern vermeiden etc.).

* frei übersetzt nach Henry Wadsworth Longfellow

 

Die Operation Glottoplastik

Die Operation der Stimmfeminisierung (Glottoplastik) basiert auf drei Grundpfeilern:

1. Verkürzung der Stimmbänder.

2. Ändern der Vibrationsdynamik der Stimmbänder.

3. Reduzierung der schwingenden Masse der Stimmbänder.

Die ambulante Glottoplastik erfolgt schmerzfrei in Vollnarkose. Die nur wenige Millimeter kurzen Stimmbänder werden mit zwei haardünnen, festen Nähten dauerhaft verbunden.

Deutsche Stimmklinik
Deutsche Stimmklinik

Schematische Darstellung des Vernähens der Stimmbänder mit zwei hauchdünnen, festen Nähten.

Deutsche Stimmklinik
Deutsche Stimmklinik

Originalbilder einer Glottoplastik mit Nähten

Durch eine zusätzliche Unterspritzung der vorderen Stimmlippen mit einem temporären Implantat werden die Zugkräfte an den Fäden in der postoperativen Phase reduziert. Zusätzlich werden die Stimmlippen gegebenenfalls mit Botulinumtoxin vorübergehend ruhiggestellt. Je nach Stimmlippenvolumen wird eine seitliche Stimmlippen-Ausdünnung mit der LAVA-Methode durchgeführt.

Medizinische Nachsorge

Nach ca. 2 Stunden führen wir die Kontrolluntersuchung mit postoperativer Videolaryngoskopie und ausführlicher Nachsorge-Beratung und Erklärung der postoperativen Schritte durch. Eine Begleitperson für die ersten 24 Stunden nach der Vollnarkose wird von der Anästhesie gefordert.

Trans*Voice-Stimmarbeit nach der OP

In den Folgetagen sind Husten und Räuspern strikt zu vermeiden. Postoperativ darf nach unserem Rehabilitationsschema schon bald wieder ‚locker‘ geflüstert werden. Nach der „Freigabe“ der Stimme durch Prof. Hess wird nach 2-4 Wochen mit ersten Stimmübungen begonnen.

Ihre stimmtherapeutische Betreuung umfasst ein nach persönlichem Bedarf ausgerichtetes prä- und/oder postoperatives Sprechtraining bzw. logopädische Stimmarbeit. Wir bieten Ihnen bis zu 10 Sitzungen an, die individuell planbar sind und terminlich in Verbindung mit der ärztlichen Nachsorge gelegt werden können. Bei Frauen, die eine längere Anreise haben, bieten wie die Sessions auch per Skype an. Frauen die gerne singen können alternativ 2-3 Stunden mit unserer Gesangspädagogin an Ihrer weiblichen Singstimme arbeiten.

Video (1)

Video (2)

Video (3)

 

Weiterführende Informationen:

Viele weitere Informationen, Stimmbeispiele und Videos finden Sie auf unserer Webseite https://stimmklinik.de/stimmfeminisierung/ und https://stimmklinik.de/transvoice-stimmarbeit/

Einen genauen Überblick über die verschiedenen Methoden der Stimmlippen-Chirurgie bei Wunsch nach Mann-zu-Frau-Stimmfeminisierung lesen Sie hier…

Hier unsere Empfehlungen zum postoperativen Stimmgebrauch nach einer phonochirurgischen Operation.

Relevante Aspekte der logopädischer Stimmarbeit und wie wichtig diese Stimmarbeit nach der stimmerhöhenden Operation ist, lesen Sie hier ….

Einen kurzen Überblick über die Stimmfeminisierung in der DEUTSCHEN STIMMKLINK und alle Kontaktadressen sind in unserem Flyer zusammengestellt, den Sie auch bei uns bestellen können (kontakt@stimmklink.de) oder auf unserer Webseite downloaden https://stimmklinik.de/broschueren-flyer/ können.

Kontakt: Dr. Bettina Semmerling, Tel. 040 51313007, semmerling@stimmklinik.de

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