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Bundesrichter lässt sich zur Frau umwandeln

Quelle:
Die Welt

Die Welt / Politik /

Axel Springer SE 2014

Ein renommierter Jurist hat sein Geschlecht angleichen lassen und heißt jetzt Johanna. Eine andere Transsexuelle erzählt, wie belastend der „Krieg im eigenen Körper“ sein kann.

Der Fachverlag RWS bietet neben juristischer Literatur auch Fortbildungsseminare an, beispielsweise gehalten von einer Richterin am Bundesgerichtshof (BGH). Die Gesichtszüge auf dem Porträtbild im Seminarkalender dürften viele Fachleute vor allem aus der Immobilienbranche zwar erkennen, weniger allerdings Frisur und den Vornamen Johanna. Denn bis vor Kurzem hieß die BGH-Richterin und Immobilienexpertin, die sich da mit schulterlanger Frisur und Perlenkette präsentiert, noch Jürgen.

Im Alter von 56 Jahren hat sie sich zur Geschlechtsumwandlung entschlossen – oder besser zur Angleichung, wie Interessengruppen lieber sagen. Denn das Geschlecht sei eine Sache der Identität, Hier geht`s weiter……..

Das Antidiskriminierungsgesetz

Der Entwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz, der bei seiner Präsentation 2001 einen Sturm der Entrüstung quer durch alle möglichen Gruppen entfachte, stammte aus der Feder ……

Hoher Aufwand für Geschlechtsumwandlung nötig

Eine solche Geschlechtsanpassung ist aufwendig und oft genug sehr mühsam. Anders als in Argentinien, wo eine einfache eidesstattliche Versicherung ausreicht, um sein Geschlecht abzuwandeln, müssen Betroffene in Deutschland zwei Gutachten vorlegen, die eindeutig zu dem Schluss kommen: Ja, da steckt ein Mensch mit hoher Wahrscheinlichkeit im „falschen“ Körper………..

„Man fühlt sich depressiv und fürchterlich unwohl“

Immer noch müssen Menschen, die ihr Geschlecht verändern, mit Spott und Unverständnis im Freundeskreis und am Arbeitsplatz rechnen. Insbesondere der Schritt vom Mann zur Frau, ……….

„Karriere macht man wohl eher nicht mehr“

Nach Schätzungen der DGTI gibt es in Deutschland rund 150.000 Betroffene, andere Zahlen gehen von 80.000 aus. Anerkannt sei, dass zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung homosexuell veranlagt seien. Und davon wiederum seien nach bisherigen Erfahrungen rund zehn Prozent transsexuell. Wobei sie die Betonung des Sexuellen für falsch hält. „Alle schauen immer nur auf die Hüfte. Aber unsere Identität steckt im Kopf. Der sexuelle Aspekt ist nur ein kleiner Teil einer Persönlichkeit.“

Der Schritt zum anderen Geschlecht läuft in der Regel zunächst einmal über eine Hormontherapie………………..

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Homosexualität und Transsexualität sind zweierlei Dinge. Deshalb sprechen wir lieber von „Transidentität“, siehe hier. Ein Transgeschlechtlicher Mensch kann natürlich genauso hetero-, homo- oder bisexuell sein, wie jede_r andere auch.

Wellness Wochenende

Der Begriff Wellness (Wohlbefinden bzw. Wohlfühlen), steht nach modernem Verständnis für ein ganzheitliches Gesundheitskonzept. Und das wollten sich meine Frau und ich einmal gönnen.

So ging es in unserem Urlaub für drei Tage (Sa. – Mo.) nach Horn-Bad Meinberg in den Teutoburger Wald.

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Lindas AHA-Erlebnis

Autorin: Linda

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch gerne auf dem Laufenden halten wie es mit mir weiter geht.
Da ich mich bis jetzt immer bei der Vorstellung ausgetauscht habe, denke ich es ist sinnvoll hier weiter zu machen.

Was ist die letzten 10 Tage passiert.

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Erfolg im Betrieb

Autorin: Marina

Hallo meine lieben Freunde.

Seit meinem letzten Bericht vom Januar ist viele Monate lange nicht viel Neues passiert. Neu im Sinne von für mich nicht wirklich bedeutend. Obwohl eine Sache schon bedeutend war, nämlich dass ich seit 01. Februar wieder vom Innendienst zurück zum Außendienst gewechselt habe.

Dafür gab es mehrere Gründe:

  1. Mir fehlte der direkte Kontakt zu Kunden und Kollegen. Mein in meinem Innendienst-Job lief 99,9% alles nur per Email
  2. Die Fragen, die ich gestellt bekam wiederholten sich Inhaltlich ständig. Irgendwann hatte ich für fast alles vorgefertigte Standardantworten parat. Anders gesagt, es war langweilig
  3. Die ganze technische Beratung und Fehlersuche lief nur auf theoretischer Ebene ab. Ich hatte fast gar keine Möglichkeit mal selbst etwas auszuprobieren
  4. Mir fehlte das unmittelbare Arbeiten an den Geräten
  5. Die Abteilung wurde (mal wieder…) umstrukturiert und infolgedessen ist mein Job als solcher weggefallen.

Sicherlich hätte man wieder eine Aufgabe für mich gefunden, aber mir war es sehr recht wieder rausfahren zu können. Es hatte sich ja gezeigt, dass (bis auf ganz wenige Ausnahmen) kein Kunde ein Problem mit Marina hat.

So fahre ich nun wieder in Deutschland herum und mache das, was ich am besten kann: Mit Schraubendreher und Zange in der Hand bockige Geräte zusammenflicken.

Eine Sache jedoch hat mich sehr gestört. Auf meinen Visitenkarten steht mein männlicher Name, genauso wie auch noch meine Firmen-Email. Das hat in den letzten Monaten dann schon zu Irritationen bei dem einen oder anderen Kunden geführt und bedeutete, dass ich viel erklären musste. Bei meinem Gespräch mit dem Personalmanager Deutschland Anfang 2013 hatte er mir ja gesagt, dass Ihm sehr strenge Vorgaben von der Personalmanagerin Europa gemacht wurden und dass er sich daran halten muss. Dies beinhaltete kurz gesagt, dass man meine Veränderungen quasi ignoriert und übersieht, dass für die Firma alles im Prinzip so bleibt, wie bisher. Man könnte auch sagen, sie machen es sich einfach…

1 Jahr im Innendienst mit gelegentlichen Kundenbesuchen und ½ Jahr im Außendienst haben mein Selbstvertrauen sehr deutlich vergrößert. Und vor ca. 2 Wochen war ich an dem Punkt, an dem ich mir gesagt habe, dass ich mir diese Behandlung nicht mehr bieten lasse. Ich überlegte mir, dass der Personalmanager Deutschland nichts machen kann, weil er seine Vorgaben von „oben“ bekommen hat. Nun, dann muss ich mich wohl ganz oben beschweren….

Ich arbeite bei einem amerikanischen Konzern, in dem eine strenge Ethik-Richtlinie gilt. Beschwerden können unter anderem persönlich oder anonym direkt bei der Ethik-Abteilung in der Konzernleitung (also ganz, ganz oben …) gestellt werden. Und genau das habe ich getan. Ich habe das entsprechende Web-Formular ausgefüllt und mein Problem (auf Englisch) dargestellt. Außer einer automatisierten Eingangsbestätigung passierte erst einmal nichts in den nächsten 2 Wochen.

Vor 2 Tagen dann bekam ich eine Email vom Vize-Präsidenten der globalen Personalverwaltung, dass er mich wegen meiner Beschwerde persönlich sprechen möchte. Wir haben darauf hin einen Termin für ein Telefongespräch vereinbart. Wie ich dabei erfahren habe, ist er gerade in unserer deutschen Niederlassung in Düsseldorf und hatte ein Gespräch sowohl mit der Personalmanagerin Europa als auch mit dem Personalmanager Deutschland gehabt. Er wollte sich die Sache aber noch einmal von mir anhören.

Nachdem wir über meine Beschwerde gesprochen hatten, sagte er mir, dass er mir folgende Lösung anbietet, und dass diese so schon mit der Personalabteilung abgesprochen ist:

  • Meine Email-Adresse wird geändert. Emails die noch auf die alte Adresse laufen werden intern umgeleitet
  • Ich habe die volle Unterstützung was meinen Auftritt bei Kunden angeht. Ich bekomme neue Visitenkarten mit neuen Namen und neuer Email-Adresse
  • Eine Toilette neben der Kantine ist eine Einzeltoilette. Diese war bisher nur als Damentoilette markiert. Diese Toilette wird zur Unisex-Toilette erklärt und entsprechend markiert, so das ich diese benutzen kann, wenn ich mal in der Firma bin
  • Was die Gehaltsabrechnungen, Sozialversicherung etc. angeht muss ich jedoch weiterhin als Herr H. geführt werden. Das ist aus rechtlichen Gründen nicht anders möglich

Mit dieser Regelung bin ich sehr einverstanden. Warum nicht gleich so?

Gestern dann habe ich noch einen Anruf vom Personalmanager Deutschland erhalten. Er erkundigte sich, warum ich nicht zuerst zu ihm gekommen bin. Man könne doch schließlich über alles reden. Ich erklärte ihm, dass ich den Eindruck hatte, dass er nichts machen kann aufgrund der Anweisungen von oben. Deshalb habe ich von ganz oben drauf gehauen. Er meinte, das wäre doch alles nicht nötig gewesen und wir hätten das auch so regeln können. Naja … vielleicht … immerhin weiß ich jetzt, dass man die Ethik-Richtlinie und Beschwerden doch sehr ernst nimmt und dass die intern dafür vorgesehenen Abläufe doch funktionieren.

LG
Marina

TRANS* AM ARBEITSPLATZ

INHALTSVERZEICHNIS

Sterilisation no longer required for a sex change

Source: The Copenhagen Post

Starting from September 1, Danes over the age of 18 will no longer be required to undergo any surgical procedures in order to apply for a sex change.

"Today we have dropped the requirement of sterilisation when transgendered people need a new personal identification number as part of a legal sex change," the minister for the economy and the interior, Margrethe Vestager, said in a statement reported by NDTV.

She notes that it will make life more “dignified” for transgender individuals, who will no longer have to mutate their bodies in order to adhere to societal norms.......

Source: The Copenhagen Post

INHALTSVERZEICHNIS

Video & Diashow vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014

In Ergänzung zu den Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014 veröffentlichen wir an dieser Stelle noch zwei Videos. Das erste Video zeigt Eindrücke vom Einzug der CSD Demonstration auf dem Aktionsgelände des CSD Düsseldorf an der Rheinuferpromenade. Zu sehen ist die gemeinsame Gruppe des Gendertreff, von TransBekannt und der Trans* Gruppe Düsseldorf.

Auf YouTube ansehen

Das folgende Video zeigt in einer Diashow einen Teil der reichlich vorhandenen Fotos. Denn irgendwer macht immer einen Schappschuss und so können wir Euch an dieser Stelle noch mehr Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014 zeigen.

Auf YouTube ansehen

>> Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014

>> Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014

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Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014

Wie berichtet war der Gendertreff auch in 2014 wieder beim CSD Düsseldorf vertreten. Im Jubiläumsjahr - die Plattform für Transgender, Angehörige und Interessierte feiert 2014 den 10. Geburtstag - nahm der Gendertreff an der Demonstration durch Düsseldorf teil und war am Samstag und am Sonntag mit einem Infostand auf dem CSD-Gelände am Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf vertreten.

Auch das Wetter feierte mit, denn 10 Jahre ehrenamtliche Selbsthilfearbeit für transidente Menschen und Angehörige in Düsseldorf sind wirklich ein Grund zum feiern. Dies insbesondere deshalb, weil daraus auch weitere Selbsthilfe- und Informationsangebote wie unser Forum, diese Plattform oder unser Treffen in Leverkusen entstanden sind.

Also bauten wir bei bestem Wetter unseren Infostand an der Rheinuferpromenade in Düsseldorf auf.

Auch die klassischen Gruppenfotos zum Auftakt durften natürlich nicht fehlen.

Und dann ging es auch schon los: Die Rheinuferpromenade füllte sich mit Besuchern und wir führten zahlreiche Gespräche am Stand und verteilten unsere Informations-Flyer.

Die Parade hieß in diesem Jahr Demonstration - was auch gut ist. Denn wir treten für ein ernstes und wichtiges Thema ein. Transidentität kann schließlich für Transgender und auch deren Angehörige mit vielen Problemen verbunden sein und auch in Medizin, Politik bzw. Justiz und Gesellschaft ist längst noch nicht alles eitel Sonnenschein für transidente Menschen. Hier gilt es, die Gesellschaft weiter über Transidentität aufzuklären.

Beim CSD Düsseldorf 2014 waren neben dem Gendertreff auch die Trans-Organisationen TransBekannt e.V. und Trans* Gruppe Düsseldorf mit einem Stand vertreten. Und so bildeten wir auch bei der Demonstration durch Düsseldorf eine gemeinsame Trans-Gruppe. Das Bild oben zeigt uns bei der Aufstellung zur Demonstration. Unten biegen wir dann mit dem Demonstrationszug auf die Düsseldorfer Flaniermeile Königsallee ein.

Die Straßencafés auf der Kö waren gut gefüllt und so gab es jede Menge Zuschauer.

Auch auf Fahrrädern waren einige Teilnehmerinnen unserer Trans-Demo-Gruppe dabei.

Da eine Demonstration zum CSD nicht zügig durchmarschiert, bliebt immer auch Zeit, zwischendurch noch einige Fotos vom Gendertreff und den kooperierenden Trans-Organisationen beim CSD Düsseldorf zu machen.

Am Ende der Kö bog der Demonstrationszug in die Schadowstraße ein, die an einem Samstag natürlich voll von Menschen war.

Es ist schon ein Erlebnis, mit einer solchen Demonstration durch die Düsseldorfer Innenstadt zu ziehen.

Dann ging es durch das Bankenviertel in Richtung Altstadt.

Zwischendurch verteilten wir fleißig unsere Info-Flyer an die Passanten.

Hier sind wir schon in der Düsseldorfer Altstadt und fast am Ende der Demonstrationsstrecke angekommen.

Dabei wird im Gegensatz zu "klassischen" Demonstrationen auch viel Musik gespielt, so dass sich der Demonstrationszug mit Musik und guter Laune durch Düsseldorf bewegte. Ganz so, wie es sich für einen CSD gehört.

Hier sind wir dann schon auf der Zielgeraden: Die Demonstration zum CSD Düsseldorf 2014 auf der Rheinuferpromenade mit dem Schlossturm im Hintergrund.

Und zwischendurch sorgen die Teilnehmer der CSD-Demo für Momente, die einfach nur wunderschön sind. 🙂

Da die Demo immer stehen blieb, hatten wir reichlich Zeit, schöne Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf zu machen.

Die Rheinuferpromenade war gut besucht und wir konnten reichlich Flyer verteilen. Am Ende der Demonstration wurden wir dann mit freundlichen Worten von der CSD-Bühne begrüßt.

Am Sonntag haben wir dann erstmals einen leicht veränderten Standaufbau ausprobiert: Wir wollten unseren Infostand etwas offener gestalten. Das kam gut an und deshalb werden wir es jetzt immer so machen.

Der CSD-Stand des Gendertreff lud so noch mehr zu Gesprächen und zum Netzwerken ein, was auch reichlich genutzt wurde.

Die Standbesetzung mal aus dem Infostand heraus fotografiert.

Zum 10-jährigen Jubiläum haben wir eigene Gendertreff-Ballons an Kinder verschenkt. Hier sehen wir unsere offizielle Ballonverteilbeauftragte. 😉

Im Inneren des Stands wurden derweil fleißig Ballons vorbereitet.

Auch Mandy von TransBekannt kam zum Netzwerken vorbei und half, Ballons vorzubereiten. Natürlich waren auch wir zwischendurch an den Ständen der anderen Trans-Organisationen. Denn wir kooperieren ja und tauschen uns regelmäßig aus. Schließlich ist es unser gemeinsames Ziel, transidenten Menschen und deren Angehörigen zu helfen.

Ava knüpfte derweil Kontakte zur Politik.

Denn wie immer nutzten wir auch auf dem CSD Düsseldorf 2014 die Chance, mit Parteien und sonstigen auf einem CSD vertretenen Organisationen Netzwerkarbeit zu betreiben.

So gingen zwei erfolgreiche Tage auf dem CSD Düsseldorf 2014 schnell vorbei.

Bei allen Helfern und Unterstützern am Stand und während der Demonstration beim CSD Düsseldorf 2014 möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken. 🙂

Termin beim MDK

Autorin: Katja

Hallo liebes Tagebuch 24.05.2014

Ich denke darüber nach was ich in den letzten Monaten erlebt habe.
Nach der PSÄ legt sich der Alltag auf mein Leben. Meine Lebensqualität ist enorm gestiegen, ja die Ruhe in mir ist unbeschreiblich, ein wunderschöner Lebenstraum.

Nachdem ich in der Firma in den Betriebsrat gewählt wurde, kam ich kurz vor Mitternacht nach Hause, platt und kaputt aber zufrieden und glücklich. Ich öffnete die Tagespost und  darunter war ein Brief meiner Krankenkasse. Dieser kam direkt aus der Hauptstadt vom MDK (Sozialmedizinischer Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung) und ich sollte mich zu einer Untersuchung am Freitag den 25.04. einfinden. Wow, ich war  schlagartig wach und aufgedreht. Okay erst mal drüber schlafen.

Morgens wurde ich vom schrillen Wecker wach und ich musste dringend telefonieren um den Termin zu verschieben, weil ich keinen Urlaub mehr hatte. Eine Mitarbeiterin des MDK sagte mir,  dass ich am 09.05. oder 13.05 in Berlin sein müsste.

Nach einigem hin und her auf der Arbeit wurde mir ein freier Tag genehmigt und ich bestätigte den Termin beim MDK. Den Donnerstag vorher arbeitete ich bis 22.00 Uhr, fuhr nach Hause, machte mich startklar und fuhr am frühen Morgen nach Berlin.

Gegen 07:00 Uhr Morgens und einer gefühlten Ewigkeit in einer Vollsperrung, erreichte ich Berlin. Ich ruhte mich aus und ging in ein Café und habe erst einmal gut gefrühstückt.

Es war kurz vor neun Uhr und ich ging zur Untersuchung des MDK. Mit ein wenig mulmigen und glücklichen Gefühlen meldete ich mich an. Nach kurzer Wartezeit kam die Ärztin zu mir und wir gingen zum Untersuchungszimmer. Ich dachte was kommt jetzt auf dich zu.

Nun wir unterhielten uns, es gab einen starken Kaffee und ich gab ihr einen Stapel Flyer vom Gendertreff und Arbeitsplatz Flyer unserer Aktion mit Grüßen des Gendertreffs.
Am Schluss des Gesprächs und der Untersuchung gab sie mir noch ein paar Adressen von Hotels in Berlin. Wir verabschiedeten uns und ich machte mich auf die Suche nach einem Hotel.

Dank meines Handys (Navi) war das Hotel schnell gefunden und ich stellte mein Auto ins Parkhaus und bezog mein Zimmer. Ich dachte mir was soll ich jetzt machen und  entschloss mich zu einer Sightseeingtour. Ich ging zum Nahe gelegenen Kudamm, ins Kaufhaus KaDeWe und weiter den Kudamm entlang. Einige Schauer begleiteten mich und ich musste mich unterstellen. Dort kam ich mit Leuten ins Gespräch.

Das Regierungsgebäude wollte ich noch sehen und so schnappte ich mir einen Bus und fuhr zum Bundestag. Nach ca. eineinhalb Stunden Warten öffnete sich die Schleuse und es ging  rein in das Regierungsgebäude.

Berlin war die Reise wert auch wenn es nur einen Tag war, aber mehr ging nicht. Nach dem Frühstück ging es wieder nach Hause.

Mittlerweile ist das Gutachten eingetroffen und meiner weiteren Behandlung steht nichts mehr im Wege:

Aus dem uns nun zu gesandten Gutachten des MDK geht hervor, dass bei ihnen eine manifeste Transsexualität Mann zur Frau besteht.

 

Für die Durchführung der mit Operationen verbundenen stationären Krankenhausbehandlung bedarf es einer Kostenzusage der Krankenkasse. Hierzu reichen Sie bitte eine Ärztliche Verordnung von Krankenhausbehandlung ein aus der hervorgeht, welcher Eingriff geplant ist und in welchem zugelassenen Vertragskrankenhaus die Operation erfolgen soll. Ihre Unterlagen senden sie bitte an die KK in Bochum.

Jetzt liegt es an mir wann und wo ich mich operieren lasse.

Danke liebe Freunde des Gendertreffs! Ihr habt mir das gegeben was vor vier Jahren undenkbar für mich war.

Eure Katja-Sabine

Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum.

Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014

Düsseldorf, 31.05.2014 Auch in 2014 ist der Gendertreff wieder mit einem Stand auf dem CSD Düsseldorf vertreten. Und das aus gutem Grund: In 2014 feiert der Gendertreff ein rundes Jubiläum, denn die Plattform für Transgender, Angehörige und Interessierte wird in diesem Jahr 10 Jahre alt. Dabei hat sich der Gendertreff in all den Jahren als Anlaufstelle für Menschen empfunden, die sich dem Thema Transidentität in all seinen Ausprägungen zugehörig empfinden. Auch für Angehörige von Transgendern oder für die interessierte Öffentlichkeit bietet der Gendertreff seit nunmehr fast 10 Jahren eine Anlaufstelle.

„All united“ könnte man also sagen – und das ist auch das Motto des CSD Düsseldorf 2014. Auch in seinem Jubiläumsjahr wird sich der Gendertreff deshalb mit einem Stand sowie mit einer Fußgruppe bei der Demonstration am CSD Düsseldorf beteiligen. „Gerade in unserer Heimat- und Gründungsstadt möchten wir die Menschen für das Thema Transidentität sensibilisieren“, sagt Xenia, Gründerin des Gendertreff.

Der Gendertreff wurde am 17.10.2004 in Düsseldorf gegründet. Seitdem ist viel passiert: „Neben unseren Treffen / Selbsthilfegruppen in Düsseldorf und Leverkusen betreiben wir ein Internet-Forum und haben eine der umfangreichsten Informations-Plattformen rund um Transidentität im deutschsprachigen Internet aufgebaut“, berichtet Xenia. Darüber hinaus betreibt der Gendertreff umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit: „Erst vor einigen Wochen haben wir bei einer großen NRW-Landesbehörde unsere Aktion Transidentität am Arbeitsplatz vorgestellt“, berichtet Ava, ebenfalls ehrenamtlich im Team des Gendertreff aktiv. „Wir haben mit Politikern und Vertretern von Unternehmen gesprochen und schon vielen Transgendern und Angehörigen mit unserem Forum, unserer Internet-Plattform und natürlich unseren beiden Selbsthilfegruppen weiterhelfen können.“ „Dies zeigt, wie wichtig es ist, transidenten Menschen und ihren Angehörigen eine Anlaufstelle zu bieten“, sagt Xenia.

Der Gendertreff blickt in 2014 auf 10 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe und Öffentlichkeitsarbeit zurück. Auch die Teilnahme am CSD Düsseldorf soll unter dem Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit auf das Thema Transidentität aufmerksam machen. „Auch wenn sich in den letzten Jahren viel bewegt hat, gibt es leider immer noch Vorurteile, die meist aus Unwissenheit resultieren.“, berichtet Ava. „Hier möchten wir Aufklärungsarbeit leisten und zeigen, dass transidente Menschen ganz normale Mitglieder der Gesellschaft sind – nur eben mit der besonderen Eigenschaft, dass körperliches und gefühltes Geschlecht nicht deckungsgleich sind.“

Ziel des Gendertreff ist die Hilfestellung für Transgender, Angehörige und Interessierte sowie die Information der breiten Öffentlichkeit. Dazu betreibt der ehrenamtlich geführte Gendertreff unter www.gendertreff.de eine große Internet-Plattform mit einem Forum, einem eigenen Magazin und vielen weitergehenden Informationen. Darüber hinaus wird mit den Selbsthilfegruppen Gendertreff Düsseldorf und Gendertreff Leverkusen ein Angebot zum persönlichen Austausch bereitgestellt.

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Sie haben Post

Autorin: Chrissie

Hi zusammen,
ja jetzt weiß ich gar nicht so recht wo ich anfangen soll.
Eigentlich war der Tag heute dazu verdonnert scheiße zu werden, weil gestern viel zu spät ins Bett, heute Morgen echt Müh und Not den Wecker nicht einfach auszuschlagen und dann noch die doofen Freitagsmeetings und Telefonkonferenzen (hatte ich heute 2 … so ca. 1:30h jede … mein Ohr tut noch immer weh -.-) …

Aber dann kam die Wende… ich kam heim und sah da im Briefkasten schon so einen braunen Umschlag ein wenig vorblitzen … und ja es war der Bescheid vom Amtsgericht… ich kann es irgendwie noch immer nicht fassen, dass es nun wirklich offiziell ist.
Ich hab den Bescheid und nun kann ich das – was viele schon geschrieben haben – wenn der wirklich schwarz auf weiß da ist, dann ist das nochmal eine ganze Bandbreite weiter an den Gefühlen und was das selber mit einem anstellt.

Ab Montag geht die Rennerei los und ich freue mich da ehrlich schon total drauf (nur doof, dass das Bürgeramt bei uns erst so gegen 08:30 aufmacht) ich würde sonst wohl davor kampieren, obwohl Fußweg von mir nur 10 Minuten sind.

Hatte ich auch gestern mit meinem Psychologen noch darüber gesprochen … warum die das mal verzögern oder die Staatsanwälte die Frist gern als Selbstschutz wählen … und dann kommst einen Tag später heim und der Brief ist da.

Die emotionalen Heulanfälle, die damit einhergehen brauche ich wohl nicht weiter erläutern, ich denke das wissen alle, die das auch schon hinter sich haben. Und was das wirklich bedeutet!!

Vor allem die Anschrift auf dem Schreiben… das ist das tollste finde ich zumindest… endlich der erste Brief mit der richtigen Anrede und der richtigen Anschrift. Das war das wo ich schon beim Briefkasten, als ich den rausgeholt habe, vor Tränen auf`n Boden gesackt bin… weil das so was von unglaublich schön ist 🙂 und dann kommt der Brief auch noch von den „Justizbehörden München“ … ach einfach nur toll und unbeschreiblich 🙂

Endlich gibt`s nur noch mich!!!!!

*mal die Welt umarm*

Liebe Grüße
Chrissie aka Frau Christina S. (offiziell!!!!!)