Flora bei Checkeins

Autorin: Flora

Guten Tag zusammen,

Da der Termin nun endlich feststeht, darf ich jetzt etwas ankündigen worauf ich sehr stolz bin.

Ich werde am Samstag, den 27.02.2016, also in gut einer Woche, um 08:25 Uhr im Ersten (Checkeins) zu sehen sein! Wie es dazu gekommen ist, ist eine längere Geschichte:

Ich habe ja (wie manche wahrscheinlich schon wissen) letzten Sommer ein Interview für das Jugendprogramm der Aktion Mensch geben dürfen. Das war eine sehr simple Sache, ein paar Telefonate und ein Tag Dreh bei mir zuhause, an dem nur eine Autorin und ein Kameramann beteiligt waren. Alles in allem sehr entspannt und hat super funktioniert. Der Witz war aber dass die Produktionsfirma, von der diese Leute kamen, auch viele andere Sendungen produziert, unter anderem auch die Kinder-Nachrichtensendung „Neuneinhalb“ der ARD. Und so wie mir das erklärt wurde, hatten die Autoren quasi beim Plausch beim Mittagessen die Idee, eine Neuneinhalb-Sendung über Transgender zu produzieren, woraufhin sich die, die für „JAM“ mit mir gearbeitet hatten direkt zu Wort meldeten und da war ich auch schon im Rennen. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, als ich nach der Schule den Anruf bekommen habe. Natürlich ging es mir hauptsächlich darum, das zu machen, was viele (unter anderem auch meine) Schulen versäumen: Aufklärung über LGBT. Aber andererseits ist es auch einfach ein ziemlich aufregender Gedanke, dass man bald mal im Fernsehen ist. Aber ich habe die Wochen danach dafür genutzt, mich mehr darauf zu konzentrieren, eine gute und authentische Sendung mitzugestalten.

Als dann endlich das Team vor der Tür stand, war ich dann doch überrascht. Diesmal hatten sie Kameramann, Autorin, Moderatorin und Tonspezialist dabei, inklusive Equipment, das ist dann doch etwas schwieriger als sich einfach zu unterhalten während eine Kamera zuschaut. Witziger Weise war es aber schon wieder genau derselbe Kameramann. Die Welt ist so klein! 🙂
Jedenfalls waren es diesmal zwei Drehtage, die wahnsinnig Spaß gemacht haben, obwohl leider viel rausgeschnitten werden musste, z.B. die Szenen mit meinen Freunden. Allerdings ist viel Interessantes drin geblieben und ich freue mich sehr auf die Sendung!

Die Folge läuft wie gesagt nächsten Samstag und ich würde mich sehr freuen wenn ihr einschaltet. 🙂 Sind auch nur zehn Minuten! Die Zielgruppe ist zwar sehr jung, aber die Sendungen sind normalerweise trotzdem nicht „dümmlich“ oder sowas. Außerdem, im Gegensatz zum letzten Mal werde auch ich die Sendung zum ersten Mal sehen, wenn sie ausgestrahlt wird. Also hoffen wir das Beste!

Liebe Grüße,
Flora

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Ich hätte da noch was zu erzählen

Autorin: Marina

 

Auch mich plagen immer wieder diese Selbstzweifel. Die Frage, ob es denn richtig war, was ich gemacht habe. Ob es richtig war mich bei der Familie, Arbeit etc. zu outen. Ob es richtig war mit der Hormontherapie anzufangen, nun auch die Personenstandsänderung erfolgreich beendet zu haben, alle Papiere geändert sind und so weiter…

Ich glaube, diese Fragen stellen wir uns alle immer wieder. Vielleicht lässt das mit den Jahren auch etwas nach. Ganz besonders schlimm ist es, wenn ich mal wieder als „der Herr“ (oder so ähnlich) angesprochen werde. Dann frage ich mich schon, wozu ich den ganzen Aufwand betrieben habe, wenn sich doch nichts ändert.

Aber dann gibt es doch immer wieder diese Momente, in denen irgendwie alles richtig ist. Und genau von solch einem Moment möchte ich hier berichten:

Ich habe seit einiger Zeit eine neue Nachbarin. Sie ist selbstständig und ähnlich wie ich meistens die ganze Woche auf Geschäftsreisen. Wir beide haben uns von Anfang an gut verstanden. Im Januar hatten wir schon ausgemacht am letzten Wochenende mal zusammen abends loszuziehen. Als dieses Wochenende nun unmittelbar bevorstand schrieb sie mich an um mir mitzuteilen, dass sie am Samstag doch keine Zeit hat, weil ihre beiden Kinder zu Besuch sind (Sie ist geschieden und die Kinder leben beim Vater). Aber sie hat für den Freitagabend einen Kosmetik- und Schminkkurs organisiert, der von einer anderen Nachbarin in der nächsten Straße gemacht wird. Sie lud mich dazu ein. Na klar habe ich zugesagt.

Anwesend waren ihre Tochter (13 Jahre), eine ihrer Freundinnen und ich, sowie die Kursleiterin. Wir bekamen verschiedene Produkte der Firma „L“ vorgestellt. Jede von uns bekam eine Beratung welches Produkt und welcher Farbton zu unserer Haut am besten passt. Ich muss schon sagen, mit den richtigen Produkten/Farben sah ich echt toll aus. Natürlich habe ich genau diese Produkte dann auch bestellt. Aber leider kann ich sie erst nächste Woche abholen, wenn ich wieder in Fulda bin. Sehr schade, denn ich hätte mich gerne mal wieder richtig schick gemacht für Sonntag zum Gendertreff Düsseldorf.

Nun wie dem auch sei, ihre Tochter wusste nicht, das ich eine Transfrau bin. Die Sache, die mich ja meistens verrät, ist meine Stimme. Da ich aber erkältet war (und noch immer bin!), war meine Stimme kratzig wie ein Reibeisen. Irgendwie, gegen Ende des Schminkkurses, kam ein Thema auf, ich kann noch nicht mal mehr genau sagen, was es war. Aber die Tochter meiner Nachbarin schaute ihre Mutter nur fragend an und sagte zu mir: „Das musst du mir jetzt erklären“.

Also gut, ich mache kein Geheimnis daraus, wenn man mich danach fragt. Also erklärte ich ihr, dass ich nicht als Mädchen geboren wurde. Sie kam zu mir rüber und fiel mir um den Hals. Sie sagte mir, dass meine Stimme schon komisch war, aber sie dachte sich nichts dabei, weil ich eben erkältet bin. Sie findet es toll, dass ich dazu stehe ein Mädchen zu sein. Ich habe mich im Anschluss noch lange mit der jungen Dame unterhalten. Aber natürlich auch mit den anderen anwesenden Frauen. Es war einfach ein schöner Mädelsabend und ich habe mich total wohl gefühlt. Das ist das, was all die Mühen der Transition wert ist. Das Gefühl verstanden zu sein, mitreden zu können, dabei zu sein, eine von Ihnen zu sein.

Liebe Grüße
Marina

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Gendertreff Leverkusen wird 10

Gendertreff Leverkusen - Selbsthilfe für Transgender und Angehörige in der Region Rhein-Wupper

Die Historie beschreibt, dass der 4. Februar 2006 als Gründungsmonat des Gendertreff Leverkusen gilt. Nun im Februar 2016 feierte der „Gendertreff Leverkusen - Selbsthilfe für Transgender und Angehörige in der Region Rhein-Wupper“ sein 10-Jähriges Bestehen. Das sollte mit einem köstlichen und üppigen Buffet gefeiert werden.

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Vom Mann zur Frau: Maria Sabine Augstein

Quelle: Die Welt

 

Die Tochter des „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein wurde als Junge geboren. Mit 28 wechselte sie ihr Geschlecht. Als Anwältin setzt sie sich für sexuelle Minderheiten ein. Erstmals spricht sie über ihre Beweggründe und ihr eigenes Leben.

 

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Transidente Schüler_innen in der Schule

Quelle: GEW Thüringen

 

Transidente Schüler_innen in der Schule. Tipps für Lehrer_innen und Erzieher_innen

01.06.2015 – Hannah Kruse (der Beitrag erschien in der tz Juni 2015)

 

„Transgender ist so richtig Mode geworden“ habe ich letztens gehört. Nein, ist es nicht. Vielmehr führen die beginnende Enttabuisierung und die Informationsmöglichkeiten über die Medien dazu, dass Eltern „es“ nicht länger mit allen Mitteln aus dem Kind „austreiben“, wie es in meiner Generation noch Usus war…………….

Transpersonen sind Menschen. Öffnen Sie Ihre Herzen, seien Sie empathisch.

Machen Sie sich sachkundig. Oft genug werden Eltern bzw. die Transperson Ihnen Informationen anbieten. Sie können und sollten aber auch selbst in Medien recherchieren oder Informationsangebote seitens Beratungslehrerinnen oder Selbsthilfegruppen wahrnehmen.

Transidentität ist keine „Phase“ und keine willkürliche Entscheidung……………

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Ishana schlüpft aus ihrem männlichem Kokon

Quelle: DerWesten.de
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„Transe“ ist so ein Wort, das aus Ishanas Sicht meistens im falschen Zusammenhang fällt. Männer, die sich wie Frauen anziehen (Transvestiten), um sexuellen Spaß zu haben. Männer, die sich weiblich kleiden, um Kunst auf Bühnen darzubieten (Travestie). Frauen, die sich wie Männer kleiden. Oder intersexuelle Menschen mit angeborener Zwischengeschlechtlichkeit. Viele völlig unterschiedliche Dinge würden da in einen Topf geworfen. Ohne hier eine ausufernde begriffliche Abgrenzung vornehmen zu wollen, aber psychologisch liegt hinter jeder dieser Formen ein völlig anderes emotionales Muster. Man kann von einem Heterosexuellen, dem das fremd ist, zwar nicht erwarten, dass er das alles per Definition kennt und weiß. Aber – und soviel kann man nach einem eineinhalbstündigen Gespräch mit Ishana doch sagen – mit dem abwertenden und in vielen Fällen verletzenden Begriff der Transe sollte man sehr vorsichtig umgehen.

Ishana schlüpft aus ihrem männlichem Kokon | Westfalenpost.de

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Habe ich auch nichts vergessen?

Endlich hält man den endgültigen Beschluss des Amtsgerichts zur Personenstandsänderung in den Händen und nun? Jetzt beginnt das „Ämterhopping“.

Hier mal eine Aufstellung was alles geändert werden muss, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Gerne kann diese Aufstellung als Laufzettel ausgedruckt werden.

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Ich bin ein Mädchen

Quelle: JAM – JUNGE AKTION MENSCH

Als wäre eine Schale aufgebrochen, so beschreibt Flora den Moment, als sie endlich sagte: Ich bin ein Mädchen. Flora ist eine Transfrau. Im Video erzählt sie, was das bedeutet und was sich für sie verändert hat.

 

Das Video ist leider nicht mehr Online.

 

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Wandern bis der Grünkohl kommt

Wie in den Vorjahren organisierte wieder das Kohl-Königspaar Kirsten und Rita das diesjährige Grünkohlwandern.

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Über 20 Teilnehmer_innen durchquerten und kreuzten Haan-Gruiten im Rheinland. Zur Vorbereitung auf das deftige Essen wurden in einem Handwagen ausreichend alkoholische Getränke mitgenommen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die strategischen Punkte wurden während der Wanderung ermittelt. Dabei handelte es sich um Wegkreuzungen, Brücken, Kurven und Steigungen. Spannend wurde es an den Stellen wo die Kreuzung an einer Steigung und auch noch in einer Kurve gelegen war. Dort war die Getränkepause dann etwas länger und ausgiebiger.

GRUITEN1602

Nach ca. zwei Stunden waren alle Mitläufer_innen für das Essen vorbereitet und freuten sich auf Sabines Grünkohl mit deftigem Fleisch. Sabrina versorgte indes alle mit Getränken u.a. vom Fass. Alle ließen es sich schmecken und wärmten sich auf, denn das Wetter war nicht so wirklich toll. Wenigstens hatte es während der Wanderung nicht geregnet.

GRUITEN1603

Nachdem alle gesättigt waren, wurde noch aufgeräumt und Platz geschaffen. Es wurde noch viel gelacht und getanzt. Der „Gute-Laune-Tag“ endete dann weit nach Mitternacht.

Danke an das Orga-Team!

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