Transition – was meinen trans* Personen damit?

Gastbeitrag Bundesverband Trans*

Mit diesem Video setzen wir uns für eine empathischere Gesellschaft und Akzeptanz ein. Wir möchten Barrieren und Unverständnis abbauen. Deswegen setzen wir auf emotionales Storytelling und künstlerisch anspruchsvolle Bildwelten, eine 90sekündige Auszeit aus dem Alltag.

Abrufbar unter diesem Link

Die „Grüne Karte für Diversity“ feiert Jubiläum

Der Gendertreff setzt seit über einem Jahrzehnt auf die positive Botschaft der Vielfalt und Toleranz durch die grüne Karte für Diversity. Diese Initiative, die ihren Ursprung beim bunten Stadtfest DORTBUNT 2015 fand, verfolgt einen konstruktiven Ansatz im Umgang mit Themen wie Transphobie, Homophobie und anderen Formen der Diskriminierung.

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Trans Day of Visibility 2025 – Queerpolitisches Engagement

Am 31. März feiern die Trans*-Communities den Trans Day of Visibility (TDOV), den internationalen Tag der Transsichtbarkeit. An diesem Tag stehen die Perspektiven, Erfahrungen und politischen Forderungen von trans und nicht-binären Personen im Mittelpunkt. „Trans Day of Visibility 2025 – Queerpolitisches Engagement“ weiterlesen

Gewalthilfegesetz wird am 31.01.2025 im Bundestag diskutiert

Quellen: Bundesverband Trans* und Bundestag

Das Gewalthilfegesetz, an dem auch der Bundesverband Trans* mitgearbeitet hat, wurde von vielen Verbänden und der Zivilgesellschaft gefordert. Nun hat die Politik den Weg für das Gewalthilfegesetz frei gemacht und SPD, Union und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einigten sich im Familienausschuss.

Tritt das Gesetz in Kraft, werden Frauenhäuser und Beratungsstellen in Zukunft besser finanziert, d.h. dass die Länder und Kommunen die Einrichtungen nicht mehr alleine tragen müssen, sondern der Bund bis 2036 rund 2,6 Milliarden Euro zusätzlich bereit stellt. Das Gesetz führt einen Rechtsanspruch auf Beratung und Schutz bei Gewalt ein.

So weit, so gut aber das Gesetz nennt explizit nur Frauen und ihre Kinder als Personen, die Zugang haben sollen. Ob Transfrauen hier mitgemeint sind oder nicht, lässt das Gesetz an dieser Stelle offen. Das Gesetz hatte in früheren Versionen explizit alle trans*, inter* und nicht-binären Personen in seinen Schutzbereich aufgenommen, u.a. auch weil Artikel 4 der Instanbul-Konvention diese Personengruppe als schutzwürdig definiert.

Die Politik platziert Hilfseinrichtungen damit in einem Widerspruch zwischen Theorie und Praxis und stellt trans*, inter* und nicht-binäre Personen als nicht schutzwürdig dar. Trans*feminine Personen und Transfrauen wurden in den Diskussionen um das Gesetz wieder einmal als Gefährdung dargestellt.

Unfassbar!

Ursache des nun erfolgten Ausschlusses ist die Position der Christlich-Konservativen, die sogar noch einen Schritt weiter gehen wollen und in den Gesetzestext aufnehmen lassen, dass das Gesetz Frauen und Kinder schütze, Transfrauen hier aber explizit nicht mit gemeint seien.

Die Rechte von Frauen und die Rechte von trans*, inter* und nicht-binären Personen werden hier gegeneinander ausgespielt. Die Trans*-bewegung ist eine zutiefst feministische Bewegung. Daher sehen wir nicht nur den Ausschluss von trans*, inter* und nicht-binären Personen als Skandal, sondern auch wie er erreicht wurde. So hat die Strategie der Union nicht nur den Schutz von trans*, inter* und nicht-binären Personen verhindert, sondern auch die Rechte aller Frauen in diesem Land angegriffen. Sie hat die Gewalt betroffenen cis-Frauen in diesem Land als Geisel gehalten. Denn hätten die beiden anderen Parteien am Schutz für alle trans*, inter* und nicht-binäre Personen festgehalten, wäre das Gesetz aufgrund der fehlenden Unterstützung der Union geplatzt. All die Frauen, die zum jetzigen Zeitpunkt keine Hilfe finden, die getötet werden, hätten in diesem Fall weiter keine Hilfe gefunden und die Union hätte das billigend in Kauf genommen.

In der Praxis entscheiden Frauenhäuser in der Regel selbst, ob sie eine Schutzsuchende Person aufnehmen. Die Beratung und Unterbringung von trans*, inter* und nicht-binären Personen ist in vielen Einrichtungen, teilweise seit Jahrzehnten, eine Selbstverständlichkeit. Die fehlende klare Inklusion von Transfrauen und allen trans*, inter* und nicht-binären Personen im Gesetzestext aber, bringt Transfrauen in eine prekäre Lage. Denn durch den Gesetzestext wird die Diskussion darüber, wer geschützt wird und wer nicht, in die Einrichtungen verlagert.

Das ist ein Angriff auf das bestehende Hilfesystem und wir kritisieren diesen Ausschluss scharf. Gleich mehrere Gruppen, die oft von Gewalt betroffen sind, explizit auszuschließen und damit laut und deutlich zu sagen, dass diese Gruppen nicht schutzwürdig sind, zeigt uns, wie wenig Solidarität und wie viel soziale Kälte in diesem Land herrschen.

Es ist bereits jetzt ein deutlicher Anstieg trans*feindlicher Gewalt in Deutschland zu beobachten. Das Bundesinnenministerium verzeichnet für 2023 besorgniserregende Fallzahlen für Hasskriminalität mit Bezug zu den Merkmalen „sexuelle Orientierung“ und „geschlechtsbezogene Diversität“. Das Gewalthilfegesetz lässt trans*, inter* und nicht-binäre Personen hier bewusst schutzlos zurück.

Es werden bewusst Falschinformationen über trans*feminine Personen und Transfrauen verbreitet. Sie werden als potenzielle Gefährdung dargestellt. Diese Panikmache ist realitätsfern, die vermeintliche Gefahr erfunden und von keinerlei Daten untermauert. Gleichzeitig liegen belastbare Zahlen vor, die einen Anstieg der Gewalt gegen eben die Gruppe von Menschen zeigen, die selbst unbegründet als Gefahr konstruiert wird.

Es ist einfach nur Widerlich und man fragt sich:
Haben wir noch Menschenrechte in Deutschland und anderswo?

Hausaufgaben für die Demokratie

01. Verteidige aktiv unser Grundgesetz. Stehe zu den Menschenrechten, die in unserem Grundgesetz verankert sind.

02. Widersprich undemokratischen Parolen und mach deinen Standpunkt klar. Stehe ein für Respekt und ein friedliches Miteinander.

03. Geh wählen, denn deine Stimme ist wichtig und zählt. Nicht wählen ist keine Lösung.

04. Engagiere dich und motiviere andere. Zum Beispiel im Verein, Stadtteilgruppe, Selbsthilfegruppe, Arbeitsplatz, Schule, Partei, Bürgerinitiative, etc.

05. Zeige Solidarität und stell dich an die Seite von Betroffenen.

06. Kümmer dich und arbeite aktiv mit an einer demokratisch politischen Kultur.

07. Halte die Demokratie lebendig. An einer Demokratie muss man arbeiten, denn sie ist kein Selbstläufer.

08. Demokratie ist eine der wertvollsten Errungenschaften unserer Zeit und auch du kannst in deinem Umfeld an der Demokratie arbeiten und sie stärken.

09. Zeige eine klare Haltung und das offene Bekenntnis zur Demokratie

10. Es liegt auch an dir, dass die Grundprinzipien unserer Demokratie bestehen bleiben.

11. Kommunikation ist der Schlüssel und damit ein wesentlicher Bestandteil eines verständnisvollen, toleranten und gesellschaftlichen Miteinanders.

12. Arbeite auch du daran mit.

Wir sind noch mehr Volk

Das Engagement der Menschen für Demokratie und Freiheit ist in der Tat beeindruckend. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Bürger_innen bereit sind, für ihre Werte auf die Straße zu gehen, unabhängig von der Größe ihrer Stadt. Diese Demonstrationen sind nicht nur ein Zeichen der Solidarität und des Widerstands gegen autoritäre Tendenzen, sondern auch ein Ausdruck des kollektiven Willens, demokratische Prinzipien zu verteidigen.

Die Vielfalt der Teilnehmer – aus verschiedenen Altersgruppen, Kulturen und sozialen Hintergründen – zeigt, dass das Streben nach Freiheit und Gerechtigkeit ein gemeinsames Anliegen ist. Solche Bewegungen tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung der Demokratie zu schärfen und zu verdeutlichen, dass diese nicht selbstverständlich ist.

In Zeiten, in denen Demokratie oft unter Druck steht, ist es wichtig, dass die Stimmen der Demokraten laut und deutlich gehört werden. Durch ihre Präsenz und ihren Zusammenhalt senden sie ein starkes Signal: Demokratie ist wertvoll, und wir sind bereit, für sie einzutreten.

Es ist inspirierend zu hören, dass nicht nur die großen Städte, sondern auch kleinere Orte wie Erkrath ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt setzen. Die Beteiligung der Bürger an der Kundgebung auf dem Europaplatz zeigt, dass das Engagement für eine demokratische Gesellschaft in der gesamten Bevölkerung verankert ist. Bürgermeister Christoph Schultz‘ Worte verdeutlichen die wichtige Rolle, die lokale Führungspersönlichkeiten in solchen Bewegungen spielen, indem sie ihre Mitbürger mobilisieren und motivieren, sich aktiv für die Werte einzusetzen, die unsere Gesellschaft prägen.

Es ist in der Tat entscheidend, dass die Stimmen derjenigen, die für Freiheit und Demokratie eintreten, auch in herausfordernden Zeiten gehört werden. Kontinuierlicher und aktiver Austausch über diese Themen ist notwendig, um sicherzustellen, dass die demokratischen Prinzipien lebendig bleiben und weiter gefördert werden. Solche Veranstaltungen können auch eine Plattform bieten, um über Herausforderungen und Lösungsansätze zu diskutieren und eine solidarische Gemeinschaft zu bilden. Es bleibt zu hoffen, dass viele Mitbürger diesem Aufruf folgen und für eine offene, tolerante, vielfältige und demokratische Gesellschaft eintreten.

Mit der „Grünen Karte für Diversity“ geben wir gerne dieser Bewegung, für Freiheit und Demokratie, eine Plattform und rufen zum Dialog auf!

Freiwillige Selbstverpflichtung

Autorin: Nora

 

Nora B. anlässlich des CSD in Erkrath 2024

Im Rahmen meiner Verabschiedung im JHA Erkrath am 5.06.2024, dem ich 34 Jahre angehörte, habe ich mich erstmals öffentlich zu meinem „Frausein“ als Nora B. bekannt. „Freiwillige Selbstverpflichtung“ weiterlesen

Menschen wie du und ich

Sollte man meinen und zum Glück ist es auch in einigen Gesellschaften der Erde so. Gelebte Vielfalt und alle gehören diesen Gesellschaften an und machen diese aus. Alle sind ein Teil der Gesellschaft und prägen sie.

Von Vielfalt spricht man, wenn unterschiedliche Menschen zusammenleben. Jede und jeder ist gleich viel wert. Es ist egal welche Religion, welches Geschlecht, welche Herkunft, welche Gesinnung, welche Orientierung, etc. der Mensch hat. Vielfalt kann ganz unterschiedliche Formen haben. Der Rheinländer sagt treffend: Jede Jeck is anders.
„Menschen wie du und ich“ weiterlesen

Corona einig Vaterland

Mal von den Querelen und dem Chaos der Politiker abgesehen macht die Situation rund um das Corona-Virus etwas mit uns. Keine Versammlungen, keine Treffen und Vereinsamung. Arbeiten, Essen und Schlafen. Das hält die beste Psyche nicht aus. Hoffen wir mal, dass das ganze Theater mit der Impfung und einer klaren Strategie aufhört. Mal mehr auf die Virologen hören?

Dem Virus und so der Natur ist es egal wer was ist und wo man herkommt.

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Anonyme Hass-Botschaft an der Haustür

Autorin: Xenia

Folgenden erschreckenden Bericht aus den Medien möchte ich aufgreifen um über meine Gefühle und mein Stimmungsbild über unser Land aufzuzeigen:

„Transsexuelle findet anonymen Drohbrief an Ihrer Haustür in Rheinland-Pfalz. Mit einem Brief an der Haustür ist eine Frau aufs Übelste beleidigt worden. Die Hass-Botschaft macht sprachlos. Aber die Botschaft sorgt nicht nur für Empörung sondern auch für viel Solidarität.“

„Früher wärst du vergast worden, aber auch heute kriegen wir dich noch. Du krankes perverses Schwein. Verpiss dich.“

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, nach dem es rund 350 Solidaritätsbekundungen in den sozialen Medien gegeben hat. Selbst die 46-Jährige, gegen die sich die Drohungen in dem Brief richten, ist angenehm überrascht über die Anteilnahme und dankt allen, die mit dem Teilen ihres Posts ein „Zeichen für Toleranz“ setzen. Umso trauriger, dass sich der Post nicht mehr finden lässt. Er wurde schlicht und einfach als Hassbotschaft erkannt und gelöscht.

Unfassbar!

Was ist los in unserem Land? Nur noch Mord und Totschlag? Gibt es unter den Menschen keinen Respekt mehr und kann man nicht mehr friedlich miteinander leben und umgehen? Zählt ein Menschenleben denn gar nichts mehr?

…………..

Auszug aus dem Grundgesetz:
Art 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Art 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

…………..

Transidente, Transsexuelle, Intersexuelle, Homosexuelle, Farbige usw. sind genauso normale Menschen wie Heteros, Cis-Menschen, Weiße usw. Wo ist das Problem? Die Natur macht doch sowieso was sie will. Die Natur lässt sich nicht in irgendwelche menschliche Normen zwängen. Keiner kann etwas dafür! Keiner macht sich selber! Man kommt auf die Welt und muss zusehen, wie man klar kommt! Werden demnächst Behinderte und anders Denkende erschlagen und totgeprügelt? Und die Politik und die Gesellschaft schaut zu, schüttelt nur den Kopf? Haben wir uns mit dieser gemeinen Gewalt abgefunden? Manchmal schäme ich mich eine Deutsche zu sein……..Ich bin fassungslos über diese Gewalt, Einschüchterungen und Drohungen.

Warum sind wir perverse Schweine und krank? Nur weil wir durch einen Geburtsfehler auffallen und in einem falschen Körper geboren wurden? Komisch das ich mich nicht krank fühle und im Übrigen sowohl laut ICD 11 (Diagnoseschlüssel) und der S3-Leitlinie nicht als „krank, pervers, o.ä.“ gelte. Das sind wir nur in den Köpfen mancher Zeitgenossen. Im Gegenteil bin ich jetzt glücklicher denn je. Endlich kann ich so leben wie ich mich innerlich immer gefühlt habe. Warum maßen sich manche an ihre Wertvorstellungen anderen aufzuzwingen? Dürfen wir nicht glücklich sein, Arbeiten gehen, Spaß am Leben haben, Freunde und Familie haben, etc. etc. und ganz selbstverständlich zur Gesellschaft dazu gehören? Warum immer wieder diese Ausgrenzungen?

Es gibt keine perfekten Menschen! Es gibt den individuellen Mensch! Gruselig und langweilig, wenn ich mir vorstelle, dass alle gleich wären. Die Vielfalt macht eine Gesellschaft aus! Deswegen hat der Gendertreff die „Grüne Karte für Diversity“ erfunden und ruft damit zum Dialog auf. Der Gendertreff will aufklären und informieren! Ist es nicht traurig, dass man in Deutschland im 21. Jahrhundert Angst um sein Leben haben muss?

Ich habe die Hoffnung und den Glauben an unser Land noch nicht aufgegeben. Hoffentlich bleibt das so, denn wir alle sind das Volk!

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>> Grüne Karte für Diversity
>> Grundgesetz
>> Anonyme Hass-Botschaft an Haustür
>> Entsetzen nach Hass-Botschaft