Der Ergänzungsausweis für Transgender

Wozu überhaupt ein Ergänzungsausweis?

Im Alltag eines Transgender – am Flughafen, bei einer Verkehrskontrolle oder einfach nur beim Urlaub im Ausland, häufig braucht man Papiere, die einen eindeutig ausweisen. In der Phase des Alltagstests, Transition oder anderen Lösungen, stimmen jedoch die Personalpapiere und das äußere Erscheinungsbild häufig nicht überein, was unangenehme Nachfragen zur Folge haben kann und belastend sein kann. Abhilfe schafft hier ein Dokument, der „dgti-Ergänzungsausweis“. Der dgti-Ergänzungsausweis enthält alle personenbezogenen Daten des Personalausweises. Zudem ist ein Passfoto in den Ausweis eingeschweißt, so dass keine Diskrepanz zwischen den Papieren und der Person bestehen bliebt. Seine Dreisprachigkeit in Deutsch, Französisch und Englisch ermöglicht die Verwendung auf Reisen ins Ausland. Eine Voraussetzung für den Erhalt dieses Dokuments ist das Vorhandensein einer Bescheinigung des behandelnden Arztes bzw. Psychologen über „vermutetes transsexuelles Syndrom“ oder „Erprobung der Lebbarkeit der angestrebten Geschlechtsrolle“.
Vor der Einführung des Ausweises wurde er dem Bundesinnenministerium vorgestellt und es wurde festgestellt, dass man sich damit auf dem Boden geltenden Rechtes befindet.

Auch ich hatte mir diesen dgti-Ergänzungsausweis besorgt, der aber nie zum Einsatz kam. Anders dagegen war es bei Marina, die in Ihrem Blogbeitrag darüber berichtete.

Der Ergänzungsausweis ist ganz allgemein eine große Hilfe im Alltag. Ich habe dieses Dokument schon seit über 2 Jahren. Da ich beruflich relativ viel reisen muss (wenn auch nicht mehr so viel wie früher) war mir der Ergänzungsausweis schon des Öfteren eine Hilfe bei der Einreise in nicht-EU Staaten, bzw. solche die nicht am Schengener Abkommen teilnehmen (wie z.B. Großbritannien und Irland).

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es gar nicht erst versucht habe, meine Krankenkassen Karte ändern zu lassen. Denn wenn man den Begleitbrief genau liest, wird man sehen, dass das alles nur eine „kann“-Regelung ist. Also „kann“ die Krankenkasse auch ablehnen! Genauso wie es mein Arbeitgeber ablehnt, irgendetwas an meiner Personalakte zu ändern, solange ich noch keine Personenstandsänderung habe. Und die ist bei mir aus bestimmten persönlichen Gründen noch sehr weit entfernt.

Aber mal zu den positiven Seiten des Ganzen:

Ich bin gestern mal wieder nach Großbritannien gereist. Da bei Lufthansa ja inzwischen sowohl der Check-In als auch die Gepäckaufgabe voll automatisiert ist (zumindest am Flughafen Frankfurt), habe ich das erste Mal bei der Sicherheitskontrolle einen Menschen gesehen. Natürlich ging prompt der Piepser los bei mir. Alles kein Thema… ich wurde eben von einer Sicherheitsbeamtin mit dem Handscanner abgetastet. Alles völlig normal.

Auf dem Weg zum Gate musste ich durch die Passkontrolle, den GB ist nicht-Schengen. Als ich der dort sitzenden Zollbeamtin sowohl meinen Personalausweis als auch meinen Ergänzungsausweis gab, sagte sie: „Ich wollte sie schon fragen, ob sie vielleicht versehentlich den Ausweis ihres Mannes mitgenommen haben“. Ich sagte „Nein, dafür ist ja der Ergänzungsausweis gedacht: Um zu erklären, warum ich nicht mehr so aussehe wie auf meinem Passfoto“. Sie sagte noch: „Also so etwas habe ich noch nicht gesehen, lassen sie mich mal genauer lesen“. Einen Moment später sagte sie „Aha, alles in Ordnung. Wohin fliegen sie denn?“ „Manchester“ „In Ordnung, guten Flug“. Mit diesem letzten Satz gab sie mir meine Dokumente zurück.

Bei der Einreise am Flughafen Manchester dann noch einmal das Gleiche. Der Zollbeamte schaute zuerst etwas verwirrt. Dann sagte ich ihm (auf Englisch natürlich) dass da auf der Rückseite auch ein Text in Englisch ist. Nachdem er diesen gelesen hatte, sagte er nur „OK, Ma’m“ und gab mir die Dokumente zurück.

Wie man sieht, alles kein wirkliches Problem. Der Ergänzungsausweis ist meiner Meinung nach das Beste, was wir Transgender haben können, solange wir noch zwischen den Welten leben müssen.

Liebe Grüße
Marina

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Kaylas GaOP im Frankfurter Krankenhaus

Mit freundlicher Genehmigung erzählt hier Kayla kurz und knapp ihre GaOP-Erfahrung im Frankfurter Krankenhaus:

Meine GaOP liegt fünf Monate zurück, war in Frankfurt, Markus-Krankenhaus, Prof. Sohn.
Die OP dauerte vier Stunden, anschließend fünf Tage absolute Bettruhe. Am sechsten Tag Verbandswechsel und Begutachtung. Sah gut aus. Hat der Prof. auch selbst untersucht. Der einoperierte Bougy kam raus. Wie das mit dem Bougieren funktioniert, hat mir dann eine Ärztin erläutert. Das sollte ich ab dann 4x am Tag für min. 20 Minuten jeweils tun. Anschließend immer Ausspülen mit Kamille-Sitzbädern.

Schmerzen nach der OP hatte ich keine, klar Scherzmitteltropf und Antibiotika-Tropf immer abwechselnd. Tägliche Begutachtung meiner OP. Die Schwestern und Pfleger waren immer nett zu mir und haben sich um mich gekümmert, konnte sie ständig anklingeln, wenn ich was hatte oder haben wollte. Für die Dauer meines 12tägigen Aufenthaltes immer Thrombosestrümpfe getragen. Ab dem sechsten Tag viel unterwegs gewesen und Bewegung gesucht. Ins Gespräch gekommen mit anderen. Zimmernachbarin war auch MzF – Fall, zwei Zimmer weiter lagen drei FzM – Fälle. Erfahrungsaustausch.

War dann drei Wochen nach Entlassung nochmal für sechs Tage im Krankenhaus, wegen Wundheilungsstörungen und Nekrose (Abgestorbenes Fleisch), kam aber ohne erneute OP aus. Antibiotikum und Braunol – Sitzbäder haben angeschlagen und tägliche Untersuchung und Entfernung des nekrosen Gewebes.

War eine große OP und ich denke, es ist alles gut gelaufen. Ich bin damit und mit dem Ergebnis zufrieden. Bei der Nachuntersuchung Ende September sah alles gut aus. Im Dezember dann noch Halbjahresnachuntersuchung.

Ich persönlich denke, es liegt auch immer an einem selbst, wie die Heilung verläuft. Sitzring ist in den ersten Wochen sehr sinnvoll. Und sich schonen und nicht zu schnell zu viel wollen. Mir wurde ganz klar mit auf dem Weg gegeben, in der Zeit nach der OP kein Sport, keine Dehnübungen, kein Fahrrad fahren, nicht Baden, nicht Schwimmen, viel ruhen. Und das war auch richtig so. Es braucht seine Zeit. Drei Monate hat es gedauert, bis ich für mich selbst das Gefühl hatte, ich bin jetzt wieder fit wie vor der OP.

Ich persönlich würde aufgrund meiner Erfahrungen das Frankfurter Krankenhaus empfehlen. Habe mich da gut aufgehoben gefühlt, man hat sich immer um mich gekümmert, alle waren nett und die GaOP war erfolgreich. Dass das Krankenhaus teilweise umgebaut wird, hat mich nicht gestört.

Kayla

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In kleinen Schritten, mein Weg zum Ich: 09 (2) u. 10-2013

14. – 21. September
Geschlechtsangleichende Depriwoche. So könnte der Titel lauten und meine momentane Stimmungslage widerspiegeln.

Ein paar Schritte hinaus unter Menschen habe ich bereits gewagt, denn Laufen geht ganz gut und Termine am Montag und Mittwoch bei der Frauenärztin wahrgenommen. Ihr Befund ist positiv und beruhigend, denn sie ist von dem Resultat und dem Heilungsprozess begeistert und gibt mir noch einige Tipps für zu Hause – Weiterhin schonen und liegen.
Klar, dass es noch schmerzt, Sitzen noch ein Abenteuer darstellt, es immer wieder blutet aber die Gemütslage spielt verrückt. Der Hormonhaushalt hat mich zurzeit fest im Griff!

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Massenouting

Joselle hat ja schon einiges erlebt und hier auch an alle weiter gegeben, aber lest selbst ihre erlebte Geschichte über ihr Massenouting:

Hast Du eine Wette verloren….?

oder ist bei Dir schon Karneval?

Das waren die zwei häufigsten gestellten Fragen am gestrigen Samstagabend.

Was war geschehen?

Lange geplant war der Besuch auf der Hüttengaudi (Oktoberfest) bei uns im Ort. Die Karten schon lange vor unserem Urlaub besorgt und ich habe mir immer wieder Gedanken um diesen Abend gemacht. Denn es sollte der erste „öffentliche Auftritt“ von Josi sein. Der Auftritt alleine ist ja mittlerweile relativ unspektakulär, aber die überwiegende Mehrheit des erweiterten Freundeskreis, Bekannten und Vereinsmitglieder aus dem Kreise der Schützen und Karnevalisten kannten Josi bisher noch nicht. Und da ich aber schon der / dem ein oder anderen begegnet bin, ohne dass ich erkannt wurde, wollten wir beide (meine Frau und ich) das „abstellen“. Es ist doch eine unschöne Begegnung, wenn man nicht grüßen kann.

Es ist quasi ein „Massenouting“ geworden.

Denn jeden einzelnen per Mail darüber zu informieren um was es bei mir geht, fanden wir doof und wollten wir auch nicht. Warum also nicht gleich die Person vorstellen um die es geht?

Mein Vorstellungsflyer wurde auf DIN A 5 beidseitig reduziert und so musste ich auch nicht gegen die Lautstärke ankämpfen, auch weil unsere beider Stimmen sehr lädiert waren und der Abend eh in den Sternen stand. Viele Überlegungen wurden vorher bezüglich des Outfits, des Flyers und den bevorstehenden Reaktionen gemacht. Auch wenn wir beide wussten, dass bisher zu 99 % immer alles gut gelaufen ist, so ist die Anspannung doch recht groß gewesen.

Nach dem ein zweites Dirndl besorgt wurde, weil ich mich in meinem ersten nicht mehr so wohl fühlte (war von der Farbe doch sehr auffällig – Knallgrün mit Lila abgesetzt), wurde die vergangenen 14 Tage der Flyer überarbeitet.

Ab Mittwoch veränderte sich die Lage aber zusehends, weil meine Frau erkrankte. Ihr Teamführer kennt uns beide gut, und hatte ab Freitagmittag ein Erbarmen und schickte sie zur Erholung nach Hause. Am Donnerstag begann auch mein Hals zu kratzen……
Der Freitag begann bei mir mit einem Frisörbesuch. Nach der ersten Ernüchterung am Telefon, dass die von mir bevorzugte Frisörin nicht mehr dort arbeitet, bin ich dennoch in den Salon gefahren, habe mir die Haare ausdünnen lassen, die Augenbrauen zupfen (tat gar nicht weh) und färben lassen.
Als kleinen Einschub, muss erklärt werden, dass ich vor fünf Wochen mit meiner Frau beschlossen habe, die Haare wachsen zu lassen, da die Perücke im Sommer doch teilweise unangenehm war. Nachdem meine über 20-jährige Beziehung zur Frisörin abrupt durch Schließung beendet wurde, musste ich mir einen Tag vor unserem Urlaub eine neue suchen. Das gelang ja auch sehr gut, denn der Salon kennt mich nun nicht nur als Mann.

Doch weiter geht es.

Alles wurde am Freitag parat gelegt und ab Samstagmorgen, stieg der Puls von Stunde zu Stunde an. Ich war nicht allein, und so konnte ich dennoch meinem Auftritt gelassen entgegen sehen. Begleitet hat mich meine über alles liebende Frau, ihre Nichte, und drei sehr gute Freunde. Gegen 16.00 Uhr habe ich erst mich und anschließend meine Frau in aller Ruhe geschminkt. Wir wurden abgeholt und standen nun vor dem Einlass. Knappe 10 Minuten zu früh.

Zuerst wurde stets meine Frau erkannt, und dann erst beim zweiten oder gar dritten Hinsehen auch dann ich. Jede (r) musste den ersten „Schock“ doch erst einmal verarbeiten und so entwickelten sich über den Abend verteilt eine ganze Menge an tollen Gesprächen, die wenn ich sie im Einzelnen wiedergeben würden, den Rahmen sprengen würden. Besonders wurde mein Mut gelobt, mein Aussehen, unser beider selbstsicheres Auftreten und die Bewunderung für meine Frau wie sie mit der doch für die meisten ungewohnten Situation umgeht. Ich habe derart viel Rückendeckung in dieser Garde (Karneval) dass ein Gedanke an ein Aufhören in diesem Verein wohl doch erst einmal beiseitegelegt wurde. Das wäre für uns seine Konsequenz gewesen.
Aber, wie gesagt im Gegenteil.
Viele bekannte Gesichter mussten mehrfach hinsehen und haben es erst am späten Abend bemerkt, wer ich bin. Bei so vielen guten Zusprüchen viel es schwer die Tränen zurückzuhalten. Es ist aber gelungen und somit ein Verlaufen der Mascara verhindert worden.
Eine vollkommen neue Erfahrung war das Tanzen auf der „anderen Seite“. Ich wurde so super geführt und fühlte mich auch auf der leeren Tanzfläche Pudel wohl.
Gegen 01.00 Uhr wurde es Zeit nach Hause zu fahren. Eine Freundin fuhr uns heim, und so hingen die Gedanken beim Einschlafen noch lange an diesem Abend.
Wir beide wussten, dass diese Art des Outings auch nach Hinten hätte losgehen können. Da diese Veranstaltung jetzt auch nicht von zu hohem Alkoholkonsum geprägt war, machte die Sache für uns auch ein wenig leichter, ebenso die guten Freunde um uns herum. Mein Erlebnis soll auch keine Allerweltsanweisung eines Outings sein. Jede(r) muss für sich selbst entscheiden wann, was in welcher Form seinem Gegenüber beigebracht wird.
Fast alle meine Entscheidungen wurden von mir in erster Linie wohlüberlegt und in zweiter Instanz nach dem Gefühl entschieden. Ich habe auch schon Entscheidungen an einem Tag über den Haufen geworfen! Wir beide können nun wieder einen ticken Entspannter durch unsere Ortschaft und unser Leben gehen.

Auch wenn noch keine Entscheidung darüber gefallen ist….. Wir wissen beide nicht wohin mich meine Reise als Frau führen wird.

Heute könnte ich trotz starker Erkältung Bäume ausreißen.

Eure
Josi (Joselle)

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10 Frauen – 3 Länder – 2 Tage

Ostertour 2013

Erlebt und geschrieben von Gitta

Reporter Günni hat also tatsächlich seinen Arbeitsplatz als Politikreporter in Berlin verloren, als er wie berichtet im Februar nicht seinen Terminen nach kam, sondern sich wieder einmal von den Mädels ablenken ließ. Dies sollte ihm nicht noch einmal passieren und so sucht er immer noch nach einer neuen Aufgabe. Zu Ostern 2013 beschloss er allerdings, ein paar Tage Urlaub zu machen und fuhr am Ostersamstag gut gelaunt über die A4 in Richtung Belgien.
Doch kurz vor der belgischen Grenze schienen alle guten Vorsätze zu schwinden, denn er traute seinen Augen nicht, als er vor sich ein ihm nur allzu gut bekanntes Auto mit dem unvergleichlichen „Gendertreff-Schriftzug“

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Füssingerin ist jetzt ein Mann

Quelle: http://www.pnp.de (Passauer Neue Presse)

Ein komisches Gefühl hatte er schon als Vierjähriger im Kindergarten. Jared Völker hieß damals Kathrin, spielte sowohl mit Autos als auch mit Puppen, zog aber lieber Hosen als Kleider an und fühlte sich überhaupt wie ein Junge. Die Rolle als Mädchen gefiel ihm nicht, das merkte er. Aber das „komische Gefühl“, das damit verbunden war, konnte das Kind niemandem beschreiben. 30 Jahre lang lebte Jared als Mädchen, „mit mehr Abs als Aufs“, gibt der 36-Jährige zu. Heute ist er nicht nur ein Mann, sondern ein völlig neuer Mensch – „und endlich glücklich“.

Als Kind verhält sich die kleine Kathrin wie ein Junge, zieht Hosen an, lebt mit ihrer Familie…

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Kein Mann wie jeder andere

Quelle: http://www.pnp.de (Passauer Neue Presse)

Wer Dominik Siegl beim Spazierengehen mit seinen Hunden begegnet, könnte den 37-Jährigen für einen ganz normalen Mann halten: Der Simbacher liebt die Natur, Tiere und seine Freundin. Doch Dominik hieß einmal Doris und ist biologisch eine Frau. Das will der Transsexuelle in den kommenden beiden Jahren ändern und sich auch biologisch in seine gefühlte Identität als …

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Unter Kollegen im falschen Körper

Jobangst, anzügliche Witze, Toilettenverbot: Trans-Menschen sind im Job oft diskriminiert. Der Weg ins Wunschgeschlecht ist auch in Deutschland schwierig.

Von Tilman Steffen 22. Dezember 2010  13:00 Uhr

Quelle: Die Zeit

Wenn zum Kollegium am Arbeitsplatz plötzlich eine Person gehört, die sich für ein Leben im anderen Geschlecht entscheiden will, zeigt sich, wie tolerant Kollegen und Vorgesetzte sind. In einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes schildern Trans-Personen Anfeindungen, Drohungen und Belästigung. Sie ertragen Spott, Tratsch, unnötige Kritik, Ausschluss aus Kollegengruppen und müssen oft unangenehme Aufgaben übernehmen. Und wer sich im Unternehmen als Trans-Person outet, wird vom Chef auch schon mal vom Kontakt mit den Kunden abgezogen oder muss gleich um den Job fürchten.

Wegen seines Geschlechts oder seiner sexuellen Identität darf niemand Nachteile erleiden. So schreibt es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz vor. Viele Trans-Personen schafften es bis zum Eintrag ihres gelebten Geschlechtes ins Personenregister. Zuvor müssen sie sich nach derzeitigem Recht sterilisieren und medizinisch-operativ angleichen lassen. Wer das nicht will, dem bleibt nur, im privaten Rahmen zu leben, was er sein möchte. Im Job und der weiteren Öffentlichkeit herrscht dann der Zwang, sich dem Eintrag des Personenstandsregisters anzupassen.

Die Hälfte der Trans-Personen hält am Arbeitsplatz ihr gewähltes Geschlecht aus Angst vor Nachteilen und Jobverlust geheim, ……… Mehr lesen ……….

* Die Personenstandsänderung kann mittlerweile auch ohne geschlechtsangleichende Operation beantragt werden!

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TRANS* AM ARBEITSPLATZ

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Mann oder Frau? Diese Kategorien sind überflüssig!

Transsexuelle werden häufig diskriminiert. Doch ist die Frage ‚männlich‘ oder ‚weiblich‘ wirklich so entscheidend? Etwas Abstand von diesem starren Raster würde uns allen das Leben erleichtern.

von Peter Singer und Agata Sagan

Quelle: Die Welt

Als Jenna Talackova im letzten Monat das Finale des Wettbewerbs „Miss Universe Canada“ erreicht hatte, wurde sie disqualifiziert, weil sie nicht „natürlich als Frau geboren“ war. Die große, schöne Blondine erzählte den Medien, sie habe sich seit dem Alter von vier Jahren als Frau gefühlt, mit vierzehn eine Hormonbehandlung begonnen und sich mit neunzehn einer Geschlechtsumwandlung unterzogen. Angesichts ihrer Disqualifizierung stellt sich die Frage, was es wirklich bedeutet, eine „Miss“ zu sein……Mehr lesen.

Copyright: Project Syndicate, 2012.
Aus dem Englischen von Harald Eckhoff

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