COLOGNEPRIDE 2022

Ein starkes Zeichen für Vielfalt, denn dieses Jahr besuchten über eine Million Menschen den CSD in Köln. Hendrik Wuest hatte als erster Ministerpräsident der Geschichte die ColognePride Demonstration 2022 des Christopher Street Day am Sonntagmittag in Köln eröffnet und damit ein Zeichen für die Rechte der LGBTQIA+-Community gesetzt.

Die AIDS-Hilfe NRW und das Queere-Netzwerk NRW luden wieder zum tradionellen CSD Empfang nach Köln ein. Der Gendertreff e.V. bedankt sich für die Einladung und war begeistert von dem bunten Programm, das gespickt war mit politischen Forderungen.

Am Ende des Programms gab es noch einen regen Austausch der geladenen Gäste im Foyer des Hotels. Und so konnten wir nochmal Werbung für unsere „Grüne Karte für Diversity“ machen und erneut auf unsere „Messe & Fachtagung 2022“ hinweisen.

Danach verschwanden alle im Gewühl des CSD.

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Der CSD ist für alle da – Düsseldorf 2022

Gemeinsam für Inklusion und Teilhabe und unter einem gemeinsamen Zelt. Altern unterm Regenbogen, Queerhandicap e.V., Anders & Gleich und Gendertreff e.V. waren in diesem Jahr gemeinsam beim Christopher Street Day in Düsseldorf vertreten. Zusammen boten wir mit einem großzügigen, barrierefreien Zelt einen Rückzugsort vom CSD-Trubel für alle, die zwischendurch mal Luft holen wollten. Sowohl ältere LSBTIQ+ als auch queere Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung fanden hier bequeme Sitzmöglichkeiten und einen Raum, um in ruhiger Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zurückzuziehen.

Das Zelt diente auch dazu, sich untereinander zu vernetzen und Beratungen in Anspruch nehmen zu können. Weiterhin konnten die Besucher*innen auf kurzem Weg viele Informationen der jeweiligen Gruppen einsammeln. Viel Informationsmaterial zu verschiedenen aktuellen Beratungs-, Selbsthilfe- und Freizeitangeboten für die LSBTIQ+*-Community rundeten das Angebot ab.

Ziel dieses gemeinsamen Auftrittes war es, die Inklusion und soziale Teilhabe von älteren LSBTIQ+ und Menschen mit Behinderung in der queeren Community zu fördern und für Sichtbarkeit dieser marginalisierten Gruppen zu sorgen.

Queere Menschen, Betroffene, Angehörige und Interessierte griffen die Gelegenheit auf und informierten sich zahlreich unter unserem gemeinsamen Standzelt.

Zur Samstagsdemo stellte die Rheinbahn einen eigenen barrierearmen Linienbus zur Verfügung.

Leben und leben lassen!

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Leben und leben lassen

… das Motto des diesjährigen CSD in Düsseldorf.

Gemeinsam auf dem Düsseldorfer Christopher Street Day:
-) Fachstelle Altern unterm Regenbogen
-) Queerhandicap e. V.
-) Anders & Gleich
-) LAG Lesben in NRW e. V.
-) Gendertreff e.V.

Zusammen bieten wir mit einem großzügigen, barrierefreien Zelt einen Rückzugsort vom CSD-Trubel für alle, die zwischendurch mal Luft holen wollen. Sowohl ältere als auch queere Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung finden hier bequeme Sitzmöglichkeiten und einen Raum, um in ruhiger Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zurückzuziehen.
Informationsmaterial zu verschiedenen aktuellen Beratungs- und Freizeitangeboten für die unterschiedlichen Communities liegen aus.

Die Demo startet am Samstag um 14.00 Uhr. Ein barrierearmer Linienbus steht zur Verfügung, für alle die nicht gut zu Fuß sind. Anmeldung erforderlich!

Ziel dieses gemeinsamen Auftrittes ist es, die Inklusion und soziale Teilhabe von älteren LSBTIQ+ und Menschen mit Behinderung in der queeren Community zu fördern und für Sichtbarkeit dieser marginalisierten Gruppen zu sorgen.

Das Zelt steht abseits der Bühne und stellt auch ein Ruheraum dar, in dem man sich zurückziehen kann. Zudem wird das Zelt mit einem Holzboden und einer Eingangsrampe versehen, damit Rollstuhl- und Rollatorfahrer*innen das Angebot barrierearm in Anspruch nehmen können. Bequeme Sitzgelegenheiten laden zum Ausruhen ein und runden das Angebot ab. Eine barrierefreie mobile Toilette befindet sich im Nahbereich.

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Gendertreff Mitglied im Bundesverband Trans*

Für geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt

Der Bundesverband Trans* e.V. setzt sich für die Rechte von trans* Personen im weiteren Sinne ein: also Menschen, die sich z.B. als transgeschlechtlich, transident, transsexuell, transgender, genderqueer, trans*, trans, nicht-binär, Crossdresser, trans* Frau, trans* Mann bezeichnen oder bezeichneten.

Neben der Mitgliedschaft im NGVT* NRW e.V. ist nun der Gendertreff e.V. seit Mai 2022 auch Mitglied im Bundesverband. Damit möchte der Gendertreff die Arbeit des BVT* unterstützen und gemeinsam an den rechtlichen, politischen und medizinischen Forderungen, Möglichkeiten und Fortschritten arbeiten.

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10. Jahrestag der „Charta der Vielfalt“

Unter den über 3.000 Veranstaltungen war auch Nathalie, vom Gendertreff e.V., zu einer Podiumsdiskussion in die Hauptverwaltung der Industriegewerkschaft Bergbau – Chemie und Energie (kurz: IGBCE) eingeladen.

Sabine W. hatte Philipp H. (Leiter der Abteilung Generation Jugend und Ausbildung der IGBCE) und Nathalie N. sowie eine weitere engagierte Mitarbeitende der chemischen Industrie zu einem gemeinsamen Gespräch über Diversity, Charta der Vielfalt, Erlebnisse im Alltag und Erfahrungen beim Outing im Betrieb geladen.

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Martina`s Weg zur GaOP

Autorin: Martina_P

Die liebe Xenia hat mich gebeten doch mal etwas über mich zu erzählen.

Ich bin Martina mittlerweile 58 Jahre alt, verheiratet ohne Kinder und lebe in GE. Mein ganzes Leben war es mir irgendwie bewusst, dass ich irgendwie anders war. Sprüche wie: „An dir ist echt ein Mädchen verloren gegangen war, oder benimm dich doch mal wie ein Mann“ begleiteten mich phasenweise mein ganzes Leben. Die Liebe zu meiner Frau kam über mich, da war ich grade 16 Jahre alt und hat mich bis heute, 42 Jahre später, so unendlich glücklich gemacht.

Die Jahre gingen so dahin, wir hatten ein unbeschwertes Leben. Immer genug Geld in den Taschen und auf dem Konto ermöglichten uns ein sorgenfreies Leben. Meine ständigen Fragen an meine Frau wie z.B.: „Wie ist es eine Frau zu sein?“ und ihre unbeholfenen Antworten führten zu keinem Ergebnis, da ich selbst nicht wusste warum mich diese Fragen quälten.

Zum Karneval 1999 in Venedig sollte der Wendepunkt in meinem Leben bedeuten. Diese wundervollen Kleider brachten mich schier um den Verstand, ich wollte unbedingt so ein Kleid anziehen, meine Frau Silvia wusste es zu verhindern.

In den darauf folgenden Jahren wurde es mit meiner Gesundheit immer schlechter. Schmerzen im ganzen Körper, Schlaflosigkeit, Wut, Trauer, keine Selbstliebe, eine Bandscheibe in der Wirbelsäule nach der anderen verabschiedete sich… ich könnte noch weitere Krankheiten aufzählen.

Ich suchte mir endlich psychotherapeutische Hilfe. Das Schicksal bescherte mir „Nele“. Sie selbst mit einem Handicap geschlagen, sollte mir helfen können… ?! … und wie sie das konnte. Wie der Wirbelwind brachte sie meine Gefühle durcheinander. Sie stelle mein ganzes Leben auf den Kopf, wir suchten gemeinsam nach Lösungen für meine Probleme. Je tiefer sie in meine Psyche „eindrang“ desto verwirrter wurde ich. Irgendwann holte sie Luft und stellte die alles entschiedene Frage:

„WAS GLAUBEN SIE SIND SIE, EINE FRAU ODER EIN MANN“

Diese Frage fuhr mir in die Glieder und veränderte mein Leben nachhaltig.

Ich werde hier nicht über meine familiären Probleme der folgenden Zeit berichten, nur so viel: Die Liebe und Unterstützung meiner Frau zu mir wurde auf eine harte Probe gestellt. Ich bin unendlich glücklich, dass sie uns nicht aufgegeben hat.

Es folgte was nun zwangsläufig kommen musste: Outing in Familie, Freundeskreis, Arbeit, etc. nicht überall wurde dies mit Begeisterung aufgenommen…, Hormontherapie, Namens-/Personenstandsänderung.

Im Frühjahr 2020 begann das letzte große „Projekt“ meiner Angleichung. Die Geschlechtsangleichende Operation.

Für mich kamen nur zwei Krankenhäuser in Essen in Frage, entweder eine Operation von Frau Prof. Krege im Hyssenstift, oder Herr Prof. Hess vom Universitätsklinikum. Ich habe mir Ersttermine zur Beratung in beiden Krankenhäusern besorgt. Bei Frau Prof. Krege fand die Beratung vor Ort statt, bei Herr Prof. Hess online. Obwohl ich ihn nicht persönlich kennenlernen konnte fiel meine Wahl auf „Hess“, ich fand Ihn einfach nett.

Im September 2021 erhielt ich einen Anruf, der OP-Termin wurde auf den 01.03.2022 festgesetzt, also noch 4 ½ Monate Wartezeit, jetzt wurde es spannend.

Ich fing an zu recherchieren: Wie groß ist das Risiko während einer OP zu sterben, was passiert wenn die Narkose mich tötet… usw. Ich entwickelte ungeahnte Ängste. Keine Zweifel ob ich die OP wirklich machen sollte, da war ich mir sicher die wollte ich!!! Ich hatte Angst vor möglichen Fehlern der Ärzte.

Je näher der Termin kam desto ruhiger wurde ich auf einmal, wenn ich nicht mehr wach werden sollte, was soll es war dann auf einmal mein Gedanke.

Als nächstens recherchierte ich über die unterschiedlichen OP-Varianten. In der Onlineberatung 2020 wurde die „Kleine Lösung“ besprochen, die wollte ich haben. Als ich dann endlich einen Arzt vor mir stehen hatte, kamen mir Zweifel, jetzt musste es die Kombinierte Lösung sein.

Zuerst wird vom Penis die Eichel, Schwellkörper und Harnröhre entfernt. Nun wird die Penishaut in einen neu geschaffenen Hohlraum eingenäht. Bei mir wurde noch die Haut des Hodensacks zur Verlängerung in den neu geschaffenen Hohlraum eingenäht. Bei dieser Methode wird die Harnröhre aufgeschnitten und in die geschaffene Röhre eingenäht. Mit ihrer Schleimhaut soll, wenn alles gut geht, eine natürliche Feuchte geschaffen werden.

Doch huch ich greife vor. Am 28.02 sollte ich um 17:00 Uhr im Krankenhaus mein Zimmer beziehen. Ich hatte schon zu Hause abgeführt, außerdem nur Wasser und sehr viel Brühe getrunken. Ich bezog ein Einzelzimmer, das fand ich schon mal toll.

Ich wurde am Morgen vor 6:00 Uhr mit den Worten ich wäre „die Erste auf dem OP-Tisch“ aus dem Bett gejagt, schnell duschen, OP-Hemd und Thrombose-Strümpfe anziehen und ab ins Bett. Die „Alles-egal-Tablette“ wurde mir schon bereit gelegt, ich durfte sie jedoch noch nicht einwerfen. Ab Einnahme der Tablette darf man nicht mehr alleine sein.

Die Fahrt zum OP-Saal war sehr kurzweilig, da alle Pfleger denen ich begegnete eine beruhigende Art an den Tag legten, meine Angst war weg.

Die PDA wurde gelegt, dazu musste ich erst mal wach sein, denn das musste im Sitzen passieren. Die PDA ist dazu da, um die Schmerzen nach der OP auszuschalten…

Dann wurde ich schlafen gelegt.

Nach der OP ich wurde ich im Aufwachraum um 12:30 Uhr geweckt. Ich habe die oben beschriebene PDA in den Rücken eingesetzt bekommen, das sollte meinen Schmerz reduzieren. Jedoch haben die Medikamente so gut gewirkt, dass ich zwar wach war aber ansonsten im ganzen Körper nichts gespürt habe. Mein Blutdruck war 77 zu 44 meine Herzschläge kamen auf maximal 45 Schläge.
Es hat mehr als 3 Stunden gedauert bis mein Blutdruck so stabil war, dass ich endlich auf mein Zimmer durfte.

Am Freitag und Samstag war ich in heller Aufregung, mein Platzhalter verabschiedete sich, der Körper drückte das Ding einfach mal so raus. Alle Ärzte ziemlich cool da sie dieses Problem wohl schon regelmäßig haben, setzen ihn einfach wieder ein und benutzten immer mehr Klebeband, das Entfernen macht natürlich besonders viel Spaß, aber nur für diejenigen die Dir das entfernen.

Am Montag den 7. März durfte ich meine neue Errungenschaft zum ersten Mal „ausgiebig“ bewundern. Frau Doktor Caspari entfernte noch einige Kompressen, die der Operateur mit angenäht hat und testete als erstes meine Klitoris (das ist meine frühere Eichel) hui hui da ging aber die Post ab.

Dann spülte sie alles aus, die ganze Zeit hielt ich einen Spiegel in der Hand und schaute ihr dabei zu. Als sie mehrere Kompressen einfach so reingestopft hat und gesagt hat „schauen Sie was ich da alles rein bekomme“ hatte ich ‘ne Menge Tränen in den Augen!
Sie trocknete mit den Kompressen innen alles ab und zeigte mir wie ich einen Platzhalter fertig mache. Den führte sie mir ein, und holte ihn sofort wieder raus. Nun war ich an der Reihe, das ist schon ein eigenartiges Gefühl, werde mich aber sicherlich daran gewöhnen.

Am Tag 8 nach OP wurde ich entlassen, gesunden könne ich auch zu Hause!

Die ersten zwei Wochen verbrachte ich überwiegend im Bett oder auf dem Sofa. Zwischendurch sollte ich mich min. 3 Mal am Tag bugieren, dazu benutzte ich das Set von Vagiwell, die Größe 3 & 4 wurden von mir ausgiebig benutzt. Der Bereich wurde immer wunder, alles tat nur noch weh… Der Platzhalter blieb auch nicht an seinem Platz, ich verzichtete auf Ihn.

An den Tagen 15 und 16 nach OP ging es mir nicht so gut, etwas Fieber und etwas Schüttelfrost raffte mich dahin. Ich telefonierte mit der Ärztin. Ich schilderte die Probleme, die Ärztin beruhigte mich ist soweit normal, kein Grund für einen Alarm. Ich hätte mir einen Besuch bei einer Ärztin gewünscht.

Habe ich eigentlich schon über den ständigen nicht gut riechenden Ausfluss geschrieben? Wundwasser, Blut und sonstige Flüssigkeiten die aus einer Wunde austreten können beschäftigen mich jeden Tag. Es wird von Tag zu Tag weniger aber puh daran möchte ich mich nicht gewöhnen.

Zum Thema Wundheilung: Das geht bei mir erstaunlich schnell und ohne Komplikation voran, die Nervenbahnen verbinden sich, das bemerke ich an den Blitzen im OP-Bereich, mal mehr mal weniger stark.

Ach ja Prof. Hess der schaute zwei mal auf meinem Zimmer vorbei, wir wechselten ein paar Worte. Er hat ein gutes Team aufgebaut, scheint jedoch so viel zu tun zu haben, dass die Nähe zum Patienten ein wenig zu kurz kommt, aber dafür gibt es ja die anderen Ärzte und Pfleger.

Jetzt werde ich hoffentlich schnell wieder fit, ich würde gerne wieder etwas arbeiten gehen wollen um dann in 3 Monaten die Korrektur-OP zu überstehen.

Und dann möchte ich endlich mein unbeschwertes Leben wieder zurück haben. 😉

Liebe Grüße
Martina

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Selbstmedikation

Autorin: Chris

Ich will jetzt nicht mit erhobenem Zeigefinger ermahnen, das machen dann schon andere. Hier mein Erfahrungsbericht:

Mit 24 habe ich mit der Selbstmedikation angefangen, und über fast 15 Jahre immer wieder on/off gemacht, je nachdem wann ich wo an was ran gekommen bin (Bezug über Internet aus Thailand, Neuseeland, etc.) und hatte zuletzt mit 38/39 eine feste Quelle im Ausland.

Das Ganze ist mit erheblichen Folgen gewesen. Zum einen finanziell, teilweise kam die Ware gar nicht an, obwohl sie bezahlt war, das ging in die Tausende über die Jahre. Natürlich musste ich alles selber zahlen. Logisch, Kinderwunsch war irgendwann schwierig, trotzdem wurde ich mit 28 Vater, dann lange Jahre nichts, dann wieder mit 36. Hat also dann doch noch irgendwie funktioniert. Bevor ich dann mit der eigentlichen betreuten HRT mit 42 begonnen habe war ich noch beim Urologen, der meinte dass bei mir eigentlich gar nichts mehr geht. Gut, Kinderwunsch war abgeschlossen, wobei ich liebend gerne 3 Kinder gehabt hätte.

Nicht nur körperlich haben die Medikamente ihre Spuren hinterlassen. Auch mental gab es erhebliche Auswirkungen durch das Durcheinanderwürfeln verschiedenster Medikamente (Estrifam, Androcur, Aldactone, um nur ein paar zu nennen) sowie mit Dosierungen die ich mir vor allem aus dem Internet gezogen hatte. Das führte bei mir zu einer heftigen schweren Depression, mit Suizidgedanken, einem 3-monatigem Aufenthalt in der Psychiatrie, Suizidversuch. Das war echt kein Spaß. Ich sage jetzt nicht das Hormone zu Suizidgedanken führen, dann müssten ja alle Frauen chronisch suizidal sein. Das Problem ist, dass deine Werte nicht kontrolliert sind und du bist nicht eingestellt. Das kann nur ein Endokrinologe, mit entsprechenden Untersuchungen, Blutabnahme, etc. Ich war damals auch mal bei meinem Hausarzt, der meinte nur dass meine Werte weiblich sind und Transidentität komme bei uns im Ort öfters vor. Das war’s! Meine Endokrinologin kann mich engmaschig kontrollieren, wenn die Werte zu niedrig sind kann angepasst werden, sind sie zu hoch wird reduziert.

Mit Antiandrogen rauscht der Testosteronwert in den Keller. Okay, das ist gewünscht aber ein niedriger Testowert alleine ist ganz schlecht. Dann brauchst du die gegengeschlechtlichen Hormone. Zu wenig davon ist schlecht, weil dann nichts oder nur sehr wenig wirkt, zu viel ist noch schlechter, weil Du mit jeder Menge Nebenwirkungen rechnen musst. Depression gehört ganz klar dazu, auch körperliche Nebenwirkungen wie Gynökomastie aber insbesondere Herz-Kreislauf, Blutsystem, Knochenaufbau, etc. Das sind alles Dinge von denen spürt man vielleicht erst mal nichts aber die Folgeschäden sind enorm!!! Ich weiß von was ich rede. Naja und das mit Depressionen bei Frauen ist gar nicht so weit her geholt. Denkt man an die hormonellen Veränderungen während des Zyklus und die bekannten damit einhergehenden Stimmungsschwankungen aber das regelt der Körper selber.

Es ist ganz wichtig die Hormoneinnahme (HRT) nur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen und nicht an sich selber herumzubasteln! Außerdem mögen es Therapeuten und Endokrinologen überhaupt nicht wenn man sich selbst mit Medikamenten versorgt. Und ohne Therapie bezahlt die Krankenkasse keine Epilation, keine GaOP, keinen eventuellen Brustaufbau und man bekommt keine Gutachten zur Personenstandsänderung.

LG
Chris

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4. Gendertreff Messe & Fachtagung 2022

Die Gendertreff Messe & Fachtagung geht in die 4. Auflage: Am 24.09.2022 werden Mediziner und Anbieter von Hilfsmitteln rund um das Thema Trans* an ihren Infoständen und während der Fachvorträge Rede und Antwort stehen. Veranstaltungsort ist das FORUM Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen. Die Veranstaltung findet am 24.09.2022 von 10:00 bis 18:00 statt. Der Eintritt ist frei.

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Gendertreff Rückblick 2021

Die meisten rutschten Kontaktlos im kleinen Kreis in das neue Jahr hinein. Leider rissen aber die schlechten Nachrichten nicht ab. Weiterhin gab es wegen der Pandemie Kontaktbeschränkungen und so fielen unsere Selbsthilfetreffen in Düsseldorf und Leverkusen weiter aus. Unsere digitalen Selbsthilfetreffen „HOME“ und „HELP“ etablierten sich jedoch weiter. Hinzu kam der „Gendertreff Aktiv“, der als gemeinsame Aktivität (vorwiegend draußen) gedacht war und ist. Der letzte Sonntag steht z.B. für einen gemeinsamen Spaziergang oder viele andere gemeinsame Aktivitäten.

Die analoge Öffentlichkeitsarbeit blieb wieder auf der Strecke, aber es gab viele Online-Aktivitäten. Interviews und Podcasts, z.B. mit Aderans, Online Veranstaltung der Polizei, etc., aber auch Gesprächstermine in Kliniken wurden wahrgenommen. Nathalie und Rita übernahmen schwerpunktmäßig diese Termine. Aber auch Online-Meetings wurden abgehalten und das Forum wollte moderiert werden.

Das Denkmal für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in Düsseldorf wurde eingeweiht und es fand tatsächlich auch eine kleine Ehrenamtsmesse im Freien statt. Zwischendurch waren wir richtig Happy, weil wieder unsere Selbsthilfetreffen stattfinden konnten. Der Trans* Day of Visibility (TdoV) fand wieder schwerpunktmäßig online statt. Zum Trans* Day of Remembrance (TdoR) gab es eine Veranstaltung am Denkmal für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in Düsseldorf zusammen mit anderen Organisationen.

Politisch und gesellschaftlich hat sich viel verändert, aber insgesamt war 2021 etwas lockerer als 2020. Leider waren viele Informationen sehr widersprüchlich, so dass tatsächlich eine chaotische Stimmung entstand. Hoffen wir mal, dass 2022 wieder besser wird. Auf jeden Fall stecken wir schon wieder in den Planungen für eine Gendertreff Messe & Fachtagung im September mit vielen Teilnehmern und Vorträgen und vielen Besuchern.

Kurz vor Weihnachten hatten Ute & Xenia noch einen Auftritt bei „Bares für Rares“ im ZDF und konnten so einem Millionenpublikum die gelebte Normalität aufzeigen. Unsere Mitgliederversammlung fand in Präsenz unter einem aufwendigen Hygieneaufwand statt. Weihnachten und Silvester haben viele von uns wieder isoliert gefeiert. Nicht das man sich daran gewöhnen möchte!

Hoffen wir auf ein besseres 2022 mit vielen Geimpften/Genesenen und Geboosterten. Bleibt gesund und munter!

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