Ehrenamtsmesse Düsseldorf 2023

Die Stadt Düsseldorf hatte zur 4. Ehrenamtsmesse eingeladen. Der Corneliusplatz im Herzen der Stadt stand am Samstag, 3. Juni, ganz im Zeichen des ehrenamtlichen Engagements. Knapp 90 Vereine, Institutionen und Organisationen gaben einen Überblick über die Bandbreite der ehrenamtlichen Arbeit in der Landeshauptstadt. Bunt und herzlich machte die Ehrenamtsmesse Lust auf den freiwilligen Einsatz. Auch der Gendertreff war mit einem Stand vertreten.

Unter dem Motto „Herzensangelegenheit“ fanden sich, bei schönstem sommerlichen Wetter, mehr als 9.000 Besucher_innen ein, die sich über die Einsatzfelder des Ehrenamtes informierten und die vielen Mitmach-Angebote nutzten.
So konnte man an unserem Stand mit einem Glücksrad Fragen rund um Trans*- Themen er-drehen. Man konnte also sein Wissen über das Thema Trans* aufbessern oder noch besser sein Wissen kundtun. Die Mitspieler, die die Frage richtig oder teilweise richtig beantworteten, konnten sich einen kleinen „grünen“ Preis aussuchen. Mit Hinweis auf unsere „Grüne Karte für Diversity“ waren alle Preise in grün gehalten.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller kam bei seinem Rundgang mit zahlreichen Ehrenamtlichen ins Gespräch und ließ sich interessiert von deren Arbeit berichten.

Rundum war es ein gelungener Tag mit vielen interessierten Besuchern und es kam zu vielen intensiven Gesprächen.

Inhaltsverzeichnis
Grüne Karte für Diversity
Lokalbüro
Bilder im Internet

Die Bilder zeigen uns beim Aufbau und noch vor dem Ansturm.

Ein Freund ein guter Freund

Vor ca. 1 ½ Jahren ist ein guter langjähriger Freund von mir und meiner Familie mit 67 Jahren von uns gegangen. Ich habe lange überlegt, ob ich das in einem Gendertreff-Blog schreiben soll. Aber ja, denn er war auch entscheidend an der Gründung des Gendertreff beteiligt und hat maßgebend mein Leben geprägt.

Er war Trauzeuge, Patenonkel, Kegelbruder und ganz wichtig Ansprechpartner und Begleitperson. Zugegeben haben wir uns in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren aber er war nie wirklich weg.

Ich war damals 14 Jahre alt als wir uns kennenlernten und es wurde eine dicke lebenslange Freundschaft. Wir konnten über alles reden! Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht so ganz genau welchen Beruf ich ergreifen würde und hatte auch noch keine wirkliche Idee. Er arbeitete in der Telekommunikationstechnik und bastelte in seiner Freizeit elektronische Schaltungen zusammen. Mein Interesse war schnell geweckt und so kam ich zu meinem Beruf mit Meistergratifikation.

Wie bereits erwähnt konnten wir über alles reden und so kam eines Tages auch das (mein) Thema auf. Er war somit der einzige, der über die ganzen Jahre über mein Trans*- Leben Bescheid wusste. So konnte ich ein paar Kleidungsstücke bei ihm deponieren und mein inneres Ich im stillen Kämmerlein, auf dem Balkon und später auch einmal auf der Straße ausleben. Wer weiß was passiert wäre, wenn ich dieses Ventil nicht gehabt hätte.

Er war es dann auch, der mich mit zum Café Rosamond, einem Szenecafé in Düsseldorf, mitnahm. Dort konnte ich entsprechend nette Menschen kennenlernen und Kontakte knüpfen. Und er war dann auch der Motor für mein Outing in der Familie und das erste Trans*- Treffen im Oktober 2004 in Düsseldorf.

Es machte auch nichts, wenn wir uns mal Monatelang nicht gesehen hatten. Wenn ich verschiedene Lebensphasen durchmachte und in verschiedenen Cliquen unterwegs war. Wir kamen immer wieder zu guten Gesprächen zusammen. Einer war für den anderen da! Ein Geben und Nehmen! Und ich weiß, dass unsere zahlreichen Gespräche ihm auch gutgetan haben. Meist waren die Gespräche mit Gin und Bitter Lemon begleitet….. 

So war es auch nicht ungewöhnlich, dass wir die letzten Jahre kaum noch Kontakt hatten. Aber umso mehr traf es mich, dass er so früh verstorben ist und, wie meist, kein Abschied mehr möglich war.

Nun ist er Anonym auf einem Hildener Friedhof begraben und mir tut es gut hier darüber zu schreiben – Denn er hat es verdient.

Mit einem stillen Gruß an dich Martin und auf unsere langjährige Freundschaft
Xenia

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Es wurde langsam Zeit – DortBunt `23

Nachdem wir, nach 3 Jahren Pandemie, im September 2022 unsere Messe und Fachtagung mit großem Erfolg ausgerichtet hatten, konnten wir jetzt das erste Outdoor Event besuchen.

„Dortbunt“ das Straßenfest für Groß und Klein konnte, nach Informationen des Veranstalters, über 100.000 Besucher begrüßen.

Auch wir vom Gendertreff e.V. konnten ein sehr großes Interesse an unserem Informationsstand feststellen. Den gesamten Tag haben wir sehr interessante und wertvolle Gespräche mit den Besuchern geführt. Darunter sehr interessierte Fachbesucher wie Ärzte, Lehrkörper von allgemeinbildenden und berufsbezogenen Schulen, sowie Angehörige und Trans*- Menschen.
Auf einem Rundgang über das Stadtfest konnten wir „alte Bekannte“ besuchen und neue Kontakte knüpfen, um unsere Informationsarbeit zu vertiefen und auszubauen.

Alle waren sich nach dem anstrengenden Tag einig. Das hatte uns gefehlt und wir sind froh wieder mit der Öffentlichkeitsarbeit viele Menschen zu erreichen um über das Thema Trans* zu informieren.
 


 

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So kann es funktionieren – Aus der Sicht einer Partnerin

Autorin: Ute

Hallo,

ich denke, dass es hilfreich ist, mal die Sichtweise einer Partnerin aufzuzeigen.

Als sich meine Partnerin 2004 bei mir outete, hat mich das verwirrt, verletzt, beschämt, enttäuscht, verängstigt, erschreckt, es hat unglaublich viele Fragen aufgeworfen, mein Vertrauen in meine Partnerschaft weggeblasen und meine Lebensentwurf über den Haufen geworfen. Und jetzt? Ja, was nun? Was wird aus unserer Ehe? Wie komme/n ich/wir damit zurecht? Kommen wir überhaupt damit zurecht? Hat unsere Beziehung noch eine Chance? Was können wir tun, damit wir eine Chance haben? Fragen über Fragen und keine Sicherheit und Verlässlichkeit mehr. Jetzt kommt etwas in Bewegung, dessen Ausgang wir beide nicht mehr sicher in der Hand haben. Das machte mir große Angst und mir war klar, dass ich keine Chance hatte irgend etwas an der Situation zu ändern. „So kann es funktionieren – Aus der Sicht einer Partnerin“ weiterlesen

Gedenktage

So lange wie es noch nicht bei jedem angekommen ist, dass alle Menschen gleich sind, muss es wohl diese Gedenktage geben!

Aber seit den 2010er-Jahren wächst das Bewusstsein sowie die Akzeptanz nichtbinärer Gender- und Geschlechtsidentitäten und ihrer Geschlechtsäußerungen.

Leider nimmt die Diskriminierung und Gewalt gegen LGBTIQ+ nicht ab.

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Ein Colmar Krimi

Zeit: 1. Weihnachtsfeiertag 2022
Ort: Colmar in Frankreich
Hauptrollen: Ute, Xenia und Sohn
Nebenrollen: Gendarmerie und Security
Special Guest: Französischer Bürger
Komparsen: Touristen, Bürger und Gäste
Drehbuch: Ohne
Skript: Ohne

Wir waren über Weihnachten zu Besuch bei unserem Sohn in Karlsruhe. Am 1. Feiertag fuhren wir nach einem üppigen Frühstück nach Colmar in Frankreich.

Die Fahrt zwischen Straßburg und Colmar war bereits ein kleines Abenteuer, denn es ging über katastrophale Straßen durch ein großes Industriegebiet und einer verwilderten Gegend. Weit und breit war niemand in Sicht. Das letzte Stück ging es aber dann auf einer gut ausgebauten Nationalstraße weiter bis in die Ortschaft.

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Hard, Heavy and Queer

Hallo.

Hiermit möchte ich Euch herzlich um Eure Aufmerksamkeit und Hilfe bitten.

Für die Mediathek von ARD / Das Erste haben wir den Dokumentarfilm "Heavy Metal Saved My Life: Queer" gemacht. Es ist Teil 2 einer zweiteiligen Serie.

Wir begleiten Trans-Mann Rick aus Neapel zum "Wacken Open Air", besuchen die Herausgeberin des "Out Front Magazine" Addison Herron-Wheeler in Denver, sind in Bergen (Norwegen) mit dem Dark Metal Sänger Gaahl und seinem Freund Robin unterwegs und treffen Roddy Bottum von Faith No More, der sich 1993 als erster Metal-Musiker geoutet hatte.

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Vom Jungen zum Mädchen

Autorin: Tina

Hallo

Mein Sohn hat mir vor 2 Jahren ( damals 16 ) gesagt er fühle sich als Mädchen. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, denn bis dahin war er ein typischer Junge und nichts deutete darauf hin das er sich als Mädchen fühlte oder lieber eins sein möchte.

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