Gendertreff Leverkusen wird 10

Gendertreff Leverkusen - Selbsthilfe für Transgender und Angehörige in der Region Rhein-Wupper

Die Historie beschreibt, dass der 4. Februar 2006 als Gründungsmonat des Gendertreff Leverkusen gilt. Nun im Februar 2016 feierte der „Gendertreff Leverkusen - Selbsthilfe für Transgender und Angehörige in der Region Rhein-Wupper“ sein 10-Jähriges Bestehen. Das sollte mit einem köstlichen und üppigen Buffet gefeiert werden.

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Vom Mann zur Frau: Maria Sabine Augstein

Quelle: Die Welt

 

Die Tochter des „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein wurde als Junge geboren. Mit 28 wechselte sie ihr Geschlecht. Als Anwältin setzt sie sich für sexuelle Minderheiten ein. Erstmals spricht sie über ihre Beweggründe und ihr eigenes Leben.

 

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Transidente Schüler_innen in der Schule

Quelle: GEW Thüringen

 

Transidente Schüler_innen in der Schule. Tipps für Lehrer_innen und Erzieher_innen

01.06.2015 – Hannah Kruse (der Beitrag erschien in der tz Juni 2015)

 

„Transgender ist so richtig Mode geworden“ habe ich letztens gehört. Nein, ist es nicht. Vielmehr führen die beginnende Enttabuisierung und die Informationsmöglichkeiten über die Medien dazu, dass Eltern „es“ nicht länger mit allen Mitteln aus dem Kind „austreiben“, wie es in meiner Generation noch Usus war…………….

Transpersonen sind Menschen. Öffnen Sie Ihre Herzen, seien Sie empathisch.

Machen Sie sich sachkundig. Oft genug werden Eltern bzw. die Transperson Ihnen Informationen anbieten. Sie können und sollten aber auch selbst in Medien recherchieren oder Informationsangebote seitens Beratungslehrerinnen oder Selbsthilfegruppen wahrnehmen.

Transidentität ist keine „Phase“ und keine willkürliche Entscheidung……………

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Ishana schlüpft aus ihrem männlichem Kokon

Quelle: DerWesten.de
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„Transe“ ist so ein Wort, das aus Ishanas Sicht meistens im falschen Zusammenhang fällt. Männer, die sich wie Frauen anziehen (Transvestiten), um sexuellen Spaß zu haben. Männer, die sich weiblich kleiden, um Kunst auf Bühnen darzubieten (Travestie). Frauen, die sich wie Männer kleiden. Oder intersexuelle Menschen mit angeborener Zwischengeschlechtlichkeit. Viele völlig unterschiedliche Dinge würden da in einen Topf geworfen. Ohne hier eine ausufernde begriffliche Abgrenzung vornehmen zu wollen, aber psychologisch liegt hinter jeder dieser Formen ein völlig anderes emotionales Muster. Man kann von einem Heterosexuellen, dem das fremd ist, zwar nicht erwarten, dass er das alles per Definition kennt und weiß. Aber – und soviel kann man nach einem eineinhalbstündigen Gespräch mit Ishana doch sagen – mit dem abwertenden und in vielen Fällen verletzenden Begriff der Transe sollte man sehr vorsichtig umgehen.

Ishana schlüpft aus ihrem männlichem Kokon | Westfalenpost.de

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Habe ich auch nichts vergessen?

Endlich hält man den endgültigen Beschluss des Amtsgerichts zur Personenstandsänderung in den Händen und nun? Jetzt beginnt das „Ämterhopping“.

Hier mal eine Aufstellung was alles geändert werden muss, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Gerne kann diese Aufstellung als Laufzettel ausgedruckt werden.

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Ich bin ein Mädchen

Quelle: JAM – JUNGE AKTION MENSCH

Als wäre eine Schale aufgebrochen, so beschreibt Flora den Moment, als sie endlich sagte: Ich bin ein Mädchen. Flora ist eine Transfrau. Im Video erzählt sie, was das bedeutet und was sich für sie verändert hat.

 

Das Video ist leider nicht mehr Online.

 

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Wandern bis der Grünkohl kommt

Wie in den Vorjahren organisierte wieder das Kohl-Königspaar Kirsten und Rita das diesjährige Grünkohlwandern.

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Über 20 Teilnehmer_innen durchquerten und kreuzten Haan-Gruiten im Rheinland. Zur Vorbereitung auf das deftige Essen wurden in einem Handwagen ausreichend alkoholische Getränke mitgenommen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die strategischen Punkte wurden während der Wanderung ermittelt. Dabei handelte es sich um Wegkreuzungen, Brücken, Kurven und Steigungen. Spannend wurde es an den Stellen wo die Kreuzung an einer Steigung und auch noch in einer Kurve gelegen war. Dort war die Getränkepause dann etwas länger und ausgiebiger.

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Nach ca. zwei Stunden waren alle Mitläufer_innen für das Essen vorbereitet und freuten sich auf Sabines Grünkohl mit deftigem Fleisch. Sabrina versorgte indes alle mit Getränken u.a. vom Fass. Alle ließen es sich schmecken und wärmten sich auf, denn das Wetter war nicht so wirklich toll. Wenigstens hatte es während der Wanderung nicht geregnet.

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Nachdem alle gesättigt waren, wurde noch aufgeräumt und Platz geschaffen. Es wurde noch viel gelacht und getanzt. Der „Gute-Laune-Tag“ endete dann weit nach Mitternacht.

Danke an das Orga-Team!

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Den Körper langsam an den Hormonwechsel gewöhnen – Erhöhte Thrombosegefahr

Autorin: Petra-Katharina, Ute und Xenia

 

An dieser Stelle sei es uns gestattet, den Aspekt der Hormoneinnahme ein wenig aus folgender Richtung zu kommentieren.

Thrombosen entstehen, wenn sich abgelagerte Verklumpungen von den Wänden der Adern lösen und dann in die feinen Äderchen (z.B. des Gehirns, Herz, Niere usw.) gelangen, dort das Gefäß verschließen und so die Blutzufuhr und somit die Sauerstoffversorgung dieser Bereiche stören.

Östrogen und Testosteron von außen zugeführt, haben einen negativen Einfluss auf die Blutgerinnung, d.h. es kann zu stärkeren Ablagerungen in den Adern kommen. Dieser Effekt wird natürlich durch Fettleibigkeit, Rauchen, Bluthochdruck usw. erhöht.

  • Östrogene hemmen Wachstum und Talgproduktion der Talgdrüsen.
  • Sie beeinflussen Stoffwechselvorgänge in der Leber (vermehrte Bildung von HDL und Abnahme von LDL).
  • Sie steigern die Bildung von Gerinnungsfaktoren. In höheren Dosen verstärken Östrogene daher die Blutgerinnung.
  • Sie senken den peripheren Gefäßwiderstand.
  • Sie halten in höheren Dosen Natrium und Wasser im Körper zurück.
  • Sie hemmen den Abbau von Knochen.
  • Sie verringern die Wirkung von Androgenen und Glucocorticoiden.
  • etc.

 

  • Testosteron begünstigt Leber- und Nierentumorbildung
  • Schädigung des Herzmuskels
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Störung des Fettstoffwechsels, der Blutgerinnung und des Gefäßsystems
  • Ablagerungen an den Gefäßwänden
  • Erhöhung der Cholesterinwerte
  • Arteriosklerose
  • Blutgerinnsel im Gehirn/Schlaganfall
  • Thrombosegefahr
  • etc.

 

Ein lustiger Vergleich sei an dieser Stelle gestattet: 🙂

Stellt euch vor ein Verbrennungsmotor bekommt jahrelang 100 Oktan Superbenzin und von einem Tag zum anderen 95 Oktan Bio- Bleifrei- Benzin. Was meint ihr wie der Motor das findet?

Oder umgekehrt:

Der Verbrennungsmotor hat sein „Leben“ lang seine Arbeit mit 95 Oktan Bio- Bleifrei- Benzin verrichtet und bekommt nun auf einmal 100 Oktan Superbenzin. Der ist doch völlig überdreht….

 

Also langsam angehen lassen! Nicht gleich runter mit den vorhandenen Hormonen und rauf mit den neuen. Das gegengeschlechtliche Hormon nicht in der „therapeutischen“ Dosis verabreichen, sondern am Anfang quasi einschleichen. Also z.B. Hormongel mit geschätzt 3 Hüben pro Tag als Zielgröße, erst einmal mit einem halben Hub pro Tag beginnen und über ein paar Wochen auf die Zielgröße steigern. Dann kann der Körper sich langsam an die veränderten Randbedingungen anpassen und wird wohl keine großen Crash-Aktionen im Körper starten. Das gilt auch bei Tabletten. Statt der verschriebenen 4mg, erst einmal mit 2mg beginnen und steigern.

Diese Vorgehensweise wird wahrscheinlich kein „erfolgsorientierter Arzt“ vorschlagen, weil er_sie befürchtet, wegen mangelnder Wirksamkeit der Medikamentierung angegangen zu werden. Aber gerade bei Einnahme von Hormonen ist das Gespräch mit dem Endokrinologen so wichtig. Zudem sind umfangreiche Untersuchungen nötig, wie z.B. Blutuntersuchung, um die Hormondosis am Anfang und Weiterführend festzulegen.

Das Einsetzen der körperlichen Umgestaltung verzögert sich natürlich um das entsprechende „Einschleichintervall“. Aber schaden wird es mit großer Sicherheit nicht und der Körper wird es danken.

>> Kleines 1 x 1 der Hormone

>> Zur Wirkung von Hormonen während der Hormontherapie

>> Hormontherapie bei jugendlichen Transsexuellen / Transidenten

>> Trans* und Medizin

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Transidente Jugendliche

Jungen, die Mädchen sind und Mädchen, die Jungen sind. Transidente Menschen fühlen sich im falschen Körper geboren. Gerade in der Schule ist es für die meisten besonders schlimm, weil selbst die Lehrer häufig unsensibel mit diesen Jugendlichen umgehen.

Bei transidenten Menschen stimmt das Geschlecht, mit dem sie zur Welt gekommen sind, nicht mit dem gefühlten Geschlecht überein und das merken sie oft schon im frühesten Kindesalter. „Transident“, so nennen das Experten. Sie/Wir ziehen die Bezeichnung dem bekannteren Begriff „Transsexuell“ vor, weil das Phänomen nichts mit sexueller Orientierung zu tun hat.

Leider kommt das Thema „Transidentität“ bisher wenig bis gar nicht in Schulbüchern vor. Auch im Lehramtsstudium wird das Thema oft gar nicht erwähnt. Dementsprechend mangelt es an informierten Lehrern und das hat Konsequenzen. Lehrer die mit Transidentität nicht vertraut sind, fühlen sich überfordert. Meistens wissen sie auch nicht, wie weitreichend die Freiräume sind, die ihnen das Gesetz lässt. So ist es rechtlich durchaus möglich, den Wunschnamen und sogar das Identitätsgeschlecht von Kindern in Zeugnisse, Urkunden und andere Schuldokumente einzutragen. Unterlässt dies ein Lehrer, riskiert er, eine Schülerin oder einen Schüler gegen deren Willen zu outen. Zum Beispiel, wenn sich das Kind bereits gemäß seines gefühlten Geschlechts nennt und kleidet und die Mitschüler gar nicht um seine Transidentität wissen. Dennoch taucht das Thema bisher in der Schule kaum auf. Dort wo der Leidensdruck für die Betroffenen häufig besonders groß ist und wo man Vorurteilen am ehesten entgegen wirken könnte.

Wie Kinder in der Schule aufgenommen werden, ist sehr unterschiedlich. Manche spüren schon sehr früh, dass sie eine andere Geschlechtsidentität haben und werden bald auch von ihren Lehrern und Mitschülern akzeptiert, wie sie sind. Bei anderen gibt es Probleme. Sie treffen auf Unverständnis und werden im schlimmsten Fall gemobbt.

Dass das Thema geschlechtliche Vielfalt nicht im Unterricht vorkommt, empfinden viele oft als sehr belastend. Hier fehlt Information und Aufklärung.

Auch für andere Kinder kann es ein Problem sein, dass Männer und Frauen im Unterricht häufig klischeehaft dargestellt werden, ohne Raum für Zwischentöne. Wer sich nicht als typischer Junge oder typisches Mädchen versteht, leidet oft darunter. Diese Kinder und Jugendliche versuchen dann lange sich anzupassen, was zu sozialem Rückzug, Traurigkeit, Depression, Alkoholsucht, Drogensucht, Kriminalität und sogar Suizid führen kann.

Alle ca. 752.000 Lehrer (an allgemeinbildenden Schulen) zu dem Thema zu schulen ist illusorisch. Aber es sollte sich an jeder Schule eine Lehrkraft mit dem Thema auskennen, wie z.B. die_der AGG-Beauftragte in Betrieben. Ja, Transidentität ist ein „Minderheitenanliegen“ (ca. 5% der deutschen Bevölkerung), aber es gehört in den Unterrichtsstoff, um das Thema zu verstehen, Vorurteile abzubauen, die Akzeptanz in der Gesellschaft zu erhöhen und dadurch auch Diskriminierung zu minimieren. Hierzu kann man Hilfe heranziehen, z.B. bei Selbsthilfegruppen, Kompetenzzentren, Arbeitsgemeinschaften, Gesundheitsämtern, Ärzten, Therapeuten usw.

Ein guter Ansatz ist über geschlechtliche Vielfalt zu informieren. Den Schülern zeigen, dass es neben Jungen und Mädchen auch Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten gibt. Die Natur gibt uns vor, dass es nicht nur Frau und Mann gibt, sondern eine breite Palette dazwischen. Denn, keiner macht sich selbst und niemand wird gefragt, ob und wie man auf diese Welt will!