Mann oder Frau? Diese Kategorien sind überflüssig!

Transsexuelle werden häufig diskriminiert. Doch ist die Frage ‚männlich‘ oder ‚weiblich‘ wirklich so entscheidend? Etwas Abstand von diesem starren Raster würde uns allen das Leben erleichtern.

von Peter Singer und Agata Sagan

Quelle: Die Welt

Als Jenna Talackova im letzten Monat das Finale des Wettbewerbs „Miss Universe Canada“ erreicht hatte, wurde sie disqualifiziert, weil sie nicht „natürlich als Frau geboren“ war. Die große, schöne Blondine erzählte den Medien, sie habe sich seit dem Alter von vier Jahren als Frau gefühlt, mit vierzehn eine Hormonbehandlung begonnen und sich mit neunzehn einer Geschlechtsumwandlung unterzogen. Angesichts ihrer Disqualifizierung stellt sich die Frage, was es wirklich bedeutet, eine „Miss“ zu sein……Mehr lesen.

Copyright: Project Syndicate, 2012.
Aus dem Englischen von Harald Eckhoff

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Geschlechtsangleichende Operation

Die Abkürzung „GaOP“ steht für „Geschlechtsangleichende Operation“. Dieser Terminus bezeichnet eine Operation, bei der die Genitalien an das Identitätsgeschlecht angepasst werden. Man unterscheidet zwischen Mann-zu-Frau (MzF) und Frau-zu-Mann (FzM). Bei MzF wird aus dem Penis und dem Hodensack eine Scheide, Schamlippen, Klitoris und Schamhügel gebildet. Bei FzM, der etwas komplizierteren Operation, wird ein Penis (Phalloplastik) und ein Hodensack (aus den großen Schamlippen) gebildet. Dazu kommt das Entfernen der Brüste, wobei bei MzF sich die Brüste durch Hormone bilden bzw. durch Silikoneinlagen ein Brustaufbau gebildet wird.

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Neues Geschlecht, neuer Job

Monika Strub wurde biologisch als Mann geboren. Mit ihrer Geschlechtsangleichung wechselte sie auch ihren Beruf. Doch als Frau suchte sie lange nach einer neuen Arbeit.

Quelle: Zeit.de

Ein bisschen Horst steckt in Monika Strub immer noch. Das merkt man schnell, wenn man sich mit der 36-Jährigen unterhält. Dann erzählt die junge Frau aus dem Badischen mit tiefer Stimme und aus freien Stücken, warum sie es seit Jahren so schwer hat im Berufsleben: weil sie heute ein anderes Geschlecht hat. Monika Strub wurde als Mann geboren. Äußerlich ist ihr das nicht mehr anzusehen. Strub hat verschiedene Eingriffe einer Geschlechtsangleichung hinter sich. Nur ihre tiefe Stimme klingt noch männlich. Sie hat sich die Stimmbänder bislang nicht operieren lassen. „Ich dachte, ich versuche es erst einmal mit Singen zu Hause“, sagt sie. Eine höhere Stimmlage lasse sich nämlich auch erlernen, aber das dauere seine Zeit.

Trotzdem hat …….. Mehr lesen………..

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Das Thema Transidentität ist im beruflichen Umfeld tatsächlich häufig problematisch. Nach unserer Beobachtung liegt das meist an Informationsdefiziten in Bezug auf das Thema Trans*. Das wurde in dem Beitrag auch gut herausgearbeitet.

Zum Glück gibt es auch etliche positive Beispiele für die Integration transidenter Menschen im Arbeitsleben. Dennoch bleibt viel Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Vor diesem Hintergrund hat der Gendertreff die Initiative „Transidentität am Arbeitsplatz: zufrieden – ausgeglichen – angekommen“ ins Leben gerufen, mit der wir für die Problematik sensibilisieren möchten.

TRANS* AM ARBEITSPLATZ

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In kleinen Schritten, mein Weg zum Ich: 08 u. 09 (1)-2013

August, 30.8.2013 und meine Gefühle fahren Achterbahn. Ist schon ein komisches Gefühl, etwas los zu werden was man eigentlich sein ganzes Leben nicht wirklich akzeptiert hat und doch ist man ja damit durchs Leben gegangen. Wie wird es nach der OP sein? Komme ich damit zurecht? Es stehen Fragen im Raum, die erst nach der OP Antworten finden werden, aber dann gibt es kein Zurück mehr. Die Entscheidung ist bereits gefallen, aber da sind doch immer wieder diese leisen Zweifel. Gut, dass ich heute noch im Büro abgelenkt bin. Ich freue mich auf danach und wenn es vorbei ist.

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Moni`s Transition

Moni erzählt von Ihren Erfahrungen der Transition im südlichsten Bundesland.

War heute beim Psychologen, der das Zweitgutachten erstellt, der mir auch das mit den mindestens 3 Jahren Bedürfnis erzählt hat. Hab ihm gesagt, das dauert mindestens schon 6 Jahre und habe etwas aus dieser Zeit erzählt. Thema Ende, das war ihm genug. Er gab mir noch ein Merkblatt mit, was alles zum Antrag gehört:

Kopie der Geburtsurkunde
Aufenthaltsbescheinigung der Wohnortsgemeinde
Kopie von gültigem Personalausweis oder Pass
2 Gutachten von unabhängigen Gutachtern.

Die Gutachter kann man sich in Bayern selber aussuchen (Info bei Selbsthilfegruppen, welche Gutachter es gibt), in anderen Bundesländern beim Amtsgericht/Familiengericht erfragen oder bestellen lassen. Lebenslauf ist NICHT erforderlich. Im Antrag gewünschte/n Vornamen angeben.

Meine Outings fanden erst seit Januar 2013 statt, Ausgang nur noch en Femme seit Anfang August 2013. Er meinte, das geht in Ordnung, wohl weil ich vorher aus beruflichen Gründen nichts unternehmen konnte und sich deshalb ein Stau gebildet hatte, der sich nach Beendigung des Berufslebens dammbruchartig entlud.
Fazit: Der Antrag kann jederzeit gestellt werden.
Das Verfahren wird durch eine persönliche Anhörung im Gerichtsgebäude abgeschlossen.

Hier mein Antrag, den ich neulich abschickte:

Betreff: Antrag auf Personenstandsänderung gem. §8 TSG

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit beantrage ich, der Änderung meines Namens und des Personenstandes zuzustimmen.
Ich bin Mann zu Frau Transsexuell und Deutscher im Sinne des Grundgesetzes.
Mein fester Wohnort befindet sich an der oben genannten Adresse.
Die in dem Geburtseintrag angegebene Geschlechterrolle konnte ich seit ca. sechs Jahren nur unter zunehmenden Schwierigkeiten ausfüllen.

Ich beantrage, in Zukunft die Vornamen Monika Margarethe, Rufname: Monika zu führen.

Als Gutachter benenne ich:

1. Dr. Med. Heinz Basin
Gartenstr. 30
85757 Karlsfeld
Tel. 08131-91122

2. Dr.Med. Werner Ettmeier
Kobellstr. 13
80336 München
Tel. 089-12163013

Beide besitzen langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der TS und waren schon früher für das AG München als Gutachter tätig. Deshalb bitte ich Sie diese als Gutachter in meiner Sache zuzulassen.
Bei Dr. Basin bin ich seit 30.07.2013 in begleitender Betreuung. Mit Dr. Ettmeier hatte ich am 04.09.2013 ein vorbereitendes Gespräch wegen des zweiten Gutachtens. Die Gutachten werden Sie- je nach gängiger Praxis- von den Gutachtern oder mir zugeschickt bekommen. Auf Prozesskostenhilfe verzichte ich. Ebenso verzichte ich im Fall eines positiven Beschlusses auf Rechtsmittel gegen diesen.

Mit freundlichen Grüßen
Monika Margarethe

Anlagen:
Kopie Personalausweis
Geburtsurkunde
Aufenthaltsbescheinigung

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Gendertreff beim Bürgerfest zum Stadtjubiläum 725 Jahre Düsseldorf

Düsseldorf feierte sein Stadtjubiläum und der Gendertreff feierte mit: Beim Bürgerfest zur 725-Jahr-Feier von Düsseldorf beteiligte sich der Gendertreff an den Aktionen am Stand des Selbsthilfeservicebüros des Gesundheitsamtes Düsseldorf.

Das Selbsthilfeservicebüro des Gesundheitsamtes ist in Düsseldorf die Anlaufstelle für alle Selbsthilfeorganisationen der nordrheinwestfälischen Landeshaupstadt. An erinem großen Gemeinschaftsstand informierten die Düsseldorfer Selbsthilfegruppen über ihre Arbeit. Da durfte natürlich der Gendertreff als Plattform für Transgender, Angehörige und Interessierte nicht fehlen. Denn mit unserem Forum und unseren Treffen leisten wir Selbsthilfearbeit für transidente Menschen und deren Angehörige.

Das Bürgerfest fand rund um das Rathaus, auf dem Burgplatz und auf der Rheinuferpromenade statt. Unser Stand war demnach nicht weit vom Gelände des CSD Düsseldorf – da fühlten wir uns schon fast heimisch. 😉

Allerdings mussten wir diesmal keinen eigenen Stand aufbauen, denn dieser wurde ja vom Selbsthilfeservicebüro bzw. der Stadt Düsseldorf gestellt. Dafür gab es viele Aktionen, die von der üblichen Öffentlichkeitsarbeit auf einem CSD abweichen. Hier z.B. betätigt sich Ava als Glücksradfee. Die Passanten mussten am Glücksrad drehen und bekamen zur erspielten Farbe passende Fragen rund um die Selbsthilfe gestellt. Für die richtige Antwort gab es ein kleines Geschenk.

Gendertreff beim Bürgerfest zum Stadtjubiläum 725 Jahre Düsseldorf

Doch Ava hatte immer noch eine „Gratis-Frage“ außer Konkurrenz parat: „Was ist ein Transgender?“ – Und wer das nicht wusste, bekam einen Flyer in die Hand gedrückt. Denn auf unserem Flyer steht das ja schließlich drauf. 😉

Am ersten Tag des Bürgerfests war es noch sommerlich. Doch wie das nächste Foto zeigt, wurden wir am Sonntag dann an den nahenden Herbst erinnert. Aber man kann auch sehen, dass der Stand des Selbsthilfeservicebüros ziemlich groß war.

Gendertreff beim Bürgerfest zum Stadtjubiläum 725 Jahre Düsseldorf

Natürlich konnten interessierte Passanten unsere Flyer mitnehmen. Und auch die Flyer unserer Aktion Transidentität am Arbeitsplatz: zufrieden – ausgeglichen – angekommen wurden am Stand ausgelegt.

Gendertreff beim Bürgerfest zum Stadtjubiläum 725 Jahre Düsseldorf
Doch auch am Sonntag kam irgendwann die Sonne durch und die Rheinuferpromenade füllte sich mit Menschen.

Gendertreff beim Bürgerfest zum Stadtjubiläum 725 Jahre Düsseldorf

Natürlich wurden wieder viele Flyer verteilt und viele Gespräche geführt. Aber das ist ja auch das Ziel derartiger Aktionen. Schließlich wollen wir die Menschen über Transidentität informieren. Das Bürgerfest in Düsseldorf zum 725-jährigen Stadtjubiläum bot eine interessante Möglichkeit, abseits eines CSD ein großes Publikum zu erreichen. Gleichzeitig konnten wir der interessierten Öffentlichkeit zeigen, dass Transidentität zum Spektrum der Selbsthilfearbeit in Düsseldorf gehört.

Gendertreff beim Bürgerfest zum Stadtjubiläum 725 Jahre Düsseldorf

Auf dem folgenden Bild sehen wir Katja beim Befüllen unzähliger Ballons. Der direkte Kontakt mit den vielen Menschen, die einen Ballon mitnahmen, war natürlich auch eine Möglichkeit, viele Flyer zu verteilen.

Gendertreff beim Bürgerfest zum Stadtjubiläum 725 Jahre Düsseldorf

Kurz nach 18:00 Uhr verließen wir erschöpft, aber zufrieden den Stand. Und natürlich haben wir noch bei einem guten Abendessen die zwei erfolgreichen Tage auf dem Bürgerfest zum Düsseldorfer Stadtjubiläum Revue passieren lassen.

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Kleine Lösung – Große Lösung

… bei der geschlechtsangleichenden Operation von Mann zu Frau.

Jede transidente Person ist so zu akzeptieren und zu tolerieren, wie sie ist, egal ob mit GaOP oder ohne. Es darf keine Ausgrenzung geben, da jede Person für sich selbst entscheiden muss, wie sie leben möchte und welche Lösung für sie die Beste ist.

Auch bei der GaOP gibt es zwei verschiedene Lösungen, nämlich die kleine und die große Lösung. Das darf nicht dazu führen, dass die Person als unvollständige Frau betrachtet wird. Eine Transfrau, die zum Beispiel in einer festen Beziehung mit einer Frau lebt und dies auch nicht ändern möchte, kann für sich entscheiden, die kleine Lösung (Vagenoid) zu wählen. Diese so genannte kleine Lösung birgt wesentlich weniger Gefahren und Probleme, aber dazu später.

Was bedeutet nun eigentlich die kleine oder große Lösung?

Bei der großen Lösung werden nicht nur die äußeren Geschlechtsmerkmale aus dem Penis und dem Hodensack gebildet, sondern auch eine ca. 20 cm tiefe Neo-Vagina. Das bedeutet bei dem wesentlich engeren männlichen Becken, dass man millimetergenau zwischen Enddarm und Harnröhre einen „Kanal“ in den Beckenboden bilden muss. Dabei kann es zu Verletzungen des Darms und der Harnröhre kommen. Die Verletzungen der Harnröhre heilen meist problemlos ab, aber beim Darm kann es zu gravierenden Verletzungen kommen (ggf. künstlicher Darmausgang). Die Operation dauert 6-8 Std.

Bei der kleinen Lösung werden wie bei der großen Lösung die äußeren Geschlechtsmerkmale aus dem Penis und dem Hodensack gebildet, nur wird keine tiefe Scheide in den Beckenboden gebildet. Lediglich 1-2 cm (Vagenoid) muss in die Tiefe angelegt werden. Die OP ist unblutiger und dauert zur Zeit ca. 3-4 Std.

Nach der OP kommt es wegen der kleineren Fläche die anwachsen muss seltener zu Problemen. Auch kann auf einen Platzhalter verzichtet werden. Natürlich nimmt man diese „Strapazen“ in Kauf, wenn man z.B. eine Beziehung zu einem Mann sucht und auch mit einem Mann Geschlechtsverkehr haben möchte. Auch sind die Schmerzen nach der großen OP heftiger und der Heilungsprozess ist langwieriger (längerer Arbeitsausfall etc.).

Die Nachsorge nach der OP ist bei der Neo-Vagina aufwendiger. Sie muss täglich gespült werden und ständig durch einen Platzhalter (Dildo) gedehnt werden (bougieren). Was aber, wenn man bereits älter ist und /oder genau weiß, dass man gar keinen Geschlechtsverkehr mit einem Mann haben will? In diesem Fall sollte man sich überlegen, ob es tatsächlich die große Lösung sein muss.

Für Personen, die weiterhin mit einer Frau in einer festen Lebensgemeinschaft bleiben und/oder überhaupt eine lesbische Partnerschaft anstreben, ist die kleine Lösung ein guter Kompromiss. Es ist schon eine Überlegung wert, ob man das höhere OP-Risiko, den langwierigeren Heilungsprozess und den größeren Nachsorgeaufwand zwingend in Kauf nehmen muss.

Leider ist die Beratung der Ärzte in Hinblick auf das Vagenoid noch sehr mangelhaft und es wird immer von einer Komplettoperation gesprochen. Es ist wichtig, auch einmal an diese Möglichkeit zu denken, um wählen zu können, was für einen jeden der individuell richtige Weg ist.

Es darf allerdings nicht verschwiegen werden, dass die Kosten für einen Scheidenaufbau später nach einer kleinen Lösung nur noch sehr schwer von der Krankenkasse genehmigt werden. Auch ist ein späterer Scheidenaufbau medizinisch laut Aussage von Ärzten nur noch schwer umsetzbar. Es ist wichtig, sich zu entscheiden und mit den Ärzten zu sprechen. Allerdings werden auch die Operationsmethoden immer besser.

Egal, wie die Entscheidung ausfällt, sie ist zu akzeptieren!

***

Bei dieser Tabelle handelt es sich um Zirka-Werte und ist abhängig von dem Krankenhaus, der Wundheilung und jedem Einzelnen:

. Kleine Lösung Große Lösung
Operationsdauer 3-4 Stunden 6-8 Stunden
Krankenhausaufenthalt ca. 2 Wochen ca. 2-3 Wochen
Arbeitsunfähig (Insgesamt) ca. 6 Wochen ca. 6-8 Wochen

 

>> Rubrik: Trans* und Medizin

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Fotos vom Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Wie berichtet war der Gendertreff auch in 2013 wieder mit einem eigenen Stand beim CSD Dortmund vertreten. Hier ist das Beweisfoto – also das übliche Gruppenbild des Teams am Stand.

Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Der CSD Dortmund war in diesem Jahr kleiner als im letzten Jahr. So gab es nur einige Stände am Ostenhellweg direkt an der Reinoldikirche. Hinter der Reinoldikirche befand sich die CSD-Bühne. Der Vorteil: Der übliche Bühnentrubel störte nicht bei den Gesprächen am Stand. Der Nachteil: Der CSD war „zweigeteilt“, da in diesem Jahr der Verbindungsgang zwischen beiden CSD-Bereichen fehlte.

Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Da wir aber mit unserem Gendertreff-Stand somit direkt in der Dortmunder Fußgängerzone standen, hatten wir eine ideale Grundlage für viele intensive Gespräche.

Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Auch die Flyer unserer Aktion Transidentität am Arbeitsplatz: zufrieden, ausgeglichen, angekommen hatten beim CSD Dortmund Premiere. Wir nutzten die Gelegenheit, um die Aktion den anwesenden Parteien an ihren Ständen vorzustellen. Die Flyer und die Aktion stießen dabei auf sehr großes Interesse und es ergaben sich viele Ansatzpunkte zur Einbindung der Aktion in die politische Arbeit.

Xenia und Ava nutzten die Gelegenheit, die Aktion zum Thema Transidentität und Berufsleben direkt auch den Personalverantwortlichen der an das CSD-Gelände angrenzenden Mode-Filialisten C&A und Peek & Cloppenburg vorzustellen.

Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Auch einigen anwesenden Journalisten konnten wir die Aktion Aktion Transidentität am Arbeitsplatz: zufrieden, ausgeglichen, angekommen vorstellen. Auch hier war das Interesse groß – wie überhaupt die Aktion auf sehr positive Resonanz stößt.

Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Natürlich gab es auch wieder viele Gespräche mit den Passanten in der Dortmunder Innenstadt.

Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Es wurden viele Flyer verteilt, denn wie immer hatten wir neben dem Flyer zum Thema Transindetität im Beruf auch unsere regulären Flyer dabei. So konnten wir wieder einmal viele Menschen darüber aufklären, was ein Transgender ist oder andere Transgender, deren Angehörige oder Bekannte auf das Angebot des Gendertreff aufmerksam machen. Dabei zeigte sich in vielen Gesprächen, dass auch hier das Thema Transidentität und Beruf wichtig ist. Aus dem Gesprächsverlauf ergab sich, dass viele auch den Flyer zur Aktion Aktion Transidentität am Arbeitsplatz: zufrieden, ausgeglichen, angekommen mitnahmen.

Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Schön war auch, dass neben dem Gendertreff auch weitere Trans-Organisationen auf dem CSD Dortmund vertreten waren. Wie man sieht, schloss sich an den Gendertreff-Stand direkt der Stand von TransBekannt an.

Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

An den Stand von TransBekannt schloss sich dann der Stand des Lili Marlene an und nur einige Stände weiter befand sich der Stand der Organisation Trans Eltern. Der CSD Dortmund war demnach ganz klar vom Thema Trans* dominiert – zumindest, was die Infostände an der Dortmunder Fußgängerzone angeht. 🙂

Es ergaben sich natürlich auch Gespräche zwischen den einzelnen Trans-Organisationen. Dabei entstanden viele gute Ideen für die weitere Zusammenarbeit.

Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Auch das Wetter hielt entgegen aller Prognosen bis zum Ende des CSD durch. Statt des für den Nachmittag angekündigten Regens konnten wir den CSD Dortmund 2013 bei trockenem Wetter und sommerlichen Temperaturen beenden. Auch das anschließende gemeinsame Abendessen konnten wir noch in der Außengastronomie eines Brauhauses ganz in der Nähe des CSD-Geländes genießen. Erst auf dem Weg zum Parkhaus setzte dann der angekündigte Regen ein. Petrus scheint wahrlich transident zu sein – half er doch zum wiederholtem Male, dass bei einem CSD die Sonne schien.

>> Zur Pressemeldung: Gendertreff beim CSD Dormund 2013

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Gendertreff beim CSD Dortmund 2013

Dortmund, 24.08.2013 „Queer im Revier“ – Am 24. August 2013 findet rund um die Reinoldikirche der 17. CSD in Dortmund statt. Auch der Gendertreff wird sich neben anderen Trans-Organisationen mit einem Stand beteiligen und so dafür sorgen, dass das Thema Transidentität in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

„Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Aspekt unserer Selbsthilfearbeit“ berichtet Xenia, Gründerin des Gendertreff. „Auch wenn wir zum Teil sehr gute Erfahrungen haben, gibt es häufig noch Probleme im beruflichen Umfeld. Vor diesem Hintergrund hat der Gendertreff kürzlich eine Aktion zum Thema Transidentität am Arbeitsplatz ins Leben gerufen. Wir hoffen, möglichst viele Menschen zu erreichen, damit sich die Situation transidenter Menschen weiter verbessert.“

„Durch unsere Aktionen wie der Teilnahme am Dortmunder CSD möchten wir das Thema Transidentität den Menschen näher bringen“, sagt Ava, Mitglied des Gendertreff Teams. „Viele Menschen haben aus Unwissenheit völlig falsche Vorstellungen. Hier möchten wir in den Dialog treten und aufklären.“

Der Begriff „Transgender“ bezeichnet Menschen, deren körperliches Geschlecht nicht bzw. nicht vollständig mit ihrem gefühlten Geschlecht übereinstimmt. Die Transgender-Eigenschaft ist unabhängig von der sexuellen Orientierung. Demzufolge leben Transgender alle Formen sexueller Orientierung im gleichen Verhältnis wie die Gesamtbevölkerung aus.

Die Transgender-Eigenschaft ist nicht einfach nur „ein Hobby“. Viele Transgender möchten sich dem Wunschgeschlecht so weit wie möglich annähern. Der Gesetzgeber hat erkannt, dass dies vielfach Probleme mit sich bringt. Die „Transition“ genannte Angleichung an das Wunschgeschlecht ist deshalb im Transsexuellen Gesetz (TSG) geregelt.

Ziel des Gendertreff ist die Hilfestellung für Transgender, Angehörige und Interessierte sowie die Information der breiten Öffentlichkeit. Dazu betreibt der ehrenamtlich geführte Gendertreff unter www.gendertreff.de eine große Internet-Plattform mit einem Forum, einem eigenen Magazin und vielen weitergehenden Informationen. Darüber hinaus wird mit den regelmäßigen Selbsthilfegruppen in einigen Regionen der Republik, ein Angebot zum persönlichen Austausch bereitgestellt.

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