Gendertreff beim CSD Dortmund – Queer im Revier 2014

Dortmund, 23.08.2014. Bereits zum 18. Mal heißt es am kommenden Samstag „Queer im Revier“, wenn rund um die Reinoldikirche in der Dortmunder Innenstand die Stände für den CSD Dortmund aufgebaut werden. Wie bereits in den Vorjahren wird sich der Gendertreff mit einem Infostand am CSD Dortmund beteiligen.

Der CSD Dortmund setzt ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt. „Dies können wir nur unterstützen“, sagt Xenia, Gründerin des Gendertreff. Denn auch für transidente Menschen ist es wichtig, mit ihrem Anliegen ernst genommen und nicht ausgegrenzt zu werden.

„Gerade der CSD in Dortmund, der mit seinen Infoständen an der Reinoldikirche direkt in der Innenstadt und an einer belebten Fußgängerzone stattfindet, ermöglicht eine hervorragende Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Ava, Mitglied im Gendertreff-Team. „Denn es ist wichtig, die Menschen über das komplexe Thema Transidentität aufzuklären und Vorurteile abzubauen. Je mehr die Menschen über Transidentität wissen, desto einfacher wird die Situation für Transidente.“

Vor diesem Hintergrund hat der Gendertreff u.a. im vergangenen Jahr die Aktion Transidentität am Arbeitsplatz ins Leben gerufen. Darüber hinaus finden Transgender, Angehörige und Interessierte auf der Gendertreff Plattform Informationen rund um Transidentität sowie ein Internet-Forum zum Austausch. Weiter betreibt der ehrenamtlich geführte Gendertreff mit dem Gendertreff Düsseldorf und dem Gendertreff Leverkusen zwei regelmäßige Treffen bzw. Selbsthilfegruppen für Transgender und ihre Angehörigen.

Im Oktober feiert der Gendertreff sein 10-jähriges Bestehen. „Wir freuen uns, auch in unserem Jubiläumsjahr wieder mit einem Infostand am CSD in Dortmund teilzunehmen“, sagt Xenia.

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Andej Pejic outet sich als Transfrau

Quelle: out.com 24.07.2014 und people.com 24.07.2014 und etonline.com 24.07.2014

 

Das internationale Model Andrej Pejic aus Australien hat in Entertainment Tonight und People magazine erklärt, dass sie sich vor einigen Monaten einer GaOP unterzogen hat. Jetzt als Transfrau nimmt sie den Namen Andreja an.

Seit 2011 machte Pejic die Modewelt perplex und gleichzeitig fasziniert mit ihrer androgynen Art. So ist sie sowohl für die Männer- als auch für die Frauen Kollektion von Jean-Paul Gautier über den Laufsteg gelaufen.

Trotz dieses Erfolgs erklärt Pejic gegenüber out.com, dass sie immer schon wusste im Inneren eine Frau zu sein. „Mir war es wichtig zu zeigen, dass es egal ist welches Geschlecht jemand hat. Es definiert nicht wer du bist“ erklärte Pejic in einem früheren Interview mit out.com

Den kompletten Beitrag zu dieser Zusammenfassung findet ihr hier und hier und hier.

 

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Ugandas Anti-Homosexuellen Gesetz gekippt

Quellen: Die Zeit und Spiegel online

 

Das international stark kritisierte Anti-Homosexuellen Gesetz, welches im Februar von Ugandas Präsident Yoweri Museveni in Kraft gesetzt wurde, ist am 01.08. vom Verfassungsgericht für „Null und Nichtig“ erklärt worden.

Dieses Gesetz sah lebenslange Haftstrafen für „schwere homosexuelle Handlungen“ vor. Der ursprüngliche Gesetzesentwurf sah sogar die Todesstrafe dafür vor, wurde jedoch auf internationalen Druck hin abgemindert.

Homophobie und die Diskriminierung sexueller Minderheiten waren allerdings auch schon vor diesem Gesetz in Uganda weit verbreitet.

Jetzt hat das Ugandische Verfassungsgericht dieses Gesetz wegen schwerer Formfehler einkassiert.

Die Befürworter dieses Gesetzes kündigten an, sie würden gegen die Entscheidung vor dem Obersten Gerichtshof des Landes in Berufung gehen.

Den kompletten Beitrag zu dieser Zusammenfassung findet ihr hier und hier.

 

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Zur Hochzeit sagte mein Mann, er sei eine Frau

Quelle: Die Welt 18.08.2014

In der Nacht vor ihrer Hochzeit erfährt Marianne, dass ihr Mann als Sonja weiterleben möchte. Ihre traditionelle Familienplanung zerbricht, trotzdem haben die beiden geheiratet. Chronik einer Liebe.

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Zur Wirkung von Hormonen während der Hormontherapie

In den Diskussionen im Gendertreff-Forum sowie während unserer Selbsthilfetreffen wird immer wieder auch die Hormontherapie thematisiert. Dabei stellen wir fest, dass offenbar seitens vieler Endokrinologen – im Falle von Mann-zu-Frau-Transidenten – mit verhältnismäßig hohen Dosierungen Östrogen und Testosteronblockern gearbeitet wird.

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf eine Hormontherapie für den Fall einer Mann-zu-Frau-Transition, da wir in Bezug auf Mann-zu-Frau-Transidentität aufgrund der bei uns dokumentierten häufigeren Fälle eine breitere Datenbasis haben. Grundsätzlich gelten die Aussagen jedoch auch für eine Frau-zu-Mann-Transition.

Offenbar ist es so, dass viele Endokrinologen die Hormontherapie einseitig auf den Hormonspiegel ausrichten und dabei nicht beachten, dass die Hormone ohne entsprechende Rezeptoren im Körper nicht die erwünschte Reaktion auslösen. Die Erfahrungen aus unserer Selbsthilfearbeit lassen sich dabei wie folgt zusammenfassen:

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Kostenübernahme zur GaOP

Autorin: Nathalie

Antrag auf Kostenübernahme der GaOP:

Etwa ein Jahr nach dem Beschluss des Amtsgerichtes zur Namens – und Personenstandsänderung bin ich mir zu 100 % sicher, wie mein weiterer Weg verlaufen soll. Da ich, in vielen Überlegungen und gemeinsamen Gesprächen mit meiner Frau, die angleichende Operation anstrebe, hatte ich im Vorfeld schon einen Vorgesprächstermin in dem bevorzugten Klinikum vereinbart. Parallel dazu habe ich die Krankenkasse angeschrieben und um Kostenübernahme gebeten. Auch zu diesem wichtigen Schritt konnte ich kaum Material finden, wo ich nachschauen konnte, welche Unterlagen ich dazu einreichen musste. Deshalb habe ich hier eine kleine Zusammenstellung aufgeführt, die ich für die Antragstellung der Kostenübernahme bei der Krankenkasse eingereicht habe.
Eine Vorlage von meinem Antrag könnt Ihr sehr gerne hier auf dieser PDF – Datei einsehen.

Zu dem Antrag habe ich folgende Unterlagen zu Händen des MdK eingereicht:

Beschluss Amtsgericht
transsexueller Lebenslauf
Gutachten 1
Gutachten 2
Befund des Therapeuten
Befund Neurologe
Befund Urologe
Befund Gynäkologe
Befund und Untersuchungsergebnisse Endokrinologe
Informationsmaterial der Selbsthilfegruppe

Ich hoffe, Ihr könnt mit den Informationen etwas anfangen und mich würde es sehr freuen, wenn Ihr Euch auch die Zeit für einen Besuch bei www.nathalie-book.de nehmen würdet.

Viel Erfolg !
Nathalie

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Antrag TSG §1 und TSG §8

Autorin: Nathalie

Antrag Namens – und Personenstandsänderung:

Als ich meinen Antrag auf Namens – und Personenstandsänderung einreichen wollte, gab es nur sehr wenig Informationsmaterial, auf das ich zurückgreifen konnte. Auch war ich mir nicht sicher was bei Gericht, zu dem gestellten Antrag, an Unterlagen verlangt wurden. Deshalb habe ich hier eine kleine Zusammenstellung aufgeführt, die für die Antragstellung der Namens – und Personenstandsänderung beim Amtsgericht des zuständigen Oberlandesgerichtes von mir eingereicht wurden.
Eine Vorlage von meinem Antrag könnt Ihr sehr gerne hier auf dieser – Datei einsehen.

Zu dem Antrag habe ich folgende Unterlagen eingereicht:

Lebenslauf
transsexueller Lebenslauf
Kopie des Personalausweises
Kopie des Zusatzausweises – DGTI
Stellungnahme des begleitenden Therapeuten
Kopie der Geburtsurkunde
aktuelle Meldebescheinigung
Informationsmaterial der Selbsthilfegruppe

Ich hoffe, Ihr könnt mit den Informationen etwas anfangen und mich würde es sehr freuen, wenn Ihr Euch auch die Zeit für einen Besuch bei www.nathalie-book.de nehmen würdet.

 

Viel Erfolg !
Nathalie

 

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Warten auf Gutachtertermine

Autorin: Stefanie

Hallo zusammen,

es sind nun wieder ein paar Wochen ins Land gegangen, seitdem ich den letzten Eintrag gemacht habe und es hat sich ein wenig was getan.

Vergangenen Montag hatte ich es Leid immer nur zu warten und auf Nachricht vom Amtsgericht zu hoffen und so rief ich einfach mal dort an und fragte freundlich nach dem Stand der Bearbeitung meines Antrags auf die /.
Zu meinem beinahe Erstaunen bekam ich dann mitgeteilt, dass das Schreiben an mich schon herausgegangen sei und auch die Briefe an die bestellten Sachverständigen schon vor über einer Woche verschickt worden seien.

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Bericht vom Gendertreff beim Ruhr-CSD 2014 in Essen

Am Samstag, den 02.08.2014 fand auf dem Kennedyplatz in der Essener Innenstadt der Ruhr-CSD Essen statt. Der Gendertreff – Plattform für Transgender, Angehörige und Interessierte beteiligte sich mit einem Infostand sowie der Teilnahme an der Demonstration am Ruhr-CSD Essen 2014. Mit unserem Infostand informierten wir über Transidentität und luden alle Interessierten ein, mit uns in den Dialog zu treten. Ebenso stellten wir natürlich unser Informations- und Selbsthilfeangebot für transidente Menschen und deren Angehörige vor.

Bereits im Vorfeld hatten wir mit einem Blogbeitrag und einer Pressemeldung über unsere Teilnahme am Ruhr-CSD in Essen informiert. Denn wir möchten ja möglichst viele Menschen mit unserer Information erreichen. Je mehr Menschen etwas über Transidentität wissen, desto einfacher wird die Situation für Transgender.

Also hieß es wieder einmal: Früh aufstehen um pünktlich zum Standaufbau in Essen auf dem Kennedyplatz zu erscheinen. Dem routinierten Team ging der Standaufbau schnell von der Hand und so konnte der Ruhr-CSD in Essen losgehen.

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Natürlich war der Kennedyplatz zu diesem Zeitpunkt noch leer. Unser Bild oben zeigt unseren Blick aus dem Gendertreff-Stand auf den noch leeren Platz vor der Bühne mit dem Hinweis, dass der Gendertreff in diesem Jahr 10 Jahre alt wird. Im Stand liefen derweil die letzten Vorbereitungen.

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Auf dem noch leeren Platz stehen die Stände des Gendertreff und von TransBekannt direkt nebeneinander. Das Thema Transidentität dürfte damit recht prägnant ins Auge gefallen sein. Und das ist gut so. Denn gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern möchten wir unser Anliegen durch Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit voranbringen.

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Und so konnte der Ruhr-CSD in Essen 2014 dann losgehen.

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Hier sehen wir Xenia hinter unserer Infotheke.

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Dann kamen auch schon die ersten Besucher und wir begannen, Flyer zu verteilen.

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Einige von uns machten sich dann auf, um an der Demonstration durch die Essener Innenstadt teilzunehmen.

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Die leider recht kurze und recht kleine Demonstration führte zunächst durch die belebte Innenstadt. Leider verlief der Demonstrationsweg aber auch wie bereits im letzten Jahr zum großen Teil durch kaum belebte Nebenstraßen. Hier würden wir uns eine größere Sichtbarkeit wünschen.

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Immerhin konnten wir in der „belebten Hälfte“ der Demonstration doch reichlich Informationsflyer über Transidentität und den Gendertreff verteilen.

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Auf dem Kennedyplatz war aber mittlerweile richtig was los. Entsprechend voll war es vor dem Gendertreff-Stand.

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Auch der Blick aus dem Stand zeigt: Der Essener Kennedyplatz war voller Menschen.

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Aber zwischendurch gibt es immer auch wieder ruhigere Momente am Infostand.

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Na ja, ruhig? Das folgende Video ist zwischen dem Foto oben und dem Foto unten entstanden. So ganz ruhig war es also nicht. Etwas schade dabei ist, dass die teils sehr laute Musik die Gespräche am Infostand beeinträchtigte.

Aber wir wollen ja nun nicht wirklich meckern. Denn aus unserer Sicht ist der Ruhr-CSD 2014 in Essen in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Trans* sehr gut verlaufen.

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Auch nebenan am Stand von TransBekannt wurde fleißig Öffentlichkeitsarbeit geleistet.

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Und zwischendurch haben wir uns immer wieder ausgetauscht. Denn wir haben noch viele Ideen, wenn es um Selbsthilfe- und Öffentlichkeitsarbeit rund um Transidentität geht.

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Am späten Nachmittag wurde es windig und wir mussten unsere Infotheke ab und zu richtig festhalten. Da auch die Musik leider immer lauter wurde, Gewitter angekündigt waren und wir am gleichen Tag auch noch unseren Gendertreff Leverkusen vor uns hatten, bauten wir unseren Stand gegen 17:00 Uhr ab.

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So ging wieder ein erfolgreicher CSD für uns zu Ende. Wir freuen uns auf den nächsten Ruhr-CSD in Essen.

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25 Jahre Golden Oldies

Die Jubiläumsauflage der „Golden Oldies“ wurde von Freitag bis Sonntag (wie immer Ende Juli) in Krofdorf-Gleiberg gefeiert. Es war ein sprichwörtlicher Auftakt nach Maß am Freitagabend zur großen Zeitreise in die 1950er, 60er und 70er Jahre unter dem Motto „Musik, Motoren, Emotionen“.

Nach einer 3-jährigen Pause wollten es sich einige Freundinnen des Gendertreff, nicht nehmen lassen dabei zu sein und mit zu feiern.

Bis Sonntagabend gab es ca. 150 Stunden Musik von 52 Bands auf 9 Bühnen für die mehr als 70 000 Besucher, die fröhlich auf Zeitreise gingen. So sonnig und fröhlich wie beim Freitagsauftakt sollte es weitergehen. Mit viel Rock ‘n’ Roll, Petticoat und Livemusik ist das ein Festival, in das man einfach eintauchen und sich treiben lassen kann.

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