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Am Ostersonntag mal ins Kino gehen

Rita mobilisierte eine kleine Gruppe Mädels und los ging es. Wir fuhren mit der S-Bahn nach Wuppertal und erreichten nach ein paar Minuten den Hauptbahnhof. Es ließ sich leider nicht vermeiden aber unser Fußmarsch zum Kino kreuzte ein paar seltsame Gestalten mit entsprechend derben Sprüchen. Wir ließen uns davon nicht beeindrucken und landeten pünktlich im Kino.

Shopaholic: Die Schnäppchenjägerin

Wie schön kann doch Shoppen sein *grins aber zuviel ist krankhaft und produziert Schulden.

Der Film war schön und unterhaltsam und endete nach ca. 90min. Wir gingen aus dem Saal und liefen den staunenden Kinobesuchern, die auf die nächste Vorstellung warteten, quasi in die Arme. Wir stellten uns an die Seite und genossen die Blicke. Nachdem der Andrang auf die Toiletten vorüber war, ging noch jede von uns für große Mädchen und dann hinaus in Richtung Schwebebahn.

7min. dauerte ca. die schaukelnde Fahrt nach Wuppertal-Barmen wo die Suche nach dem Brauhaus begann. Ein wenig wirres Hin- und herlaufen und Passanten fragen und schließlich wurden wir fündig.
Wir aßen und tranken dunkles Bier und so gegen Mitternacht ging es wieder raus auf die Einkaufspassage an diversen Cafes vorbei. Wir suchten die S-Bahn Station, die auch in der Nähe sein sollte.

Kurz vor 1 schließlich fuhr sie ein, die S8 in Richtung Düsseldorf und es ging für uns nach Hause.

Mal gucken was wir Morgen machen, wahrscheinlich Zuhause bleiben weil das Geld alle ist.

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Conny kauft einen Rock

Es ist immer wieder schön zu hören, wie normal und entspannt Transgender alltäglichen Dingen nachgehen können. Hier haben wir wieder ein Beispiel dafür: Conny kauft einen Rock und ihre Frau Cinderella berichtet. Viel Spaß beim Lesen.

Hallo zusammen,

Conny und ich waren letzten Samstag, auf dem Weg zum Brauhaus Leverkusen noch ein wenig in Wuppertal-Elberfeld zum Bummeln.

Erstmal einen leckeren Kaffee zu Stärkung und dann ab ins Getümmel. Wir haben in diversen Geschäften Kleidung und Schuhe, leider nicht für Conny, anprobiert. Bei New Yorker hat sich Conny dann einen hochmodernen langen Rock gekauft. Mit den Worten: den können wir uns ja teilen, ist ja Größe S/M. Ich habe mir zu dem Rock den ich an dem Tag getragen habe, ein passendes lilafarbenes Shirt gekauft, dass ich direkt anbehalten habe. Auf dem Weg zur Kasse, lief mir leider noch ein Etuikleid über den Weg, das dann noch mit in die Tüte wanderte.

Dann noch schnell in der Nordsee ein Häppchen gegessen, weil der Hunger nicht mehr bis zum Brauhaus warten konnte. Und ab ging es zum Gendertreff Leverkusen, um dort wieder einen schönen Abend mit lieben Menschen zu verbringen.

Was hat mich dieser absolut entspannte und entspannende Nachmittag und Abend gelehrt, bzw. es mir mal wieder gezeigt: Connys Outfit war so stimmig und es war für uns so selbstverständlich, dass es niemanden interessiert hat. Niemand hat geschaut, geschweige denn, dumm hinter uns her geguckt. Und…… : Connys neuen Rock trage ich fast täglich und bekomme eine Menge Komplimente dafür. Wenn ich dann noch sage: den hat mir mein Mann empfohlen, ist das Staunen meist sehr groß. So kann´s gehen und es fühlt sich sehr gut an!

Liebe Grüße
Cinderella

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Frisuren Styler

Was passt zu mir? Welche Haarlänge? Welche Haarfarbe?

Zum perfekten Passing gehört die richtige Frisur die zu mir passt. Das hier Gezeigte kann kostenlos weiterhelfen aber nicht wirklich eine professionelle Typberatung ersetzen. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Flair-Perücken

Frisuren-Tester

Interessant als Simulation für Euer Passing: Eigenes Bild hochladen und schauen wie ich mit verschiedenen Haarlängen und -farben aussehe. Dies lässt sich hier sehr realistisch simulieren und Ihr bekommt sozusagen einen virtuellen Spiegel vorgehalten.

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Special-Trade meets Gendertreff

Mit ausdrücklicher Genehmigung von Inka, Inhaberin von Special-Trade .

Inka war am Sonntag, 15.02.2009, ab 15:00 Uhr,
Gast beim Gendertreff Düsseldorf im Waffelhaus "Zum Bergischen Löwen"; Solingen – Burg (Schloß Burg)

Wir haben gemeinsam einen sehr schönen, diskussionsreichen und informativen Nachmittag im Waffelhaus erlebt. Nach einem sehr herzlichen Empfang durch Xenia im Namen aller, stellten wir einige unserer Produkte vor. Im Anschluss stand vor allem der Austausch und die Beantwortung zahlreicher Fragen zum Thema Brustprothesen, Silikoneinlagen, Form- und Grössenauswahl im Vordergrund. Der Nachmittag erstreckte sich bis in den Abend hinein, wo wir sehr schöne und sehr interessante Gespräche mit den lieben Menschen vom Gendertreff Düsseldorf führen konnten. Wir danken nochmal ganz herzlich Xenia, Ute – die hier Namen für alle anderen stehen sollen – für diesen schönen Tag und freuen uns jetzt schon, bald einmal wieder beim Gendertreff Düsseldorf sein zu dürfen!

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Mein Leben – Carmen del Mar

Mein Leben – Carmen del Mar

Mit freundlicher Genehmigung von Carmen del Mar

 

Hallo Ihr Lieben,
ich habe heute eine neue Website über mein Leben gebaut.
Den folgenden Text über mein Leben möchte ich hier posten.
Mein Leben hatte „ups and downs“.

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Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Fange ich nun bei meinem Leben vor Carmen an, oder beginne ich mit meinem Leben wie ich es jetzt lebe und / oder wie es dazu kam ?

Ich wurde 1966 in Krefeld vermutlich im falschen Körper, einem männlichen Körper geboren. Als Kind und Jugendlicher trug ich oft heimlich die Sachen meiner Mutter. Ich fühlte mich in dieser Kleidung wohler als in den Männerklamotten. Ich denke dass es bei vielen transsexuellen Menschen ähnlich begonnen hat.

Zeitsprung ins Jahr 2002.

Im Jahr 2002 habe ich den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen.
Aus folgendem Grund. Ich war Obdachlos, so wie es jedem Menschen von Heute auf Morgen passieren kann.
Weder meine Mutter, noch mein Bruder haben mich damals aufgenommen. Tante und Onkel auch nicht.
Allgemeine Begründung war damals „wegen den Nachbarn“. Das hat mir gereicht und ich beschloss mein Ding durchzuziehen. Ich war jedoch nicht lange alleine und habe schnell bemerkt wer meine Freunde sind und waren.
Eine Freundin hatte mir zu dieser Zeit ein möbliertes Zimmer besorgt.

Als ich im Jahr 2002 einen eigenen Internetanschluss hatte, habe ich festgestellt, dass ich mit meinem Trans-sein nicht alleine war. Damals lernte ich Melanie aus Neuss über das Internet via Yahoo Messenger kennen. Ein reales Treffen kam kurz darauf zustande.
Ich hatte zu dieser Zeit durch Melanie die Möglichkeit Einblicke in das Leben einer transsexuellen Familie zu erhalten.
Mit kleinen Kindern und auch Marco, dem Lebensgefährten von Melanie. Marco ist ein Transmann.
Das machte die ganze Sache damals sehr spannend für mich. Beide Elternteile Transsexuell, Mann zu Frau und Frau zu Mann. Eine ganz normale Familie.Das ist selten und das hat mich geprägt.

Melanie war es auch die mit mir damals die ersten Schritte vor die Türe gemacht hat.
Also im warsten Sinne des Wortes die Türschwelle zu überwinden. Mit der Zeit wurde ich immer sicherer und selbstbewusster. Bald kam die Zeit wo ich alleine mit dem Zug von Krefeld nach Neuss gefahren bin.
Eigentlich alles halb so schlimm obwohl ich damals eine nicht wirklich schöne Perücke hatte. Das ganze kam eher einer Trümmertranse gleich. Dank der Schminktipps von Melanie sah ich aber mit der Zeit ganz akzeptabel aus.
Auch besuche bei der Kölner Selbsthilfegruppe TX Köln die es heute noch gibt, haben mir weiter geholfen und ich habe dort auch neue nette Menschen kennen gelernt zu denen ich heute noch Kontakt habe.

Im Jahr 2003 hatten Melanie und Ich die Idee einen LKW mit unserem damaligen Projekt Transgender DJs auf dem CSD Köln mit Ident Events gemeinsam zu organisieren. Das hat auch ganz gut funktioniert und wir haben mit unserem LKW unter dem Motto „Das Leben ist draußen“ am CSD Köln teilgenommen.

Dann kam meine Zeit auf Ibiza. Da ich ab und zu in die Erotik Discothek Beverly gegangen bin um unter anderem auch meine Bi Sexualität auszuleben. Dort gab ich eine CD mit einem Live Mitschnitt von einem DJ Gig ab. Ich wurde gefragt, wer denn diese CD gemixt hat. Meine Antwort war „Ich habe das gemixt. Ich bin DJ“
Daraufhin wurde ich gefragt, ob Interesse hätte auf Ibiza aufzulegen. Meine Antwort war ein spontanes „Ja“
Eine Woche später dann ein Casting. Ich hatte den Job. Eine weitere Woche später war ich auf Ibiza.
Ursprünglich sollte das ganze nur einen Monat dauern. Daraus wurden fast 5 Jahre.
Ich habe nicht nur im Beverly Ibiza als Resident DJ aufgelegt, sondern auch in anderen auch sehr großen Discotheken
auf Ibiza aufgelegt. Auf Ibiza habe ich meine Haare wachsen lassen und bin froh in meinem Alter noch dichtes Haar zu haben. Da hat Mutter Natur mit schon was Nettes mit auf den Weg gegeben.
Im Winter 2007 bekam ich so eine Art Inselkoller, denn Ibiza im Winter ist so als wenn in Köln alle Kneipen zu machen bis auf eine.

Im Dezember 2007 habe ich Ibiza verlassen und bin auf Einladung von Pricilla Lay nach Berlin geflogen. Dort blieb ich ca. einen Monat.

Am zweiten Weihnachtstag 2007 musste ich dann nach Solingen ins Beverly.Dort fand eine Promotion Party für das Beverly Ibiza statt und ich sollte dort auflegen.

Im Beverly Solingen lernte ich dann auch Sydi, meine jetzige Lebensgefährtin kennen. Nachdem ich und Sydi einen schönen Abend im Beverly verbracht hatten, lud sie mich nach Köln ein. Eine Woche später rief ich sie an und fragte Sydi, ob das Angebot noch steht. Ja, war ihre Antwort. Am selben Tag hat sie mich mit einem Freund abgeholt. So bin ich in Köln gelandet.

Da Ich auf Ibiza immer meine Kontakte nach Deutschland gepflegt hatte, hatte ich eine ganze Menge Leute die ich wieder sehen wollte. Sydi und ich gingen gemeinsam auf Partys, in Kölner Kneipen und Discotheken und auch oft ins Timp. Auch auf dem CSD Köln 2008 habe ich viele alte Bekannte wieder getroffen und neue nette Leute kennen gelernt.

In Köln habe ich dann auch einige Kontakte zu Discotheken und Partyveranstaltern geknüpft. Daraus resultierten DJ Bookings im Bootshaus, For You (heute P9) und anderen Locations.

Dann wurde das Timp für immer geschlossen. Ein wichtiger Anlaufpunkt für Transgender fehlte und ich beschloss einige Monate später ein Transgender Treffen in Köln zu organisieren. Das erste Treffen fand dann im Januar 2009 statt.

Liebe Grüsse
Carmen del Mar

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Kino-Abend mit einer guten Freundin

Autorin: Rita

Ein spontaner Kino-Abend zeigt wieder einmal, dass dem Thema Transgender in der Öffentlichkeit völlig unverkrampft begegnet wird.

Also der Abend sollte eigentlich anders laufen, bis Gina anrief. „Sag mal“, fragt Gina, „hast Du nicht Lust ins Kino zu gehen?“ Darauf ich: „Wie Kino? Als Rita? Ich rufe gleich zurück.“

Klar hatte ich Lust, und wir verabredeten uns im Foyer des Kinos. Um 19.45 Uhr war ich pünktlich da. Ich dachte: „Hier ist ja richtig was los.“

Lange Schlangen vor den Kassen. Ein Anruf von Gina, dass sie 5 Minuten später kommt. Aufgrund der langen Schlangen vor dem Kino sagte ich Gina, dass ich schon mal die Karten hole.

Gesagt getan. Nach 5 Minuten hatte ich die Eintrittskarten und ging zum Ausgang. Da kam auch Gina und wir gingen ins Kino. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass soviele Menschen ins Kino gehen wollen. Naja, eigentlich war dies keine Überraschung, schließlich war es war Freitag abend. Nach Filmende tranken wir noch ein Wasser und unterhielten uns. Es war ein sehr schöner Abend.

Ach ja, der Film hiess Slumdog Millionaire. Der war echt klasse, kann ich nur empfehlen.

Rita

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Karneval 2009

Ein einmaliger 3-Tage Marathon sollte folgen. Es begann in einem kleinen unscheinbaren Dorf im Kreis Mettmann, das zu Haan gehört. 19:30 Uhr war Einlass. Wir hatten an unserem Tisch die aufregendsten Kostüme: Charleston, Bäuerin, Elfe, Hexe, Dienstmädchen, Teufelin, Schulmädchen und auch ein „Mann“ *grins, war dabei. Die Dienstmädchen waren gleich im Doppelpack dabei.

Gleich zu Beginn bekam ich einen Schock als ich zum Bierstand ging und mir ein Alt bestellen wollte. Denn da bekam ich zu hören, dass es für Mädchen kein Bier gibt. Pöh. Aber nach ein wenig diskutieren und lächeln bekam ich dann doch mein Bier.

Auftritte von Cheerleadern, Funkenmariechen, einer Sambatruppe und einem Gesangsduo sorgten für Stimmung. Ein Moderator führte durch den Abend und ein Hoch an den DJ, der mit seiner super Musik dafür sorgte, dass wir kaum noch von der Tanzfläche kamen.

Auf der Damentoilette gab es Komplimente, dass wir eine tolle aufregende Truppe wären und wir wurden beobachtet wie wir Lippenstift und Puder auftrugen. Einige gebürtige Damen konnten es nicht sein lassen und hoben frech mein Kleid hoch um zu sehen, ob es da anders aussieht als bei ihnen. Die Männer hatten da doch etwas mehr Respekt, aber deren Blicke spürte ich schon.

Am Sonntag war Kegeln passend zum Karneval. Die gemischte Gruppe aus Trannys, Angehörigen und Freunden traf sich um 18:00 Uhr. Schulmädchen, Spanierin, Dirndl und T(r)anzmariechen gesellte sich zu „Zivilisten“. Es folgte ein schöner Abend, der dann nach dem Kegeln noch vorne im Lokal einige Gespräche mit sich brachte.
Wer mir denn die Fingernägel lackiert hätte, fragte eine Frau. Sie staunte begeistert, als ich ihr sagte, dass ich das ohne Hilfe gemacht habe. Die Beine wären so toll und überhaupt, und einige Männer schauten verstohlen um die Ecke.

Frühstück am Rosenmontag und dann hieß es auch gleich fertig machen. 14:00 Uhr fuhren einige mit Bus und einige mit Auto nach Hilden. Wir waren 6 Mädels mit jeder Menge Spaß und Freude unter der Brust. D`r Zoch ließ auf sich warten und so tanzten und tranken wir uns warm. Da fummelte doch schon wieder jemand unter meinem Dienstmädchenkleidchen und bestaunte mein Püschelhöschen. SIE schien es so zärtlich zu tun, dass ich das erst gar nicht merkte. Sie lobte mich aber, dass es doch auch „Untenrum“ perfekt sei.

So langsam zog die Kälte unter das Kleid und die Karawane zog weiter. Am Zug entlang in Richtung Hilden-Süd in ein Lokal. Dort war eine super Stimmung und die Hälse wurden länger nach dem wir eingetreten waren. Erst einmal lecker Essen und eine Grundlage schaffen.
Danach dann zogen wir um in den Theken- und Tanzbereich und es schien, als wenn man uns schon erwartete. Wir hatten Spaß, bekamen Komplimente und wurden zum Tanz aufgefordert. Ein netter Herr tat mir Leid, weil er es nicht schaffte mich beim Tanzen zu führen. Es ist halt etwas anderes als mit der eigenen Frau *grins. Eine Frau schwänzelte um mich herum, ließ aber dann etwas von mir ab, als meine Frau ihr klar machte, dass ich doch vergeben bin. Sie suchte sich ein neues Opfer, kam aber immer wieder mal zurück.

Draußen wurde es dunkel und viele Gäste verließen das Lokal und auch wir schnappten unsere Jacken. Da lag doch plötzlich noch der Wirt zu meinen Füßen und machte seine Aufwartung. Leider musste ich ihn enttäuschen, denn wie schon erwähnt, war ich nicht alleine 🙂

Wir zogen durch Hilden, zurück zum Parkplatz und Bushaltestelle/Taxistand. Dort verabschiedeten wir uns voneinander und wir suchten ein Taxi, aber da stand gerade keins. Zum Glück stand noch der passende Bus an der Haltestelle und der freundliche Busfahrer wartete bis wir beiden Mädels reingesprungen waren.

3 tolle unvergessene Tage mit kleinen Spitzfindigkeiten und Outings *frech grins

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Eingefrorenes Lächeln

Immer wieder schön zu hören wenn sich ein Tranny auf die Straße wagt und das Leben genießt und damit die Seele zu ihrer Erfüllung kommt. Kein Frust in sich hinein fressen sondern einfach nur raus. Noch schöner ist es aber, die Offenheit zu erleben und es für alle niederzuschreiben.

Dies hier geschah mit freundlicher Genehmigung von Martina

Das aufbrezeln hat 3 Stunden gedauert,Malerarbeiten an einer alten Hütte dauern etwas länger.
Ringelpulover,schwarzer wadenlanger Jeansrock ,dunkelbraune Stiefel,fast weiße BASF-Pelzjacke ,Hut noch.
Den Stockschirm geschnappt,in die Garage geschlichen,ins Auto eingestiegen und losgefahren.
Ist bis dahin alles gut gegangen,PUUHH.
Während der Fahrt erstmal eine Beruhigungszigarette angemacht.

Mein Stammparkplatz, ein Schwerbehindertenparkplatz, war noch leer, eingeparkt.
Au Backe die Grünen und sie parken 2 Autos weiter ein. Der eine ist mit seinem Funktelefon beschäftigt.
Ausgestiegen, Jackenkragen aufgestellt und losgelaufen.
Nicht rennen, langsam laufen, die Ohren nach hinten stellen, wo sind die Grünen und was machen sie ?
………die wissen sicher schon wer du bist………
Nach 20 Meter um die Kirchenecke gegangen und schon war ich zwischen den Buden.
Was machst du jetzt, umkehren, nee, einmal muß es passieren, wieso nicht heute.
Also bin ich losgeschlendert, habe so getan als ob mich die Angebote interessieren aber mir waren die Angebote wurscht.
Langsam entspannte ich, das Dauergrinsen in meinem Gesicht ging nicht mehr weg. Ich wollte nur 15 Meter rein und wieder nach Hause. Dann wurde ich mutiger, habe mir an einer Bude Glühwein geholt.
Die Tasse zwischen beiden Händen, von hinter durch den Fellkragen, von vorne durch die Tasse und zwei Hände verdeckt schaute ich in die Runde. Ich sah viele bekannte Gesichter, wenn die wüssten…………
Die beiden Grünen kamen auf den Glühweinstand zu, sahen sich um und sprachen mich an, dachte ich.
……………aber nur einen wenn sie noch fahren.
Wahrscheinlich meinten sie die Gruppe die um den Stand herumstanden.
Ich trank aus gab die Tasse zurück und schlenderte weiter und mein Herz rutschte wieder an die richtige Stelle zurück.
Ich kam am Anfang des Marktes an, ging zu meinem Auto, stieg ein und fuhr nach Hause.

„War nichts los“, hätte vermutlich Xenia gesagt.
Aber mir reichte es für heute. Hab mich auf den Balkon gesetzt und den Abend nochmal vor meinem inneren Auge vorüberziehen lassen.

Aber das Lächeln habe ich immer noch………………………

LG
Martina

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Silvester 2007

Zum Silvesterball und Travestieshow sollte alles perfekt sein, denn der Abend war ja nicht gerade günstig. Gefeiert wurde im Nikko Hotel, Düsseldorf.
Gibt es Bekannte unter den ca. 350 Gästen? Wer sitzt in der S-Bahn?

Also am frühen Nachmittag mit Nägel lackieren begonnen – ganz in Ruhe – schminken und die ausgesuchte Kleidung anziehen. Bei diesem Ambiente war mit Abendkleidung zu rechnen und so entschied ich mich für eine transparente schwarze Bluse und einen langen Rock.

Kurz nach 18:00 Uhr, die Zeit war gekommen die Mäntel an zu ziehen und zur Bahnstation zu gehen. Zwischen einigen Jugendlichen hindurch die schon „rumballerten“, kamen wir etwas zu früh am Bahnhof an. Der Bahnsteig war gut mit Menschen gefüllt. Die Bahn fuhr ein und wir trafen unsere Freunde. Auch die Bahn war voll und füllte sich weiter bis zum Hbf Düsseldorf. Dort eingetroffen hatten wir noch ein paar Meter zum Hotel zu laufen.

Die Anmeldelisten wurden beim Einlass gecheckt und wir waren nun komplett, 10 Personen. Es stellte sich heraus, dass die Annahme, es würde heute Abend entsprechende Kleidung getragen, richtig war und wir alle korrekt gekleidet waren. Uns wurde der Tisch gezeigt und das Programm konnte starten. Die Travestieshow ging bis kurz vor Mitternacht nur unterbrochen von einem üppigen Buffet.

Um 0:00 Uhr gemeinsames Anstoßen und kurz mal auf die Straße gehen, danach dann Tanz und Schwätzen.
Wir wurden wohlwollend beäugt und es gab hier und da Getuschel aber kein dummes abfälliges Gegrinse. Um 2:00 Uhr ging es dann zum Hbf und wieder waren sehr viele Menschen unterwegs, besonders die S8 und der Bahnsteig waren voll.

Am Heimatbahnhof stiegen viele aus und Ute und mir wurde klar, dass wir nun noch ca. 15min. Fußmarsch nach Hause hatten. An Taxi war nicht zu denken und so machten wir uns mit geschwollenen Füßen auf den Heimweg. Viele schossen noch ihre Silvesterkracher ab und zogen durch die Straßen.

Mir schossen Gedanken von Übergriffen und Überfällen durch den Kopf und war dann doch froh, wie wir beiden „Mädels“ um 3:00 Uhr zu Hause aufschlugen.

Mal ein anderer aber gelungener Jahreswechsel.

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Ausgang

Es ist immer wieder schön zu hören wenn sich eine Trans*-Person auf die Straße wagt und das Leben genießt und damit die Seele zu ihrer Erfüllung kommt. Kein Frust in sich hinein fressen sondern einfach nur raus. Noch schöner ist es aber, die Offenheit zu erleben und es für alle niederzuschreiben.
Dies hier geschah mit freundlicher Genehmigung von Julia

Heute Vormittag hatte meine Frau einen Termin in Gerresheim und meinte, ich könne ja in der Zwischenzeit einen kleinen Bummel machen. Gesagt, getan, nachdem ich sie abgesetzt hatte, fuhr ich weiter auf die Benderstraße. Ein Parkplatz war schnell gefunden und dann ging Julia zum ersten Mal bei hellichtem Tag in die Öffentlichkeit und das sogar alleine! (Karneval gilt nicht!)

Ich schlenderte also die Benderstraße entlang, schaute in die Auslagen und plötzlich stand ich vor Deichmann! ‚Super,‘ dachte ich, ‚du wolltest doch eh schon immer mal Schuhe probieren!‘ Und nach ein paar Minuten öffneten sich die Türen.

Ich verschaffte mir zuerst mal einen Überblick, was denn alles an schönen Stiefeln (hab derzeit einen Stiefeltick) da ist und dann auch noch in 41. Eigentlich hab ich ja 42, aber daß diese Größe vorhanden sei, damit rechnete ich erst gar nicht – und doch! Einige Paare waren auch in 42 vorhanden, darunter ein Paar Rauhlederstiefel mit halbhohem, spitzem Absatz – ein Traum und wie die paßten! Wie angegossen. Und dann noch der Preis: Reduziert auf 9,95€

Aber ich hatte mir vorgenommen, kein Geld auszugeben, also ließ ich sie stehen und probierte weiter. Die 41er paßten zwar am Fuß und meistens auch am Schaft, aber am Knöchel ging der Reißverschluß dann nicht zu. Eine Verkäuferin sprach mich an, ob ich alleine zurechtkäme, was ich bejahte. Ich hatte nicht den Eindruck, sie hätte etwas bemerkt.

Die Zeit verging wie im Flug und schon mußte ich meine Frau wieder abholen. Auf der Fahrt nach Hause meinte sie dann, daß wir noch einkaufen müßten. Und spontan lotste sie mich zu einem Plus, wo sie dann meinte, ich solle mitkommen. Und dann durfte Julia zum ersten Mal einkaufen – und bezahlen! Das überließ sie nämlich auch mir.

Zuhause angekommen konnte ich nur sagen: Danke! Danke Anni, für dieses schöne Erlebnis, das ich ohne deine Motivation wohl nicht so bald gehabt hätte. Ich liebe dich!

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