Mein Weg zur (fast) vollständigen Weiblichkeit – Teil 6

Autorin: MartinaL

Der vorletzte Tag mit hängenden, männlichen Körperattributen ist angebrochen 🙂

Eine gewisse Melancholie hat sich in meiner Gedankenwelt breitgemacht das ich bald jegliche Verbindung zur bisher bei mir herrschenden Männerwelt verlieren werde. Natürlich bin ich überzeugt das Richtige zu tun, bei mir gibt ja hauptsächlich der Körper den Weg vor, und der führte mich zu dem Punkt an dem ich nun stehe.

Ich hatte aber auch schöne Zeiten in meinem Männerspiel und es hat dafür gesorgt das ich nun schon über 61 Jahre alt werden konnte mit einem doch ziemlich guten Gesamtzustand. Ich benötige (bis auf meine Hormone) keinerlei Medikamente um zu funktionieren, meine inneren Organe sind noch gut verwendbar und in Schuss, lediglich der Knochenapparat zeigt zeitweise ein paar Ausfallerscheinungen aber auch deutlich weniger als bei vielen Anderen in diesem Alter. Ich habe noch rechtzeitig damit angefangen auf meinen Körper zu hören und die männliche Zerstörungsorgie zu beenden :-). Auch werde ich von meiner geliebten Geli sehr gut gefüttert und mit allem versorgt was ich zu einem guten Leben benötige.

Gestern hatten wir wieder einen tollen Mädelsabend den wir mit einem umfangreichen (und leckeren) Mahl in einer Gaststätte mit mazedonischer Küche begonnen haben (ich liebe Cevapcici). Dann haben wir (Manu, Geli und ich) den Abend bei mir zuhause mit Weißweinschorle und schönen Gesprächen ausklingen lassen. Natürlich war eines der Hauptthemen die bevorstehende OP und es ist immer wieder faszinierend zu beobachten wie verschreckt Cis-Frauen auf die mir bevorstehenden „Unannehmlichkeiten“ reagieren. Für sie wäre dieser Schritt unvorstellbar und auch unnötig da man das „Ergebnis“ ja nicht Jedem zeigt. Ich wäre ja auch ohne diese „einschneidende“ Maßnahme genug Frau, warum also dieses Risiko eingehen? Meine Standardantwort darauf ist immer dieselbe: Ihr habt das Teil seit eurer Geburt, könnt also gar nicht nachfühlen wie es anders ist und ich brauche das einfach um mich komplett fühlen zu können. Es ist bei mir nun mal eine körperliche Fehlbildung (als solche wird es auch vom Kostenträger angesehen) und für deren Reparatur muss ich nun mal ein bisschen was auf mich nehmen. Etwas Vergleichbares hatte eine frühere Kollegin von mir, die wurde mit einer sogenannten „Hasenscharte“ geboren, welche auch in mehreren OPs repariert wurde um einfach besser leben zu können.

Meine Schwiegertochter Sara hat mir gestern zu meinem neuen Avatar in den sozialen Medien gratuliert der mich mit frischer Frisur zeigt. Sie hat mir gesagt das sie furchtbar stolz ist auf ihre gutaussehende, zweite Schwiegermutter und wie toll ich mich entwickle. Sara und ich haben von Anfang an einen Draht zueinander gefunden, wir mögen uns sehr und stehen auch in regelmäßigem Kontakt. Zu meiner Tochter habe ich kein so gutes Verhältnis, wir respektieren uns, streiten nicht aber ich werde einfach mit ihrem Borderline-Syndrom nicht fertig, ich packe das nicht. Sie ist ja derzeit in einer psychologischen Tagesklinik, vielleicht können die da was reparieren damit ich ein halbwegs normales Vater/Mutter – Kind Verhältnis aufbauen kann. Naja, ansonsten wird heute relaxed und die Tasche für den Krankenhausaufenthalt gepackt, morgen muss ich nochmal zum Hausarzt und danach zur Haarentfernung.

Am Dienstag früh um 4:00 Uhr werden wir aufstehen, kurz etwas Tee einführen und uns auf den Weg machen damit ich pünktlich um 6:40 Uhr in Planegg einchecken kann. Morgen werde ich noch kurz was schreiben, die nächste Statusmeldung wird dann schon Schnippellos erfolgen. 🙂

Drückt mir die Daumen das es so komplikationslos verläuft wie ich mir das vorstelle und wünsche.

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Mein Weg zur (fast) vollständigen Weiblichkeit – Teil 5

Autorin: MartinaL

Noch 13 Tage bis Tag X.
Zustand: Eigentlich immer noch tiefenentspannt, aber derzeit nimmt ein bisschen die Angst zu das mich irgend so ein Vollhonk mit was Blödem ansteckt. Ich werde rein vorsorglich die sozialen Kontakte im Reallife etwas zurückfahren, ich möchte nicht das mir im Schlussspurt noch eine Infektion den OP-Termin versaut. Gut, ich habe ein toll funktionierendes Imunsystem, aber ein gewisses Risiko bleibt immer.
Was gibt es sonst Neues? Nun, ich glaube der innere Widerstand meiner Geli ist gebrochen, sie findet sich nun mit dem Unvermeidlichen ab und steckt nun alle Energie und Zeit (da hat sie als Pensionistin reichlich davon) in die Vorbereitungen zur Nach-OP Zeit. So hat sie jetzt „bequeme“ (und trotzdem schöne) Schlüpfer bestellt wie es nun mal bloß erfahrene Frauen können. Auch ein paar schöne Shirts und eine bequeme Hose für daheim hat sie in den Warenkorb gelegt. Um den nun dringend benötigten Bidet-Klositz will sie sich heute auch noch kümmern, dessen Bestellung ist vermutlich in den Wirren der letzten Zeit bei unserer Freundin und Vermieterin Steffi verschütt gegangen.
Ich selbst habe gestern von meiner Sprach- und Verhaltenstherapeutin Judith ein paar Übungen für die untere Körperpartie mit auf den Weg bekommen da ich mein bisheriges Trainingsprogramm wohl auf absehbare Zeit nicht so problemlos durchführen kann. Außerdem haben wir für nächste Woche (die letzte Einheit vor der OP) eine Doppelstunde arrangiert, bei der auch ihr Ehemann Claus anwesend sein wird der sich gebührend von seinem alten Kumpel (> 40 Jahre) verabschieden möchte. Da bekomme ich dann auch „Hausaufgaben“ für die 6 Wochen Pause der Nach-OP Zeit, die ich mir eingeräumt habe um den OP-Nachwehen keine Chance zu geben mein Sprechtraining negativ zu beeinflussen.

12 Tage noch mit problemloser Stehpinkelmöglichkeit.
Nachdem ich bei dem ca. 3 stündigem Vor-Termin so gut wie überhaupt nichts über den Krkhs-Aufenthalt erfahren habe, riefen meine Frau und ich gestern mal im Patientenmanagement an um mal einigermaßen Bescheid zu bekommen mit was für einer „Grundausstattung“ ich meinen Aufenthalt beginnen sollte. Ich weiß ja noch nicht einmal mit wie vielen Menschen ich zusammen untergebracht werde und ob ich auf die Männer- oder Frauenstation komme. Die ersten Aussagen am Telefon verwiesen dann auf die Homepage der Klinik, auf der aber ziemlich widersprüchliche Angaben getätigt werden. Darauf angesprochen druckste die Patientenmanagerin etwas rum bis dann meine Frau fragte ob bestimmte Sachen nur für Privatpatienten gelten. Von der Last dieser Aussage befreit sprudelte es nun aus der guten Frau heraus, das Kassenpatienten wirklich Alles selbst mitbringen müssen und nur das „Krankenhaushemd“ für die ersten Tage bis zum Verbandswechsel gestellt werde. Danach muss man komplett eigene Garderobe tragen, da der Waschdienst nur für Privatpatienten bezahlt wird. Sollten überraschende Blutungen auftreten oder ähnliche Sauereien, wurde ich schon darauf vorbereitet eine Eigenpauschale für Reinigungskosten zu tragen. Auch die Aufenthaltsdauer ist, wenn komplikationsfrei, auf maximal 7 Tage nach der OP beschränkt, jeder weitere Tag muss vom Krkhs beim Kostenträger einzeln erkämpft werden. In Zukunft sollen sogar nur noch 5 Tage von der Krankenkasse bezahlt werden, da das bei Einsatz modernster OP-Technik absolut ausreichen würde bei einer solchen, oberflächlichen Standard-OP.
Es gibt in der Klinik auch keinen Kiosk oder irgendwelche Automaten, eine ständige Versorgung mit Getränken (Wasser, Tee) ist allerdings gewährleistet. Da das Krankenhaus erst Ende letzten Jahres in Betrieb gegangen ist (kompletter Umbau und Modernisierung), wurde es vollständig nach den Anforderungen unseres Gesundheitsministers konzipiert und darauf ausgelegt den Aufenthalt nicht zu schön werden zu lassen. Ich hoffe das mir zumindest die im letzten Jahrhundert noch üblichen, und billigen, 10 – 20 Personen Krankenzimmer erspart bleiben. Aber ich sollte nicht zu schwarz sehen, vielleicht wird es bei mir ja doch besser, die Verwaltung weiß ja überhaupt noch nicht wie ich untergebracht werden soll. Schließlich hat ja die Operateurin explizit den Wunsch geäußert mich zu operieren. Es könnte eventuell doch auf ein Einzelzimmer rauslaufen ……
Naja, ich bin ja froh wenn ich nach einer Woche schon heimgehen darf, nur ein Wochenende im Krkhs ist eigentlich schon toll. Auch bei der Korrektur-OP nach einem halben Jahr sind nur drei Tage Klinikaufenthalt eingeplant, passt.
Ich habe, wenn ich um 6:40 Uhr dort eintrudele, genau 20 Minuten Zeit mein Zimmer zu beziehen, mich auszuziehen und ins Bettchen zu verfrachten. Um 7 Uhr beginnt dann der OP-Vorbereitungsmarathon und zwischen 8:30 und 9:00 die Ausschlachtung. Veranschlagt sind erst mal 4 h, da sie bei mir ja überhaupt nicht wissen was für körperliche Überraschungen ich zu bieten habe.
Ich bleibe auf jeden Fall optimistisch.

10….. Der Countdown läuft……
Langsam wird es spannend, der OP-Termin rückt unaufhaltsam näher. Bei meiner täglichen Videokonferenz mit Linde hat sie mir nahegelegt meine sozialen Kontakte für die restliche Zeit auf Eis zu legen bzw. Sorgfalt walten zu lassen. Was ich jetzt überhaupt nicht brauchen kann ist das ich durch einen Infekt lahmgelegt werde. So soll ich mich nach Möglichkeit desinfizieren wenn ich Kontakt mit Etwas oder Jemanden hatte. Gut, ich halte eine eventuelle Ansteckung durch Aerosole in den Schleimhäuten der Augen für eine größere Gefahr aber Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ich hatte eigentlich noch drei Wirtshausbesuche geplant, davon ist jetzt schon der am nächsten Samstag endgültig gestrichen. Die anderen zwei werden auf die Nahrungsmittelaufnahme (und ein bisschen verweilen) reduziert und wenn eine Triefnase in der Nähe zu erblicken ist wird die Flucht ergriffen.

Tja, wie geht es mir….. erstaunlicherweise immer noch sehr entspannt und vollständig angstfrei. Körperlich bin ich gut drauf bloß das mit den 80 kg OP-Gewicht kann ich knicken, heute hat die Waage 75,4 kg vermeldet und so viel futtern kann ich auch mit extremen Einsatz nicht. Heute werde ich zwar kalorientechnisch zuschlagen (Pizza pervers = Pizza Spezial mit einer Portion Pommes drauf, also ein Doppelessen) aber ob das das Kraut (oder mich) noch fett macht…..
Meine Geli ist zur Zeit extrem auf der Suche nach „negativen“ OP-Berichten aus Planegg aber sie wird nicht fündig, der L. hat eine ziemlich saubere Weste. Was sie herausgefunden hat das Leute die sich dort operieren haben lassen (auch sonstige urologische OPs) sehr zufrieden waren, auch mit Verpflegung und Unterkunft. Gut, am meisten gebe ich immer noch auf meine beiden Mädels die dort ihre GaOPs hatten und die sind zu 100 % zufrieden.
Man liest sich….

 

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Mein Weg zur (fast) vollständigen Weiblichkeit – Teil 4

Autorin: MartinaL

So, noch 15 Tage und ich habe das Anästhesie- und OP-Vorgespräch hinter mich gebracht.
Da der Verkehr auf der A9 nicht besonders war sind wir schon nach nicht einmal 1,5 Stunden in Planegg angekommen und damit über eine Stunde zu früh dran. Hat nichts gemacht, die haben alle Einzeltermine (Verwaltungskram, Urinprobe, Blutabnahme, Anästhesiegespräch und OP-Vorgespräch) einfach so eingetaktet das ich fast zwei Stunden früher als ausgemacht fertig war. OK, mit der Operateurin konnte ich nicht sprechen, die wäre erst später gekommen so habe ich mich mit einem hübschen jungen Assistenzarzt zufrieden gegeben, der mir im Endeffekt aber nix Neues erzählen konnte.
Ergiebiger war da schon das Gespräch mit der Chefärztin der Anästhesie, die meinte das es selten jemanden gibt der so wenig Gegenanzeigen im Fragebogen hat, und der in diesem Alter so wenig Medikamente einnimmt (nur meine Hormone und ab und zu mein Asthmamittel). Auch das ich die letzten 35 Jahre nicht im Krankenhaus war wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen. Sie wurde dann noch von meiner Geli angemahnt das das bitte so bleiben möchte……
Wenn Blut und Urin jetzt passen werde ich übernächste Woche zum anhangslosen Wesen gemacht, ich denke das haut hin.
Leider hat mir der scheidende Dr. Liedl noch eine reingewürgt. Ich soll jetzt in Eigenregie, am OP-Vortag mit zwei Liter Klean-Prep den Darm durchputzen. Die Anästhesistin war ganz überrascht, es war davor nie die Rede davon und es wird eigentlich auch nicht mehr gemacht, aber noch ist er einer der Chefärzte. OK, zumindest darf ich bis zwei Stunden vor der OP eine klare Kraftbrühe zu mir nehmen, damit sollte ich genug Kraft für die Fahrt nach München haben.
Auf jeden Fall ist das Ganze toll abgelaufen, alle waren lieb, freundlich und gut drauf, da ist es auch meiner Geli einigermaßen leicht gefallen das sie ihr OK gibt.

In genau 14 Tagen werde ich um die Uhrzeit in den OP gefahren (hoffentlich jedenfalls, nicht das ich noch krank werde, im Umfeld sind ca. 50 % der Leute erkrankt). Derzeit ist mein Gesundheitszustand und meine Verfassung noch gut, aber sowas kann sich ja blitzschnell ändern.
So wie es aussieht werden bei meiner OP gleich vier Chefärzte (Urologie, Gynäkologie, plastische Chirurgie sowie Anästhesie) dabei sein, hoffentlich trifft da der alte Spruch von den vielen Köchen nicht zu……
Meiner Frau ist nun schon ganz flau im Magen, jetzt wird es ernst. Gut das wenigstens ich gut drauf bin, so kann ich sie doch einigermaßen beruhigen. Also, liebe „Zukünftige“, denkt an eure Partner, für die ist das auch keine leichte Sache.
Meine Schwiegertochter hat heute noch mal bestätigt das meine Operateurin Dr. W. schon seit einigen Jahren besser ist als es der berühmte Dr. L. je war, sie hat da umfangreiche Informationen direkt aus dem personellen Bereich der Klinik. Sie sieht mich auf jeden Fall in den besten, derzeit vorstellbaren Händen und wenn ich auch immer schön das befolge was Frau Doktor anordnet werde ich auch ein optimales Ergebnis bekommen. Die Ärzte gestern haben mir auch wieder bestätigt (wie mein Hausarzt und meine Endokrinologin) das ich sehr gute körperliche Voraussetzungen habe und auch meine 61 Lebensjahre ein vernachlässigbares Risiko sind. Es zahlt sich eben doch aus das ich seit über 35 Jahren nicht mehr rauche und auch den Bierkonsum deutlich unter den in Bayern üblichen 3 Litern täglich halte. Auch mein BMI von derzeit 23 ist positiv zu bewerten, so zumindest die Auskunft der Anästhesistin.
Derzeit bin ich einfach neugierig auf das was da auf mich zukommt. Mir ist bewusst das diese OP eigentlich nichts an meiner Außendarstellung ändern wird, aber für das innere Gleichgewicht wird es wohl doch ziemlich wichtig werden. Ich muss nur die OP sowie die nachfolgenden Unannehmlichkeiten überstehen, das Ergebnis werde ich wohl (hoffentlich) problemlos adaptieren.
So, das war es erstmal für heute, euch noch einen schönen Tag.
Schöne Grüße aus der Oberpfalz,
Martina.

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Mein Weg zur (fast) vollständigen Weiblichkeit – Teil 3

Autorin: MartinaL

So, ich befinde mich seit gestern im Krankenstand.
Was ist passiert? Nun, ich habe in einem Anflug von Schusseligkeit eine kleine Reihenfolgeänderung beim Schließen der Autotür eingeführt und mir den rechten Daumen ordentlich gequetscht und den Fingernagel zertrümmert. Ich könnte euch ein Bild von dem Gemetzel reinstellen aber mit Rücksicht auf Manche, nicht ganz so Abgebrühten, lasse ich das lieber mal bleiben.
Mein Hausarzt hat den Finger mit einer Bandage gesichert und ich soll, nach seinem Urlaub, am 11.10. zur Kontrolle vorbeischauen.
Was gibt es Neues von der OP-Front? Nun nicht viel, außer das es jetzt noch 32 Tage bis Schniedel-ab sind und ich das bestellte Blutooth-Headset für mein IPad bekommen habe. Ich werde ja auch im Krankenhaus nahezu täglich mit meiner Frau und mit Linde konferieren, und so sollte das am Problemlosesten funktionieren.
Achja, OP-Angst habe ich immer noch keine, warum auch, ich habe mir ja schließlich eine der erfahrensten Operateurinnen rausgesucht die schon viele 100 Kerben auf ihrem Skalpell hat (für erfolgreiche GaOPs in beide Richtungen). Zusammen mit der topmodernen urologischen Klinik sollte das für eine ausreichend hohe Überlebenschance sorgen.

Psychisch geht es mir, bis auf einen klitzekleinen Durchhänger vorgestern, sehr gut und ich freue mich zusehends auf mein Nach-OP Leben. Durch eine Unterhaltung mit einer Bekannten, die mir gestand das sie ein bisschen neidisch ist da ich sehr umfängliche Einblicke in das Leben beider Geschlechter haben darf, wurde mir klar wie privilegiert ich tatsächlich bin

Ne, das mit der Autotür war keine typische Frauenaktion, denn die passen besser auf ihre Nahkampfwaffen (Fingernägel) auf. Bei Männern erzeugt die Gewissheit das jemand beide Seiten kennt, eher Unbehagen, so meine Erfahrungen. Und was Männer immer wollen wissen wir ja Alle, das ist ja kein großes Geheimnis (in Ruhe Sportschau ansehen). Oja, das mit den Männerentscheidungen vorhersagen habe ich gestern erst ausgelebt. Da war ich mit meiner Angelika in einem sehr gut besuchten Biergarten hier in Neumarkt und wir haben es uns mit Folienkartoffel, Münchner Schnitzel und feinem Bier mal wieder richtig gut gehen lassen. An einem der Nachbartische haben sich zwei ca. 50 jährige männliche Kinder (ja, wir sind beide schon älter) niedergelassen und immer wieder zu uns rübergeschaut. Kurz bevor, wie ich vermutete, einer der Beiden zu uns rüberkam um Verbindung aufzunehmen, habe ich der Hand meiner Geli einen zarten Schmatzer verpasst. Das Interesse der zwei Dreibeiner ist schlagartig auf Null gefallen und sie haben uns keines Blickes mehr gewürdigt

So, in genau einem Monat werde ich zu dieser Zeit für die OP vorbereitet.

Nun, was ist gestern passiert? Meine Angelika hat sich mit dem Nürnberger Standesamt in Verbindung gesetzt, das wir nun endlich unsere Heiratsurkunde auf den neuen Namen umschreiben lassen können. Nachmittags sind wir in das türkische Restaurant hier im Ort, dessen Besitzerpaar wir schon lange kennen und haben uns einen Dönerteller gegönnt. Da wir dort immer die Portionen für „die wirklich guten Gäste“ bekommen, brauchte ich am Abend keinerlei Süßwaren mehr schnabulieren.
Um 17:15 Uhr hatte ich dann meinen 4. IPL-Termin im hiesigen hairfree-Studio bei dem diesmal mit höherer Intensität und mit Doppelimpuls gearbeitet wurde. Von einem Bartschatten ist nun bei mir wirklich nichts mehr zu sehen, Kunststück, viel hatte ich ja nie, aber die MRT und das Minoxidil haben auch im Gesicht für etwas mehr Haare gesorgt. Der Chefin vom Haarentfernungsstudio, mit der ich seit einer sehr launigen Bewertung ihres Studios meinerseits, so ein bisschen befreundet bin, habe ich die Vorgehensweise bei einer GaOP etwas nähergebracht. Ihre Frage ob da dann später ein Unterschied zu natürlich gewachsenen Körperteilen zu sehen wäre, konnte ich in der Weise beantworten das es da auf den Operateur ankommt wie akkurat der gearbeitet hat. Aber da ja jede Mu…. eh anders aussieht, müsste man schon sehr genau hinsehen um etwas zu bemerken (und wer tut das schon….). Dann kam die übliche Frage ob ich denn Angst hätte und darauf der erstaunte Blick wie ich verneinte. Auf jeden Fall ist diese IPL-Sitzung auch wieder toll verlaufen, die meisten Haare sind schon wieder weg (ausgefallen oder gezupft, was sehr einfach geht wenn die Wurzel verbrannt ist) und den nächsten Termin habe ich genau einen Tag vor Schniedel-ab OP.

Ich möchte mal auf ein spezielles Thema zum Eintritt in die Phase der GaOP eingehen, nämlich die Rolle des (Ehe-) Partners. Bei Vielen ist es vermutlich so, das die Partnerin (in den meisten Fällen sind es bei MtF ja Frauen) vielfach Angst davor haben das das letzte Stück Mann dann unwiderruflich Geschichte ist. Ein bisschen ist in vielen Partnerinnen im Hinterkopf der Gedanke das es nur eine Phase ist und irgendwann der Kerl, den man ja irgendwann mal gehabt hat, wiederkommt. Wenn dann das letzte, und für Viele wichtigste Bauteil des Mannes für immer verschwunden ist, wird auch der Letzten klar das die Beziehung nun anders laufen muss. Bei der mir, seit über 30 Jahren Angetrauten, verhält es sich ein klein wenig anders. Sie hat damals, vor gut 37 Jahren, ein geschlechtlich eher undefinierbares Subjekt an sich genommen und aus dem den Menschen geformt der ich heute bin. Sie sah es immer als ihre Aufgabe an mich vor der bösen Welt und auch vor mir selbst zu beschützen. Oftmals hat sie sich wie eine Löwin auf ein vermeintlich feindliches Gegenüber gestürzt wenn sie der Meinung war das etwas gegen mich gerichtetes stattfindet. Wenn jetzt geglaubt wird das das passierte weil ich mich nicht selbst hätte verteidigen können, dann ist das nur zum Teil richtig. Sie wollte vermeiden das ich, in meinem teilweise überzogenen Drang zur Männlichkeit, über das Ziel hinausgeschossen wäre und einen eventuellen Gegner einfach platt gemacht hätte. In meiner Jugend habe ich in vielen Jahren gelernt mich gegenüber körperlichen Angriffen zur Wehr zu setzen, außerdem habe ich eine sehr kurze Reaktionszeit die die Bewegung angreifender Menschen mir irgendwie wie in Zeitlupe vorkommen lässt.
Tja, nun ist es wieder soweit, sie meint mich beschützen zu müssen indem sie überdeutlich Zweifel an der, in ihren Augen mehr oder weniger überflüssigen OP, zu äußern. Sie sieht diesen Eingriff als vermeidbare Aktion an, da ich mich auf Gedeih und Verderb der ihr verhassten Ärzteschaft ausliefere und das um ein gut funktionierendes Bauteil in ein eventuell nicht so gut Funktionierendes umgestalten lasse.
Ich bin nun seit Wochen damit beschäftigt ihr zu erklären das ich im Vorfeld schon alles mir mögliche unternommen habe um das Risiko zu minimieren. So bin ich körperlich und geistig in einer sehr guten Verfassung, habe eine hervorragende Operateurin gefunden die auch die notwendige wissenschaftliche Neugier für so einen speziellen Fall wie den Meinen mitbringt und auch die Klinik, die ja erst Ende letzten Jahres fertig wurde, ist mit den modernsten Gerätschaften ausgestattet. Auch ist die Aufenthaltsdauer in der Klinik mit 9 Tagen sehr kurz und sie hat auch nur einfach 150 km zu fahren um mich zu besuchen. Trotz dieser unbestreitbaren Vorteile ist sie der Meinung das es besser wäre es nicht zu machen.
Ich setze nun meine Hoffnung auf den 16.10. (einen Tag nach ihrem 66. Geburtstag), dem OP- und Anästhesievorgespräch. An diesem Tag wird sie die Operateurin kennenlernen die ihr dann hoffentlich ein paar ihrer Ängste nimmt. Frau Doktor W. Ist ein bisschen so gestrickt wie meine Frau selbst, ziemlich resolut und auch absolut von ihrem Können überzeugt. Wenn meine Geli dann mitbekommt das sie mich in gute Hände abgibt, gehe ich davon aus das sie auch wieder etwas beruhigter schlafen kann.
Naja, im Endeffekt hat sich Geli schon mit dem Unvermeidlichen abgefunden, eigentlich will sie ja auch das die Frau, mit der sie einen Großteil ihres Leben verbracht hat, endlich komplett ist und ihren Frieden findet. Es ist der Weg, den man hierzulande gehen muss um zum Ziel zu kommen, der ihr Unbehagen bereitet. In einem so kaputten Land wie Diesem sich in Kriegszeiten freiwillig unters Messer zu legen ist in ihren Augen nun mal keine allzu gute Idee. Aber ich sag mal, es wird schon alles gut gehen.

>> Mein Weg zur (fast) vollständigen Weiblichkeit – Teil 4

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Mein Weg zur (fast) vollständigen Weiblichkeit – Teil 2

Autorin: MartinaL

OP-Termin ist an Halloween 31.10.2023 in der Urologischen Klinik München Planegg.

Das Absetzen der Hormonmedikamente ist eine veraltete Ansicht der Operateure, genaueres kann dir die Linde dazu mitteilen. Bei meinen Vorgesprächen hat sich Folgendes ergeben: Urologie Weiden – Hormone weiter nehmen ohne Pause; München Bogenhausen – Hormone nach Anweisung des behandelnden Endokrinologen einnehmen; München Planegg – keinerlei Einschränkung der Hormoneinnahme. Andere Frauen können ja auch ihre Östrogenproduktion nicht anhalten für eine OP.
Ich muss übrigens auch kein Abführmittel einnehmen, ich komme um 6:40 Uhr am 31.10.2023 im Krkhs an und um 9 Uhr rum wird zu schnippeln begonnen. Ich soll nur sechs Stunden davor keine feste Nahrung zu mir nehmen, Wasser darf ich trinken.

Mein OP- und Anästesievorgespräch ist am 16.10. um 12:15 Uhr, notwendige Untersuchungen werden da durchgeführt, es ist keine PräOP beim Hausarzt nötig.

Ich habe mich natürlich im Laufe der letzten Wochen oft gefragt warum ich die Mühen und Wagnisse dieser OP überhaupt auf mich nehme. Ich habe keinerlei Geschlechtsdisphorie und finde (zumindest zum Pinkeln im Freien ) das männliche Anhängsel nicht so schlecht. Aber inzwischen habe ich bei einem Blick in den großen Spiegel das Problem, das, bedingt durch den Erfolg der inzwischen 17 Monate dauernden Hormontherapie, das Teil zwischen den Beinen irgendwie nicht mehr zum Rest des Körpers passen will. Der typische Männerbauch ist bei mir nahezu verschwunden und es rundet sich da wo es in der weiblichen Anatomie auch hingehört. Das in meinem Alter noch solche körperlichen Veränderungen möglich sind hätte ich nie zu träumen gewagt, das liegt aber vermutlich zum Teil an meiner genetischen Besonderheit. Irgendwie komme ich mir vor wie eine früher stark gespannte Feder die sich nun langsam entspannt.
Diese OP, vor der ich eigentlich keine Angst habe soll eigentlich nur meinen Körper weitgehend in einen Zustand versetzen, von dem ich annehme das es von der Natur schon so vorgesehen war bis dann irgendwas reinfunkte. Ich denke schon das ich das Ergebnis schnell adaptieren werde weil es, zumindest meiner Meinung nach, einfach so passt. Bei mir kommt eigentlich nicht die Frage auf ob ich das Richtige mache, eher frage ich mich immer mehr, warum ich so lange gewartet habe.

Ich habe vor fast genau 20 Jahren meine Freundin Leoni, die erste Trans*- Person in meinem Leben, kennengelernt. Sie hat in zwei Jahren die komplette Transition (Brustaufbau, Nasen- und Adamsapfel OP, Stimmband OP, Nadelepi, Logopädie, Psychotherapeutische Behandlung sowie schlussendlich die GaOP) durchgezogen und ich war in irgendeiner Weise fast immer als beste Freundin irgendwie dabei (sie wusste von meinem XX). Damals hätte ich schon die Möglichkeit gehabt einfach bei ihren Behandlern auch vorstellig zu werden, ich habe ja sogar die damals führende Chirurgin für GaOPs kennengelernt. Tja, aber damals wollte ich eigentlich nur ein richtiger Mann sein und habe alles unternommen um zumindest wie einer zu wirken. Gedreht hat sich das Ganze eigentlich erst wie ich vor ca. 8 Jahren in die Pubertät kam und kurz darauf meine Wechseljahre hatte. Erst ab diesem Zeitpunkt wurde mir langsam bewusst das ich nicht mehr gegen meinen Körper ankämpfen sollte und ihn vielmehr unterstützen muss. Ab diesem Moment begann mein Körper die Schäden zu reparieren, die ich ihm durch übertriebene Maskulinität zugefügt hatte.
Ganz einfach ist die Sache für mich aber trotzdem nicht gewesen, da ich mich ja über ein halbes Jahrhundert extrem bemühte habe wie ein Mann zu agieren und dadurch einige Verhaltensmuster entstanden, die jetzt nur sehr schwer zu beseitigen sind. Ich habe das große Glück das ich von allen möglichen Seiten Unterstützung bekomme die es mir doch sehr erleichtern den Weg zu gehen.
Derzeit merke ich das mir das Leben als Martina zusehends leichter fällt und immer weniger vom alten Ich bleibt. Das ist ein schönes Gefühl und ich hoffe das es die Schmerzen und Unannehmlichkeiten der bevorstehenden OP egalisiert.

Die GaOP, unendliches Warten. Wir befinden uns an Tag 35 vor Schniedel-ab. Mit seiner einpersonigen Besatzung dringt das Unikum Martina in Körperregionen vor die nie ein Mensch erblicken wollte…… .
Jetzt ist es nur noch wenig über einem Monat und langsam steigt die Anspannung…. Aber weniger bei mir als in fast meinem gesamten Umfeld. Es vergeht kein Tag an dem mich nicht irgend jemand aus meinem Dunstkreis fragt wie ich mich fühle, jetzt wo es nicht mehr so lange hin ist. Meistens sind diese Personen dann schwer enttäuscht das ich eigentlich noch ganz relaxed bin. Mein Chef erwähnt bei nahezu jedem Telefonat wann es bei mir denn soweit wäre und er das auf keinen Fall durchstehen könnte. Seit einigen Tagen sitze ich auch wieder fleißig jeden Tag auf dem Hometrainer und strample 20 Minuten mit 150 Watt. In der Sommerhitze habe ich das ein bisschen schleifen lassen da ich ab 23 Grad Raumtemperatur bei Anstrengung zur Auflösung und Verflüssigung neige. Um gleich den großen Sportlern die Butter vom Brot zu nehmen: Mit meinem Asthma und der sehr kleinen Lunge ist das schon eine ganz schöne Leistung, mehr könnte zu größerem Sauerstoffmangel führen.
Auch auf der Hormonfront tut sich wieder etwas; nachdem der letzte Messwert unter aller S.. war bin ich nun wieder auf den mir verschriebenen 3 mg Sisare-Gel und spüre auch schon den seit einiger Zeit vermissten Wachstumsschmerz im Brustbereich. Die Dosierung werde ich nun bis zur OP beibehalten und dann auf 2 mg zurückschalten. Ein paar Wochen nach der OP laufe ich dann bei meiner Endokrinologin in der Uni Erlangen auf und lasse dort einen kompletten Blutcheck wie bei der Erstuntersuchung durchführen.
Inzwischen sind auch meine drei Periodenhöschen gekommen. Ich hätte doch vielleicht ein, zwei Nummern größer bestellen sollen, soviel wird nun auch wieder nicht weggehobelt.

>> Mein Weg zur (fast) vollständigen Weiblichkeit – Teil 3

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Mein Weg zur (fast) vollständigen Weiblichkeit – Teil 1

Autorin: MartinaL

Mit diesem Thread möchte ich so eine Art Tagebuch für die letzten Tage bis zu meiner Gk(orrigierenden)OP einrichten damit andere eventuell mitbekommen was an Vorbereitungen zu treffen sind (Vorschläge sind willkommen) und was so an Gefühlen auf einen einprasseln. „Mein Weg zur (fast) vollständigen Weiblichkeit – Teil 1“ weiterlesen

Erfahrungsbericht Mastek in Münster

Gastbeitrag von Fynn-Matheo

OP Tag und Krankenhausaufenthalt:

12.02.2023
6h vorher durfte ich nichts mehr essen und 2h vorher nichts mehr trinken. Dementsprechend letztes Essen (gegen 21 Uhr) ein Eis und morgens eben ein Schluck für mein Routine-Medikament genommen.

13.02.2023
Los gefahren um 06:30, meine Tante vorm Steuer und mein Opa auf dem Beifahrersitz. Mit mir hinten saß mein Partner. Um kurz nach 8 waren wir bereits da, obwohl ich erst um 9 hätte da sein müssen, aber lieber zu früh als zu spät.

Wurde dann auf mein Zimmer geführt und habe alle Klamotten so eingeräumt, dass ich später auch gut dran komme. Irgendwann wurde mir mitgeteilt, dass ich keine "LMAA"-Tablette bekommen werde (aufgrund meiner Routine-Tablette). Nicht allzu viel später sollte ich mich fertig machen, da ich abgeholt werden sollte.

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Vom Jungen zum Mädchen

Autorin: Tina

Hallo

Mein Sohn hat mir vor 2 Jahren ( damals 16 ) gesagt er fühle sich als Mädchen. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, denn bis dahin war er ein typischer Junge und nichts deutete darauf hin das er sich als Mädchen fühlte oder lieber eins sein möchte.

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Martina`s Weg zur GaOP

Autorin: Martina_P

Die liebe Xenia hat mich gebeten doch mal etwas über mich zu erzählen.

Ich bin Martina mittlerweile 58 Jahre alt, verheiratet ohne Kinder und lebe in GE. Mein ganzes Leben war es mir irgendwie bewusst, dass ich irgendwie anders war. Sprüche wie: „An dir ist echt ein Mädchen verloren gegangen war, oder benimm dich doch mal wie ein Mann“ begleiteten mich phasenweise mein ganzes Leben. Die Liebe zu meiner Frau kam über mich, da war ich grade 16 Jahre alt und hat mich bis heute, 42 Jahre später, so unendlich glücklich gemacht.

Die Jahre gingen so dahin, wir hatten ein unbeschwertes Leben. Immer genug Geld in den Taschen und auf dem Konto ermöglichten uns ein sorgenfreies Leben. Meine ständigen Fragen an meine Frau wie z.B.: „Wie ist es eine Frau zu sein?“ und ihre unbeholfenen Antworten führten zu keinem Ergebnis, da ich selbst nicht wusste warum mich diese Fragen quälten.

Zum Karneval 1999 in Venedig sollte der Wendepunkt in meinem Leben bedeuten. Diese wundervollen Kleider brachten mich schier um den Verstand, ich wollte unbedingt so ein Kleid anziehen, meine Frau Silvia wusste es zu verhindern.

In den darauf folgenden Jahren wurde es mit meiner Gesundheit immer schlechter. Schmerzen im ganzen Körper, Schlaflosigkeit, Wut, Trauer, keine Selbstliebe, eine Bandscheibe in der Wirbelsäule nach der anderen verabschiedete sich… ich könnte noch weitere Krankheiten aufzählen.

Ich suchte mir endlich psychotherapeutische Hilfe. Das Schicksal bescherte mir „Nele“. Sie selbst mit einem Handicap geschlagen, sollte mir helfen können… ?! … und wie sie das konnte. Wie der Wirbelwind brachte sie meine Gefühle durcheinander. Sie stelle mein ganzes Leben auf den Kopf, wir suchten gemeinsam nach Lösungen für meine Probleme. Je tiefer sie in meine Psyche „eindrang“ desto verwirrter wurde ich. Irgendwann holte sie Luft und stellte die alles entschiedene Frage:

„WAS GLAUBEN SIE SIND SIE, EINE FRAU ODER EIN MANN“

Diese Frage fuhr mir in die Glieder und veränderte mein Leben nachhaltig.

Ich werde hier nicht über meine familiären Probleme der folgenden Zeit berichten, nur so viel: Die Liebe und Unterstützung meiner Frau zu mir wurde auf eine harte Probe gestellt. Ich bin unendlich glücklich, dass sie uns nicht aufgegeben hat.

Es folgte was nun zwangsläufig kommen musste: Outing in Familie, Freundeskreis, Arbeit, etc. nicht überall wurde dies mit Begeisterung aufgenommen…, Hormontherapie, Namens-/Personenstandsänderung.

Im Frühjahr 2020 begann das letzte große „Projekt“ meiner Angleichung. Die Geschlechtsangleichende Operation.

Für mich kamen nur zwei Krankenhäuser in Essen in Frage, entweder eine Operation von Frau Prof. Krege im Hyssenstift, oder Herr Prof. Hess vom Universitätsklinikum. Ich habe mir Ersttermine zur Beratung in beiden Krankenhäusern besorgt. Bei Frau Prof. Krege fand die Beratung vor Ort statt, bei Herr Prof. Hess online. Obwohl ich ihn nicht persönlich kennenlernen konnte fiel meine Wahl auf „Hess“, ich fand Ihn einfach nett.

Im September 2021 erhielt ich einen Anruf, der OP-Termin wurde auf den 01.03.2022 festgesetzt, also noch 4 ½ Monate Wartezeit, jetzt wurde es spannend.

Ich fing an zu recherchieren: Wie groß ist das Risiko während einer OP zu sterben, was passiert wenn die Narkose mich tötet… usw. Ich entwickelte ungeahnte Ängste. Keine Zweifel ob ich die OP wirklich machen sollte, da war ich mir sicher die wollte ich!!! Ich hatte Angst vor möglichen Fehlern der Ärzte.

Je näher der Termin kam desto ruhiger wurde ich auf einmal, wenn ich nicht mehr wach werden sollte, was soll es war dann auf einmal mein Gedanke.

Als nächstens recherchierte ich über die unterschiedlichen OP-Varianten. In der Onlineberatung 2020 wurde die „Kleine Lösung“ besprochen, die wollte ich haben. Als ich dann endlich einen Arzt vor mir stehen hatte, kamen mir Zweifel, jetzt musste es die Kombinierte Lösung sein.

Zuerst wird vom Penis die Eichel, Schwellkörper und Harnröhre entfernt. Nun wird die Penishaut in einen neu geschaffenen Hohlraum eingenäht. Bei mir wurde noch die Haut des Hodensacks zur Verlängerung in den neu geschaffenen Hohlraum eingenäht. Bei dieser Methode wird die Harnröhre aufgeschnitten und in die geschaffene Röhre eingenäht. Mit ihrer Schleimhaut soll, wenn alles gut geht, eine natürliche Feuchte geschaffen werden.

Doch huch ich greife vor. Am 28.02 sollte ich um 17:00 Uhr im Krankenhaus mein Zimmer beziehen. Ich hatte schon zu Hause abgeführt, außerdem nur Wasser und sehr viel Brühe getrunken. Ich bezog ein Einzelzimmer, das fand ich schon mal toll.

Ich wurde am Morgen vor 6:00 Uhr mit den Worten ich wäre „die Erste auf dem OP-Tisch“ aus dem Bett gejagt, schnell duschen, OP-Hemd und Thrombose-Strümpfe anziehen und ab ins Bett. Die „Alles-egal-Tablette“ wurde mir schon bereit gelegt, ich durfte sie jedoch noch nicht einwerfen. Ab Einnahme der Tablette darf man nicht mehr alleine sein.

Die Fahrt zum OP-Saal war sehr kurzweilig, da alle Pfleger denen ich begegnete eine beruhigende Art an den Tag legten, meine Angst war weg.

Die PDA wurde gelegt, dazu musste ich erst mal wach sein, denn das musste im Sitzen passieren. Die PDA ist dazu da, um die Schmerzen nach der OP auszuschalten…

Dann wurde ich schlafen gelegt.

Nach der OP ich wurde ich im Aufwachraum um 12:30 Uhr geweckt. Ich habe die oben beschriebene PDA in den Rücken eingesetzt bekommen, das sollte meinen Schmerz reduzieren. Jedoch haben die Medikamente so gut gewirkt, dass ich zwar wach war aber ansonsten im ganzen Körper nichts gespürt habe. Mein Blutdruck war 77 zu 44 meine Herzschläge kamen auf maximal 45 Schläge.
Es hat mehr als 3 Stunden gedauert bis mein Blutdruck so stabil war, dass ich endlich auf mein Zimmer durfte.

Am Freitag und Samstag war ich in heller Aufregung, mein Platzhalter verabschiedete sich, der Körper drückte das Ding einfach mal so raus. Alle Ärzte ziemlich cool da sie dieses Problem wohl schon regelmäßig haben, setzen ihn einfach wieder ein und benutzten immer mehr Klebeband, das Entfernen macht natürlich besonders viel Spaß, aber nur für diejenigen die Dir das entfernen.

Am Montag den 7. März durfte ich meine neue Errungenschaft zum ersten Mal „ausgiebig“ bewundern. Frau Doktor Caspari entfernte noch einige Kompressen, die der Operateur mit angenäht hat und testete als erstes meine Klitoris (das ist meine frühere Eichel) hui hui da ging aber die Post ab.

Dann spülte sie alles aus, die ganze Zeit hielt ich einen Spiegel in der Hand und schaute ihr dabei zu. Als sie mehrere Kompressen einfach so reingestopft hat und gesagt hat „schauen Sie was ich da alles rein bekomme“ hatte ich ‘ne Menge Tränen in den Augen!
Sie trocknete mit den Kompressen innen alles ab und zeigte mir wie ich einen Platzhalter fertig mache. Den führte sie mir ein, und holte ihn sofort wieder raus. Nun war ich an der Reihe, das ist schon ein eigenartiges Gefühl, werde mich aber sicherlich daran gewöhnen.

Am Tag 8 nach OP wurde ich entlassen, gesunden könne ich auch zu Hause!

Die ersten zwei Wochen verbrachte ich überwiegend im Bett oder auf dem Sofa. Zwischendurch sollte ich mich min. 3 Mal am Tag bugieren, dazu benutzte ich das Set von Vagiwell, die Größe 3 & 4 wurden von mir ausgiebig benutzt. Der Bereich wurde immer wunder, alles tat nur noch weh… Der Platzhalter blieb auch nicht an seinem Platz, ich verzichtete auf Ihn.

An den Tagen 15 und 16 nach OP ging es mir nicht so gut, etwas Fieber und etwas Schüttelfrost raffte mich dahin. Ich telefonierte mit der Ärztin. Ich schilderte die Probleme, die Ärztin beruhigte mich ist soweit normal, kein Grund für einen Alarm. Ich hätte mir einen Besuch bei einer Ärztin gewünscht.

Habe ich eigentlich schon über den ständigen nicht gut riechenden Ausfluss geschrieben? Wundwasser, Blut und sonstige Flüssigkeiten die aus einer Wunde austreten können beschäftigen mich jeden Tag. Es wird von Tag zu Tag weniger aber puh daran möchte ich mich nicht gewöhnen.

Zum Thema Wundheilung: Das geht bei mir erstaunlich schnell und ohne Komplikation voran, die Nervenbahnen verbinden sich, das bemerke ich an den Blitzen im OP-Bereich, mal mehr mal weniger stark.

Ach ja Prof. Hess der schaute zwei mal auf meinem Zimmer vorbei, wir wechselten ein paar Worte. Er hat ein gutes Team aufgebaut, scheint jedoch so viel zu tun zu haben, dass die Nähe zum Patienten ein wenig zu kurz kommt, aber dafür gibt es ja die anderen Ärzte und Pfleger.

Jetzt werde ich hoffentlich schnell wieder fit, ich würde gerne wieder etwas arbeiten gehen wollen um dann in 3 Monaten die Korrektur-OP zu überstehen.

Und dann möchte ich endlich mein unbeschwertes Leben wieder zurück haben. 😉

Liebe Grüße
Martina

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Xenia`s Interview im Unternehmen

Die Abteilung Diversität und Inklusion eines großen japanischen Kamera- und Mikroskop- Herstellers bat mich letztens ein Interview zu geben. Dieses Interview wurde in Englisch und in Deutsch im Intranet veröffentlicht. Zudem bekam ich die Erlaubnis mein Interview auch im Blog des Gendertreff e.V. zu veröffentlichen. Was ich hiermit gerne tue:

 

Ena (E): Hi Xenia. In the last volume our colleague from England asked if you could share your story with us concerning LGBTQIA+*, specifically your experience and understanding with regards to transgender? (*Widely recognized as Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersex, Asexual with the plus sign covering anyone else not included)

Xenia (X): Many people aren’t aware that the spectrum of transgender is quite large and extensive, and diversity in transgender is not well understood. For instance, the distinction between transvestite and transgender identity, or between transgender identity and sexual orientation should be made. Being transgender isn’t the same thing as being lesbian, gay or bisexual. Gender identity is about who we are inside, while sexual orientation is about whom we are attracted to.

E: Indeed. People often get confused and misunderstand, which may be making transgender (hereafter Trans*) people’s life even more challenging.

X: Certainly. Basically Trans* is a term for people like me whose gender identity is different from the sex assigned at birth. Unfortunately, no one can choose how they come into the world. I was born with a male body, but I wasn’t even sure what I was struggling with until the 90s when the internet made all of this information accessible. And it took many years for me to come to terms with myself before I could tell other people.

E: You told me it took you about a decade before you could talk about it to your family. Can you share more about your story with us?

X: Yes. I had been married to my wife for almost 20 years and we had a teenage son at the time. My identity had been hidden from family, friends and co-workers. We were living a “normal” family life and I was terrified that they would leave me if I came out. But one day I gathered all my courage and wrote my wife a letter. After she read the letter, we cried and talked all night and of course beyond that. I am really glad that my family stayed with me and stood by me.

E: How did you feel at that time?

X: It was like opening the valve on a pressure cooker – I could release all these things I’d had to suppress for so many years!

E: I can only imagine and coming out is one of the biggest challenges facing Trans* people. Many still face stigma and discrimination in societies.

X: Sadly, the suicide rate is relatively high among Trans*. Many things in society – such as social norms, laws, medical systems – do not always make things easy for Trans*.

E: We still have a long road ahead to foster an environment that is truly inclusive for Trans* people. What about in the workplace?

X: It took a few more years before I was able to come out to the company. We prepared everything together with my family and in 2011 I spoke to HR and the works council (organisations which provide representation for employees in the workplace). The cooperation with HR was great and so the next steps were taken together. From November, Xenia came to work. Of course, I was very nervous and uncertain about the reaction I would get from my colleagues. When I got to the office, I was pleasantly surprised and overwhelmed by the many nice emails and conversations in the hallways and offices. A heart shaped cake on my desk with the message „Welcome Xenia“ made me lose control and burst into tears.

E: I am glad to hear that you felt safe enough for you to bring authentic yourself to the German office. Together with your wife, you have founded a non-profit organization Gendertreff e.V. Can you tell us more about it?

X: It is a self-help organization that provides information and an exchange platform on the subject of Trans* people. It is not only for Trans* people themselves, but also for their families and relatives, which I deem very important. Our aim is to help them to find their own individual paths at their own pace and which feel right for them. Not all Trans* want to jump onto hormone prescriptions or sex reassignment surgery.

E: Xenia, thank you so much for being so open and sharing your story with us. Would you like to pass a baton onto the next person with a question?

X: Sure. I would like to ask my colleague – what motivated you to be involved as Equal Opportunities Officer at our company?

E: Let us have a chat with our colleague from IT-department in the next volume.

 

Comment from an email:
I had wanted to be able to make a donation to Gendertreff e.V. before reaching out to you with a personal message. Like so many at our company I was incredibly moved by your personal story in the recent company communication. I wanted to find some way thank you for your courage, honesty and also charitable good work. Your focus on helping others is incredibly admirable and deserves to be supported. I wish you every success and a profound happiness that each of us should have the opportunity to enjoy in this precious life that we have. 

>> My story
>> Flyer „Transgender identity at the workplace“
>> Glossary

 

Ena (E): Hallo Xenia, in der letzten Ausgabe bat unsere Kollegin aus England darum, uns Ihre Geschichte zum Thema LGBTQIA+* zu erzählen, insbesondere Ihre Erfahrung und Ihr Verständnis von Transgender. (* Steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Queer, Intersexuelle, Asexuelle, wobei das Pluszeichen für alle weiteren steht.)

Xenia (X): Viele Menschen wissen nicht, wie groß und umfangreich das Spektrum von Transgender ist und verstehen nicht wirklich, wie vielfältig Transgender sein kann. Beispielsweise sollte man zwischen Transvestiten- und Transgender-Identität oder zwischen Transgender-Identität und sexueller Orientierung unterscheiden. Transgender ist nicht dasselbe wie lesbisch, schwul oder bisexuell zu sein. Bei der Geschlechtsidentität geht es darum, wer man innerlich ist. Bei der sexuellen Orientierung geht es darum, zu wem man sich hingezogen fühlt.

E: Genau. Das führt oft zu Verwirrungen und Missverständnissen, was Transgender-Menschen (im Folgenden Trans* genannt) das Leben noch schwerer machen kann.

X: Das stimmt. Grundsätzlich ist Trans* ein Begriff für Menschen wie mich, deren Geschlechtsidentität sich von dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht unterscheidet. Leider können wir uns nicht aussuchen, wie wir auf die Welt kommen. Ich wurde mit einem männlichen Körper geboren, aber ich war mir nicht einmal sicher, womit ich zu kämpfen hatte. Erst in den 90er Jahren wurden all diese Informationen durch das Internet zugänglich. Und es hat viele Jahre gedauert, bis ich mich mit mir selbst abgefunden hatte, bevor ich anderen Menschen davon erzählen konnte.

E: Sie haben mir erzählt, dass es ungefähr ein Jahrzehnt dauerte, bis Sie mit Ihrer Familie darüber sprechen konnten. Können Sie uns ein wenig mehr über Ihre Geschichte erzählen?

X: Ja. Ich war fast 20 Jahre mit meiner Frau verheiratet und wir hatten damals einen Sohn im Teenageralter. Meine Identität hielt ich vor meiner Familie, meinen Freunden und Kollegen geheim. Wir führten ein „normales“ Familienleben und ich hatte schreckliche Angst, dass sie mich verlassen würden, wenn die Wahrheit ans Licht käme. Aber eines Tages nahm ich all meinen Mut zusammen und schrieb einen Brief an meine Frau. Nachdem sie den Brief gelesen hatte, weinten und redeten wir die ganze Nacht und natürlich noch darüber hinaus. Ich bin wirklich froh, dass meine Familie bei mir geblieben ist und zu mir gehalten hat.

E: Wie fühlten Sie sich damals?

X: Es war, als würde ich das Ventil eines Schnellkochtopfs öffnen – ich konnte all die Dinge herauslassen, die ich so viele Jahre lang unterdrücken musste!

E: Ich kann mir das gut vorstellen. Sich zu outen ist eine der größten Herausforderungen für Trans*-Menschen. Viele leiden immer noch unter gesellschaftlicher Stigmatisierung und Diskriminierung.

X: Leider ist die Selbstmordrate unter Trans*-Menschen relativ hoch. Viele Dinge in der Gesellschaft – wie gesellschaftliche Normen, Gesetze, medizinische Systeme – machen es Trans*-Menschen nicht immer leicht.

E: Wir haben noch einen langen Weg vor uns, um ein Umfeld zu schaffen, das Trans*-Menschen wirklich einschließt. Wie erging es Ihnen am Arbeitsplatz?

X: Es dauerte noch ein paar Jahre, bis ich mich in der Firma outen konnte. Ich habe alles gemeinsam mit meiner Familie vorbereitet und 2011 mit der Personalabteilung und dem Betriebsrat gesprochen. Die Zusammenarbeit mit der Personalabteilung war toll. Die nächsten Schritte haben wir dann zusammen unternommen. Ab November kam Xenia zur Arbeit. Natürlich war ich sehr nervös und unsicher, wie meine Kollegen reagieren würden. Als ich ins Büro kam, war ich angenehm überrascht und überwältigt von den vielen netten E-Mails und Gesprächen in den Fluren und Büros. Beim Anblick eines Kuchens in Herzform mit der Nachricht „Willkommen Xenia“ auf meinem Schreibtisch verlor ich die Fassung und brach in Tränen aus.

E: Ich freue mich zu hören, dass Sie sich sicher genug gefühlt haben, um sich authentisch in die Niederlassung einzubringen. Zusammen mit Ihrer Frau haben Sie den gemeinnützigen Verein Gendertreff e.V. gegründet. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

X: Das ist eine Selbsthilfeorganisation, die Informationen und eine Austauschplattform zum Thema Trans*-Menschen bietet. Sie richtet sich nicht nur an Trans*-Menschen selbst, sondern auch an ihre Familien und Verwandten, was ich für sehr wichtig halte. Unser Ziel ist, diese Menschen dabei zu unterstützen, in ihrem eigenen Tempo ihren individuellen Weg zu finden, der sich für sie richtig anfühlt. Nicht alle Trans*-Menschen wollen sich auf Hormonpräparate oder eine geschlechtsangleichende Operation einlassen.

E: Xenia, vielen Dank, dass Sie uns Ihre Geschichte so offen erzählt haben. Möchten Sie mit einer Frage den Stab an die nächste Person übergeben?

X: Sicher. Ich möchte diese Frage an meinen Kollegen richten: Was hat dich motiviert, sich als Beauftragter für Chancengleichheit bei uns zu engagieren?

E: In der nächsten Ausgabe sprechen wir mit dem Kollegen aus der IT-Abteilung.

 

Kommentar aus einer eMail:
Ich wollte dem Gendertreff e.V. eine Spende zukommen lassen, bevor ich mich mit einer persönlichen Nachricht an Sie wende. Wie so viele in unserem Unternehmen war ich unglaublich bewegt von Ihrer persönlichen Geschichte in der jüngsten Unternehmenskommunikation. Ich wollte einen Weg finden, mich bei Ihnen für Ihren Mut, Ihre Ehrlichkeit und auch karitative gute Arbeit zu bedanken. Ihr Fokus darauf, anderen zu helfen, ist unglaublich bewundernswert und verdient es, unterstützt zu werden. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ein tiefes Glück, das jeder von uns in diesem kostbaren Leben, das wir haben, genießen sollte.

>> In kleinen Schritten, mein Weg zum Ich – Dokumentation
>> Flyer „Transidentität am Arbeitsplatz“
>> Glossar

 

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