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CSD Dublin 2015

Autor: Adrian

 

Ich bin heute Mittag in Dublin in eine große Pride Parade „gestolpert“ (OK, sie war schwer zu verfehlen, da sie mitten durch die Stadt und quasi an meinem Hotel vorbei ging). Es war eine tolle Stimmung, vielleicht auch noch ein bisschen beflügelt durch die Urteile aus USA und Irland.

Es waren hauptsächlich Fußgruppen unterwegs und der Altersdurchschnitt war eher niedrig — es sind sehr viele Jugendliche/junge Erwachsene mitgegangen.

Was ich ganz interessant fand. Es gab jede Menge Stadteilgruppen und vor allem sind aber auch ganz viele Gruppen von Firmen mitgegangen. Das überrascht einerseits nicht, sitzen da doch viele bekannte Internet-Firmen. Aber es waren auch etwas weniger „hippe“ Firmen wie Banken, Jobbörse und viele mehr dabei. Das hat mir gut gefallen, weil es für Akzeptanz oder zumindest Toleranz in der Berufswelt spricht.

Es liefen auch ein paar Trans*-Gruppen mit, die meisten Gruppen waren aber – wie bei uns auch – schwul/lesbisch oder einfach bunt gemischt.

 

Adrian

>> Dublin Pride

>> Hydra & Xenia in Irland

Selbsthilfegruppenarbeit

Autorin: Nathalie

Im Rahmen des Selbsthilfetages 2015 in Leverkusen gab es, neben unserer Bilderaktion, auch eine Präsentation eines Kaizen – Projektes. Die Ausgangsfrage hieß: „Was bringen Selbsthilfegruppen“

Dabei erarbeiteten die Mitarbeiter zunächst die unterschiedlichen Aspekte und Merkmale der Lebenssituation heraus, die vor und nach der Selbsthilfegruppenarbeit bestehen.

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Mein Sohn Helen

Ein sehenswerter deutscher Film, der einen Filmpreis verdient, finde ich. Ausgestrahlt in der ARD am 24. April 2015.

Mein Sohn Helen ist ein deutscher Fernsehfilm des Genres Dramedy von Regisseur Gregor Schnitzler aus dem Jahr 2015 über eine transsexuelle Jugendliche. Das Drehbuch schrieb Sarah Schnier.

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Alles läuft rund

Autorin: Nathalie

 

Alles läuft rund

… so hieß das Motto auf der Party von Silvia und mir. Das Motto war so viel sagend und zugleich geheimnisvoll, dass niemand der Gäste wirklich eine Ahnung hatte. Gerade die Wochen vor der Feier waren sehr interessant. Jede_r glaubte einen richtigen Grund gefunden zu haben, aber wir Beide hielten dicht. Vermutet wurde, dass wir im Lotto gewonnen haben, Silberhochzeit feiern, Geburtstage feiern, das wir auswandern wollen, ein Kind adoptieren, noch einmal heiraten und vieles mehr.

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Die Spannung bei uns stieg als es um die endgültige Sitzordnung, das Buffet und eine spezielle Dekoration ging. Mit viel Herz und Ideen hat uns Frau Lefin vom Deko – Zauber in Duisburg geholfen. Letztendlich gab es eine wunderschöne Reise quer durch Afrika mit Löwen, Lodges, Obst und Kerzen direkt aus Lesotho.

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Abgerundet wurde das Programm von unserem DJ Peter, der den ganzen Abend Musik zu den verschiedenen Aktionen brachte. Nicht zuletzt sollte das gesamte Team des Eurohof in Moers genannt werden, die den ganzen Abend für unser Wohl sorgten. Dazu unseren ganz herzlichen Dank.

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Wir hatten auf der Gästeliste natürlich unsere Verwandten und die verschiedenen Freundeskreise aus Schulfreunden, Berufsschule, Chor und dem Gendertreff eingeladen. Nach der Vorstellung der Gäste ließen wir die Katze aus dem Sack und verrieten unsere Motive.
Als erstes haben wir Geburtstag gefeiert. Silvia ist schon im letzten Jahr fünfzig Jahr jung geworden. Bald bin ich auch dran, so sind wir Beide, statistische gesehen, einhundert Jahre jung.
Dazu hatten wir einen Termin gewählt, der schon viel früher für uns sehr wichtig war. An diesem Samstag vor 22 Jahren konnten wir unseren Polterabend erleben. Ein guter zweiter Grund für unsere Feier.
Zuletzt wollten wir uns einfach bei all denen bedanken, die uns über die Jahre sehr geholfen, begleitet, gestützt und zu uns gehalten haben, damit, wie unserer Motto schon sagt, alles rund läuft.

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Alles, die gesamte Feier, steht und fällt mit den Gästen, mit der Musik und nicht zuletzt mit dem Buffet. An diesem Abend hat alles so gut zusammengepasst, dass wir alle einen denkwürdigen und wunderschönen Tag erleben durften. Und dafür danken wir allen, die dazu beigetragen haben.

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Vielen Dank und ganz liebe Grüße
Silvia und Nathalie

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Familienministerium veröffentlicht Broschüre „Geschlechtliche Vielfalt“

Eine neue Publikation der Bundesregierung fasst auf 132 Seiten Begriffs- und Diskussionsansätze rund um die Themen Trans- und Intersexualität zusammen. „Geschlechtliche Vielfalt“ lautet der Titel der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebenen Studie.

 

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Die Broschüre „Geschlechtliche Vielfalt“ kann von BMFSFJ heruntergeladen werden.

 

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Mehr Vielfalt? Ja, bitte

Am 9. Juni 2015 ist der 3. Deutsche Diversity-Tag

Bislang sind 600 Aktionen angekündigt

Wie viel Vielfalt ist richtig? Diese Frage hat Deutschland in den zurückliegenden Monaten bewegt. Zum 3. Deutschen Diversity-Tag am 9. Juni 2015 werden hunderte Unternehmen und Institutionen, vom Großkonzern bis zur nichtstaatlichen Organisation, gemeinsam Position beziehen:

Mehr Vielfalt?! Ja, bitte! Denn Vielfalt ist für Wirtschaft und Gesellschaft ein Gewinn.

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Ex-Olympia-Held Bruce Jenner: „Ich bin eine Frau“

Es war das TV-Interview des Jahres: Der einstige Zehnkampf-Star Bruce Jenner offenbarte sich im US-Fernsehen als Transgender. Die Sendung wurde zu einer überraschenden Lehrstunde in Akzeptanz.

Unter den folgenden Links weiter lesen:

>> Spiegel

>> WZ

Auch die NRZ und Express berichteten umfänglich darüber. Das Thema „Transgender“ wurde gut recherchiert.

Hanna kann nicht mehr

Autorin: Hanna

 

Im letzten Betrieb war ich ziemlich exakt 4 Jahre beschäftigt. Angefangen habe ich dort noch als (recht weiblicher) Mann, so z.B. bereits mit gegelten Fingernägeln und meistens dezent geschminkt. Am Anfang wurde ich zwar misstrauisch beäugt und fast automatisch von allen als schwul eingestuft, aber ansonsten war alles wirklich problemlos!

Vor ca. 2-2½ Jahren war ich an dem Punkt angekommen, wo ich, ausgelöst durch verschiedene Dinge, die den Rahmen deutlich sprengen würden, mich selbst nicht mehr belügen konnte und ich habe so nach und nach endlich der Wahrheit ins Auge sehen können und mein Frausein endlich für mich akzeptieren können! Das war eine extrem schwierige und aufreibende Zeit für mich und obwohl ich es versucht habe, konnte ich meine inneren und äußeren Veränderungen natürlich nach außen hin nicht mehr verbergen.

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Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2015

Bereits die von den Veranstaltern des CSD Düsseldorf aufgelegte Postkarte zeigte: Auch der Gendertreff ist beim CSD Düsseldorf 2015 dabei.

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Und so bauten wir an Pfingsten 2015 bereits zum vierten Mal unseren Infostand auf dem Gelände des CSD Düsseldorf im Schatten des Rheinturms auf.

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Fast kann man sagen: Wie üblich wurde das Wetter schnell besser und der Himmel klarte auf.

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Pünktlich zur Eröffnung des CSD Düsseldorf war der Infostand des Gendertreff startklar. Erstmals lagen auch Flyer von Cocoon Aurich aus, denn unser Teammitglied Gidion engagiert sich in Aurich für die Belange transidenter Menschen.

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Und dann ging es auch bald los zur Demonstration durch die Düsseldorfer Innenstadt.

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Hier stehen wir am Startplatz und warten, dass es losgeht. In diesem Jahr haben wir unsere Aktion Transidentität am Arbeitsplatz in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten gestellt.

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Und so haben wir dann während der Demonstration viele Aktionsflyer an die Passanten verteilt.

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Die Demonstration verlief quer durch die belebte Düsseldorfer Innenstadt. Hier sind wir auf der Kreuzung der Königsalle mit der Schadowstraße.

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Von dort ging es ein Stück die Schadowstraße hinauf zum belebten Schadowplatz. Auf dem Schadowplatz wird übrigens im September 2015 der Düsseldorfer Selbsthilfetag stattfinden und natürlich wird der Gendertreff auch dort mit einem Infostand vertreten sein.

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Dann zogen wir weiter Richtung Düsseldorfer Altstadt. Im Hintergrund sieht man die von Daniel Libeskind entworfenen beeindruckenden Gebäude des Kö-Bogens.

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Auf der Heinrich-Heine-Allee vor der Deutschen Oper am Rhein.

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Auf der Heinrich-Heine-Allee ist immer etwas weniger los. Dies ist eine willkommene Verschnaufpause für diejenigen Demo-Teilnehmer, die unsere Flyer an die Passanten verteilen.

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Denn von der Heinrich-Heine-Allee biegt der Demonstrationszug immer in eine der belebtesten Straßen der Düsseldorfer Altstadt ein: Die Ratinger Straße grüßt mit dem Brauhaus Füchschen, einer echten Düsseldorfer Institution. Und hier wurden natürlich wieder reichlich Flyer verteilt. Auf dem Bild unten sind wir aber bereits kurz vor dem Burgplatz.

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Dann ging es über die Rheinuferpromenade zurück zum CSD-Gelände, wo jede teilnehmende Gruppe mit viel Applaus empfangen wurde.

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Diesmal hatten wir einen Standplatz direkt am Weg des Demonstrationszuges zugewiesen bekommen. Doch ohne die Demonstration war uns da zu wenig los. Und so zogen wir am Pfingstsonntag, dem zweiten Tag des CSD Düsseldorf, kurzerhand mit unserem Stand an einen belebteren Weg um.

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Schnell war der Stand wieder aufgebaut. Oben sehen wir die Ruhe vor dem großen Sturm und Ute und Xenia gönnen sich eine kurze Pause. Doch kurz darauf stand Ute bereits hinter unserer Infotheke.

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Denn dem Gendertreff ist es wichtig, dass auch Ansprechpartner für die Angehörigen transidenter Menschen zur Verfügung stehen.

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Und tatsächlich war das CSD-Gelände kurz darauf voller Menschen.

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Doch natürlich gibt es auch im hektischen Standbetrieb ruhige Momente. Hier genießt Nathalie ein Eis.

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Gidion war extra aus Aurich angereist. Sie hatte übrigens am Pfingstsonntag Geburtstag und da gab es natürlich auch Geburtstagskuchen am Gendertreff-Stand.

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Aber natürlich hat Nathalie nicht nur Eis gegessen. Hier sehen wir sie hinter unserer Infotheke.

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Ava präsentiert das neue Outdoor-Roll-up.

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Xenia, Ute und Ava vor dem Gendertreff-Stand beim CSD Düsseldorf 2015.

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Manchmal gibt es zwischendurch auch ruhige Momente.

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Kurz darauf ist dann oft wieder riesiger Andrang.

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Gespräche am Infostand des Gendertreff beim CSD Düsseldorf.

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Nach zwei bewegten und erlebnisreichen Tagen mit vielen Gesprächen, vielen verteilten Info-Flyern und einer aufregenden Demonstration durch die Düsseldorfer Innenstadt ging der CSD Düsseldorf 2015 zuende.

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Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, beide CSD-Tage mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen zu lassen. Auch im kommenden Jahr wird sich der Gendertreff natürlich wieder am CSD Düsseldorf beteiligen. Und bis es so weit ist, werden in 2015 noch viele Aktionen folgen.

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CSD Düsseldorf 2015: Gendertreff forciert Aktion Trans* am Arbeitsplatz

Das Motto des CSD Düsseldorf 2015 lautete: Diesmal reden wir über uns selbst. Deshalb hat der Gendertreff auf dem CSD Düsseldorf die Aktion Transidentität am Arbeitsplatz in den Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit gestellt. Denn vielfach besteht Unsicherheit auf allen Seiten, wenn es um das Coming Out transidenter Menschen am Arbeitsplatz geht. Ganz gleich ob Betriebsräte, Personalverantwortliche oder Kollegen, aber auch die transidente Person selbst: Guter Rat ist oft teuer wenn es darum geht, das sensible Thema Transidentität im beruflichen Umfeld zu positionieren.

Im Rahmen des CSD Düsseldorf machte der Gendertreff deshalb erstmals mit einer groß angelegten Aktion auf das Thema Trans* am Arbeitsplatz aufmerksam und startet damit in eine Reihe von Veranstaltungen, die Transidentität im beruflichen Umfeld in den Mittelpunkt stellen.

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So wurden alleine im Rahmen des Demonstrationszugs durch die Düsseldorfer Innenstadt weit über 2.000 Aktionsflyer verteilt. Der Aktionsflyer soll Arbeitgeber, Personalverantwortliche, AGG-Beauftragte, Betriebsräte oder Kollegen für das Thema Transidentität sensibilisieren. Weiter soll der Flyer auf das umfangreiche Informationsangebot des Gendertreff zum Thema Transidentität im beruflichen Umfeld aufmerksam machen.

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Die Idee hinter der Aktion ist einfach: Die meisten Passanten, die einen der Aktionsflyer entgegennahmen, sind entweder als Arbeitgeber oder Arbeitnehmer in ihren Betrieben tätig. Sie alle haben Kollegen, Vorgesetzte, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten usw. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie irgendwo im eigenen beruflichen Umfeld vielleicht einmal mit dem Thema Transidentität am Arbeitsplatz konfrontiert werden.

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Der Gendertreff stellt persönliche Erfahrungen vor, unterstützt Trans*- Menschen und Personalverantwortliche sowie Betriebsräte und AGG-Beauftragte mit einem auf realen Erfahrungen basierenden möglichen Ablaufplan zum Coming Out im beruflichen Umfeld und steht selbstverständlich mit seinem Gendertreff-Forum sowie den Selbsthilfetreffen in Düsseldorf und Leverkusen als Ansprechpartner sowohl für Trans*- Menschen als auch die Betriebe zur Verfügung.

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Während der beiden Aktionstage auf dem CSD-Gelände wurden ca. 1.000 weitere Aktionsflyer verteilt und viele konstruktive Gespräche mit Passanten, Transgendern und auch den an den anderen CSD-Ständen vertretenen Politikern geführt. Der Gendertreff wird das Thema Transidentität am Arbeitsplatz im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit in diesem Jahr weiter forcieren.

>> Aktion Transidentität am Arbeitsplatz

>> Webseite zur Aktion Transidentität am Arbeitsplatz mit einem Verzeichnis unterstützender Organisationen

>> Inhaltsverzeichnis