Gendertreff – 10 Jahre Selbsthilfe für Transgender und Angehörige

Düsseldorf, 17.10.2014 - Am Sonntag, den 17.10.2004 trafen sich erstmals Transgender und Angehörige zu einem Selbsthilfetreffen in Düsseldorf. Aus bescheidenen Anfängen hat sich in den vergangenen 10 Jahren ein umfangreiches Informations- und Selbsthilfeangebot für transidente Menschen und ihre Angehörigen entwickelt.

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Julias Review

Autorin: Julia

Lange her das ich hier mal was geschrieben habe. Daher musste ich das mal ein wenig strukturieren.

Trennung und Auszug
Ende 2013 haben sich meine Frau und ich nach einigem hin und her dann doch getrennt. Wir haben uns nicht in einem riesen Streit getrennt, sondern einfach festgestellt das unsere Lebensziele nicht mehr übereinander passen. Trotzdem war es eine schwierige Zeit, die uns beiden sehr weh getan hat. Immerhin waren wir knappe 17 Jahre zusammen und davon rund 6 Jahre verheiratet. Im Nachhinein mussten wir aber beide feststellen, dass die Entscheidung richtig war und wir beide damit glücklich sind.
Anfang 2014 ist Claudia dann auch aus unserem gemeinsamen Haus ausgezogen. Das bedeutete für mich das ich das erste mal in meinem Leben alleine wohnen musste. Ich habe die ersten Wochen viel Zeit und Energie in eine neue Ordnung in dem Haus gesteckt. Durch Claudias schwere Depression ist viel liegen geblieben das ich dringend wieder in eine vernünftige Ordnung bringen musste.

Neue Liebe
Über diese schwierige Anfangsphase hat mich meine neue Liebe gerettet. Christin hat mir sehr den Rücken gestärkt und mir immer wieder mit Rat und auch Tat zur Seite gestanden. Wir haben grade in den ersten 2-3 Monaten sehr viel Zeit damit verbracht unsere „verflossenen“ Beziehungen aufzuarbeiten. So konnten wir beide einen Schlussstrich ziehen und aus den Trümmern unsere Beziehung aufbauen. Durch eine verunglückte OP kam es dann dazu das Christin fast 8 Wochen bei mir gewohnt hat. Eine Zeit der ich heute noch sehr nachtrauere. Was bei einer Fernbeziehung wohl verständlich ist.

Das Leben
Christin hat mir aber auch immer wieder dabei unter die Arme gegriffen, wenn es darum ging mein Selbstbewusstsein aufzubauen. Das Leben findet nicht nur in den eigenen 4 Wänden statt. Sie hat mich immer wieder ermutigt auch vor die Tür zu gehen. Und es war mit Ihr am Anfang viel leichter. Es macht einen so großen Unterschied ob man alleine durch die Stadt läuft oder mit einer Freundin an der Hand. Andersherum konnte ich Ihr immer wieder die Angst nehmen sich mit einer Frau an der Seite zu zeigen. Ich glaube, dass es auch für eine Partnerin ein gewaltiger Schritt ist sich in eine lesbische Beziehung zu begeben. So schwer wie wir uns mit unserem Outing tun, so schwer tun sich nun mal auch unsere Partnerinnen.

Epi
Im Juni habe ich dann den ersten Schritt für die körperlichen Veränderungen gewagt und habe mir ein Studio für die Entfernung des Bartes gesucht. Heute habe ich die ersten zwei Termine hinter mir. Bisher bin ich unglaublich zufrieden mit dem Ergebnis. Der Bartschatten ist (fast) vollständig weg. Dadurch entwickelt sich ein ganz neues Gefühl der Sicherheit. Wo ich mich sonst nur mit viel Make Up im Gesicht vor die Tür getraut habe, konnte ich jetzt schon die ersten Male ohne Kosmetik vor die Türe. Die blonden Haare die übrig sind, sind so wenig und wachsen so langsam, das ich überhaupt kein schlechtes Gefühl habe. Diese Veränderung, obwohl es nur eine kleine ist, weckt den Hunger auf mehr. Ich kann es bis zu den Hormonen kaum erwarten. Aber auch hier will ich nichts überstürzen und das mit meinem Psych in Ruhe besprechen.

Ein Massenouting
Da das Outing im Kreise der Familie und der Bekannten ohne Probleme verlaufen war, war Anfang September der nächste Kreis dran. Die Mittelalter Szene. Hier wussten bisher nur die Leute Bescheid die ich auch zu meinem Freundeskreis zähle. Eigentlich war das Outing in der Szene erst für die Saison 2015 geplant. Das lag aber nicht an der fehlenden Motivation, sondern viel mehr an der fehlenden Kleidung. Aber auch hier konnte ich mich voll und ganz auf meine Freundin verlassen. Sie hat mit viel Fleiß komplett neue Klamotten für mich genäht. Und es mir dadurch ermöglicht schon viel früher als geplant auch das „Hobby“ als Frau zu erleben. Auf dem ersten Markt ging es rum wie ein Lauffeuer. Die meisten kennen mich schon lange Jahre und konnten es nicht so recht glauben. Viele haben mich gefragt ob ich eine Wette verloren hätte. Aber ich konnte so jedem erklären was diese Veränderung auf sich hat. Ich konnte mich an dem Wochenende kaum vor Komplimenten retten. Alle haben die Veränderung sehr positiv aufgenommen und mir viel Respekt entgegengebracht.
Der zweite Markt, vergangenes Wochenende, war der Abschluss von 8 Tagen in Vollzeit. Christin und ich haben erst ein paar freie Tage bei Ihr genossen und einiges dabei unternommen und sind dann zu dem Mittelaltermarkt gefahren. Es hat sich alles so normal angefühlt. Auf dem Markt haben wir dann ein paar Leute von dem ersten Markt wieder getroffen. Da war das schon alles verarbeitet und völlig normal. Bei den Leuten die ich noch nicht gesehen hatte gab es die unterschiedlichsten Reaktionen. Aber nie war sie negativ. Viele Leute kamen im Verlauf des Marktes und haben nach Christins neuem Freund gefragt. Ich saß meistens daneben. Sie hat mich denen die ich nicht kannte vorgestellt und dann die Situation aufgeklärt. Die meisten hatten mich für eine Freundin, aber nicht für die Freundin gehalten. Zwei Märkte die wichtig für mein Ego waren und super gelaufen sind.
Der Wechsel zurück in die alte Rolle für den erste Arbeitstag war dann aber leider alles andere als leicht.

Psych
Auch hier hat sich etwas getan! Nach eingem Suchen habe ich mittlerweile einen Therapeuten gefunden mit dem ich gut auskomme. Wir sind aktuell noch in der Phase in der wir uns kennenlernen. Aber die Ziele der Therapie haben wir schon abgesteckt. Ich möchte mit Ihm zu erst an der HRT und am Outing am Arbeitsplatz arbeiten. Danach dann die VÄ/PÄ angehen. Er hat in dem ganzen Thema Trans Erfahrung und begleitet nicht das erste mal eine Transfrau. Bisher habe ich auch den Eindruck das er sehr genau weiß wie er vorgehen muss. Übermorgen ist der nächste Termin und ich bin schon wieder sehr gespannt wie es weiter geht. Aber das erfahrt ihr erst beim nächsten Eintrag…

Julia

Tharas Befreiung

Autorin: Thara

Das lange Wochenende ist fast vorbei…

Sorry, wenn ich wieder so viel Text schreiben muss, aber ich muss mal einiges niederschreiben, sonst hebe ich noch ab. 🙂

Mit meinen Eltern lief die ganze Woche alles super. Sie stellen nur sachliche Fragen und wollen auch bald schon versuchen, mich mit meinem neuen Namen anzusprechen.
Dieser ändert sich auch noch einmal… Sie haben einen Vorschlag gemacht und er fühlt sich einfach super an: Thara (In Indien: die unendlich liebende). Wobei ich dann offiziell Thara Tanja bei einer PÄ eintragen lassen werde.

War viel unterwegs diese Woche, da ich nur am Mittwoch arbeiten musste und es war einfach nur… kann es nur unfassbar nennen…

Montag früh das erste Mal zu Hause geschminkt und als Frau das Haus verlassen – zum Hausarzt, Rezept holen. Beim Betreten der Praxis kommt mir eine Sprechstundenhilfe entgegen und sagt: „Ui hallo, na das sieht aber gut aus“
Der Hausarzt selbst hat mich auch kurz rein gerufen und meinte nur, das er sich auf der Straße nach einer Frau wie mir umdrehen würde…
Die Freundin meines Cousins hat mich mit Klamotten beschenkt, die ihr zu klein geworden sind, sowie mit Makeup. Donnerstag habe ich mit meiner Frauengruppe einen wunderschönen Tag in Gießen verbracht.
Freitag sind eine Freundin und ich dann spontan nach Frankfurt ins ehemalige Cocoon (jetzt Moon13) zur Ladies Night. Eintritt frei und 30€ Verzehr frei. Dazu gab es eine Karte vom Ladies Member Club (in Pink natürlich)(Freier Eintritt bis Jahresende)

Samstagvormittag Ohrlöcher stechen (bzw. nur frei machen, die alten gingen doch noch) und Augenbrauen zupfen (nur dezent wegen Arbeitsplatz zur Zeit noch). Abends dann auf eine Reggae-Party. Dort habe ich mich zum ersten Mal als Thara vorgestellt und (halt mich mal jemand fest bitte…) ein absolut bezauberndes Wesen kennen gelernt. War natürlich zu schüchtern, aber Sie hat mir jede Menge Komplimente gemacht und ein paar Mal meine Hand gehalten… In ihren Augen hätte ich ertrinken können. Ich weiß nicht einmal ob sie überhaupt lesbisch oder bi ist und hoffe einfach nur, dass ich sie in dem Café bald wiedersehe. Zumindest weiß ich, wie sie heißt…

Die ganze Woche über maximal Leute die 2x hin geschaut haben. Keine komischen Blicke, keine blöden Kommentare!

Es ist einfach unbeschreiblich wie mein Herz aufblüht, könnte letzte Zeit öfter weinen vor Glück. Schon immer habe ich alles geliebt was ist, aber habe mich in meinem männlichen Körper verkrochen und ihn versucht zu zerstören. Langsam findet diese Liebe jetzt einen Kanal nach draußen und sie kommt von allen Seiten zurück.
Ich glaube mein Kopf hat es noch gar nicht richtig kapiert, das kann auch noch ein paar Wochen dauern.

Sollte jemand einen Bleigürtel im Angebot haben, damit ich nicht 10cm über dem Boden schwebe -> kauf ich! 🙂

Ich wünsche allen noch einen wunderschönen Sonntag!

Thara

 

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Gutachten und weiter

Autorin: Stefanie

Hallo zusammen,

nachdem ich mal wieder eine Weile nichts geschrieben habe, möchte ich den Stand der Dinge doch mal ein wenig aktualisieren.

Die beiden Gutachtertermine habe ich nun erfolgreich hinter mich gebracht.
Beim ersten (Dr. Behrends) wurde ich mit den Worten begrüßt: schon wieder eine große Frau. Danach machte er schon ein paar Anmerkungen, dass er ja gar nicht wisse, was er negatives schreiben solle, nachdem er meinen Lebenslauf gelesen hatte (immerhin knapp 8 Seiten, die man hier auch nachlesen kann, da es der Anfang dieses Tagebuchs ist). Dann hat er es aber doch noch geschafft mir 1,5 Stunden Löcher in den Bauch zu fragen. Er ging beinahe alle meine Aussagen aus meinem Lebenslauf durch wohl auch um zu prüfen, ob alles von mir kommt oder ich etwas dazu gedichtet habe. Da alles authentisch war, lief es aber recht entspannt. Ein wenig überrascht hat er mich nur als er am Schluss noch eine kurze Untersuchung machen wollte, die schon die Neurologin auch gemacht hatte. Aber auch hier nichts auszusetzen. 🙂
Etwas irritierend fand ich nur, dass er mir dann noch den sogenannten Düsseldorfer Fragebogen in die Hand drückte und sagte, den möge ich dann bitte zu Hause ausfüllen und kurzfristig zusenden. Naja, im Endeffekt hat es mich ein Lächeln, eine halbe Stunde und etwas Porto gekostet und dann war der ausgefüllte Fragebogen am nächsten Tag auf dem Postweg.

Knapp 4 Wochen später hatte ich dann den zweiten Termin bei Frau Schleussner. Auch hier wurde ich freundlich begrüßt und es ging in einer recht entspannten Atmosphäre los. Im Gegensatz zu Dr. Behrends legte sie bei ihren Fragen mehr Wert auf die Kinder- und Jugendzeit, wohl auch deswegen, weil auch in meinem Lebenslauf da nicht so viele Ereignisse drinstanden, die recht früh schon auf eine klare Transidentität hätten schließen lassen. Der Besuch dauerte auch nur knapp mehr als eine Stunde und endete auch in ein wenig Smalltalk und einem weiteren Tipp, wie man brüchigen Nägeln am besten auf die Sprünge helfen kann. Und sie informierte mich auch, dass entgegen ihrer Angewohnheit sie das Gutachten erst am übernächsten Wochenende schreiben würde (normalerweise macht sie nur einen Gutachtertermin pro Woche und schreibt dann am folgenden Wochenende gleich den Bericht). Sie konnte nämlich das Gutachten von der Woche davor noch nicht schreiben, weil sie ihrer Tochter beim Umzug geholfen hatte und dies nun erst mal nachholen muss. Danach habe sie dann noch Urlaub aber dann sei ich dran. Mir war es recht, da Dr. Behrends gar keinen Termin genannt hatte und da eine Woche mehr warten zu müssen, nicht wirklich relevant erschien.

Alles in allem kann ich nun zu den Gutachtern nur das sagen, was ich mir genau genommen schon vorher gedacht hatte. Wer den Weg bis dahin aus eigenem Willen gegangen ist und alles was an Unterlagen eingereicht wurde nur dem entspricht was man wirklich erlebt hat, muss sich niemand Sorgen machen, dass einen ein Gutachter ‚zerpflückt‘ oder Steine in den Weg legt. Seid ihr authentisch ist es nur ein Gespräch, das zugegeben ja nach Frage schon mal grenzwertig sein kann, aber hier soll möglichst in einem Gespräch jemand sagen, ob ihr ehrlich seid oder nicht. Da sind nicht alle aber viele Fragen ggfs. auch sinnvoll. Also einfach den ausführlichen Lebenslauf nicht schönen, sondern einfach schreiben was passiert ist und gut.

In meinem Urlaub vor dem zweiten Termin habe ich es dann auch endlich mal geschafft mich um eine weitere Baustelle zu kümmern. Ich hatte ja schon Anfang 2013 mit IPL des Barts begonnen und mittlerweile 11 Termine hinter mich gebracht. IPL ist aber leider nicht dauerhaft und wird in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Anfangs war es mir egal, da ich einfach was tun wollte. Nun aber war es an der Zeit auf die Nadelepilation umzusteigen. Ich hatte mir nun endlich einen Termin besorgt und bekam dann sehr ausführlich erzählt, welche Haarwuchszyklen es gibt und die im Gesicht leider wohl über 7 Jahre laufen können. Ebenso ist die Nadelepilation, wenn auch sehr effektiv, leider auch sehr aufwändig, da nun wirklich Haar für Haar behandelt werden muss und das bei ich glaube 800 Haaren pro Quadratzentimeter (nicht schlagen wenn der Wert nicht ganz stimmt, aber so habe ich es mir gemerkt ).
Wie dem auch sei, ich habe dann auch den ersten Termin für eine Probebehandlung gemacht und ich muss sagen, IPL ist ein wenig angenehmer weil auch in der Regel kürzer und auf einer größeren Fläche. Nachdem ich nun auch den Kostenvoranschlag habe, werde ich am kommenden Montag den Antrag für die Kostenübernahme bei meiner Krankenkasse abgeben.

Zum guten Abschluss hatte ich dann letzten Samstag auf einmal wieder Post vom Amtsgericht. Die Kopie des ersten Gutachtens kam in einem grauen DINA5 Umschlag, der noch nicht mal verschlossen war. Aber egal, der Inhalt war ja noch drin. Meine Herrschaften: 20 Seiten. Aber das schöne stand auf den letzten 2 Seiten. Das Ergebnis bzw. die Antworten auf die 3 Fragen, die das Gericht gestellt hat und die waren alle positiv. 🙂
Jetzt heißt einmal mehr wieder warten, dieses Mal auf das zweite Gutachten und das Urteil vom Gericht. Der einzige Wermutstropfen wird dann aber wohl auch nicht mehr lange auf sich warten lassen, nämlich die Rechnung zum Verfahren.
Es geht weiter voran und so ganz nebenbei läuft das Leben mittlerweile in ganz normalen Bahnen.

Für alle die noch am Anfang stehen sei gesagt: es geht beinahe alles, solange man mit Herz und Seele dabei ist, aber bitte hört auf euer Herz und die Seele und macht nichts, was sich falsch anfühlt, denn das ist es oft genug auch. Ich persönlich hatte das Glück wie genug andere auch, dass als wir den Weg endlich eingeschlagen haben, es für uns zu 100% feststand, dass es der einzig richtige Weg ist. Aber holt euch auf jeden Fall Unterstützung und wenn es auch nur für den Anfang sei. Alle sollten sich nämlich auch kritischen Fragen stellen, die aber halt dann auch von jemandem kommen sollten, der weiß wovon er redet.

 

Die Gesellschaft ist heutzutage viel aufgeschlossener als viele meinen, wer aber eine Zielscheibe anbietet, muss auch damit rechnen, dass man verbal auf ihn schießt. Anfangs kann das verdammt wehtun und einen auch zweifeln lassen. Aber lasst euch gesagt sein, ein Mensch der euch ehrlich sagt, wie tapfer er/sie es findet, was ihr tut und euch ein wenig unterstützt hilft so manches unbedachte Wort aufzuwiegen. Seid selbstbewusst und man wird euch akzeptieren. Gesteht aber dem Rest der Welt auch ein, dass es nur Menschen sind, die auch Fehler machen und mancher Ausspruch auch nicht wirklich böse gemeint ist. Durch die ein oder andere Erfahrung ganz zu Anfang, habe ich angefangen auch mal über mich und mein Verhalten nachzudenken. Auch ich habe Menschen die nicht der Norm entsprechen aus Neugierde angeschaut und mit Sicherheit auch das eine oder andere mal länger, als es höflich gewesen wäre. Man sollte halt nicht jeden Blick der auf einen gerichtet wird überbewerten (auch wenn das am Anfang zugegebenermaßen schwierig ist). Ich bin stolze 190cm was für eine Frau auch heute nicht so typisch ist. Auch deswegen schauen mich die Leute an, aber auch oft genug nur genau deswegen. Also Kopf hoch und geht euren Weg, aber hinterfragt euch auch immer wieder mal selber. 😉

Liebe Grüße

Steffie

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Fotos vom Gendertreff beim CSD Aurich 2014

Am 30.08.2014 gab es eine echte Premiere: Denn erstmals fand in Aurich ein CSD statt – der erste CSD in Ostfriesland überhaupt. Und der Gendertreff hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, beim ersten ostfriesischen CSD mit einem Infostand vertreten zu sein. Selbstverständlich haben wir auch an der Demonstration teilgenommen.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 001

Doch immer der Reihe nach: Wie kommt der Gendertreff zum CSD in Aurich? Ganz einfach: Gidion aus dem Gendertreff-Forum kommt aus Aurich. Und da sie auch regelmäßig unsere Treffen / SHG besucht, kam irgendwann während des Gendertreff Leverkusen zu später Stunde spontan die Idee auf, am CSD in Aurich teilzunehmen. Denn immerhin sollte es der erste CSD überhaupt in Ostfriesland sein.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 002

Also haben wir uns zum CSD in Aurich angemeldet und unsere Teilnahme in einer Pressemeldung angekündigt. Diesmal mussten wir allerdings richtig früh aufstehen. Der CSD in Aurich sollte zwar erst um 14:00 Uhr beginnen, aber wir mussten ja schließlich vorher aus dem Rheinland anreisen. Wie man sieht, waren wir aber pünktlich da und wurden von Gidion auf dem CSD-Gelände empfangen.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 003

Jeder CSD beginnt mit einer Bastelstunde, denn wir müssen ja zunächst einmal unseren Stand aufbauen. Doch nach dem Aufbau gab es für die Weitgereisten erst einmal eine Kaffeepause, denn Gidion hatte uns mit frisch gebrühtem Kaffee erwartet. 🙂

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 004

Hier sehen wir Gidion, unsere ostfriesische Trans*-Botschafterin im Gendertreff-Infostand.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 005

Noch war es leer auf dem CSD-Gelände und auch an den anderen Ständen waren die Aufbauarbeiten voll im Gange. Wir ließen uns derweil den Kaffee schmecken.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 006

Bis jetzt war das Wetter besser als angekündigt. Sollten wir wirklich wieder einmal Glück mit dem Wetter haben?

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 007

Auch die LKW für die Demonstration standen bereits geschmückt bereit. Der CSD Aurich 2014, der erste CSD in Ostfriesland, konnte starten.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 008

Und tatsächlich: Langsam füllte sich das CSD-Gelände. Hier sehen wir den Blick aus unserem Infostand auf den Platz, der in wenigen Stunden Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz heißen sollte – benannt nach einem Auricher, der vor vielen Jahren Vorreiter in Sachen LGBT war.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 009

Ein weiterer Blick aus unserem Stand zeigt, dass sich die Besucher des CSD Aurich nicht von den Wetterprognosen abschrecken ließen. Zwar war es deutlich ruhiger als auf den CSD’s in den großen Städten, an denen der Gendertreff bislang teilgenommen hatte. Aber die Auricher machten das mit der Freude über den ersten ostfriesischen CSD locker wieder wett. Wir haben uns jedenfalls auf dem CSD Aurich richtig wohl gefühlt.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 010

Dann entwickelten sich auch schon die ersten Gespräche am Stand. Hier sehen wir Gidion mit Alexandra, die dann auch am Stand mitgeholfen und uns auf der Demonstration begleitet hat. Vielen Dank dafür. 🙂

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 011

Natürlich haben wir auch die obligatorischen Fotos mit der Standbesetzung gemacht.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 012

Die Stiefel zeigen: Gendertreff-Stand und Standbesatzung waren wetterfest und somit bestens vorbereitet.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 013

Und das war gut so, denn das Wetter hielt, was uns versprochen wurde: Bestes ostfriesisches Küstenwetter, so wie es sich für einen Sommertag im August gehört.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 014

Es schüttete wie aus Eimern und es wehte das, was man an der Küste wohl etwas mehr als nur eine steife Brise nennt. Aber der Gendertreff-Stand ist ja sturm- und regenfest. Außer ein wenig Wasser von oben ist nichts passiert. Und während die Wolken noch bedrohlich über uns hingen, machten wir nach dem Regenguss schnell wieder den Stand klar.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 015

Aber nicht nur das Wetter schien uns ärgern zu wollen. Auch auf der neuen Beachflag hat ein Fehlerteufel zugeschlagen:

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 016

Aber wir nehmen so etwas mit Humor, denn irgendwie ist sogar etwas Wahres dran: Wir sind gern der Treff für Transgender, Angehörige und Interessierte. Denn uns macht die Selbsthilfe- und Öffentlichkeitsarbeit für transidente Menschen und ihre Angehörigen auch im 10-jährigen Jubiläumsjahr immer noch viel Spaß. Ja, wir machen das wirklich gern und deshalb sind ostfriesisches Sommerwetter und ein Tippfehler eher ein Ansporn für uns, die nächsten 10 Jahre in Angriff zu nehmen. Und wer weiß? Vielleicht feiert der CSD Aurich ja 10-jähriges Jubiläum, wenn wir das 20. feiern? Dann feiern wir nämlich zusammen beim CSD Aurich 2024.

Na ja, die Beachflag ist beim Hersteller reklamiert und die neue bereits in Arbeit. 😉

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 017

Da das Wetter nach dem Schauer wieder besser wurde, ging der Standbetrieb weiter. Auch Ballons wurden wieder fleißig verteilt. Und wie man sieht, lassen sich die Auricher von etwas Regen auch den ersten ostfriesischen CSD nicht verderben.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 018

Dann nahmen wir Aufstellung, denn zum CSD gehörte auch eine Demonstration durch Aurich.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 019

Die Demo ging einmal rund um die Auricher Innenstadt. Das Motto des CSD Aurich – „Sehen und Gesehen werden“ – wurde für alle Auricher sichtbar umgesetzt.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 020

Auch wir waren mit unserer diesmal ungewöhnlich kleinen Fußgruppe dabei und zeigten den Aurichern, dass es transidente Menschen gibt.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 021

Dabei haben wir natürlich auch wieder fleißig viele Infoflyer verteilt.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 022

Im Hintergrund ist es deutlich zu sehen: Wir sind tatsächlich in Aurich, beim ersten CSD in Ostfriesland. Und das ist gut so, denn im ländlichen Raum ist es für Transgender viel schwieriger, sich untereinander zu vernetzen und gegenseitig zu helfen. Es ging uns deshalb also nicht nur darum, auf Transidentität aufmerksam zu machen. Vielmehr möchten wir auch zeigen, dass es Anlaufstellen für Transgender und ihre Angehörigen gibt.

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Und auch denen, die sich noch nicht heraustrauen oder die nicht wissen, wie sie mit ihrer Transidentität umgehen sollen möchten wir Mut machen und Wege aufzeigen. Ganz so, wie es der CSD in Aurich als Motto ausgegeben hat: „Sehen und Gesehen werden.“

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 024

Und so zogen wir weiter durch die Auricher Innenstadt.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 025

Gegen Ende der Demonstration hatten wir auch alle Flyer verteilt.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 026

Dann kam die Demonstration schließlich wieder auf dem CSD-Gelände an und wir führten noch diverse Gespräche an unserem Infostand. Kurz vor dem Abbau zeigte das ostfriesische Sommerwetter sich nochmal von seiner stürmischen Seite mit viel Wind und fast waagrecht auftreffendem Regen. Aber bei der Demonstration war es trocken geblieben und unser Infostand ist ja wetterfest.

Gendertreff beim CSD Aurich 2014 027

Nach dem gemeinsamen Abendessen fuhren wir dann wieder zurück ins Rheinland, wo wir spät in der Nacht erschöpft aber zufrieden ankamen. Nur Gidion ist als Auricherin natürlich noch auf der CSD-Party gewesen.

Uns hat der erste ostfriesische CSD in Aurich viel Spaß gemacht. Wir bedanken uns bei den Organisatoren und kommen gerne wieder. 🙂

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Zuständigkeiten der Amtsgerichte für die Vornamens – und Personenstandsänderung

Der §2 des Transsexuellengesetz legt fest, dass für das Verfahren das Amtsgericht am Sitz des Landgerichts zuständig ist, in der der_die Antragsteller_in ihren Hauptwohnsitz hat. Die jeweilige Landesregierung kann per Rechtsverordnung auch andere Reglungen festlegen. Daher sind die genauen Zuständigkeiten von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.
[Zitat]
§ 2 Zuständigkeit
(1) Für die Entscheidung über Anträge nach § 1 sind ausschließlich die Amtsgerichte zuständig, die ihren Sitz am Ort eines Landgerichts haben. Ihr Bezirk umfaßt insoweit den Bezirk des Landgerichts. Haben am Orte des Landgerichts mehrere Amtsgerichte ihren Sitz, so bestimmt die Landesregierung durch Rechtsverordnung das zuständige Amtsgericht, soweit nicht das zuständige Amtsgericht am Sitz des Landgerichts schon allgemein durch Landesrecht bestimmt ist. Die Landesregierung kann auch bestimmen, daß ein Amtsgericht für die Bezirke mehrerer Landgerichte zuständig ist. Sie kann die Ermächtigungen nach Satz 3 und 4 durch Rechtsverordnung auf die Landesjustizverwaltung übertragen.
(2) Örtlich zuständig ist das Gericht, in dessen Bezirk der Antragsteller seinen Wohnsitz oder, falls ein solcher im Geltungsbereich dieses Gesetzes fehlt, seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat; maßgebend ist der Zeitpunkt, in dem der Antrag eingereicht wird. Ist der Antragsteller Deutscher und hat er im Geltungsbereich dieses Gesetzes weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt, so ist das Amtsgericht Schöneberg in Berlin zuständig; es kann die Sache aus wichtigen Gründen an ein anderes Gericht abgeben; die Abgabeverfügung ist für dieses Gericht bindend.

[/Zitat]
Baden-Württemberg
Gemäß der Verordung sind die Amtsgerichte

  • Amtsgericht Baden-Baden (Landgerichtsbezirk Baden-Baden)
  • Amtsgericht Ellwangen (Landgerichtsbezirk Ellwangen)
  • Amtsgericht Freiburg im Breisgau (Landgerichtsbezirk Freiburg im Breisgau)
  • Amtsgericht Hechingen (Landgerichtsbezirk Hechingen)
  • Amtsgericht Heidelberg (Landgerichtsbezirk Heidelberg)
  • Amtsgericht Heilbronn (Landgerichtsbezirk Heilbronn)
  • Amtsgericht Karlsruhe (Landgerichtsbezirk Karlsruhe)
  • Amtsgericht Konstanz (Landgerichtsbezirk Konstanz)
  • Amtsgericht Mannheim (Landgerichtsbezirk Mannheim)
  • Amtsgericht Mosbach (Landgerichtsbezirk Mosbach)
  • Amtsgericht Offenburg (Landgerichtsbezirk Offenburg)
  • Amtsgericht Ravensburg (Landgerichtsbezirk Ravensburg)
  • Amtsgericht Rottweil (Landgerichtsbezirk Rottweil)
  • Amtsgericht Stuttgart (Landgerichtsbezirk Stuttgart)
  • Amtsgericht Tübingen (Landgerichtsbezirk Tübingen)
  • Amtsgericht Ulm (Landgerichtsbezirk Ulm)
  • Amtsgericht Waldshut-Tiengen (Landgerichtsbezirk Waldshut-Tiengen)

zuständig.

Bayern
Die „Verordnung zum Transsexuellengesetz“ regelt welche Amtsgerichte zuständig sind.

  • München (Oberlandesgerichtsbezirk)
  • Nürnberg (Oberlandesgerichtsbezirk)
  • Bamberg (Oberlandesgerichtsbezirk)

Diese Aufteilung ergibt sich aus der Zuständigkeit der jeweiligen Oberlandesgerichtsbezirke.

Berlin
Zuständig ist das Amtsgericht Berlin-Schöneberg, welches auch für sämtliche Anträge von Auslandsdeutschen zuständig ist.

Brandenburg
Gemäß der Verordnung ist das Amtsgericht Potsdam zuständig.

Bremen
Zuständig ist das Amtsgericht Bremen.

Hamburg
Zuständig ist das Amtsgericht Hamburg-Mitte

Hessen
Gemäß der Verordnung sind die Amtsgerichte

  • Frankfurt am Main (für die Bezirke der Landgerichte Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Hanau, Limburg a. d. Lahn und Wiesbaden)
  • Kassel (für die Bezirke der Landgerichte Fulda, Kassel und Marburg)

zuständig.

Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern sind diese Amtsgerichte zuständig:

  • Neubrandenburg (Der Gerichtsbezirk umfasst die Bezirke der Amtsgerichte Neubrandenburg, Demmin, Neustrelitz, Pasewalk, Ueckermünde und Waren (Müritz)
  • Rostock (Der Gerichtsbezirk umfasst die Bezirke der Amtsgerichte Bad Doberan, Güstrow und Rostock)
  • Schwerin (umfasst die Bezirke der Amtsgerichte Grevesmühlen, Hagenow, Ludwigslust, Parchim, Schwerin und Wismar)
  • Stralsund (umfaßt die Bezirke Amtsgerichte Anklam, Bergen auf Rügen, Greifswald, Ribnitz-Damgarten, Stralsund und Wolgast)

Niedersachsen
Das Niedersächsische Landesjustizportal bietet umfassende Informationen zum Thema „Angelegenheiten nach dem Transsexuellengesetz (TSG)“.
Zuständig sind die Amtsgerichte:

  • Celle (Oberlandesgerichtsbezirk Celle)
  • Göttingen (Oberlandesgerichtsbezirk Braunschweig)
  • Oldenburg (Oberlandesgerichtsbezirk Oldenburg)

Nordrhein-Westfalen
In NRW sind gemäß Verordnung die Amtsgerichte

  • Düsseldorf (Oberlandesgerichtsbezirk Düsseldorf)
  • Dortmund (Oberlandesgerichtsbezirk Hamm)
  • Köln (Oberlandesgerichtsbezirk Köln)

zuständig.

Rheinland-Pfalz
Das Amtsgericht Frankenthal ist zuständig für alle Verfahren in Rheinland-Pfalz.

Saarland
Zuständig ist das Amtsgericht Saarbrücken, Nebenstelle Heidenkopferdell.

Sachsen
Zuständig sind die Amtsgerichte

  • Chemnitz (Landgerichtsbezirk Chemnitz)
  • Dresden (Landgerichtsbezirk Dresden)
  • Görlitz (Landgerichtsbezirk Görlitz)
  • Leipzig (Landgerichtsbezirk Leipzig)
  • Zwickau (Landgerichtsbezirk Zwickau)

Sachsen-Anhalt

Eine Verwaltungsvorschrift legt als zuständige Amtsgerichte fest:

  • Magdeburg (Bezirke der Landgerichte Magdeburg und Stendal)
  • Halle: (Bezirke der Landgerichte Dessau und Halle)

Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein sind folgende Amtsgerichte zuständig:

  • Flensburg (Landgerichtsbezirk Flensburg)
  • Itzehoe (Landgerichtsbezirk Itzehoe)
  • Kiel (Landgerichtsbezirk Kiel)
  • Lübeck (Landgerichtsbezirk Lübeck)

Thüringen
In Thüringen sind folgende Amtsgerichte zuständig:

  • Erfurt (Landgerichtsbezirk Erfurt)
  • Gera (Landgerichtsbezirk Gera)
  • Meiningen (Landgerichtsbezirk Meiningen)
  • Mühlhausen (Landgerichtsbezirk Mühlhausen)

Stand 31.08.2014


In der Regel müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • Meldebestätigung der Gemeinde
  • Geburtsurkunde
  • Kopie des Personalausweises
  • Kopie des Berichts der Therapeutin
  • Transsexueller Lebenslauf

Zusätzlich können diese Unterlagen eingereicht werden, bzw. werden angefordert:

  • Erklärung über die Entbindung von der Schweigepflicht
  • Lebenslauf
  • Chronik des transidenten Lebens
  • Kopie DGTI-Ausweis (Ergänzungsausweis)
  • Kopie des Berichts des Neurologen
  • Kopie des Berichts der Gynäkologin
  • Kopie des Berichts des Endokrinologen
  • Kopie des Berichts des Urologen
  • Informationsmaterial der Selbsthilfegruppe (Flyer)

 

Informationen und Änderungswünsche werden gerne entgegen genommen.

 

Änderungen vorbehalten.

 

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Gefühlsschwankungen

Autorin: Katja

Hallo,

melde mich mal wieder nach so langer Zeit. Habe in meinem Hauptjob „Logistik und Spedition“ einiges erlebt.

Seit Frühjahr bin ich aktives Mitglied im Betriebsrat und nach meiner Personenstandsänderung ist die Frauen Quote gestiegen. Für mich heißt es, einmal die Woche eine Sitzung und die Bibel in Sachen Arbeitsrecht durch wälzen.

Einige Erlebnisse beflügeln mich und machen mein reales Leben lebenswert, aber es gibt auch Tage, die nicht so laufen wie ich es gerne hätte. So ist nun mal mein neues Leben, was ich früher nie wahr haben wollte.

Die HRT macht mir zurzeit zu schaffen. Es gibt Tage die ich am liebsten zu Hause verbringen möchte und mich nicht raus traue. Stimmungsschwankungen plagen mich und sind an der Tagesordnung. So geh ich mal singend und pfeifend durch die Halle und dann auf einmal könnte ich Heulen. Einige Kollegen haben scheinbar das richtige Mittel für mich –  Schokolade. Ich weiß nicht was drinnen ist aber schlagartig wird meine Laune besser und meine Kollegen sind irgendwie, so empfinde ich, angenehmer zu ertragen. Dabei will ich doch abnehmen.

Manchmal denke ich, bist du hier richtig? Macht dir der Job noch Spaß oder quälst du dich nur noch rum? 30 Kg tragen, geht bald gar nicht mehr, denn inzwischen nehme ich seit zwei Jahren Hormone und meine Kraft lässt nach.

Fast ein Jahr ist ins Land gegangen ohne einen Nebenjob zu haben. Einige Tiefschläge und auch Unsicherheit machte sich in mir breit. Sollst du dich bewerben oder lässt es sein. So habe ich Ende August meinen ganzen Mut zusammen genommen und mich beworben. Mein Stimmtraining in der Logopädie kam mir dabei am Telefon zu Gute. Nach einigen Telefonaten und ein paar Tagen habe ich heute eine Zusage erhalten – Traumhaft.

Ich mache jetzt einen Job den andere gerne hätten und habe heute einen Probearbeitstag erfolgreich bestanden. Ich arbeite für eine Lebensmittelkette, die Regalkräfte beschäftigt, also die Lebensmittel räumen müssen. Das Beste, es ist keine 5 Km von meiner Wohnung entfernt. Von so einem Job habe ich immer geträumt und meine Berufserfahrung kann ich einbringen. Ich möchte sagen, dass ich die Durststrecke überstanden habe und hoffe das ich dort lange bleiben kann. Jedenfalls bin ich glücklich, dass ich meinen Lebensstandard wieder bekommen werde. Also niemals aufgeben und Selbstbewusst durch das Leben gehen.

Endlich bin ich so Glücklich, dass ich mal wieder die Beine auf den Boden bekomme und
meine Ängste und Sorgen sind ein wenig gemildert.

Viele Grüße
Katja

Transsexuelle Frau darf verwechselt werden?

"Wo ist denn die Frau, die mir die Kollegen schicken wollten?" So machte sich ein Manager über eine Transsexuelle lustig, die ihm wohl zu männlich erschien. Den Job, um den sie sich beworben hatte, bekam dann jemand anderes.

Weiter zum Bericht und Urteil des Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz .........

Der Fall wird wohl auch beim Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt verhandelt werden. (Aktenzeichen: 8 AZR 421/14)

 

>> Quelle: Spiegel.de

TRANS* AM ARBEITSPLATZ

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Gendertreff beim CSD Aurich 2014

Aurich, 30.08.2014. Erstmals findet am 30.08.2014 in der ostfriesischen Stadt Aurich ein CSD statt. Der Gendertreff wird sich mit einem Infostand am CSD Aurich beteiligen und auch an der Demonstration teilnehmen.

Der CSD Aurich möchte unter dem Motto „Sehen und Gesehen werden“ ein Zeichen für die Akzeptanz von sexueller Vielfalt in der ländlichen Region rund um Aurich setzen und mit der ostfriesischen Bevölkerung in den Dialog treten. „Dies können wir nur unterstützen“, sagt Xenia, Gründerin des Gendertreff.

Xenia erinnert sich noch gut daran, wie sie und ihre Frau Ute damals alleine mit Xenias Transidentität da standen: „Damals gab es keine Angebote zur Selbsthilfe für Transgender und ihre Angehörigen in Düsseldorf.“ Kurzerhand gründeten die beiden den Gendertreff Düsseldorf – die Keimzelle des heutigen Gendertreff.

Das ist nun fast 10 Jahre her und seitdem ist der Gendertreff stetig gewachsen. Zur SHG in Düsseldorf kam der Gendertreff Leverkusen und auch das Gendertreff Forum hinzu. „Wir wissen, wie mühsam es ist, etwas aufzubauen“, sagt Xenia. „Auch deshalb möchten wir den CSD Aurich unterstützen“.

„Sehen und Gesehen werden – das Motto des CSD Aurich passt gut zur Idee des Gendertreff“, sagt Ava, die sich ebenfalls im Gendertreff-Team engagiert. „Denn je mehr transidente Menschen sich zu ihrer Transidentität bekennen, umso einfacher wird es für uns.“ Deshalb betreibt der Gendertreff intensive Öffentlichkeitsarbeit, zuletzt beim CSD in Dortmund.

„Es ist wichtig, sich zu vernetzen und auszutauschen“, sagt Xenia. „Obwohl es etwas weiter weg ist, kommt derzeit regelmäßig eine Besucherin aus Aurich zu unseren Selbsthilfetreffen nach Düsseldorf oder Leverkusen. Über unser Forum können sich auch andere Transgender und Angehörige aus der Region Ostfriesland vernetzen und sich austauschen.“

Im Oktober feiert der Gendertreff sein 10-jähriges Bestehen. „Wir freuen uns, dem CSD Aurich in unserem Jubiläumsjahr ein klein wenig Starthilfe zu geben“, sagt Xenia.

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Fotos vom Gendertreff beim CSD Dortmund 2014

Wie auch schon in den beiden Jahren zuvor hat der Gendertreff, Plattform für Transgender, Angehörige und Interessierte, sich mit einem Infostand am CSD Dortmund 2014 beteiligt. Im Beitrag der WDR Lokalzeit aus Dortmund zum CSD 2014 waren wir zwischendurch gut zu erkennen. Hier ein Screenshot – zufällig schauen einige von uns Richtung Kamera. Dabei hatten wir gar nicht bemerkt, dass wir gefilmt wurden.

Screenshot Gendertreff beim CSD Dortmund 2014 WDR Lokalzeit 001

Leider ist die Berichterstatung in den Medien – und leider auch im Falle des Beitrags der WDR Lokalzeit aus Dortmund – oftmals sehr oberflächlich. Schade, dass sich die Redakteure nicht besser informieren. In unserer Definition zum Begriff Transgender hätten sie dazu beispielsweise die Möglichkeit. 😉

Doch immer der Reihe nach. Wie immer begann auch der CSD Dortmund 2014 damit, dass am Vortag der Wagen geladen wurde. Dann hieß es wieder einmal: Früh aufstehen, nach Dortmund fahren und den Stand aufbauen. Da wir das ja bekanntlich nicht zum ersten Mal machten, war der Stand rasch aufgebaut. Hier sortiert Xenia die letzten Flyer in den Flyerständer.

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Kurz darauf füllte sich die Innenstadt mit Menschen, denn das CSD-Gelände rund um die Reinoldikirche liegt direkt in der belebten Dortmunder Fußgängerzone.

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Hier sehen wir Nathalie mit unseren Gendertreff-Ballons vor dem Infostand.

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Gidion war extra aus Ostfriesland angereist. Aber sie hatte ja auch quasi Generalprobe: Am nächsten Samstag findet erstmals ein CSD in Aurich statt und natürlich ist der Gendertreff auch dort mit einem Stand vertreten. Und so konnte sie in Dortmund schonmal üben. 😉

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Hier sehen wir noch einmal Nathalie – diesmal aus einem anderen Blickwinkel: Aus dem Stand heraus fotografiert. Man sieht: Die Dortmunder Innenstadt war gut besucht.

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Der Infostand des Gendertreff beim CSD Dortmund 2014 in der Reihe der Infostände. Wie man an der Kleidung der Passanten sieht, war es für einen Tag im August ungewöhnlich kalt. Und während im letzten Jahr noch Sommerkleider getragen werden konnten, war diesmal herbstliche Garderobe angesagt.

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Hier sehen wir einen Teil der Standbesetzung. Auch wenn es herbstlich kühl war, konnte uns dies die Freude an der Öffentlichkeitsarbeit nicht verderben.

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Auf diesem Bild schauen wir Kirsten beim Verteilen der Gendertreff-Flyer über die Schulter. Im Gendertreff engagieren sich auch Partnerinnen transidenter Menschen und zeigen der Öffentlichkeit, dass Transgender Bestandteil der Gesellschaft sind.

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Hier sehen wir Xenia und Marina hinter unserer Info-Theke.

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Nathalie führte derweil ein Gespräch mit einem Passanten.

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Bei dem kalten Wetter tut ein warmer Kaffee richtig gut. Etwas Erholung zwischendurch muss ja auch mal sein.

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Nathalie führte währenddessen das Gespräch fort.

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Dann lernten wir die Vorzüge des deutschen Hochsommers kennen: Zum Glück ist unser Stand wetterfest und hielt dem einsetzenden heftigen Regen stand. Die Passanten verschwanden schlagartig in den umliegenden Kaufhäusern und wir hatten erst einmal Pause. Wenn es schüttet wie aus Eimern kann man natürlich keine Gespräche am Stand führen.

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Ungefähr eine Stunde später war der Regenguss jedoch zum Glück vorbei und der Stand wurde wieder auf Vordermann gebracht.

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Hier verdient sich Ava ihr Abendessen, indem sie das Gendertreff-Banner trocknet. 😉

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Auch die Info-Theke wurde gründlich abgetrocknet.

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Gidion hat noch ein paar Tropfen entdeckt und zeigt Ava, wo nochmal gewischt werden muss. 😉

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Dann war alles wieder trocken und auch der Schirm konnte wieder an der Info-Theke angebracht werden.

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Kurze Zeit später war die Dortmunder Innenstadt wieder voller Menschen und auch am Gendertreff-Stand wurden wieder intensive Gespräche geführt.

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Wie man sieht, war beim CSD Dortmund 2014 richtig was los. Der Gendertreff begrüßt es ausdrücklich, dass der CSD in Dortmund zentral in der Innenstadt stattfindet. Denn so erreichen wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit sehr viele Menschen.

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Für den Gendertreff ist der CSD in Dortmund deshalb immer ein echtes Highlight. Auch in 2014 war der CSD Dortmund wieder ein großartiges Erlebnis und ein voller Erfolg. Wir hatten kaum mal eine Pause, denn fast immer gab es intensive Gespräche am Stand und wir konnten Menschen über Transidentität aufklären und kamen natürlich auch mit zahllosen Transgendern ins Gespräch.

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Zwischendurch wurden auch Kontakte aufgebaut und gepflegt. Auch unsere Kooperationspartner Lili Markene und TransBekannt waren natürlich mit Infoständen vertreten. Das Thema Transidentität war deshalb auch beim CSD Dortmund 2014 sehr präsent.

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Langsam wurde der Endspurt eingeleitet. Gegen 18:00 Uhr haben wir unseren Infostand wieder abgebaut. Aber noch lagen einige Stunden Öffentlichkeitsarbeit vor uns.

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Hier sehen wir Xenia und Ava vor dem Gendertreff-Stand in der Dortmunder Innenstadt.

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Nach dem Abbau des Gendertreff-Stands haben wir alles gut in unserem Lager verstaut. Nächsten Samstag geht es beim CSD Aurich weiter. Und wir haben den aus unserer Sicht sehr erfolgreichen CSD Dortmund 2014 mit einem leckeren Abendessen gemeinsam ausklingen lassen.

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