Sommer 2013 auf Borkum Teil 5

Abschied von der Insel

Erlebt und geschrieben von Gitta

Am Mittwoch war Ute schon früh aufgestanden, denn sie hielt es vor Schmerzen kaum noch aus und wollte sich von einem Arzt eine Spritze geben lassen. So verließ sie schon früh das Haus, während der Rest seinem gewohnten Tagesablauf nachging und voller Stolz auf ihre Pünktlichkeit um 9:00 Uhr am Frühstückstisch saß.
Gegen Mittag, nachdem Ute auch wieder zurück war, holten die fünf ihre Fahrräder hervor, denn heute wollten sie endlich ins Heidecafé. Doch es ging nicht voran, denn eine fehlte wieder mal:
Es war Rita, denn sie brauchte noch zehn Minuten…
Als auch sie endlich kam, konnte es losgehen und schnell erreichten sie das Lokal. Die Kuchenauswahl war wirklich groß und handgemacht, es gab auch den von Xenia so gelobten Blaubeerkuchen, für jede war etwas dabei, bei den meisten blieb es nicht bei einem Stück.

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Sommer 2013 auf Borkum Teil 4

Ferien auf der Insel

Erlebt und geschrieben von Gitta

Der nächste Morgen verlief wieder ganz normal, wie die vorhergehenden auch, pünktlich um 9:00 Uhr wurde gefrühstückt und anschließend die Räder hervorgeholt. Als sie losfahren wollten, merkten die Frauen, dass wieder einmal eine fehlte: Es war tatsächlich wieder Rita, sie brauchte noch zehn Minuten …
Doch schon bald ging die Fahrt gut gelaunt in Richtung Schutzhafen, denn die Reisenden hatten erfahren, dass an diesem Wochenende dort das Rettungsschiff der Seenotrettungsgesellschaft zu besichtigen war, und das wollten sie sich natürlich nicht entgehen lassen. So erfuhren sie sehr viel Wissenswertes über das Schiff, aber auch über die aufopfernde Arbeit der Gesellschaft.

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Sommer 2013 auf Borkum Teil 3

Erkundung der Insel

Erlebt und geschrieben von Gitta

Als Gitta und Xenia am nächsten Morgen vor dem Frühstück wieder auf der Terrasse saßen, bemerkten sie, dass der Verkehr in der kleinen doch sonst so ruhigen Seitenstraße von Tag zu Tag stärker wurde. Anscheinend hatte es sich herumgesprochen, dass dort jeden Morgen vor dem Ferienhaus irgendwelche komischen Gestalten saßen, Kaffee tranken und rauchten.

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Sommer 2013 auf Borkum Teil 2

Eroberung der Insel

Erlebt und geschrieben von Gitta

Am nächsten Morgen war es Gitta, die als erste aufstand und die Kaffeemaschine in Gang setzte. Bald darauf erschien auch schon Xenia, und beide setzten sich mit einem ersten Kaffee und einer ersten Zigarette auf die Terrasse, so konnte Reporter Günni unbemerkt ins Haus schleichen und das untere Badezimmer in Beschlag nehmen. Und da die beiden draußen ja auch nicht die Schnellsten sind, schaffte er es sogar, fertig zu werden, bevor die Freundinnen wieder ins Haus kamen.
Nachdem Gitta sich gebrezelt hatte, verließ sie das Haus und ging in die Bäckerei, um Brötchen für sich und die anderen zu holen, die inzwischen das Frühstück vorbereitet hatten. Und pünktlich um 9:00 Uhr saßen sie alle gemeinsam im Esszimmer und ließen es sich gut gehen.

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Sommer 2013 auf Borkum Teil 1

Invasion auf der Insel

Erlebt und geschrieben von Gitta

„Am Samstag, dem 29. Juni 2013 strandeten vier ausgelassene Damen auf der Insel Borkum.
Noch nicht ganz auf der Insel angekommen, stellten sie ihre Koffer unter einem Werbeplakat ab und stürmten das nächstgelegene Café am kleinen Inselbahnhof.
Nach dem Verzehr von mehreren Stücken Sanddorntorte besetzten sie ein ziemlich zentral gelegenes Ferienhaus in einer Seitenstraße in der Nähe des Südstrandes.
Der Besitzer dieses Hauses eilte mit einer Säge und einem großen Werkzeugkoffer herbei, da eine der Damen die Kofferschlüssel zu Hause vergessen hatte.
Ein unweit dieses Domizils gelegener Supermarkt witterte das Geschäft seines Lebens, als die Horde diesen erstürmte und sich mit den nötigen Lebensmitteln für den nächsten Tag versorgte und diese in die inzwischen ausgepackten Koffer verstaute.

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Hannas erster Tag in der Öffentlichkeit

Autorin: Hanna aus dem Gendertreff-Forum

Als ich im Auto saß, komplett als Frau gestylt hatte ich vor lauter Glücksgefühl Pipi in den Augen stehen!
Und es sollte ja noch viel besser werden: In einem Kaufhaus, … aber der Reihe nach:

Heute Nachmittag, 13:00 Uhr meinen regelmäßigen Termin beim Psychologen gehabt und extra deutlich weiter weg geparkt als es nötig gewesen wäre. Ich wollte einfach sehen, wie die Passanten auf Hanna reagieren. Als ich aus dem Auto stieg, schlug mir das Herz bis zum Hals und ich war so aufgeregt wie ein kleines Kind. Ich dachte wirklich jeder sieht dir den Mann unter der Hülle aus hunderten Metern Entfernung sofort an. Was an und für sich ja ganz lustig ist, denn „Holger“ würde sich in genau dieser Situation mit schlafwandlerischer Sicherheit und unerschütterlichem Selbstvertrauen bewegt haben und das Passing von Holger ist vielen hier ja bestens bekannt… hihi…
Jedenfalls, was soll ich sagen? Auf diesen ca. 400 Metern, die Hanna als erste Schritte in der Öffentlichkeit getan hat, hat sie überhaupt keine Reaktionen bekommen, d.h. also das Passing war absolut erfolgreich!!! Yeah!!!

Aber der Tag wurde immer besser. Mein Psychologe, der nicht auf Hanna vorbereitet wurde, meinte zuerst nur „Wow, DAS verändert sie aber…“ und zeigte sich vom stimmigen Gesamtbild durchaus angetan.

Nach der Therapie noch schnell in die Innenstadt, zwei drei Dinge besorgen… Auch hier Passing erfolgreich!!! Mittlerweile wurde Hanna auch immer selbstsicherer und dachte sich, dieser Tag kann noch nicht zu Ende sein. Am liebsten hätte ich ja mit meiner Frau diesen für mich einmaligen Tag geteilt, aber die ist gerade für ein paar Tage in Sachen Familie unterwegs. Also wenigstens mit Ihr telefoniert und ihr gesagt, wie großartig ich mich gerade fühle und wie gerne ich sie jetzt dabei gehabt hätte… Aber o.k., ging ja nicht, also was jetzt tun? Ganz spontan eine Freundin in Düsseldorf angerufen, die uns auch fast seit Beginn meines Weges begleitet und mich mit ihr auf nen Kaffee in Erkrath verabredet. Da der Tag auch noch ein schöner Sonnentag war, das Cabrio-Dach aufgemacht und dann durfte Hanna gleich an ihrem ersten Tag offen fahren!

Wir sind dann in ein Café gegangen und was soll ich sagen, auch hier ein absolut überzeugendes Passing. Danach sind wir noch ein wenig durch die Stadt gebummelt und ich hab mir im Kaufhaus mit zwei Buchstaben ein paar Strumpfhosen gekauft. Die Verkäuferin hat mich ganz offensichtlich sofort als Frau erkannt, denn erst als sie die doch recht tiefe Stimme von mir hörte: „Ich möchte bitte mit Karte zahlen!“, hat mir ihr sehr überraschter Blick gezeigt, das ich wohl wirklich ganz gut als Frau durchgehe…

Ihr Lieben, DIESEN Tag betrachte ich wirklich als meinen neuen Geburtstag, denn heute wurde Hanna erfolgreich der Öffentlichkeit vorgestellt und ich bin sooo glücklich und zufrieden damit, dass mir die Worte fehlen diese Gefühle auch nur ansatzweise zu beschreiben…

Jedenfalls wird dieser Tag noch sehr sehr lange in mir nachklingen und er hat mir außerdem wieder einmal gezeigt, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe!

Ich freue mich schon drauf, euch Hanna am 16.02. im Kaiserhaus zum Gendertreff Düsseldorf vorstellen zu dürfen.

Es grüßt euch eine immer noch glühende und innerlich vibrierende

Hanna

p.s.: Danke auch nochmal an alle im Forum für die wirklich netten und aufmunternden Worte!

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In kleinen Schritten, mein Weg zum Ich: 01-2014

Autorin: Xenia

7. Jan. 2014
Ab heute darf ich nur noch flüssige Nahrung (ohne Bröckchen) zu mir nehmen. Der Koffer ist gepackt und alle Papiere beisammen. Morgen geht es los, in Richtung Essen – Endlich.

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Jessicas Probleme nach der geschlechtsangleichenden Operation

Jessica zeigt auf, dass eine GaOP auch mit Komplikationen verbunden sein kann.

Autorin: Jessica Hau. aus dem Gendertreff-Forum

Am 6. 11. 2013 hatte ich meine erste Sitzung zur Geschlechtsangleichenden Operation.
Leider ist am 2 Tag nach der OP der Platzhalter herausgerutscht. Obwohl sofort von Ärzten und auch von mir versucht wurde den Platzhalter zurückzuschieben, funktionierte das nicht. Danach sollte noch mal ein kleiner Eingriff gemacht werden, was aber auch nicht ging. Nun wurde ein Provisorium gefertigt und ich wurde am 24. 11. 2013 aus der Uni Essen entlassen.

5 Tage nach meiner Entlassung ist dann die Klitoris nach unten gerutscht. Ich rief sofort bei der Uni an, woraufhin man mich zu einem Frauenarzt schickte. An einem Mittwochnachmittag einen Frauenarzt zu bekommen, ist denkbar schwierig.

Nachdem ich bei mehreren angerufen hatte, fand ich endlich einen in Wesel. Leider hatte dieser Frauenarzt keine Ahnung von der ganzen Sache und ich musste bis auf den darauffolgenden Dienstag warten. An dem Tag hatte ich einen Termin in Mülheim bei einer Frauenärztin, die sich mit der ganzen Sache auskannte.

Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass sich das Operationsgebiet infiziert hatte. Es wurden mir Medikamente verschrieben und ich durfte den provisorischen Platzhalter nicht mehr nutzen, weil der für diese Infektion verantwortlich war. Am 9. 12. 2013 musste ich wieder zur Nachkontrolle in die Uni. Es wurde mir mitgeteilt, dass alles bei der 2. Sitzung in Ordnung gebracht wird.

Am 7. 01. 2014 war dann meine 2. Sitzung zur Geschlechtsangleichenden Operation.
Es wurde mir zwar wieder ein neuer Platzhalter eingesetzt, der aber auch wieder am 2. Tag herausging. Nunmehr soll ich erst mal weiter mit einem selbstgefertigten Platzhalter üben.
Sicher ist aber jetzt schon, dass ich noch ein drittes Mal operiert werden muss, weil die Klitoris wieder nach unten verrutscht ist. Falls das mit dem Platzhalter nicht funktioniert, muss ich da auch noch mal operiert werden.

Den Ärzten kann ich keinen Vorwurf machen. Leider ist es nun einmal so, dass der menschliche Körper verschieden ist und es immer zu Komplikationen kommen kann.

Gruß
Jessica

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Das Ringen um das dritte Geschlecht

Quelle: n24

Mann oder Frau – oder was?

 

Nicht jeder Mensch wird als Mann oder Frau geboren. Rund 80.000 Deutsche leben ohne klar bestimmbares Geschlecht. Die Intersexuellen kämpfen für ihre Rechte und eine stärkere Aufklärung.

Bei der Anrede gerät man ins Stocken. „Ich bin weder Herr noch Frau, sondern irgendwas dazwischen“, erklärt sie und schüttelt die Hand. Die 58-Jährige aus Niedersachsen wurde ohne klar bestimmbares Geschlecht geboren. Man dürfe sie aber mit dem weiblichen Pronomen „sie“ bezeichnen. Sie ist eine von mehr als 80.000 Intersexuellen in Deutschland. Nach wie vor kämpfen die Menschen zwischen den Geschlechtern um Anerkennung in der Gesellschaft.

Auf dem 1. Niedersächsischen Fachtag zur Intersexualität in Hannover beschäftigten sich 90 Teilnehmer mit der Lebenssituation intersexueller Menschen in Deutschland. Es existierten auf der Bandbreite zwischen Mann und Frau 4000 wissenschaftlich anerkannte Variationen. „Intersexuelle werden bundesweit benachteiligt.“ Den Betroffenen geht es um Aufklärung und Gleichberechtigung in Schulen, Behörden und Verwaltung………………………….
Hier weiter lesen.

Hierzu wurde nun ein Gesetz verabschiedet – Siehe hier!

>> www.n24.de

 

Kleine Revolution für Intersexuelle

 

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