Stellungnahme des Gendertreff zum Attentat in Berlin – Angriff auf unsere Gesellschaft

Berlin 25. Juli 2026

Mit Bestürzung und Trauer haben wir vom brutalen Angriff in Berlin erfahren, bei dem ein Mensch getötet und zahlreiche Personen verletzt wurden. Dieser Hass und diese Gewalt sind unerträglich und erschüttern uns zutiefst. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Angehörigen, Freunden und allen Menschen die durch dieses schreckliche Attentat betroffen sind.

Der Gendertreff verurteilt diese Tat auf das Schärfste. Hass und Gewalt sind Angriffe auf unsere Werte: auf Vielfalt, Respekt und das Recht jedes Menschen, in Sicherheit zu leben. Hass und Gewalt dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.

Wir lassen uns nicht spalten. Gerade jetzt ist es wichtig, zusammenzustehen und ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für Menschlichkeit zu setzen.

Gemeinsam sind wir stark und Liebe ist stärker als Hass! Wir rufen alle auf, sich für eine offene, tolerante Gesellschaft einzusetzen.

ÜBERALL

Gendertreff beim CSD 2026: Gemeinsam für Vielfalt und Demokratie

Am 27. Juni 2026 wird es in Erkrath wieder bunt: Der Christopher Street Day (CSD) findet auf dem Hochdahler Markt statt und setzt ein starkes Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung.

Wie in den Vorjahren ist auch wieder der Gendertreff als Teil des Organisationsbündnisses dabei. Gemeinsam mit vielen Organisationen, Institutionen, Parteien, Vereinen usw. gestalten wir das Programm mit und stehen für eine offene, solidarische Gesellschaft ein.
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Fest der Vielf_Alt: Queeres Leben im Alter sichtbar feiern

Anlässlich des IDAHOBITA lud die Tagespflege Vielfalt in Düsseldorf-Heerdt zum „Fest der Vielf_Alt“ ein – einem Nachmittag voller Begegnung, Musik und Gemeinschaft. Die Veranstaltung machte besonders auf die Lebensrealitäten und Herausforderungen queerer Menschen im Alter aufmerksam und schaffte gleichzeitig Raum zum Feiern, Austauschen und Vernetzen.
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CoCo-Studie: Beziehungserleben queerer Paare – Uni Marburg

Liebe Studieninteressierte,
im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts über 17 Länder untersuchen wir die Beziehungserfahrungen queerer Paare (LGBTQIA+-Paare), ihre Erfahrungen als sexuell und/oder gender diverse Individuen/Paare sowie ihren Umgang als Paar mit stressreichen, minderheitenspezifischen Themen und strukturellen Bedingungen. Dabei interessiert uns auch, welche Formen von Unterstützung sie nutzen und wie diese Erfahrungen ihre Beziehung und Zukunftsvorstellungen beeinflussen.
Ziel der Studie ist es, ein besseres Verständnis der Erlebenswelt queerer Paare (LGBTQIA+-Paare) zu entwickeln. Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, die Lebensrealitäten von LGBTQIA+-Paaren sichtbar zu machen und langfristig unterstützende Angebote, Beratungs- und Versorgungsstrukturen für diese Zielgruppe zu verbessern.

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Verschmelzung des NGVT ins queere Netzwerk

Gemeinsam stärker für Vielfalt in NRW

2011 trafen sich Selbsthilfeorganisationen, Einzelpersonen und Vereine aus NRW, um die Vernetzung und Selbsthilfe- sowie Öffentlichkeitsarbeit im Bereich geschlechtlicher Vielfalt zu stärken. Wichtig war dabei stets, dass die beteiligten Trans*-Organisationen ihr eigenes Profil bewahren und selbstständig agieren können.

Gründung und 10 Jahre NGVT
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Sensibler Umgang mit trans-, inter- und nicht-binären Menschen in der Pflege

Vielfalt an der Universitätsmedizin Essen
Stärke durch Unterschiede – Erfolg durch Respekt

Die Belegschaft der Universitätsmedizin Essen ist bunt, vielfältig und einzigartig. Hier arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Berufsgruppen und Lebensrealitäten – in allen Lebensphasen – Hand in Hand. Diese Vielfalt ist unsere größte Chance: Studien zeigen, dass vielfältige Teams kreativer, erfolgreicher und zufriedener sind.

Doch Vielfalt lebt vom Miteinander. Besonders im Umgang mit trans, inter und nicht-binären (TIN) Menschen. In der Pflege braucht es Sensibilität, Respekt und Wissen – um Bedürfnisse zu verstehen und Diskriminierung vorzubeugen.

Wesentliche Prinzipien im Umgang mit geschlechtlicher Identität
    1. Individuum vor Klischees
      • Äußere Merkmale oder körperliche Eigenschaften sagen nichts über die Identität einer Person aus.
      • Jeder Mensch ist einzigartig – Verallgemeinerungen sind oft unpassend und können verletzend wirken.
    2. Schweigepflicht und Respekt
      • Informationen zur geschlechtlichen Identität einer Person unterliegen der Schweigepflicht – genau wie andere persönliche Daten.
      • Niemand sollte ohne ausdrückliche Erlaubnis über die Identität anderer sprechen.
    3. Wissen und Austausch
      • Fortbildungen und offener Austausch helfen, Unsicherheiten abzubauen und das Verständnis für Vielfalt zu stärken.
      • Es ist okay, Fragen zu stellen – aber immer respektvoll und im richtigen Rahmen.
    4. Unterstützung und Solidarität
      • Kollegen oder Freunde bei Unsicherheiten unterstützen, z.B. durch gemeinsame Recherche oder Gespräche.
      • Klare Haltung zeigen: Diskriminierende Aussagen oder „Witze“ nicht tolerieren, sondern ruhig und bestimmt widersprechen.
    5. Sprache und Ansprache
      • Nachfragen, wie jemand angesprochen werden möchte (z.B. Pronomen wie sie/er/they etc.).
      • Fehlern mit Gelassenheit begegnen – wichtig ist, dazuzulernen und es besser zu machen.

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Trans* Day of Visibility 2026: Präsenz, Entwicklung und Kritik

Am 31. März begehen wir den weltweiten Trans* Day of Visibility (TDoV). Dieser Tag steht für geschlechtlicher Vielfalt und gleichzeitig für den unermüdlichen Kampf um Gleichberechtigung, Sicherheit und gesellschaftliche Akzeptanz.

Sichtbarkeit ist kein Selbstläufer

2026 zeigt sich: Trans* und nicht-binäre Menschen sind sichtbarer denn je. In Medien, Politik und Kultur werden ihre Stimmen lauter, ihre Geschichten hörbarer. Doch diese Sichtbarkeit geht einher mit einer nie dagewesenen Bedrohungslage. Trotz wichtiger Meilensteine wie dem Selbstbestimmungsgesetz, das seit November 2024 in Kraft ist, erleben trans* und nicht-binäre Menschen weiterhin Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung in nahezu allen Lebensbereichen.

Fortschritte und was noch fehlt

Das Selbstbestimmungsgesetz war ein langer überfälliger Schritt. Es erleichtert den Zugang zu rechtlicher Anerkennung und stärkt die Selbstbestimmung. Doch Rechte auf dem Papier sind nicht gleich gelebte Realität. Um echte Gleichstellung zu erreichen, braucht es weitere konkrete Maßnahmen:
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Forschung: Umfrage queerer Thesaurus

Wir sind Ioanna Danai Katsougiannopoulou und Ha Thao Suong Vu vom Landesverband AndersARTiG e. V. und forschen im Bereich der Informationsaufbereitung, -zugänglichmachung und -vermittlung. Hierzu leiten wir das Projekt Queer Treasury, in dem eine Datenbank aufgebaut werden soll, die fundierte Literatur zum Thema Queer sichtbar und auffindbar macht.

Eine zentrale Anlaufstelle, wie Queer Treasury werden soll, existiert im deutschsprachigen Raum nicht. Das erschwert das Suchen und Finden von fundierter Literatur zu diesem Thema.

Ein Thesaurus ist ein wichtiger Bestandteil einer Datenbank, um die Suche zu erleichtern. Beispielsweise können sie für Schlagwortvergaben genutzt werden, sodass unter anderem Bücher besser gefunden werden.

So ein Thesaurus existiert im deutschsprachigen Raum für queere Begriffe aber auch nicht.

Mit der „Umfrage für die Erstellung eines deutschsprachigen Thesaurus zum Thema Queer“ möchten wir herausfinden, wie so ein Thesaurus aussehen könnte und diesen erstellen. Sie richtet sich an Mitglieder von queeren Vereinen und Organisationen, Forschende und Fachkräfte.

Die Umfrage ist anonym. Es werden keine Daten erhoben, die Rückschlüsse auf die eigene Person möglich machen. Die Bearbeitungszeit liegt bei ca. 20 Minuten. Die Umfrage kann bis zum 31. März 2026 beantwortet werden.

Link zur Umfrage: https://forms.office.com/e/0djZvFkgyB

Teilen Sie bitte diese Umfrage, ob nun ans Kollegium, Fakultäten, Fachbereiche, an den Verein, mit Bekannten oder über Mailing-Listen. Im Anhang befindet sich auch ein Poster, das gerne ausgedruckt und verteilt werden kann.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Vielen Dank im Voraus! Wir wünschen einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen
Ioanna Danai Katsougiannopoulou (dey/deren)
Ha Thao Suong Vu (keine Pronomen/gerne mit „Guten Tag Ha Thao Suong Vu“ anschreiben)

Disclaimer:

Der Gendertreff erklärt sich hiermit bereit auf Wunsch, Anfragen von Kliniken, Studenten, Labors und ähnlichen Instituten und Personen hier zu veröffentlichen, sofern sie nicht gegen das Leitbild des Gendertreff verstoßen. Der Gendertreff behält sich vor, die Anfrage vor der Veröffentlichung auf der Website redaktionell zu prüfen.

Für Trans*- Personen ist dieser Verteiler eine gute Möglichkeit, selbst mit den Urhebern in Kontakt zu treten. Der Gendertreff agiert in diesem Kontext lediglich als Multiplikator und ist sonst nicht in die Angelegenheit involviert. Wir weisen darauf hin, dass Fragen, die sich auf die jeweilige Anfrage oder Studie beziehen, ausschließlich die Urheber der Anfrage oder Studie selbst betreffen.

Mit der Bitte um Unterstützung und Verteilung des Urhebers per E-Mail an den Gendertreff, wird dem Wunsch Rechnung getragen und ist die Erlaubnis erfolgt, die Anfrage 1:1 hier zu veröffentlichen. Dazu gehören alle Angaben des Antragstellers, wie z.B. Namen, Telefonnummern, Adressen etc., es sei denn, dass diese explizit ausgenommen wurden.

Wir machen außerdem darauf aufmerksam, dass für detaillierte Informationen oder Klärungen zu den Anfragen ausschließlich die Urheber der jeweiligen Anfrage kontaktiert werden können. Der Gendertreff übernimmt keinerlei Verantwortung für die Inhalte der Anfragen und haftet nicht für Schäden, die durch die Nutzung der erbrachten Leistungen entstehen könnten. Der Urheber ist für die Richtigkeit, Vollständigkeit und den Datenschutz verantwortlich.

Ist der Urheber mit der weiteren Veröffentlichung einverstanden, ist keine Handlung erforderlich. Bei einem Widerspruch wird diesem umgehend Rechnung getragen.