Blog

Mein Körper verändert sich ….

Autorin: Tanja148

 

Hi,

leider bin ich noch wach. Seit vielen Jahren habe ich mal wieder geschrieben. Und nachdem ich dann immer noch nicht schlafen kann, übertrage ich den Text jetzt einfach mal hierhin:

 

Kurz vor dem Schlafen spüre ich, wie ich erwache.
Mein Körper verändert sich, ich spüre es, zu hause, voller Liebe zu dem, was da entsteht.

Fast war alle Hoffnung gestorben, abgetötet, weg gedrängt.
Von dem sensiblen Jungen, der ich nie war, versucht habe zu sein.

Ich fühle mich als kleines Mädchen, betrachte mit großen Augen die Welt, in der ich schon bald als erwachsene Frau funktionieren soll.
Sie scheint hart und unendlich rau. Da sind so viele, die es nicht verstehen.

Ich wünsche bei der Hand genommen zu werden, von einer Liebe, die alle an Bedingungen knüpfen. So viele Lasten von vorher, für das kleine große Wesen.
Eine Krankheit , die ich wählte, diese Hülle zu zerstören, um wieder zu hause zu sein.

Doch jetzt ist die Heimat in mir neu gefunden.
Ein ausgesuchtes Gift und Anker, dass ich nicht mehr nehmen will.

Mein Körper, meine Lunge, selbst das Hirn schreit danach.
Jeden Tag stark sein, durchhalten, abwarten, bis alles ist, was grade wird.

Der Griff nach einer Hand zum Halten, er geht ins Leere, erschrocken weichen Fremde zurück.
Freunde und Liebe lachen mir zu, denken das wird schon, ahnen nur die Tiefe.

Einsamkeit wie eh, fast dran gewöhnt, haut sie mich um, denn endlich zu hause, trifft sie ins Ziel.
Hoffnung und Warten, Lieben und Weinen. Ich komme aus einer Lüge, langsam ans Licht.

Eben noch todgeweiht, jetzt erst geboren, schaue ich vorwärts, zu ergreifen das Glück.

 

Liebe nächtliche Grüße

Eure Tanja148

>> Zum Inhaltsverzeichnis

Eifelelfe and friends on Eifeltour

Ostersonntag früh am Morgen über verwaiste Autobahnen in die Eifel. Alle mit einem Ziel, das LVR-Freilicht Museum Kommern. Zusätzlich zu dem Streifzug durch die Geschichte, wurden alte Karussells, Artisten, Schaubuden, Flohzirkus, Magie und Illusionen geboten.

Gegen 10:00 Uhr, pünktlich zur Öffnungszeit, trafen sich Ava, Marina, Gitta, Rita, Kirsten, Ute und Xenia auf dem Parkplatz. Und was soll ich sagen, der Himmel riss auf und die Sonne zeigte sich bei relativ niedrigen Temperaturen von ihrer guten Seite und erwärmte ein wenig den Park.

Weiterlesen

Malta beschließt bahnbrechendes Gesetz für Trans*- und Inter*-Personen

Quelle: Deutsche AIDS Hilfe

 

Ohne Gegenstimmen hat das maltesische Parlament am Mittwoch ein neues Gesetz über Trans*- und Inter*-Personen angenommen.

Das „Gesetz über Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck und Geschlechtsmerkmale“ (Gender Identity, Gender Expression and Sex Characteristics Bill) erlaubt den Einwohner_innen Maltas die rechtliche Anerkennung ihrer Geschlechtsidentität ohne vorherige medizinische Diagnose, Behandlung oder Operationen sowie ohne Zwangsscheidungen.

Anders als Dänemark, das letztes Jahr als erstes europäisches Land die ... Weiter lesen ...

 

INHALTSVERZEICHNIS

Transgender-Menschen in der IT-Branche

Quelle: www.heise.de

 

Von Beat zu Bea

Bug oder Feature? Transgender und Gender in der Tech-Welt: Bea Knecht, Gründerin des Schweizer Fernseh-Streamingdienstes Zattoo verrät Überraschendes über Geschlechterrollen, Techies und das Internet.

Weiter lesen …

 

<< Inhaltsverzeichnis

Nicoles Personenstandsänderung incl. Zeugnisänderung

Autorin: Nicole

Hallöchen

So was mache ich während der Wartezeit auf den Beschluss..... ?

Ich habe mal angefangen, eine Liste zu machen, wo ich überall den Namen ändern muss. Da kommt so einiges zusammen. Und ich habe mal angefangen, die entsprechenden Kontakte herauszufinden. Und einige habe ich auch schon mal kontaktiert. Mein Abi-Zeugnis bekomme ich problemlos bei meinem alten Gymnasium gegen Vorzeigen des rechtskräftigen Beschlusses. Und dann habe ich gestern bei der Fachschule für Technik angerufen, in der ich damals den Chemotechniker gemacht hatte. Die hatten plötzlich ein kleines Problem und mir folgende Email geschickt:

Weiterlesen

Geschlechtsumwandlung in Thailand

Quelle: Abendzeitung München

 

Geschlechtsangleichung in Thailand: Das Geschäft boomt

dpa, 03.03.2015 07:01 Uhr

 

Greechart Pornsinsirirak, plastischer Chirurg am Yanhee Hospital in Bangkok. Er hat nach eigenen Angaben tausenden Männer bei Geschlechtsangleichungen zu Frauen gemacht.

Die Ärzte sind qualifiziert, die Kosten geringer als im Westen. Thailand ist ein weltweit beliebtes Ziel für OPs zur Geschlechtsangleichung.

Bangkok -Weiter lesen

 

<< Abendzeitung München

INHALTSVERZEICHNIS

Was in der Uni Essen zur GaOP geschah

Autorin: Stefanie

 

Hallo zusammen,

hier dann mal ein kurzes Update was sich die letzten Tage getan hat.

Am 17.03. 2015 war der Tag dann endlich gekommen, die GaOP in der UK Essen. Ich war gleich morgens früh dran, so dass mir kaum Zeit blieb an diesem Tag groß nervös zu werden. Ich wurde um 5:30 geweckt, habe mich frisch gemacht und die letzten Vorbereitungen getroffen. Kurz nach 7:00 ging es dann auch schon in den OP Bereich. Die Beruhigungstablette tat ihre Wirkung und ich konnte alles was noch kam mit einer großen Gelassenheit hinnehmen. Rückenmarkskatheter wurde gesetzt wie auch ein Zugang an der linken Hand. Dann durfte ich mich wieder hinlegen und es wurde eine Atemmaske gereicht mit den Worten „Das ist Sauerstoff atmen sie bitte tief ein.“ Beim dritten Einatmen musste ich kurz husten und beugte mich etwas nach vorne, dadurch bekam ich aus dem Augenwinkel noch mit, wie etwas an den Zugang an der Hand angeschlossen wurde. Dann war ich weg.

Weiterlesen

Bericht vom ersten Gendertreff Iserlohn

Heute, am 29.03.2015, fand zum ersten Mal der Gendertreff Iserlohn statt. Mit diesem Angebot möchten wir auch in der Region Märkischer Kreis ein regelmäßiges Selbsthilfetreffen für Transgender und Angehörige etablieren. Und so trafen wir uns im kleinen Kreis ab 14:30 Uhr im Forsthaus Löhen in Iserlohn.

Wie nicht anders zu erwarten, konnte man den „kleinen Kreis“ tatsächlich wörtlich nehmen. Denn ein neues Selbsthilfetreffen muss sich ja zunächst einmal rumsprechen und etablieren. Doch bei der schönen Location mitten im Wald und dem guten Essen ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch zum Gendertreff Iserlohn so viele Besucher finden, wie wir es von unseren anderen, schon lange etablierten Selbsthilfetreffen kennen.

Gendertreff Iserlohn 2015-03 001a

Auch beim ersten Gendertreff Iserlohn wurden aber bereits jede Menge guter Gespräche in gemütlicher Atmosphäre geführt. Denn so soll es ja auch sein: In gemütlicher Runde können Transgender und Angehörige über alles sprechen, was sie gerade bewegt und sich mit anderen Transidenten und Angehörigen austauschen. Wir freuen uns also auf zahlreichen Besuch. 🙂

>> Inhaltsverzeichnis

Nathalies zweite Sitzung der GaOP

Autorin: Nathalie

Nathalie berichtet über Ihre Erfahrungen bei der zweiten Sitzung zur geschlechtsangleichenden Operation in der Uniklinik Essen.

Irgendwie habe ich mich auf die zweite Sitzung gefreut. Es war ja nicht mehr ganz so lang hin und der geplante Eingriff ist bei Weitem nicht so groß wie beim ersten Mal. Die Vorbereitung darauf ist auch entsprechend weniger umfangreich. Zum Beispiel entfällt die Diät, wie vor dem ersten Eingriff, da keine großen interne Maßnahmen geplant sind. Begleitet werde ich nach dem Krankenhausaufenthalt von meiner neuen Gynäkologin. Eine Woche vor der Operation hatte ich einen Besprechungstermin vereinbart. So konnten wir uns kennenlernen und absprechen, wie ein gemeinsamer Weg möglich ist. Positiv ist, dass ihr die transidenten Patienten nicht fremd sind, da sie während der Ausbildung in der Uniklinik Essen Erfahrungen sammeln konnte.

Weiterlesen

Miriams positive Erfahrungen der kleinen gemeinsamen Schritte

Autorin: Miriam

 

Hallo zusammen,

Ich habe mich dazu entschlossen meine bisher fast durchweg positiven Erfahrungen seit meinem ersten Outing hier mitzuteilen um vielen etwas von der Angst zu nehmen welche auch ich besonders in den letzten fünf Jahren hatte.

Meine Geschichte ist vielleicht nicht ganz wie die vieler anderer. Ich habe mich NICHT schon seit ich klein war als Mädchen gefühlt. Ich habe aber schon seit ich vielleicht 8 Jahre alt war gespürt, dass mit mir etwas anders ist was ich jedoch bis vor ca. 5 Jahren nicht benennen konnte.

Vor nun etwa 5 Jahren hat mich, ich glaube es war RTL2, auf den Begriff „Transgender“ geschupst und nachdem ich „Meister Google“ befragt habe wurden mir nicht nur schlagartig diese Fragen auf mein Leben beantwortet. Nein, ich bekam es auch plötzlich richtig heftig mit der Angst zu tun.

Ich muss hier dazu sagen, dass meine beiden Kinder zu diesem Zeitpunkt 1,5 und 3,5 Jahre alt waren und eine der ersten Antworten die mir „Meister Google“ gab mich zum Blog von Svenja aus Kiel brachten. Wer diesen Blog gelesen hat kann sich vielleicht vorstellen was mir so sehr Angst gemacht hat.
Dazu kamen einige weitere Berichte welche nicht unbedingt von positiven Verläufen unseres Weges berichteten, so dass ich diese zwar lass und auch realisierte was mit mir los ist jedoch nur noch mehr Angst bekam und durch mein Zurückziehen meine Ehe heftigst auf’s Spiel gesetzt habe.

Nun ein kleiner Zeitsprung.
Im August 2014 eskalierte dieses riskieren meiner Ehe dermaßen, dass ich mich meiner Frau gegenüber outete und seitdem geht es sowohl mir als auch unserer Ehe von Tag zu Tag besser. Gut, meine Frau hatte anfangs Bedenken wie wohl unsere Freunde, Bekannten und vor allem „der Ort“ reagieren würden. Doch sie stand auch von Anfang an, auf Ihre Art, Weise und Möglichkeit, zu mir. Mit dem bisherigen totalem Ausbleiben der „erwarteten“ negativen Rückmeldungen habe jedoch auch ich nicht gerechnet. Meine Frau hat mir nach einiger Zeit besonders bei den Outings im Ort geholfen und auch hier gibt es bisher keinerlei negative Erfahrungen.

Ich weiß nicht ob es daran liegt wie ich meine Änderungen vollziehe aber ich kann es mir sehr gut vorstellen und wurde entsprechend von meinem Psychologen auch darin bestärkt.
Ich gehe die Veränderungen in jedem Umfeld langsam an, wer mir wichtig ist erfährt was mit mir los ist irgendwann von mir persönlich, selbst wenn es die Gerüchteküche schon verbreitet hat. Und wer mir nicht so wichtig ist erfährt es durch die Gerüchteküche welche aber die ganz klare Message mitbringt, dass ich für Fragen offen und ohne Scham ansprechbar bin. Ich gehe auch nicht den Weg des radikalen Umbruchs, nach dem Motto so ist es und ab morgen lebt damit. Nein, ich informiere meine Umwelt und nehme sie so mit mir. Ich denke besonders bei uns im Ort hätte ich sonst bestimmt schon den ein oder anderen negativen Kommentar gehört.

Meinen bisher größten Felsbrocken habe ich einen ganzen Montag mit mir herumgeschleppt bevor ich dann am Abend mich vor der versammelten Guggemusik-Gruppe geoutet habe, in welcher ich mitmache und die Reaktionen waren überwältigend. Weitere Outings vor nicht viel weniger großen Gruppen und in der gleichen Woche liefen direkt um einiges leichter und mit den gleichen super Reaktionen. Auch die kleineren Outings vor meinem Chef, einigen vereinzelten Kollegen und unserem Personalchef liefen total problemlos, dabei habe ich erfahren, dass die Firma in der ich arbeite aktuell dabei ist die „Charta der Vielfalt“ zu unterzeichnen.

Nun, zum Thema Psychologen und sonstige Ärzte.
Ich kann die vielen schlechten Erfahrungen die ich in diesem und anderen Foren gelesen habe bisher nicht nachvollziehen. Das soll nicht heißen das ich den Berichten nicht Glaube, nein im Gegenteil, auch diese Berichte haben mir Angst gemacht, doch es ist nicht immer und überall so.
Ich denke aber auch hier können einige Gründe im eigenen Auftreten liegen. Auch die Sache mit dem finden entsprechender Ärzte und dem bekommen von Terminen lief bei mir persönlich bisher ohne Probleme und auch hier haben mir die Ärztelisten und teils auch Erfahrungsberichte hier im Gendertreff und in anderen Foren geholfen. Gut, ich muss hier dazu sagen, dass wir im Rhein-Main Gebiet auch nicht wirklich nach erfahrenen Ärzten suchen müssen.

Wie ich schon Eingangs schrieb soll dieser Bericht ein Gegenpol zu den vielen negativen Berichten sein und Angst nehmen, er soll jedoch nicht dazu dienen diese negativen und Angst machenden Berichte herunterzuspielen. Auch diese sind, leider, bestimmt wahr und sollten auf alle Fälle ernst genommen werden.

Doch es kann alles auch vollkommen anders kommen als unser Kopfkino uns das vorspielt.
Habt nur Mut und schlagt den für Euch richtigen Weg ein.

Für Fragen stehe ich gerne per PN zur Verfügung.

LG,
Miriam

<< Inhaltsverzeichnis