Grünkohlwandern 2017 im Neanderland

Und auch 2017 danken wir dem Orga-Team Kirsten und Rita für dieses traditionelle Event – Dem Grünkohlwandern durch das Neanderland.

Viele Teilnehmer trafen sich zur Wanderung um sich den deftigen Grünkohl zu verdienen. Einige stießen später zur Party dazu. Um einem drohenden Flüssigkeitsverlust vorzubeugen, war der Bollerwagen wieder mit schmackhaften Getränken gefüllt.


An strategischen Punkten wie z.B. Wegkreuzungen, Brücken, Kurven und Steigungen wurden die Getränke verteilt. Das Wetter war gut aber zum „Vorglühen“ doch leider etwas zu warm (ca. 10°C).


Zwischendurch konnten auch noch Gäste begrüßt werden und am Ende gab es sogar einen schönen Sonnenuntergang.



Nach ca. zwei Stunden gab es dann endlich Grünkohl mit deftigem Fleisch. Alle ließen es sich schmecken. Sabine, Barbara und Sabrina sorgten für das leibliche Wohl und die Getränke.

Danach glühte die Tanzfläche, denn Xenia gab ihr Bestes am Mischpult. Die Stimmung war spitze und bis die ersten gingen war es kurz vor Mitternacht.

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Bewerbungsgespräch als Nonbinary

Autor_in: L* (Flughunde)

Neulich hatte ich ein Bewerbungsgespräch für ein Praktikum und ich war im Vorhinein ziemlich nervös – einerseits, weil ich die Stelle doch ganz gern hätte, andererseits, weil ich bisher noch in keinem Bewerbungsgespräch thematisiert habe, dass ich Nonbinär-Transgender bin. Das heißt im Wesentlichen, dass ich mich zwischen Mann und Frau verorte. Jetzt drängt sich für manche vermutlich die Frage auf, wieso das meine_n Arbeitergeber_in überhaupt interessieren soll. Die meisten damit verknüpften Aspekte sind für sie_ihn auch irrelevant. Allerdings verwende ich im Alltag einen geschlechtsneutralen Vornamen, der nicht amtlich ist und daher weder in Zeugnissen noch in meinem Personalausweis steht. Um bei der Arbeit aber sofort mit meinem richtigen Vornamen angesprochen zu werden, habe ich mich dazu entschieden, mich mit diesem zu bewerben. Meinen künftigen Kolleg_innen hilft das, indem sie sich nicht umstellen müssen und mir tut das gut, weil ich dann direkt mit einem Vornamen bezeichnet werde, den ich mag. Um bei der schriftlichen Bewerbung Verwirrungen aufgrund unterschiedlicher Vornamen in Mailadresse, Anschreiben und Lebenslauf einerseits und Zeugnissen andererseits zu vermeiden, habe ich meiner Mail eine Signatur beigefügt: „Ich bin Nonbinär-Transgender und freue mich über geschlechtsneutrale Anreden (z.B.: Guten Tag, Hallo, Dear).“

Als ich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten habe, war meine Freude sehr groß. Nicht nur darüber, dass ich es in die engere Auswahl geschafft habe, sondern auch, weil ich mit einer geschlechtsneutralen Anrede angeschrieben wurde. Solche Erlebnisse freuen mich sehr, da ich als das wahrgenommen werde, was ich bin. Bereits bei einem anderen Bewerbungsgespräch hatte ich mir fest vorgenommen, dass ich erkläre, dass ich L* genannt werden möchte und mich über geschlechtsneutrale Bezeichnungen zur Beschreibung meiner Person freue. Da ich aber trotz meiner Signatur bereits in der Mailkommunikation und dann beim persönlichen Gespräch mehrfach als „Herr“ angesprochen wurde, hatte ich es damals bleiben lassen.
Nachdem ich aber dieses Mal mit einer geschlechtsneutralen Anrede angeschrieben wurde, standen die Voraussetzungen besser und ich ging mit einem guten Gefühl in das Gespräch. Meine positive Stimmung konnte nicht mal dadurch getrübt werden, dass ich am Bahnhof von einer fremden Person – vermutlich wegen meines Aussehens – beleidigt wurde. Als das Bewerbungsgespräch begann, stellten sich meine künftige Vorgesetzte und ich uns namentlich vor. Und dann kam eine Frage, die alle meine Bedenken beseitigte, ob ich dieses Mal meine Transidentität ansprechen werde. Mein Gegenüber fragte mich, wie ich bezeichnet werden möchte und vermutete, dass „Herr“ und mein Nachname keine Option sei. Dies bestätigte ich und sagte, dass ich einfach mit meinem Vornamen und Nachnamen bezeichnet werden mag. Innerlich hab ich zudem gestrahlt, weil diese Nachfrage Druck von mir genommen hat. Für gewöhnlich muss ich immer einfordern, einfach mit meinem Namen anstelle von „Herr“ bezeichnet zu werden. Dieses Einfordern, korrekt bezeichnet zu werden, kostet mich zudem immer Überwindung. Dementsprechend erleichtert es meinen Alltag, wenn ich gefragt werde, wie ich bezeichnet werden möchte, als wenn ich es jedes Mal selbst ansprechen muss.

Das weitere Gespräch ist ganz gut verlaufen, so gut, dass ich schlussendlich die Stelle erhalten habe. Beim Verlassen des Büros bin ich noch gefragt worden, wie meine Vorgesetzte mich im Gespräch mit anderen bezeichnen soll (vorher ging es ja um die direkte Anrede). Daraufhin hab ich gesagt, dass sie einfach meinen Namen nennen soll und auch meinen Vornamen anstelle eines Pronomens verwenden kann.

Am Nachhauseweg war ich euphorisch über das gute Gespräch und die Rücksichtnahme, die ich erfahren habe. Bezüglich meiner Transidentität wurden nur die relevanten Fragen auf sensible Weise gestellt. Alles andere hat meine künftige Vorgesetzte auch nichts anzugehen, es sei denn, wir sollten uns im Laufe der Zeit anfreunden und uns auch über Privates austauschen.

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Floras Problem mit dem „Passing“

Autorin: Flora99

Für viele Trans* Menschen ist das Passing so ein bisschen wie ein Ritterschlag- die endgültige Bestätigung der eigenen Ausstrahlung im richtigen Geschlecht. Stimmt das Passing, fühlt sich Mensch gleich viel selbstbewusster und bestätigt und bekommt das auch von außen mitgeteilt. Eigentlich eine rundum positive Sache- könnte man meinen.

Ich habe trotzdem seit geraumer Zeit ein Problem mit dem Begriff und dem Prinzip „Passing“. Schon der Ursprung ist mir zuwider; im englischen bedeutet „to pass as […]“ so viel wie „als […] durchgehen“, heißt übertragen auf die Situation von trans* Menschen, eine Transfrau mit gutem Passing „geht als (Cis) Frau durch“ und ein Transmann „geht als (Cis) Mann durch“. Nun gibt es ja Leute, die das Attribut „Trans“ für sich nur als Übergangsbeschreibung nutzen, und dieses nach abgeschlossener Transition hinter sich lassen. Für diese Leute mag das Prinzip „Passing“ okay und überlebenswichtig sein – ich aber definiere „Trans*“ als Teil meiner ganz persönlichen Identität und damit als Teil meiner selbst. Soll heißen: Wenn ich als Trans* Mensch ein gutes „Passing“ habe und damit als Cis Frau „durchgehen“ will, ist es das erklärte Ziel meines Passings, mich nicht als Transfrau erkennbar zu machen, meine Identität zu verschweigen. Ich würde sogar noch weiter gehen: Indem wir Trans* Menschen immer weiter versuchen, unser „Passing“ zu verbessern und damit dem Cisgender-Stereotyp hinterherhecheln, unterstreichen wir nur noch mehr die Ansicht, dass Trans* Identitäten und Körper weniger wert sind als die unserer Cis-Gegenstücke. Wir wollen als „echte“ Frauen und Männer durchgehen – und bezeichnen uns als Trans* Menschen damit unbewusst als „unechte“ Männer und Frauen; wir werten uns selbst ab.

Aber warum? Nun, der Aspekt der Sicherheit ist nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn die Bundesrepublik nachweislich eines der transfreundlichsten Länder der Welt ist, vor Ausgrenzung, Diskriminierung oder sogar Gewalt aufgrund der eigenen Geschlechtsidentität ist auch hier niemand komplett sicher. So kann es für Trans* Menschen durchaus wichtig für die eigene Gesundheit sein, ein gewisses Passing zu besitzen. Dennoch scheint es mir häufig so, als wäre das Passing das einzig erklärte Ziel einer körperlichen Transition für viele Leute. Die veraltete Beschreibung „zur Frau/zum Mann werden“ für die körperliche Transition sagt da im Prinzip schon alles – möglichst nah ran kommen an das Aussehen von Cis Menschen, um sich vollständig zu fühlen. Und an diesem Punkt stelle ich ganz deutlich die Frage: Warum eigentlich? Warum sind Cis Menschen immer noch für (nicht alle, aber viele) Trans* Menschen das non plus Ultra wenn es darum geht, wie „Männer“ und „Frauen“ auszusehen haben?

Ich wachse in einer Zeit auf, in der es (zumindest im englischsprachigen Raum) schon zahlreiche Vorbilder und Berühmtheiten aus der Trans* Community gibt. Ich hatte eine Zeit, in der wollte ich unbedingt die breiten, weiblichen Hüften haben, die Laverne Cox auf ihrem bahnbrechenden Time-Cover zeigt (das sie als erste Transfrau in der Geschichte des Magazins schmücken durfte). Sie waren für mich das Symbol von Weiblichkeit, auch für eine Transfrau. Doch damals ohne jeglichen Zugang zu Hormonen oder die nötige Kreativität, mit Stoff nachzuhelfen, lernte ich irgendwann meine schmaleren Hüften „kennen und lieben“, wie man so schön sagt. Ein banales Beispiel, ich weiß, aber ich will damit zum Ausdruck bringen, dass ich es für extrem gefährlich halte, sich auf der Suche nach dem richtigen Verhältnis zum eigenen Körper als Trans* Person dazu verleiten zu lassen, unbedingt das größtmögliche „Passing“ erzielen zu wollen. Meine Hüften mögen nicht das aller femininste Modell sein, aber ich mag sie – das musste ich nur erstmal bemerken, und mich dazu von dem vorgezeichneten Bild einer „echten“ weiblichen Hüfte entfernen. Dieselbe Laverne Cox, die bei mir damals durch ihr Aussehen dafür gesorgt hat, dass ich für mich selbst eine viel zu hohe Messlatte setzte, spricht schließlich selbstbewusst in ihrer tiefen Stimme und trägt ihre breiten Schultern mit Stolz – wie eine (Trans-) Frau, die mit sich selbst und ihrem Körper im Reinen ist. Dabei sieht sie fantastisch aus – obwohl sie eindeutig als Transfrau erkennbar bleibt. Und genau das ist der Punkt. „Trans is Beautiful“ ist ihr Credo, das mich so fasziniert hat. „Trans ist schön“, Trans* Menschen, ihre Körper und ihr Aussehen sind genauso viel wert und genauso schön wie die von Cis Menschen. Das ist die Botschaft, die meiner Meinung nach einer jeden Trans* und Cis Person klar sein muss. Durch das Prinzip „Ich muss als Cis Frau/Mann durchgehen, um schön zu sein“ degradieren wir uns nur unnötig selbst.

Mir ist bewusst, dass dieser ganze Text als heuchlerisch wahrgenommen werden kann, wenn ich ihn als junge Transfrau schreibe, die Hormone bekommen konnte, bevor die Pubertät bei ihr große Spuren hinterlassen hat. Mein „Passing“ ist etwas, das mir schon oft Lob eingebracht hat („Boah, das hätte ich nie erkannt, dass du Trans bist!“, „Mensch, du siehst ja aus wie eine richtige Frau!“) und ich bin für jedes Lob dankbar. Aber ich bin es auch leid, dass mit so gut wie jedem dieser Komplimente mein Trans-Sein als unerwünscht oder eben „nicht echt“ dargestellt wird („richtige Frau“=Cis Frau). Es ist schließlich schon lange nicht mehr mein erklärtes Ziel, jedes Merkmal meines Körpers, das mich als Trans* kennzeichnen könnte, zu verstecken, sondern mich in meiner Haut wohlzufühlen. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir als Trans* Leute aufhören darauf hinzuarbeiten, wie Cis Leute auszusehen, und stattdessen versuchen, das Äußere und das Auftreten zu erreichen, mit dem wir uns selbst am besten gefallen. Ob man damit am Ende nun aussieht wie eine Cis Person oder nicht, sollte komplett egal sein. Hauptsache man gefällt sich am Ende selbst- „Passing“ hin oder her.

Anmerkung: Ich benutze in diesem Text bewusst Formulierungen, die sich auf binäre Trans* Menschen beziehen, weil das Prinzip „Passing“ auf nichtbinäre Menschen meines Wissens gar nicht richtig passt (korrigiert mich wenn ich falsch liege). Meine hier geäußerte Meinung entspringt aus meiner ganz persönlichen Wahrnehmung der „Gefühlslage“ innerhalb der Trans* Community.

INHALTSVERZEICHNIS

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.12.2015

Quelle: Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.12.2015

Wird ein transsexueller Bewerber aufgrund seiner Transsexualität und damit wegen seines „Geschlechts“ oder „sexuellen Identität“ abgelehnt, so kann dies einen Ent­schädigungs­anspruch nach § 15 Abs. 2 des Allgemeinen Gleich­behandlungs­gesetzes (AGG) begründen. Dies setzt gemäß § 22, § 7 Abs. 1 AGG unter anderem voraus, dass der Bewerber Indizien vorträgt und im Bestreitenfall beweist, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf schließen lassen, er sei vom Arbeitgeber als transsexueller Mensch wahrgenommen und deshalb benachteiligt worden. Dies hat das Bundes­arbeits­gericht entschieden.

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Der Gendertreff in Solingen 2016

Zum neunten Mal lud u.a. Silvia K. (Mitorganisatorin) zum Selbsthilfetag ins Klinikum Solingen und 42 Selbsthilfegruppen machten mit.

Wie schon im letzten Jahr hatte der Gendertreff wieder den guten Platz am Eingang des Foyers. Diesmal konnten wir auch unsere Beachflag draußen vor dem Eingang platzieren. Bereits während des Aufbaus des Standes konnten tiefgründige Gespräche geführt werden. Um 11:00 Uhr dann war alles fertig und der offizielle Teil begann. Ava, Nathalie, Rita, Ute, Xenia und später auch Jonas waren bereit. Es sollte ein intensiver Samstag werden.

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Anders als erwartet“ aber auch die Themen „Transidentität am Arbeitsplatz“, „Transidentität in der Schule“, „Transidentität und Medizin“ sowie „Transidentität und Recht“  waren die vorherrschenden Themen und wurden zur Diskussion aufgegriffen.

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Der Solinger Bürgermeister drehte seine Runde und verblieb zu einem längeren Gespräch an unserem Stand. Gerne nahm er eine „Grüne Karte für Diversity“ mit. Auch Silvia, die in vielen Gesprächen eingebunden war, besuchte uns zwischendurch gerne.

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Aber die zahlreichen Besucher konnten sich nicht nur über Transgender informieren. Blutdruck- und Blutzuckermessungen wurden durchgeführt. Kinder aber auch Erwachsene wurden auf Wunsch geschminkt und ein Künstler zauberte aus Ballons schöne Figuren.

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Sogar eine kleine Tanzformation zeigte ihr Können und verließ mit viel Applaus und jeweils einem Gendertreff Ballon das Foyer. Und damit nicht genug.

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Am Nachmittag bekam der Gendertreff die Gelegenheit kranke Kinder, auf der Kinderstation im 7. Stock des Klinikums, zu besuchen. Es war herrlich, wie sich die Kinder in ihren Zimmern über diese kleine Geste freuten, als sie die Gendertreff Ballons überreicht bekamen. Für alle war dies eine gelungene Abwechslung und für die Kinder eine schöne Überraschung im Klinikalltag, die ein wenig von der Krankheit ablenkte. Natürlich bekamen die anwesenden Eltern auch gleich noch die „Grüne Karte für Diversity“ als Information an die Hand.

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So sprang der Zeiger der großen Uhr auf 4 und alle bauten ab. Wir verabschiedeten uns und luden das Equipment in die Fahrzeuge.

Wir freuen uns auf den 10. Selbsthilfetag im Solinger Klinikum 2017.

>> Solingen Magazin

>> Solingen 2015

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Trans* und Kirche

Trans-sexualität/-identität auf www.evangelisch.de

-) Buch zur Frankfurter Tagung über Transsexualität erschienen

-) Papst befürwortet offenen Umgang mit Transsexuellen

-) Ich gehöre als lesbische Transfrau zum Gemeindeleben

-) Pilgrims‘ Haven

-) Was ist der Mensch? – Geschlechtergerechtigkeit trans*zendiert

-) Befiehl du deine Wege

-) Es geht nicht immer nur voran

Weitere Links:

-) Deutschlandfunk-Entmoralisierung der Geschlechterfrage-Transsexualitaet

-) Kirche entschärft Kündigungsregeln

-) Neuapostolische Kirche International

-) Trans* in Religion und Ethik

-) Pfarrerin Elke, Vater von sieben Kindern

-) Zum Umgang mit Transsexuellen in der Kirche

-) Von der Transsexualität zur Transidentität

„Wir sind alle Gottes Kinder, geliebt, gesegnet und in Gottes Bild geschaffen. Das ist es was zählt!“

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NRW ist vernetzt

Das „Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans NRW“ NGVT*-NRW ist nun gegründet.

Der Grundstein für diese Vernetzung wurde bereits 2011 gelegt. Viele Selbsthilfeorganisationen, Einzelpersonen und Vereine trafen sich mit dem Ziel, die Vernetzung untereinander sowie die Selbsthilfe- und Öffentlichkeitsarbeit zu fördern und zu koordinieren. Dabei war und ist es wichtig, dass die beteiligten Trans*-Organisationen ihr eigenes Profil wahren und auch in Zukunft selbständig auftreten.

Wir sind uns sicher, dass von einem derartigen Austausch alle profitieren und in der Öffentlichkeit ein größeres Gewicht in der politischen und gesellschaftlichen Wahrnehmung erlangen können.

Nach vielen Treffen, Gesprächen aber auch Rückschlägen, ist es nun doch schließlich gelungen das Netzwerk zu gründen. Der Gendertreff, als Gründungsmitglied, freut sich und ist stolz darauf Teil dieses Netzwerks zu sein.

Gemeinsam wünschen wir uns viel auf den Weg zu bringen und einiges zu bewegen.

 

 

>> 2011: So fing es an

>> NGVT

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Gendertreff 2016 auf der Paracelsus Messe Düsseldorf

Düsseldorf, 28.10. – 30.10.2016

Weil das Feedback für das Areal Böhler in den Alten Schmiedehallen so gut war, findet die Paracelsus Messe auch dieses Jahr wieder dort statt. Und auch der Gendertreff beteiligt sich wieder mit seiner ehrenamtlichen Aufklärungsarbeit, um auf Transidentität aufmerksam zu machen.

Die Paracelsus Messe ist eine Gesundheitsmesse, die seit 2012 in Düsseldorf stattfindet. Mit einem Einzugsgebiet von fast 5 Mio Einwohnern, ist Düsseldorf ein idealer Standort für die größte Gesundheitsmesse Deutschlands.

Die Düsseldorfer Selbsthilfegruppen bekommen regelmäßig die Möglichkeit, einen eigenen Infostand einzurichten. In diesem Zusammenhang nutzt der Gendertreff bereits die Paracelsus Messe zum vierten Mal zu intensiver Öffentlichkeitsarbeit.

Das Areal Böhler bietet ausreichend Parkplätze und eine Straßenbahnlinie hat ihren Halt direkt vor dem Messeeingang. So kann man ohne Umsteigen in die Düsseldorfer Innenstadt sowie zum Hauptbahnhof gelangen.

Die Messe ist an den drei Tagen von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns wieder auf gute Gespräche mit den Besuchern der Messe und den anderen Standbesitzern.

AREAL BÖHLER Düsseldorf
Hansaallee 321
40549 Düsseldorf

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Ist Transidentität ein Problem in der Gesellschaft?

Nach den Erfahrungen des Gendertreff aus nunmehr 12 Jahren Selbsthilfe- und Öffentlichkeitsarbeit kann dies verneint werden. Das Thema Transidentität ist nicht zuletzt durch die Aufklärungsarbeit des Gendertreff und anderer Trans*-Organisationen sowie eine Vielzahl von Medienberichten in der Gesellschaft angekommen. Allerdings beobachten wir weiterhin Informationsdefizite, die teils durch eine unzureichend recherchierte Medienberichterstattung gestützt werden. Aus diesen Informationsdefiziten resultieren mitunter Verwechslungen (z.B. mit Homosexualität oder mit Travestie), was wiederum zu Unverständnis oder Vorurteilen führen kann. Demnach ist weiterhin Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, um mögliche Diskriminierungen zu vermeiden.

Viele Erlebnisse und unzählige Gespräche der Gendertreff Leser_innen, User_innen und natürlich auch der Mitglieder des Gendertreff-Teams machen Mut, dass man nicht mehr dumm angeschaut wird, nicht mehr jede_r seine Familie verliert und sich nicht mehr der Freundeskreis abwendet. Aber Vorsicht: Das bedeutet nicht, dass es nicht doch noch Diskriminierung gibt. Übrigens ist Diskriminierung nicht nur transidenten Menschen gegenüber zu finden.

Es nützt nichts, überspitzt formuliert im „Keller“ zu sitzen und auf die Gesellschaft zu schimpfen. Man selber ist Teil dieser Gesellschaft und man kann nicht die anderen erziehen oder ändern, sondern muss auch an sich selber arbeiten. Deshalb handelt der Gendertreff nach dem Motto: Raus in die Öffentlichkeit und weiter Aufklären. Aufklärung und Gespräche sind die Schlüsselwörter zum Erfolg. Die Gesellschaft an den Pranger zu stellen ist dagegen der falsche Weg, vgl. hier.

Ebenso ist es aber auch der falsche Weg, die Gesellschaft zu überfüttern und zu überfordern. Ständige Forderungen führen zu einer Abwehrhaltung und zu einer Umkehr der Stimmung. Besser ist es, einen gesunden Mittelweg finden, bei dem sich alle wieder finden können. Es ist wichtig, Information nicht zu überfrachten und vor allem positiv zu formulieren.

Viele Rahmenbedingungen haben sich insbesondere in Deutschland in den letzten Jahren erheblich verbessert. Auch international verbessern sich vielfach die Verhältnisse für transidente Menschen durch rechtliche Grundvoraussetzungen. So gibt es z.B. in einigen Ländern ganz offiziell ein drittes Geschlecht. Aber leider gibt es auch Länder, in denen Diskriminierung, Verfolgung und Unterdrückung nicht nur für Trans*-Menschen an der Tagesordnung sind. Und obwohl Transidentität in Deutschland durchaus in der Gesellschaft angekommen ist, bleibt auch hier noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Der Gendertreff lädt alle Menschen zum konstruktiven Dialog ein.

Niemand hat sich selber gemacht. Aber jede_r ist aufgerufen, gemeinsam daran zu arbeiten, dass Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz in unserer Gesellschaft selbstverständlich sind und es auch bleiben.

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Gesund und bunter: Selbsthilfetag in Lüdenscheid

Lüdenscheid 01.10.2016

Um Erfahrungsaustausch, Begegnung, Hilfe und Orientierung ging es bei dem Aktionstag in Lüdenscheid.

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Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Märkischer Kreis und der Bürgermeister luden zu dem Informationstag ein. Zu Gast war unter anderem ein Mitglied des Bundestags und für gute Laune sorgte Manfred der Pantomime.

Schnell hatte der Gendertreff seinen Stand eingerichtet und wartete auf die Begrüßung und die ersten Gespräche.

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Weitere 19 Selbsthilfegruppen aus Lüdenscheid und Umgebung präsentierten sich im Rathaus. Breit gefächert dabei waren die Themen:
Abhängigkeitserkrankungen, Diabetes, Depressionen, Transidentität, um seelische Gesundheit, Osteoporose, Parkinson und vieles mehr.
Insgesamt gibt es in Lüdenscheid mehr als 40 Selbsthilfegruppen, im Kreisgebiet sind es knapp 200.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen wie „Transidentität am Arbeitsplatz“ oder „Demenz – Sie sind nicht allein!“ begleitete den Selbsthilfetag.

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Am Nachmittag hielt der Bürgermeister eine Rede.

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Kurz vor 16:00 Uhr wartete man nur noch auf die Verabschiedung und es gab viel Applaus für die Organisatoren.

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Draußen hatte bereits der Markt seine Zelte abgebaut und so kam auch kein Besucher mehr ins Rathaus. So konnte pünktlich um 16:00 Uhr abgebaut werden.
Der erfolgreiche Tag mit vielen guten Gesprächen und einer guten Präsentation, fand zum Selbsthilfetreffen in Leverkusen spät am Abend ein gutes Ende.

Gerne ist der Gendertreff wieder bei einer Neuauflage eines Selbsthilfetags in Lüdenscheid dabei. Vielen Dank für die Einladung.

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