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Hallo Welt, 20.09.2016

Autorin: Drachenfrau

Hallo Welt,

die letzte Woche und auch das Wochenende haben Entwicklung, Veränderung und auch wieder Gedankengänge hervor gebracht.

Wir haben wieder die Sonne ausgenutzt und waren auf unserem Campingplatz mit einem kleinen See zum Schwimmen. Die Wassertemperaturen lagen so bei 22 bis 23 Grad und es war mit der heißen Sonne ein willkommenes kühlendes Nass. Dee`s rote Fuß- wie Fingernägel werden zwar hier und da mal bemerkt, doch niemand hat bisher etwas dazu gesagt, außer das kleine Mädchen.

Eine Nacht haben wir beide letzte Woche nicht so gut geschlafen und beim Frühstück sagte mir Dee, dass „er“ sich zu 2/3 als Frau fühle und zu 1/3 als Mann. Als Mann möchte er nicht mehr Detlef genannt werden, sondern wie ich schon den Namen fand, Dee. Wow, was für ein Statement mit nicht ausgeschlafenem Geist zum Frühstück. Doch wirklich überraschend war es nicht.

Es brachte bei mir Fragen hervor. Die Frau in ihm anzuerkennen, war ziemlich einfach. Doch wie stellt sich „er_sie“ nun das Leben vor? Wie sieht in „ihm_ihr“ das 1/3 Mann aus? Kann „er_sie“ sich auch noch mit den 2/3 Frau das äußerliche männliche Geschlechtsmerkmal akzeptieren? Kann Dee dann auch diese 1/3 Mann noch zulassen, leben, genießen?

Unsere Sexualität ist weiterhin sehr schön sowie auch von Dees innewohnender Männlichkeit geprägt (noch?) und mir ist darin aufgefallen, dass ich mit Dee von Anfang an so umgegangen bin, wie ich immer wollte, dass man mit mir umgeht und genau genommen, bin ich so schon immer mit meinem Partner deswegen feminin umgegangen. Für „sie“ ist es klar, lesbisch zu sein und so wird von mir aus auf „sie“ immer eine Anziehung ausgehen – da ich zwar noch keine Bi-Erfahrungen im Leben habe, aber die Neugierde – werden wir zusammen immer einen Weg finden.

Am Wochenende hatten wir Besuch von einem lieben Paar, das wir erst vor einer Woche kennenlernten. Unsere Gäste wussten von Anfang an, dass Dee Frauenkleider trägt und sich sehr weiblich fühlt – es war für sie kein Thema. Wir beantworteten ihre Fragen und alles war gut.
Unsere Wirkung war auf sie so tiefgreifend, ohne dass wir dies beabsichtigt hätten, dass sie uns unter der Woche anfingen, ihr Herz auszuschütten und zu schreiben und telefonisch zu erklären, wobei ihnen beiden der Schuh drückt. Nun sind wir keine ausgebildeten Therapeuten, aber wir wollten doch die beiden von unseren gemachten Erfahrungen profitieren lassen. Wir umhüllten beide mit unserer Herzenswärme, hörten zu und hielten genau genommen für beide mehr den geschützten Rahmen, als dass wir wirklich viel außer dem ein oder anderen Gedankengang beitrugen. Unsere Idee war für die beiden eine tantrische Massage zu machen, worin wir die zwei rituell verbanden.
Während der Massage als ich Dee`s rote Fingernägel sah, kam mir der Gedanke, obwohl ja äußerlich der Mann zu sehen war, hier massiert ausschließlich Denies. Im Nachhinein als wir darüber sprachen, mit den beiden noch bei uns, bekam ich dies auch bestätigt.

So kam dann auch noch einmal das Thema Frau im Mann auf und wie ich damit umgehe. Was Dee betrifft, so kann ich „sie_ihn“ als Seele sehen, die auf einer besonderen Entwicklungsreise ist. Im Moment empfinde ich auf der Seelenebene das Männliche und Weibliche als Einheit nicht voneinander getrennt. Dee ist mit mir frei von Entscheidungsdruck, ob männlich sein oder weiblich und kann das fließend leben und ist auf der Reise zum eigenen Selbst. Meine Vermutung ist auch, dass dadurch der Mann in sich weniger Bekämpfung findet, sondern immer noch geliebt ist.
Gestern Abend sah ich ein Bild von Cary Grant als perfekter Gentleman gekleidet und ein männliches Modell daneben, jedoch mehr androgyn gekleidet. Dieses Bild löste ein Gedankenwirrwar bei mir aus. Denn ich für mich, liebe die Weiblichkeit in mir, obwohl ich auch die männliche Energie fühle. Auch diese möchte ich leben und ausdrücken können. Außerdem gehört sie zu meiner Balance dazu.
Genau so gibt es auch Männer, die in ihrer Mitte sind, das Männliche an sich lieben und dem weiblichen den notwendigen Raum geben können. Menschen lassen sich durch bewusste Manipulation von ihrem eigenen Weg abbringen. Mir fiel da „1984“ von George Orwell ein und mir graute es.

Wenn Menschen sich von innen nach außen so fühlen – ja, das kann ich nachvollziehen und damit liebevoll, freundschaftlich umgehen. Schwer fällt es mir, wenn diese Entwicklung im Außen vorgegeben wird und sich das Innere manipuliert danach richtet. Eine Gemeinschaft kann eine Gemeinschaft sein, auch wenn jeder individuell sein Selbst lebt, denn nur so profitiert die Gemeinschaft wirklich von allen Werten und Talenten eines einzelnen.

So, das war wieder eine ganze Menge, dabei wollte ich gar nicht mehr so viel anhäufen, sondern in feinen kleinen Happen schreiben – ich werde weiter üben.

Herzliche Grüße,
Ulla

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P.S.
Wer sich nach dem Paar fragt. Wir waren für die beiden Katalysator, denn ein Knoten ist bei den beiden geplatzt und ihre gestrige Rückmeldung war von beiden positiv, dass sich doch eine ganze Menge verändert hat und noch positiv weiter entwickeln kann.

Hallo Welt, 12.09.2016

Autorin: Drachenfrau

Hallo ihr Lieben,

Seitdem ich dies geschrieben habe, ist wieder etwas Zeit vergangen.

Wir waren im Sauerland und haben bei einem Online Händler vor Ort uns die verschiedenen Silikoneinlagen angesehen, denn Denies war sich nicht sicher, welche Größe die Einlagen haben sollen. Es war gut, dass wir hin gefahren sind, denn Denies konnte auch die Größen ausprobieren und behielt dann die gekauften natürlich direkt an. Im Anschluss suchten wir uns eine Gelegenheit, um etwas zu essen und saßen draußen bei einem Bistro. Wie schon beim Stammtisch in Mönchengladbach gingen wir als Frau und Frau Hand in Hand. Ja, Menschen haben uns beobachtet und es gab auch Blicke von Menschen, die uns begegneten.
Doch entscheidend war, dass wir beide uns zusammen mit uns wohlfühlten. Wir gingen miteinander um, wie immer, was bedeutet, dass man uns ansieht, wir sind ein inniges Pärchen.
Zuhause wollte Denies ihre „Boops“ gar nicht mehr ausziehen.

Den ein paar Tage danach geplanten Schminkkurs haben wir auf schlechteres Wetter verschoben, denn wenn die Zeit es zulässt, sind wir auf dem Campingplatz und nutzen die Sonne noch zum Schwimmen. Es war gut, dass damit erst einmal eine Pause eintrat, was die notwendigen Schritte betraf, um Denies zu vervollständigen, denn ich fühlte, ich brauche etwas mehr Ulla. Diese Zeit nahm ich mir auch und zeichnete mehr, schrieb meine Gedanken ins Tagebuch und auch hier.

Zwischendurch habe ich einen Mann, der Sandaletten mit Absatz in der Wohnung trägt, obwohl er sonst doch lieber barfuß geht und zuletzt hat er für sich auch die Fußnägel rot lackiert, weil es in den Damen Birkenstock schön aussieht. Ich fand, die Fingernägel könnten auch noch rot sein. Mit dem Gedanken dann auch als Mann mit roten Fingernägeln aus dem Haus zu gehen, musste er sich ein paar Tage daran gewöhnen. Doch für auf den Campingplatz sollte ich den Nagellack bitte einpacken. Um zu wissen, wie gut der Nagellack später beim Schwimmen hält, hat er sich einen Daumen rot gemacht.

In der Sonne liegend, kam ein kleines Mädchen auf ihn zu und inspizierte ihn genauer. Es war gar nicht so entscheidend für sie, dass ein Mann rote Fingernägel hat, sondern wieso nur der Daumen rot war und die anderen Nägel nicht, denn schließlich waren die Zehennägel doch auch alle gemacht. Es war auch noch so, dass ich mich etwas weiter weg mit ihrer Oma (junge Oma von 50) unterhielt, die sich dann doch wunderte, dass mein Mann lackierte Nägel hat.
Ich überlegte und hätte sagen können, mein Mann ist TV, doch ich hatte auch das Gefühl, damit packe ich diese Seele selbst in eine Schublade und die reine Wahrheit war und ist eben, weil es schön ist, für mich und für ihn. Es nicht um die Identität TV ging. Es kam keine seltsame Reaktion oder Kommentar und am nächsten Abend hat die Oma sich mit ihrem Mann sogar zu uns gesetzt. Interessant war, dass das kleine Mädchen wohl Detlef noch nicht richtig aussprechen konnte und nannte ihn zum Abschied Dee, der Kosename von mir für Denies und Detlef.

Ein paar Höschen mit Spitze sind zu Dees Kleidung dazu gekommen und auch, wenn das Outfit oberflächlich Mann ist, so sind die Höschen doch eher Frau und mir gefällt es.
Was für mich allerdings schon eine Umstellung ist, ich teile noch meine 3 Handtaschen mit meiner Frau bis wir eigene passende für sie gefunden haben genau wie mit meinem Schmuck. Da darf Dee sich noch Meinungen bilden, denn manches an Ketten und Armbändern kann ich selbst machen.
Woran ich mich gewöhne, ist auch, ich nehme weniger oft Make-up als Dee und mein Mann verbringt ewige Stunden damit, die Körperhaare zu epilieren. Bei keinem anderen Mann mochte ich die Behaarung, aber bei ihm und jetzt muss ich ausharren bis die Stoppelei weniger wird, um ungewohnte glatte Haut wieder zu genießen. Dee würde es gefallen, wenn wir die gleiche Kleidergröße hätten, dass wir die Klamotten tauschen könnten, weil es wohl besonders schön wäre, meine zu tragen. Manchmal finde ich es sogar seltsam, wenn Denies die Perücke abzieht, dann habe ich das Gefühl da fehlt etwas.

Meine Tochter (26) weiß es inzwischen auch und sie meint, das sei in ihrem Umfeld nichts Ungewöhnliches, ähnlich unspektakulär reagierten auch zwei Freundinnen, denen ich es sagte. Die eine meinte, sie könne nur mit einer Transgender Tante aufwarten und die andere machte direkt aus Detlef Dee.

Auch wenn es jetzt einfach klingt, so mache ich mir schon meine Gedanken, denn es verändert ja auch mich mit. Ich fühle mich als Partnerin eingeladen, meinen Horizont zu erweitern und sehe auch meinen Prozess, in meinem Partner mehr die Seele als den Mann wahrzunehmen. Mir wird auch noch bewusster, dass der Schritt von TV zu TS auch sehr nah bei einander liegen kann, je mehr ich mich im Forum einlese. So sehr ich es drehe und wende, auch dann könnte ich Dee nur unterstützen – ob es mir einfach gelingt, das kann ich heute nicht sagen. Was ich sagen kann, weshalb ich es tun würde, auch wenn ich dabei den absolut wunderbarsten Partner verlieren könnte, ist, dass es mir wichtig ist, dass Dee glücklich ist und ich nicht bestimmen kann, wie dies aussieht. Das muss jeder Mensch für sich definieren.
Zum einen ist es Dees Glück und zum anderen wäre es ein Reife- und Weiterentwicklungsprozess, den ich ebenfalls nur unterstützen könnte und nicht nehmen oder einschneiden darf/ möchte.

Wir reden sehr viel miteinander und für Dee ist es manchmal u.a. Mangels verfügbarer Worte, schwer zu antworten, denn ich frage auch schon einmal, was sich in ihm verändert, was „es“ mit ihm macht und ob sich auch etwas anders und wenn ja, wie anders es sich anfühlt.
Umgekehrt bekomme ich gleiche oder ähnliche Fragen gestellt und forsche genau, was in mir lebendig ist und in mir vorgeht. Wir konnten beide vor unserer Begegnung mit keinem vertrauten Menschen so tiefgehend sprechen, uns austauschen bzw. mitteilen wie jetzt.
Es ist zwar erleichternd, wenn man es in der Realität kann, doch selbst nach 3 gemeinsamen Jahren merken wir, wie wenig Übung wir davor darin gehabt haben.

Soweit erst einmal wieder die neuesten Gedanken von uns.

Herzliche Grüße, Ulla

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Hallo Welt

Autorin: Drachenfrau

 

Hallo Welt,

hier bekommt nun die Geschichte von Denies und mir, ihrer Frau, etwas Raum.
Diesen Beitrag habe ich bereits in einem anderen Forum veröffentlicht, bevor wir überhaupt etwas vom Gendertreff wussten.
Da wir durch die Selbsthilfetreffen in Leverkusen und Düsseldorf doch einige aus dem Forum inzwischen persönlich kennenlernen durften, finde ich, dass die Beiträge hier sogar passender hin gehören, weshalb ich sie hierhin nun übernehme.

20.08.2016:
Wir haben uns vor etwas mehr als 3 Jahren gefunden, was eine Geschichte ist, die Rosamunde Pilcher in den Schatten stellen könnte, wie es mal jemand ausdrückte. (Wer es wissen mag, wie wir uns kennengelernt haben, erzählen wir gern, ist jedoch für hier etwas zu lang).
Unsere Verbindung ist seit Anfang an sehr tiefgehend und mit jedem gemeinsamen Schritt verfeinert sich dieses Band. Als wichtig empfanden wir es seit dem ersten Augenblick, miteinander klar und offen, ehrlich und direkt zu kommunizieren. Das Vertrauen hierfür mussten wir auch erst einmal entstehen lassen und miteinander die positive Erfahrung machen, dass wenn etwas ausgesprochen sein möchte, dann auch eine Rückmeldung kommt, die weder streitsüchtig, noch zickig oder bewertend geschweige denn be- oder verurteilend einhergeht.

Seit 2 Jahren sind wir in einem Erotikportal angemeldet, auch wie im Forum als Paar. Wir kamen dazu wie die Jungfrau zum Kind und haben seitdem sehr viel über das Menschsein und die Vielfalt des Menschelns dazu gelernt.

Immer mal wieder war mein Mann, wenn er bei diesem Portal aktiv war in Chats wie Highheels und Nylons oder TV+TS. Er schrieb, dass ihn dies anziehe, das Feminine im Mann und schrieb sich auch mit Männern, die Nylons toll fanden. Es reizte ihn, aber anders als bei den Männern mit denen er schrieb. Fühlte sich auch immer mehr zu den TV+TS hingezogen.
Dass ihn das reizt, schrieb er regelmäßig und durch unsere Offenheit bekam ich das mit, da ich auch jetzt noch, sehr viel dann neben ihm sitze und mitlese und wir während dem Chat oder danach auch über das Geschriebene sprechen.

Gut zwei Wochen lang habe ich mir das angesehen und fand, er kreist um das Thema wie eine Katze um den heißen Brei. Das kenne ich gar nicht an ihm. Es wurde mir schlicht zu bunt. Obwohl meine Nylons und Oberteile für ihn zu groß sind, dafür meine Schuhe zu klein – holte ich alles herbei, brachte ihn dazu sich Nylons anzuziehen und sich mit Bluse und meinen Pumps vor den Spiegel zu stellen.

Das hat etwas ausgelöst. Beim nächsten Gang in ein Kaufhaus kauften wir die ersten Strümpfe passend für ihn. Online surfte er nach den ersten Schuhen für sich. In dieser Zeit sprachen wir viel miteinander, was in ihm vorgeht. Das war manchmal für ihn nur sehr schwer zu beschreiben.
Klar war jedoch absolut: da will etwas raus. Aus der gemachten Lebenserfahrung wussten wir beide, etwas zu unterdrücken, kann nicht gut gehen.

Er wurde immer femininer in seiner Ausstattung. Wir saßen am Rechner und surften nach Kleidern. Was er sich aussuchte, beriet ich ihn, denn die Teile sollen ja auch zu seiner Figur passen. Das erste Kleid war gefunden und dann die Haare. Abends im Bett fragte ich ihn dann, ob er denn schon einen Namen für sich als Frau hätte. Ziemlich spontan antwortete er „Denies“. So war sie dann geboren.

Vor ungefähr jetzt 2 Wochen fand ich es an der Zeit, dass wir nicht nur Heels für sie haben, sondern auch erst einmal Schuhe mit flachem und mittlerem Absatz zum Eingewöhnen, alltagstauglich und auch bequem. Im Schuhgeschäft hatten wir unseren Spaß zusammen. Es war alles einmal umgekehrt. Ich brachte ihm die Schuhe zum Anprobieren anstatt er mir. Manche Frau bekam das mit und schaute uns kariert an, doch ich lächelte einfach freundlich als sei es das Normalste auf der Welt, dass Frau für ihren Mann Damenschuhe aussuchen hilft. Wir fanden 3 Paar. Ein Paar Sandaletten verziert mit breitem mittleren Absatz, ein Paar Ballerinas und noch einmal schwarze Heels. Es zog uns auch noch in die Stadt und im SSV fanden wir ein Kleid, zeitlos und super günstig. Für meinen Mann war es an dem Tag anfangs schon ein etwas seltsames Gefühl noch als Mann Frauensachen anzuprobieren, doch ich fand, entweder stehen wir dazu oder wir stehen dazu. Was andere über uns denken, ist deren Sache.

Über das Erotikforum lernten wir einen Mann = TV kennen, der am nächsten Tag mit seiner Tasche uns besuchte. Es war sein zweiter Besuch bei uns. Das hat uns sehr viel Freude gemacht. Wir konnten uns wieder richtig gut unterhalten und die Mädels zogen sich zusammen um und stylten sich. Ich half mit einem Handgriff mal hier und mal da. Der Abend war kurzweilig. Er sagte uns, dass er noch auf einem anderen Forum angemeldet sei, speziell wo sich TVs tummeln und wir registrierten uns am nächsten Tag. Nur ein paar Stunden später hatte Denies dort mit Gina geschrieben, die im Nachbarort wohnt und wir telefonierten. Noch zwei Stunden später hatte ich einen selbstgemachten Obstkuchen eingepackt und wir fuhren zu Gina Kaffee trinken. Auch dieser Nachmittag war kurzweilig und interessant ihre Geschichte zu hören. Zwei Tage später sagte Gina, dass in Mönchengladbach an dem Samstag ein Stammtisch ist und ob wir dahin möchten. Wir besprachen uns und sagten zu.

Es war ein Abenteuer, Denies herzurichten. Sie hat ganz viel epiliert und rasiert und verbrachte Stunden im Bad. Ich schminke mich wenig bis gar nicht und bin daher auch nicht geübt, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und so zogen wir los, beide geschminkt und gestylt. Wir wurden beim Stammtisch nett begrüßt und uns wurden noch 3 weitere Paare bekannt gemacht.
Das empfand ich schon mal als erfrischend und beruhigend, denn über den Chat und die TV+TS-Gruppe, die wir als erstes ja hatten, bekam ich die einige Erfahrungen mit, dass es nicht einfach normal ist als Mann Frauenkleider zu tragen bzw. sich als Frau herzurichten.

Denies und ich fanden jede für sich unterschiedliche Unterhaltung und Gesprächspartner. So lernten wir auch Michaela (TV) kennen, die für mich eine Freundin geworden ist. Wir hatten an dem Abend Spaß und blieben auch etwas länger als beabsichtigt und werden auf jeden Fall weiter Stammtische besuchen.

Donnerstag waren wir unterwegs um uns Silikoneinlagen anzuschauen. Ein Online Händler bietet Prothesen von Amoena an. Am Telefon meinte er, es könnten unterschiedliche Größen passend sein. Das Hin-und-her-Schicken wollten wir aber vermeiden, vor allem, wenn uns ein Missgeschick mit den Prothesen beim Ausprobieren unterlaufen wäre, hätten wir sie nicht wieder zurücksenden können.
Also fuhren wir hin. Denies war im Sommerkleid, leicht geschminkt. Es war gut, dass wir dort waren und uns persönlich haben beraten lassen. Die BHs, die wir mal vorab kauften, nahmen wir mit und fanden dann auch dafür die passenden Einlagen, nicht zu klein und nicht zu groß – eben passend zu den Proportionen von Denies. Danach saßen wir in einem Bistro, haben etwas gegessen und wurden betrachtet. Manchen mag es aufgefallen sein, dass hinter Denies Outfit ein Mann verborgen ist, andere fanden sie vielleicht sympathisch oder attraktiv. Nach dem Essen schlenderten wir Hand in Hand durch den Ort und benahmen uns wie immer, wenn wir zusammen sind, innig und vertraut, berühren einander – was uns auch Blicke eintrug – doch was soll’s => das ist eben unser Leben.

Zuhause probierte Denies die Einlagen mit allen Kleidern durch und wäre am liebsten nur noch mit den Einlagen rumgelaufen. Als nächstes möchten wir ein Schminktraining machen, dann hätten wir schon mal vom Äußeren her ziemlich viel geschafft und das in gut 5 Wochen.

Seitdem wir uns in den Foren umschauen, hatten wir beide sehr viel Stoff zum Nachdenken. Hier war besonders für mich das Forum interessant, in dem die Partnerinnen darüber schrieben, wie es ihnen damit ergeht. Das trieb mir manchmal Pipi in die Augen und ich habe mich gefragt, ob es auch einen Stammtisch für die Partnerinnen gibt. Nach allem, was ich bisher gelesen habe, klingt unser Weg ja easy und nachdem ich einen Beitrag vom Wandeln zwischen den Welten gelesen habe, bin ich doch froh, dass es auch viel Positives gibt. Mir ist bewusst, dass unser Weg erst begonnen hat und wir nicht wirklich wissen, welche weiteren noch tiefgehenden Konsequenzen das Leben mit Denies haben kann, doch bisher sind wir allen Herausforderungen offen begegnet und immer wieder wurde uns bewusst, wir können gar nicht oft genug und noch detaillierter miteinander reden.

Wir haben darüber gesprochen und mir würde, ginge Denies wirklich den Weg einer GaOP, das Männliche, der Partner fehlen. Eine Trennung könnten wir uns dennoch nicht vorstellen. Es würde für uns eine polygame Lösung geben, sollte ich dann einen Mann kennenlernen (wollen). Für jetzt genieße ich das Leben mit Dee. Manchmal ist es für mich verwirrend, wenn ich mit Denies unterwegs bin, ob ich jetzt von Detlef oder Denies sprechen soll den Kontext betreffend. So habe ich die Namen gemischt und heraus kam Dee, als Kosename für Detlef + Denies. Ich habe Freude, mit Denies shoppen zu gehen, auszugehen und bin glücklich wenn ich in Dee`s strahlend glückliche Augen schaue.

Unseren bestehenden Freunden haben wir davon noch nichts erzählt, doch da müssen sie jetzt durch, so nach und nach, wie wir uns wieder sehen. Fest steht für uns, dass wahre Freunde uns erhalten bleiben und für die anderen gilt, das Leben ist ein stetiger Wandel.

Nach dem gleichzeitig vielen und wenigen, was ich gelesen und erfahren habe, fragte ich mich auch, was hat es für mich so einfach gemacht? Bevor wir uns kennenlernten, hatten wir in unseren Leben bereits sehr viel durchgemacht und wussten, um alles Vergangene zu überstehen, blieb uns nur, dass wir die Wunden ausheilen und den Weg der Veränderung gehen müssen. Wir waren beide wohl schon bevor wir voneinander wussten auf dem Weg zu uns selbst. Eine andere Antwort fand ich (noch) nicht.

Ihr Lieben, Fortsetzung folgt schnellst möglich. Nachdem ich diesen Beitrag heute gelesen habe, sehe ich, wie viel seitdem passiert ist und staune darüber. Damals war noch keine Rede von Transition oder Transsexualität, das kam etwas später.

Herzliche Grüße,
Ulla

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Silvester mal anders

denn, auf Borkum ist alles anders 🙂

Am 30.12.2017 fuhren wir (Familie) bei strömenden Regen nach Eemshaven (NL) um eine der beiden Fähren nach Borkum zu bekommen. Gegen 14:00 Uhr trafen wir in der Ferienwohnung ein, gingen gleich einkaufen und dann die Stadt erkunden.

Am Glühweinstand und „Lüttje Markt“ gab`s dann auch etwas zum Aufwärmen.

Ein irischer Pub hatte neu geöffnet, den wir auch gleich gegen 21:00 Uhr stürmten. Es gab Life-Musik und reichlich Stout.

Der Abend endete mit einem Spaziergang an der Promenade.

Silvester schauten wir uns den Silvesterlauf an, der jedes Jahr gegen 14:00 Uhr auf der Strandpromenade startet.

Danach wurde es besinnlich, denn wir lauschten Johann Sebastian Bach, gespielt auf einer Kirchenorgel. Nach dem Essen suchten wir uns einen guten Platz auf der Bismarckstraße und kurz nach 23:00 Uhr gingen wir um die Ecke zur Strandpromenade um ins neue Jahr zu feiern. Trotz Regen und Wind füllte sich die Promenade und um 0:00 Uhr gab es kein Halten mehr. Ein schönes Feuerwerk, gezündet vom Strand aus, erhellte den Nachthimmel. Begleitet wurde das Feuerwerk von zahlreichen privaten Raketen, Neujahrswünschen und Musik.



Neujahr fand wieder das Neujahrsschwimmen am Hauptstrand statt. Organisiert von der DLRG,  waren es diesmal rund 250 Neujahrsschwimmer bei 4 Grad Wasser- und 7 Grad Lufttemperatur und einem eisigen Wind, teilweise sogar mit Regenschauern. Viele hunderte Schaulustige sahen sich das Spektakel an und natürlich waren wir gut eingepackt auch dabei. 🙂





Den sonnenreichen Dienstag nutzten wir mit Spaziergängen, denn …


… am Mittwoch zog ein Orkan mit ca. 126 Km/h (Windstärke 12) über die Insel.
Wir wurden quasi im Sturm genommen und gingen schwimmen im „Gezeitenland“. Orkantief „Burglind“ zog übers Land und es war eine echte Herausforderung sich im Freien aufzuhalten. An einen Spaziergang auf der Promenade war nicht zu denken, wenn auch die Möwen noch nicht auf dem Rücken flogen.

Donnerstag beruhigte sich das Wetter und wir konnten unseren geliebten Spaziergang am Meer entlang machen. Abends frischte es wieder auf aber nun mussten nur noch die Koffer gepackt werden.

Die Überfahrt aufs Festland und die Rückfahrt war ruhig.
 

 

>> Das Silvestervideo auf YouTube ansehen

 

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Gendertreff in der Lindenstraße

Zirka ein Jahr nach dem ersten Kontakt bekam Nathalie im September 2017 eine eMail von Gitta, der Pressesprecherin der Lindenstraße.

Wortlaut: In unseren neuen Büchern kommen drei Transfrauen vor, die wir sehr gerne mit „Originalen“ besetzen würden, am liebsten Transfrauen unterschiedlicher Ausrichtung, die gemeinsam mit „Sunny“ (Martin Walde) und „Viktoria“ (Zazie de Paris) Szenen spielen würden.

Inhalt: Sunny fühlt sich schon lange nicht als Mann, sondern als Frau. Sein/ Ihr Weg, die eigene Identität zu finden, ist seit Monaten geprägt von vielen Zweifeln, Ängsten und Unsicherheiten. Viktoria war schon einmal bei Sunny in der „Lindenstraße“, um sie zu beraten. Nun schaut Viktoria wieder zu Hause bei Sunny vorbei und hat gleich drei Freundinnen mitgebracht. Sie alle möchten Sunny Mut zusprechen.

Ava, Nathalie, Rita und Xenia meldeten sich zum Casting, nachdem wir das Drehbuch gelesen hatten. Es war unserer Meinung noch nicht ganz stimmig, aber das wollten wir beim Casting und während des Workshops klären. Ende Oktober war es dann soweit und wir vier vom Gendertreff sowie Stella aus Dresden und Julia aus Koblenz kamen zum Casting in die Lindenstraße auf dem WDR-Gelände.

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Nach einer ausgiebigen Vorstellungsrunde vor der Kamera mit der Produzentin und der Regisseurin spielten wir die Szenen einmal durch. Danach gab es noch viele Gespräche und wir wurden zu einer kleinen Feier eingeladen. Immer nach dem letzten Drehtag einer Staffel gibt es ein kleines Treffen aller Schauspieler und so hatten wir Gelegenheit, mit einigen der beteiligten Personen zu reden. Auch „Mutter Beimer“ war anwesend und interessierte sich für unsere Selbsthilfeorganisation.

Zwei Wochen später kam der Bescheid, wer zum Drehtag eingeladen werden sollte. So trafen sich Nathalie und Xenia vom Gendertreff sowie Stella und die Schauspieler Martin Walde und Zazie de Paris in früher Stunde in der Maske.

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Hier wurde zwischendurch Nathalie noch angezogen.

 

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Um 9:45 Uhr ging es zu den Proben ans Set. Mann, waren wir nervös.

 

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Viele Menschen standen um uns herum: Techniker, Producer, Regie, Assistenten, Maske, Kostümbildner, Requisite, Kameraleute, Ton usw., usw. Wir waren von viel Technik umringt und schon ging es los.

 

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Probe, technische Probe, Kameraprobe, Aufnahme und das Ganze nochmal mit neuer Kameraeinstellung. Bis zu 8x pro Szene. Fiel die Klappe, blendete jede von uns die Personen und die Kameras völlig aus und konzentrierte sich auf die Szene.

 

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Nach 16:00 Uhr waren die Aufnahmen im Kasten und wir fix und fertig. Die Regisseurin Esti war begeistert und das tolle sympathische Team hat uns durch den ganzen Tag getragen und uns gleich von Anfang an das Gefühl der Zugehörigkeit gegeben. Alle Anwesenden haben uns beim Dreh phantastisch unterstützt und gaben uns das Gefühl, ein Teil des Teams zu sein. Für alle waren wir Kolleginnen des Lindenstraßenteams.

Gleich nach den Dreharbeiten gaben wir noch ein Interview und danach gab es noch das ein oder andere Gespräch in einem der Büros und auf dem Gang. Wir wollten uns gar nicht trennen, so waren wir von den Ereignissen gefesselt.

 

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Sunny und Viktoria waren tolle und sehr sympathische „Kolleginnen“. Wir waren glücklich über diese tolle Erfahrung und dass die Lindenstraße sich dem Thema „Transgender“ mit Hilfe des Gendertreff stellt. Wir bedanken uns für die Chance, die durch den WDR und die GFF eröffnet wurde, unsere Selbsthilfearbeit zu verbessern und bekannter zu machen.

Von links:

Viktoria, Xenia, Nathalie, Clara, Sunny

Lindenstrasse

 

copy: WDR/ Thomas Kost
Mit freundlicher Genehmigung: GFF und WDR

 

>> Ausstrahlung: ARD – Das Erste am 11.03.2018 (Folge 1665 „Falsch ist genau richtig“)

>> https://www1.wdr.de/daserste/lindenstrasse/index.html

>> https://www.fernsehserien.de/lindenstrasse/spoiler-vorschau

>>http://mediathek.daserste.de/Lindenstra%C3%9Fe/Sendung?documentId=5280&topRessort&bcastId=5280

>> https://www.youtube.com/user/Lindenstrasse

>>https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Darsteller_und_Figuren_der_Lindenstra%C3%9Fe

>> https://www1.wdr.de/daserste/lindenstrasse/videos/Lindenstrasse-Live-170.html

>> https://www1.wdr.de/daserste/lindenstrasse/fotos/wochenschau-dezember-siebzehn-156.html

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Weihnachten 2017 – Schrottwichteln beim Gendertreff Düsseldorf

Wir vom Gendertreff nennen unsere Selbsthilfegruppen Selbsthilfetreffen. Denn wir haben festgestellt, dass es sich in einer schönen Atmosphäre bei einem guten Essen oder bei einem schönen Kaffeeklatsch besser reden lässt als wenn wir uns irgendwo in einem Hinterzimmer zum Stuhlkreis treffen würden. Ebenfalls wichtig ist uns, dass der Austausch auf Augenhöhe stattfindet, dennoch aber Mitglieder des Gendertreff-Teams als Ansprechpartner und für Beratungen zur Verfügung stehen.

Natürlich wissen wir auch, dass es gerade für Neulinge eine Herausforderung ist, ein Selbsthilfetreffen in einem öffentlichen Lokal aufzusuchen. Andererseits lernen sie so im Schutze der Gruppe, in der Öffentlichkeit zu sich und ihrer Transidentität zu stehen, was wiederum extrem wichtig ist, um ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben im Identitätsgeschlecht zu führen. Auch für Angehörige transidenter Menschen ist es enorm wichtig, andere Trans*-Menschen und andere Angehörige kennenzulernen und gemeinsam das Beisammensein zu erleben.

Der Gendertreff Düsseldorf findet seit Oktober 2004 jeden dritten Sonntag im Monat statt. Und da Transidentität an sich schon ein ernstes und komplexes Thema ist, legen wir auch Wert darauf, dass auf unseren Selbsthilfetreffen auch gerne einmal gelacht werden darf. Bei unserem Düsseldorfer Selbsthilfetreffen ist es deshalb gute Tradition, dass immer im Dezember – und damit in der Vorweihnachtszeit – ein Schrottwichteln stattfindet. Und deshalb wurde auch in 2017 wieder Schrott gewichtelt. 🙂

Zunächst aber wurde wie immer auf unseren Selbsthilfetreffen viel miteinander geredet. Und auch unseren Selbsthilfepreis hatten wir an diesem Tag mitgebracht.

Dann aber sollte das Schrottwichteln losgehen. Schrottwichteln bedeutet, dass es Geschenke gibt. Da es jedoch um den Spaß und nicht um Materielles geht, soll in den Geschenken etwas von geringem Wert sein, das man selber nicht mehr braucht, was aber der beschenkten Person durchaus noch Freude bereiten könnte. Alle Geschenke kommen auf einen Gabentisch und dann wird gewürfelt. Damit nicht nur Zeit mit vergeblichem Würfeln verging, durfte jede_r, der_die eine 1, 3 oder 6 würfelte, sich ein Geschenk aussuchen.

Hier hat sich Xenia ein schönes Geschenk ausgesucht.

Da aber in der zweiten Runde noch einmal gewürfelt wird und man bei einer 1 oder einer 6 das Geschenk mit einer beliebigen Person tauschen muss, landete Xenias Paket kurz darauf bei Sabine.

Ja, und da saßen Ava und Xenia nun mit ihren erwürfelten und frisch durchgetauschten Paketen. Was da wohl drin sein mag?

Aber allen anderen ging es ja ähnlich. Kirsten machte es geschickt und tauschte mit dem Gabentisch, auf dem noch einige Pakete übrig geblieben waren. 😉

Man sieht es Clara an: Auch kleine Geschenke können große Freude bereiten. 🙂

Und auch Ute freut sich riesig über ihr Geschenk.

Natürlich darf man beim Schrottwichteln auch nicht einfach nur so sein Geschenk auspacken. Nein, auch hier wird zunächst gewürfelt. Auspacken darf, wer wiederum eine 1 oder eine 6 würfelt.

Dinner for One – für Sarah ist der Silvesterabend Dank des Silvesterklassikers gerettet. 🙂

Für Nathalie ist derweil das Geschenkpapier …

… ganz offenbar wichtiger als das Geschenk selbst. 😉

Ava hat diese Bilder erwichtelt. Aber Xenia musste mit dem Auspacken noch auf ihre 1 oder 6 und somit auf ihr Würfelglück warten.

Marina freut sich: Ist das nicht schön?

Und auch Kirsten hat sichtlich Spaß.

Die übrig gebliebenen Geschenke haben wir dann gegen geringe Summen versteigert. Der Erlös der Versteigerung kommt unserer nächsten Gendertreff Messe & Fachtagung zugute. So hatten wir auf dem letzten Selbsthilfetreffen des Jahres 2017 noch einmal richtig viel Spaß. Aber auch die ernsten Themen rund um Transidentität kamen natürlich nicht zu kurz.

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Diskriminierung durch Update

Schon immer werden meine Frau Ute und ich als „Eheleute“ auf Briefköpfen und Kontoauszügen geführt. Ein Mitarbeiter unserer Bank hatte sich nach meiner Personenstandsänderung dafür eingesetzt, dass dies auch so bleibt. Dafür musste die Software angepasst werden.

Vor ein paar Tagen nun bekamen wir wieder ein Schreiben über irgendwelche Änderungen von unserer Bank. Die Anrede lautete „An die Damen Ute und Xenia …………….“. Ich bin ein wenig zusammen gezuckt. Da wir sowieso einen Gesprächstermin bei der Filialleiterin hatten, wartete ich auf diesen Termin.

Wir sprachen über dies und das und bevor ich auf das Thema kommen konnte, entschuldige sich die Filialleiterin tausend Mal bei uns für die Anrede. Es hätte bereits mehrere Reklamationen und Beschwerden gegeben. Ausgerechnet jetzt nach dem Beschluss der „Ehe für Alle“ so ein Fauxpax der IT-Abteilung.
Durch ein Update der Software war es zu diesem Desaster gekommen. An den Kontoeinstellungen und Freistellungsaufträgen änderte sich nichts, versicherte sie uns. Leider würde die Umstellung ein paar Monate dauern aber die Softwarespezialisten arbeiten fieberhaft an diesem Problem.

Jetzt kann man natürlich auf die Barrikaden gehen und Beschwerdebriefe schreiben oder sich einfach gelassen zurück lehnen und abwarten. Ich habe mich natürlich für die zweite Variante entschieden, denn es gibt eine Erklärung für das Problem und die Bank hat sich in aller Form dafür entschuldigt.
Es ist ihnen sehr peinlich.

Grüße
Xenia

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Gendertreff Jahresrückblick 2017

Messe

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Nur noch einige Selbsthilfetreffen, dann ist auch schon Weihnachten. Zeit also, das Jahr einmal Revue passieren zu lassen. Für den Gendertreff war das Jahr 2017 ein äußerst ereignisreiches Jahr.

Insbesondere in Bezug auf Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit konnten wir in 2017 wieder einiges bewegen. Dazu gehörten ein offener Brief an die Bundesärztekammer in Bezug auf diskriminierende Aussagen zu Blutspenden durch Trans*-Personen oder ein Interview bei center.tv in Düsseldorf.

Im Rahmen diverser Aktionen konnten wir zudem umfangreiche Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Trans* betreiben. Zu den Höhepunkten zählen sicherlich DortBunt oder die Paracelsus Messe in Düsseldorf, wo wir mit Info-Ständen vertreten waren. Im Rahmen des Solinger Selbsthilfe- und Gesundheitstages wurde dem Gendertreff zudem der Selbsthilfepreis 2017 verliehen.

Bereits zum zweiten Mal organisierten wir die Gendertreff Messe & Fachtagung, bei der sich zahlreiche Besucher_innen an den Infoständen und während der Fachvorträge zu vielen Themen rund um Transidentität informieren konnten. Schon jetzt dürfen wir verraten: Auch in 2018 wird es eine Gendertreff Messe & Fachtagung geben. Die dann bereits dritte Auflage wird am 06.10.2018 wieder im Bürgerhaus in Erkrath-Hochdahl stattfinden.

Vereinsgruendung

Nach 13 Jahren Gendertreff war es notwendig geworden, dem Gendertreff eine neue Struktur zu geben. Denn damit Selbsthilfe- und Öffentlichkeitsarbeit zuverlässig funktioniert, ist im Hintergrund einiges an Arbeit zu erledigen. Vor diesem Hintergrund gründeten wir am 11. Nov. 2017 den Gendertreff e.V. (i.Gr.) – der Gendertreff ist also nunmehr ein Verein. Diese neue Struktur wird uns in Zukunft helfen, die vielen Ideen, die wir rund um Selbsthilfe- und Öffentlichkeitsarbeit für Trans*- Menschen und Angehörige noch haben, zielgerichtet in die Tat umzusetzen.

Eine Sache für 2018 dürfen wir bereits andeuten. Denn der Gendertreff hat in diesem Jahr im Rahmen eines Workshops eine sehr bekannte Fernsehproduktion bei einem führenden deutschen Fernsehsender inhaltlich begleitet. Gestern, am 01.12.2017, waren unsere Team- und Vorstandsmitglieder Xenia und Nathalie dann vor Ort beim Dreh. Xenia und Nathalie haben nämlich in der Fernsehproduktion einen sogenannten Cameo-Auftritt. Das bedeutet: Sie spielen sich selbst und es geht dabei natürlich um das Thema Transidentität. Zum Ausstrahlungstermin werden wir rechtzeitig weitere Informationen bereitstellen. Denn noch ist alles Top Secret.

Nathalie und Xenia

Das Jahr 2017 hatte es also wirklich in sich. Doch wir finden, dass sich die viele ehrenamtliche Arbeit gelohnt hat, denn wir konnten sowohl in der Selbsthilfearbeit im Rahmen unserer Selbsthilfetreffen als auch des Gendertreff-Forums sowie im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit doch einiges für Trans*-Menschen und ihre Angehörigen bewegen.

Xenia hat ein kleines Video mit Eindrücken aus dem Jahr 2017 vorbereitet. Die Musik im Hintergrund mag einigen bekannt vorkommen: Es ist der Song Zwei Seelen, der vor einigen Tagen seinen achten Geburtstag feierte. Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit, besinnliche Weihnachten und einen guten Übergang in ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2018.

>> Das Video „Gendertreff 2017“ auf YouTube ansehen

INHALTSVERZEICHNIS

Diskriminierungsschutz für Trans*-Menschen in Deutschland

Autorin: Flora

 

Seit 2006 gilt in der Bundesrepublik Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). In diesem wird das Verbot von Benachteiligung aufgrund von Rasse, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität festgeschrieben. Es erweiterte mit seinem Inkrafttreten den Diskriminierungsschutz in Deutschland, der sich zuvor einzig und allein auf Art. 3 des Grundgesetzes bezogen hatte (unter anderem nicht vorhanden in Art. 3 GG: Die „sexuelle Identität“). Bereiche, in denen Bürger_innen vor Benachteiligungen durch das Gesetz geschützt werden sollen, sind unter anderem der Zugang zu Erwerbstätigkeit, beruflicher Aufstieg, Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen, Zugang zu Aus- und Weiterbildung und Umschulung, Mitgliedschaft in Gewerkschaften, Arbeitgebervereinigungen o.ä., Sozialschutz, soziale Vergünstigungen, Bildung und der Zugang zu Waren und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen (z.B. Wohnraum).

Prinzipiell soll dieses Gesetz laut seinen Urheber_innen auch Transgender schützen. So soll laut Gesetzesbegründung der Begriff „sexuelle Identität“ im Gesetz auch einen Diskriminierungsschutz bei „Intersexualität und Transsexualität“ ergeben. Auf europäischer Ebene werden diese Faktoren allerdings unter der Kategorie „Geschlecht“ behandelt. Die Formulierung „sexuelle Identität“ ist vage und im Gesetz nicht definiert, was es unklar macht, ob damit sämtliche Identitäten geschützt sind. Schließlich wird sexuelle Identität allgemein ausdrücklich als nicht gleichzusetzen mit der Geschlechtsidentität betrachtet. Aufgrund der Rechtslage und der Gesetzesbegründung ist es aber durchaus möglich, als Trans* Person den Diskriminierungsschutz des AGG zu beanspruchen.

Externe Links zum Nachlesen:

INHALTSVERZEICHNIS

Der operative Brustaufbau für Trans*-Menschen

Autorin: Flora

 

Bildnachweis: Pixabay CCO Creatice Commons

Für viele Trans*-Menschen – insbesondere Trans-Frauen – besteht der Wunsch nach einer weiblichen Brust. Wie bei so vielen anderen Aspekten der Transition gilt auch hier: Die Möglichkeiten sind vielfältig. Für die einen reicht es, Prothesen oder BH-Einlagen zu verwenden, andere finden sich mit dem Ist-Zustand ab, wieder andere setzen auf die Hormontherapie. Doch es kommt auch vor, dass die Hormontherapie nicht das gewünschte Ergebnis der betroffenen Person erreicht. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit eines operativen Brustaufbaus.

Bevor man sich mit dem Gedanken an eine solche OP befasst, sollte man allerdings den weiteren Verlauf der Hormontherapie abwarten. Es ist nicht empfehlenswert, bereits wenige Monate nach Beginn der Hormontherapie eine OP zu planen, da das Wachstum der Brust – sei es noch so gering – erst nach einigen Jahren abgeschlossen ist, ähnlich wie in der weiblichen Pubertät (ca. 4-10 Jahre). Der genaue Zeitraum variiert allerdings je nach Person, Medikation und eventuellen Komplikationen der Hormontherapie. Es lohnt sich daher, die Hormontherapie lange genug laufen zu lassen und mit dem_der Endokrinolog_in Rücksprache zu halten, bevor man nach einer Brustaufbau-OP strebt.

Ist reichlich Zeit ins Land gegangen und es hat sich immer noch nicht das gewünschte Brustwachstum eingestellt, kann man sich an ein Krankenhaus oder eine Klinik wenden, die Brustaufbau-OPs durchführt. Eine gute Anlaufstelle sind Brustzentren/-sprechstunden vieler Kliniken, die sich auf den Brustbereich spezialisieren. Plant man gleichzeitig eine Geschlechtsangleichende Operation (kurz: GaOP), kann es sich lohnen, die Ärzt_innen in der gewünschten GaOP-Klinik zu fragen, ob ein Brustaufbau bei ihnen auch möglich ist. Manche Kliniken führen diese in Verbindung mit der GaOP durch (meist ist dort eine zweite, kleinere, sog. „Korrekturoperation“ nötig, womit man einen Brustaufbau verbinden kann). Aber Vorsicht: Manche Kliniken verweigern dies, deshalb sollte man sich vorher informieren, wenn man diese Möglichkeit in Anspruch nehmen möchte.

Die Kosten für einen operativen Brustaufbau bei transidenten Menschen kann die Krankenkasse übernehmen. Allerdings werden hierfür in der Regel einige Unterlagen angefordert, ähnlich wie bei einer Kostenübernahme einer GaOP. Mögliche Forderungen sind Berichte des_der Psychotherapeut_in, ein Verlaufsbericht der Hormontherapie, ein Nachweis für ein Beratungsgespräch über den Eingriff und mehr. Es ist empfehlenswert, bei der Krankenkasse anzufragen, welche Papiere benötigt werden, bevor man sich z.B. um Beratungstermine o.ä. kümmert.

Ablauf, Faktoren und Risiken eines operativen Brustaufbaus:

Der Eingriff läuft im Groben wie folgt ab: Der_die Patient_in wird in Vollnarkose versetzt. Nun wird durch einen Schnitt bei jeder Brust jeweils ein Zugang gelegt; dies erfolgt in der Regel entweder am Rand des Warzenhofes oder dort, wo die Brustfalte sein soll. Dadurch sollen die unausweichlichen Narben möglichst unauffällig bleiben. So verdeckt z.B. bei einem Schnitt in der Brustfalte diese später die Narbe – zumindest planmäßig. Einige Patient_innen wünschen sich den Schnitt in der Achselhöhle, um dort die Narbe zu haben. Technisch ist dies möglich, allerdings verweigern viele Operateur_innen diese Methode, weil sie das Risiko birgt, Gewebe zu beschädigen.

Ist der Schnitt gesetzt, wird ein Implantat in die Brust eingesetzt. Hierbei ist im Vorfeld zu entscheiden, ob das Implantat vor oder hinter den Brustmuskel gesetzt werden soll. Besonders bei Patientinnen, die sehr wenig Brustgewebe gebildet haben und/oder sehr schlank sind, wird dieser Schritt empfohlen. Grund dafür ist, dass sonst die Umrisse des Implantats durch die Haut sichtbar werden. Durch eine Platzierung hinter dem Brustmuskel trennt aber nicht nur die dünne Schicht Drüsen- und Fettgewebe, sondern auch der Brustmuskel das Implantat von der Haut. Dadurch soll erreicht werden, dass die Umrisse nicht sichtbar werden. Ist genügend Brustgewebe vorhanden, kann das Implantat über dem Brustmuskel platziert werden. Nach dem Eingriff kann ein kurzer Krankenhausaufenthalt nötig werden. In der Folgezeit muss ein spezieller BH und ein Gürtel über der Brust getragen werden, um sicherzustellen, dass das Implantat an Ort und Stelle bleibt. Wie lange das nötig ist, muss mit den Ärzt_innen vor Ort besprochen werden. Auch gibt es viele weitere ganz individuelle Aspekte des Eingriffs, die unbedingt mit den Ärzt_innen besprochen werden müssen. Je nach dem werden sogar mehrere Beratungsgespräche im Vorfeld nötig, was nicht ungewöhnlich ist. Eine zweite Meinung einzuholen, kann ebenfalls nie schaden.

Ein wichtiger Teil der Planung einer solchen OP ist die Auswahl eines passenden Implantats. Die Mehrzahl der Kliniken in Deutschland arbeitet mit und empfiehlt Implantate mit einer Silikongel-Füllung. Diese modernen Modelle sind mit zähflüssigem Silikon gefüllt, was ein Auslaufen selbst bei einer Beschädigung unwahrscheinlich macht und damit das Risiko senkt. Eine Füllung mit Kochsalzlösung ist auch eine mögliche Option, die andere Vorteile und Nachteile hat. In Kürze: Sie ist noch sicherer, da bei einem Auslaufen nur Kochsalzlösung austritt, die durch den Körper ganz einfach abgebaut werden kann. Allerdings wird sie von vielen als weniger zufriedenstellend, was das Aussehen und Gefühl betrifft angesehen, und ist in Deutschland nicht Standard. Neben der Füllung des Implantats sind auch noch Form und Größe ein Faktor. Bei der Form hat man in der Regel die Wahl zwischen der „klassischen“, gleichmäßig-runden Form und der natürlich wirkenden „Tropfenform“. Die Erstere wird häufig verwendet, wenn ein schönes Dekolletee erreicht werden soll. Sie ist etwas unproblematischer, was die Risiken angeht, sieht aber nicht so natürlich aus wie die Tropfenform. Diese ist geformt wie eine natürliche weibliche Brust – unten mehr Gewebe als oben – und ist damit besonders empfehlenswert, falls wenig eigenes Brustgewebe vorhanden ist oder allgemein, wenn eine natürlichere Form gewünscht ist. Die Größe des Implantats wird (wie alle anderen Faktoren auch) mit den Ärzt_innen besprochen; sie orientiert sich natürlich an den eigenen Wünschen, ihr sind aber Grenzen gesetzt. Grundsätzlich gilt: Je mehr Gewebe vorhanden ist, desto größer kann ein Implantat sein. Dies gilt nicht nur für die Ästhetik; auch rein medizinisch sind zu große Implantate auf zu kleinem Raum einfach nicht möglich.

Es gibt natürlich diverse Risiken zu beachten. Neben Komplikationen während der Operation sind nach der Operation vor allem die Gefahr von Kapselfibrose und Dislokation hervorzuheben. Eine Kapselfibrose tritt auf, wenn die Bindegewebskapsel, mit der der Körper das Implantat umgibt, vernarbt und/oder schrumpft. Das kann zu einer gefühlten Verhärtung, Schmerzen oder Verschiebung des Implantats füllen. Eine Kapselfibrose tritt meist wenige Monate nach der OP auf und kann mit einem weiteren Eingriff behandelt werden. Eine Dislokation bedeutet, dass das Implantat innerhalb der Bindegewebskapsel die Position ändert. Entgegen der Meinung vieler „wächst“ das Implantat nämlich nicht fest, sondern befindet sich in eben dieser Kapsel. Auch eine Dislokation kann durch einen erneuten Eingriff behandelt werden. Sowohl diese beiden als auch alle anderen Komplikationen treten aber ausdrücklich nur sehr selten auf! Für eine ausführlichere Aufklärung über die Risiken sollten unbedingt die Ärzt_innen vor Ort befragt werden.

Ein weiterer Punkt ist zu den Implantaten noch anzumerken: Sie halten nicht zwangsläufig ein Leben lang. Moderne Implantate sind zwar langlebig und haben häufig vom Hersteller aus eine Garantie für eine lange „Laufzeit“, aber sie sind nicht das einzige Problem. Es kann zu Vernarbungen der Gewebekapsel kommen, zu Problemen mit dem Implantat oder Verletzungen, die auch das Implantat betreffen. Wer sich ein Implantat einsetzen lässt, muss damit rechnen, dass es später im Leben nötig werden kann, es in einem weiteren Eingriff wechseln zu lassen. Läuft aber alles gut und man geht sorgsam mit sich um, können bis dahin Jahrzehnte vergehen.

Anmerkung: Dieser Text wurde nicht von Ärzt_innen geschrieben und ersetzt in keinem Fall eine Beratung durch medizinisches Fachpersonal! Er dient nur dazu, eine Übersicht über die den Autor_innen bekannten medizinischen Möglichkeiten zu geben und zu informieren. Wir empfehlen ausdrücklich allen, die ähnliche Eingriffe wie die hier thematisierten anstreben, sich zuvor bei Expert_innen beraten zu lassen. Sollte dieser Text Informationen enthalten, die veraltet oder falsch sind, oder wichtige Aspekte auslassen, bitten wir darum, uns das mitzuteilen.

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