Einladung zum Gericht

Autorin: Stefanie1268

Hallo zusammen,

es ist mal wieder an der Zeit ein wenig zu erzählen, was in letzter Zeit passiert ist.

Eigentlich war von meiner Firma aus vorgesehen, dass ich im Juni eine Woche nach Rumänien hätte fahren sollen um ein paar neue Kollegen mit einzuarbeiten. Alles war soweit geplant und gebucht und ich hatte auch ein wenig Magenschmerzen wegen der immer noch bestehenden Diskrepanz zwischen Auftreten und den offiziellen Papieren. Aber bevor es da zu einem Punkt kommen konnte, der mich zu sehr belastet hätte, hatte ich eines Tages den nun zweiten Brief vom Amtsgericht im Briefkasten (der erste war nur mit dem Hinweis auf die generelle Möglichkeit Rechtskostenhilfe zu beantragen).

Dieses mal war es eine Ladung zur persönlichen Anhörung. Der Termin lag mitten in der Woche, in der Rumänien geplant war. Meine Chefin war zwar nicht sonderlich begeistert, dass die Reise abgesagt werden musste (wobei ich angeboten hatte trotzdem zu fliegen nur hätte ich zwei Tage früher zurück reisen müssen), hat es aber ohne weitere Diskussion akzeptiert. Wahrscheinlich gab es auch deswegen wenig Diskussionen, weil ich so was vorher als Möglichkeit schon erwähnt hatte.

Nun hieß es dann noch etwas über drei Wochen zu warten. Als es dann endlich soweit war, fuhr ich vom Büro aus direkt zum Gericht. Allerdings mit sehr viel Zeitpuffer, da ich auf gar keinen Fall zu spät sein wollte. Es erwies sich zumindest nicht als größter Fehler viel Zeit mitgebracht zu haben. Auf dem Weg ins Parkhaus traf ich nämlich gleich eine Entscheidung, die mich schwer hätte ins Schwitzen bringen können. In der Einfahrt gibt es einen Kreisverkehr und kurz vor der Stelle wo man dann weiter hinein fährt sind zwei Schilder. Auf dem einen steht Mitarbeiter und dem anderen Besucher. Darunter jeweils eine elektronische Anzeige. Unter Mitarbeiter stand ‚Frei‘ und unter Besucher ‚Besetzt‘. Als Großstädterin haben solche Schilder bei Parkhäusern eine sehr relative Bedeutung.  Also bin ich einfach weiter rein gefahren, da dort auch schon weitere Autos standen (aber halt doch nicht so viele ).

Kaum stand ich da, sah ich einen Herrn in einer Art von Dienstkleidung mit einem Fahrer zwei Autos vor mir diskutieren. Es sah danach aus, als würde er sein Unverständnis äußern, warum er denn rein gefahren sei, wo doch ‚Besetzt‘ da stand. Als er sich dann in meine Richtung aufmachte, richtete ich mich schon auf eine entsprechende Standpauke ein. Aber nein, er lief am Auto vor mir und auch an meinem vorbei in Richtung des Kreisverkehrs. Dort lotste er alle einfahrenden Fahrzeuge wieder nach draußen. Als ich dass sah, zweifelte ich einen Moment daran, ob es wirklich eine gute Idee war das Schild zu ignorieren. Aber wie das Schicksal es will, nach etwa weiteren sieben Minuten ging es auf einmal weiter und ich konnte ohne weitere Verzögerung ins Parkhaus rein fahren.

Die Eingangskontrolle auf die im Anschreiben explizit als Zeitkiller hingewiesen wurde, erwies sich als weniger stressig, da war ich in etwa fünf Minuten durch, auch wenn mein Kosmetiktäschchen im Scanner eine eigene zweite Runde drehen durfte.

Das Zimmer zu dem ich musste, war dann auch recht einfach zu finden, zumindest nach dem ich an der Information auf die Aufzüge hingewiesen wurde, die ich beim Eintreten in das Gebäude erst mal glatt übersehen hatte. So war ich dann eine glatte halbe Stunde zu früh und setzte mich erst mal. Ich bekam dann noch gerade die zwei Termine vor mir mit, konnte aber dann auch schon etwa zehn Minuten vor der Zeit zur Richterin.
Das war eine ganz junge, die noch eben etwas zu Ende schreiben musste, bevor sie sich um mich kümmern konnte, empfing mich aber so locker, dass jegliche Anspannung im Nu verflogen war. Das Gespräch an sich war recht ereignislos, da sie mir primär die weitere Vorgehensweise erklärte, die mir ja eigentlich schon bekannt war inklusive der vermutlich anfallenden Höhe der Kosten. So machten wir noch ein wenig Smalltalk und sie ließ wenig Zweifel daran, dass sie glaubte, dass das Verfahren eigentlich problemlos durchlaufen müsste, wobei sie sich aber auch ihrer professionellen Pflicht bewusst war und darauf hinwies, dass kein Verfahren vor dem Ende entschieden ist. So machte ich mich nach ungefähr zehn Minuten gut gelaunt wieder auf den Weg ins Büro.

Diese Woche stand dann für mich noch ein Termin an, auf den ich mich riesig gefreut hatte. Ein absolutes Novum für mich, der Besuch bei meiner Gynäkologin. Meine Mutter hatte sie mir empfohlen und durch sie habe ich überhaupt nur einen Termin bekommen, da Frau Doktor wohl sehr ausgebucht ist und wenn dann nur noch neue Patientinnen auf Empfehlung annimmt.

Ich hatte mir auch extra den Tag frei genommen, da der Termin um 11:00 an stand. Es war auch sehr gut, dass ich viel Zeit mitgebracht hatte, denn ich musste über eine Stunde warten. Die Wartezeit an sich empfand ich aber nicht als schlimm. Es war einfach dieses Gefühl dabei, an einer Stelle zu sein, von der ich noch vor zwei Jahren nie zu träumen gewagt hätte. Und vor allem fühlte es sich so was von richtig an dort zu sein, dass das bisschen Warten nichts ausmachte.
Als ich dann dran war, merkte ich sehr schnell, dass ich hier wirklich gut aufgehoben war. Sie hat zwar keinerlei Erfahrung mit Trans ist aber sehr interessiert und zumindest grundlegend auch informiert. Bei dem Rest kann ich dann vielleicht ein wenig nachhelfen.

Wir haben viel geredet über das was noch folgen wird, welche Möglichkeiten noch gegeben sind und halt aktuell Stand der Dinge ist. Es gab dann auch eine kurze Untersuchung an der aktuell noch einzigen Stelle die schon in ihr Fachgebiet fällt aber wie zu erwarten keine Besonderheiten. Außerdem bot sie auch gleich an mir die Rezepte für die HRT auszustellen, da ich ihr auch die bisherigen Ergebnisse meine Endokrinologen in Kopie mitgebracht hatte und dort ja die aktuellen Medikamente vermerkt waren. Das habe ich gerne angenommen, so kann ich bei Bedarf eben vorbeifahren und muss keine Briefe an meinen Endokrinologen mehr schreiben.
Jetzt weiß ich auf jeden Fall, dass ich aktuell und vor allem für die Zukunft jemanden habe im Bereich Gynäkologie wo ich mich gut aufgehoben fühle und mit Sicherheit auch gerne hingehen werde.

Jetzt freue ich mich auf unser nächstes Treffen in Leverkusen, wo ich wieder viele liebe Leute treffen werde und vielleicht findet ja auch mal wieder ein neues Gesicht den Weg zu uns.

Bis dahin

Liebe Grüße

Steffie

TransBekannt & Gendertreff beim CSD Köln 2014 – Wir zeigen Flagge für transidente Menschen

Bereits früh in diesem Jahr hatten wir uns zum CSD Köln 2014 angemeldet. Leider erhielten wir von der Organisation erst derart spät eine Rückmeldung, dass es nicht mehr planbar war, mit einem eigenen Stand vertreten zu sein. Zum Glück kooperieren wir aber mit TransBekannt, so dass schnell der Entschluss gefasst war, gemeinsam Flagge für transidente Menschen auf dem CSD Köln 2014 zu zeigen.

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Bundesrichter lässt sich zur Frau umwandeln

Quelle:
Die Welt

Die Welt / Politik /

Axel Springer SE 2014

Ein renommierter Jurist hat sein Geschlecht angleichen lassen und heißt jetzt Johanna. Eine andere Transsexuelle erzählt, wie belastend der „Krieg im eigenen Körper“ sein kann.

Der Fachverlag RWS bietet neben juristischer Literatur auch Fortbildungsseminare an, beispielsweise gehalten von einer Richterin am Bundesgerichtshof (BGH). Die Gesichtszüge auf dem Porträtbild im Seminarkalender dürften viele Fachleute vor allem aus der Immobilienbranche zwar erkennen, weniger allerdings Frisur und den Vornamen Johanna. Denn bis vor Kurzem hieß die BGH-Richterin und Immobilienexpertin, die sich da mit schulterlanger Frisur und Perlenkette präsentiert, noch Jürgen.

Im Alter von 56 Jahren hat sie sich zur Geschlechtsumwandlung entschlossen – oder besser zur Angleichung, wie Interessengruppen lieber sagen. Denn das Geschlecht sei eine Sache der Identität, Hier geht`s weiter……..

Das Antidiskriminierungsgesetz

Der Entwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz, der bei seiner Präsentation 2001 einen Sturm der Entrüstung quer durch alle möglichen Gruppen entfachte, stammte aus der Feder ……

Hoher Aufwand für Geschlechtsumwandlung nötig

Eine solche Geschlechtsanpassung ist aufwendig und oft genug sehr mühsam. Anders als in Argentinien, wo eine einfache eidesstattliche Versicherung ausreicht, um sein Geschlecht abzuwandeln, müssen Betroffene in Deutschland zwei Gutachten vorlegen, die eindeutig zu dem Schluss kommen: Ja, da steckt ein Mensch mit hoher Wahrscheinlichkeit im „falschen“ Körper………..

„Man fühlt sich depressiv und fürchterlich unwohl“

Immer noch müssen Menschen, die ihr Geschlecht verändern, mit Spott und Unverständnis im Freundeskreis und am Arbeitsplatz rechnen. Insbesondere der Schritt vom Mann zur Frau, ……….

„Karriere macht man wohl eher nicht mehr“

Nach Schätzungen der DGTI gibt es in Deutschland rund 150.000 Betroffene, andere Zahlen gehen von 80.000 aus. Anerkannt sei, dass zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung homosexuell veranlagt seien. Und davon wiederum seien nach bisherigen Erfahrungen rund zehn Prozent transsexuell. Wobei sie die Betonung des Sexuellen für falsch hält. „Alle schauen immer nur auf die Hüfte. Aber unsere Identität steckt im Kopf. Der sexuelle Aspekt ist nur ein kleiner Teil einer Persönlichkeit.“

Der Schritt zum anderen Geschlecht läuft in der Regel zunächst einmal über eine Hormontherapie………………..

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Homosexualität und Transsexualität sind zweierlei Dinge. Deshalb sprechen wir lieber von „Transidentität“, siehe hier. Ein Transgeschlechtlicher Mensch kann natürlich genauso hetero-, homo- oder bisexuell sein, wie jede_r andere auch.

Wellness Wochenende

Der Begriff Wellness (Wohlbefinden bzw. Wohlfühlen), steht nach modernem Verständnis für ein ganzheitliches Gesundheitskonzept. Und das wollten sich meine Frau und ich einmal gönnen.

So ging es in unserem Urlaub für drei Tage (Sa. – Mo.) nach Horn-Bad Meinberg in den Teutoburger Wald.

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Lindas AHA-Erlebnis

Autorin: Linda

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch gerne auf dem Laufenden halten wie es mit mir weiter geht.
Da ich mich bis jetzt immer bei der Vorstellung ausgetauscht habe, denke ich es ist sinnvoll hier weiter zu machen.

Was ist die letzten 10 Tage passiert.

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Erfolg im Betrieb

Autorin: Marina

Hallo meine lieben Freunde.

Seit meinem letzten Bericht vom Januar ist viele Monate lange nicht viel Neues passiert. Neu im Sinne von für mich nicht wirklich bedeutend. Obwohl eine Sache schon bedeutend war, nämlich dass ich seit 01. Februar wieder vom Innendienst zurück zum Außendienst gewechselt habe.

Dafür gab es mehrere Gründe:

  1. Mir fehlte der direkte Kontakt zu Kunden und Kollegen. Mein in meinem Innendienst-Job lief 99,9% alles nur per Email
  2. Die Fragen, die ich gestellt bekam wiederholten sich Inhaltlich ständig. Irgendwann hatte ich für fast alles vorgefertigte Standardantworten parat. Anders gesagt, es war langweilig
  3. Die ganze technische Beratung und Fehlersuche lief nur auf theoretischer Ebene ab. Ich hatte fast gar keine Möglichkeit mal selbst etwas auszuprobieren
  4. Mir fehlte das unmittelbare Arbeiten an den Geräten
  5. Die Abteilung wurde (mal wieder…) umstrukturiert und infolgedessen ist mein Job als solcher weggefallen.

Sicherlich hätte man wieder eine Aufgabe für mich gefunden, aber mir war es sehr recht wieder rausfahren zu können. Es hatte sich ja gezeigt, dass (bis auf ganz wenige Ausnahmen) kein Kunde ein Problem mit Marina hat.

So fahre ich nun wieder in Deutschland herum und mache das, was ich am besten kann: Mit Schraubendreher und Zange in der Hand bockige Geräte zusammenflicken.

Eine Sache jedoch hat mich sehr gestört. Auf meinen Visitenkarten steht mein männlicher Name, genauso wie auch noch meine Firmen-Email. Das hat in den letzten Monaten dann schon zu Irritationen bei dem einen oder anderen Kunden geführt und bedeutete, dass ich viel erklären musste. Bei meinem Gespräch mit dem Personalmanager Deutschland Anfang 2013 hatte er mir ja gesagt, dass Ihm sehr strenge Vorgaben von der Personalmanagerin Europa gemacht wurden und dass er sich daran halten muss. Dies beinhaltete kurz gesagt, dass man meine Veränderungen quasi ignoriert und übersieht, dass für die Firma alles im Prinzip so bleibt, wie bisher. Man könnte auch sagen, sie machen es sich einfach…

1 Jahr im Innendienst mit gelegentlichen Kundenbesuchen und ½ Jahr im Außendienst haben mein Selbstvertrauen sehr deutlich vergrößert. Und vor ca. 2 Wochen war ich an dem Punkt, an dem ich mir gesagt habe, dass ich mir diese Behandlung nicht mehr bieten lasse. Ich überlegte mir, dass der Personalmanager Deutschland nichts machen kann, weil er seine Vorgaben von „oben“ bekommen hat. Nun, dann muss ich mich wohl ganz oben beschweren….

Ich arbeite bei einem amerikanischen Konzern, in dem eine strenge Ethik-Richtlinie gilt. Beschwerden können unter anderem persönlich oder anonym direkt bei der Ethik-Abteilung in der Konzernleitung (also ganz, ganz oben …) gestellt werden. Und genau das habe ich getan. Ich habe das entsprechende Web-Formular ausgefüllt und mein Problem (auf Englisch) dargestellt. Außer einer automatisierten Eingangsbestätigung passierte erst einmal nichts in den nächsten 2 Wochen.

Vor 2 Tagen dann bekam ich eine Email vom Vize-Präsidenten der globalen Personalverwaltung, dass er mich wegen meiner Beschwerde persönlich sprechen möchte. Wir haben darauf hin einen Termin für ein Telefongespräch vereinbart. Wie ich dabei erfahren habe, ist er gerade in unserer deutschen Niederlassung in Düsseldorf und hatte ein Gespräch sowohl mit der Personalmanagerin Europa als auch mit dem Personalmanager Deutschland gehabt. Er wollte sich die Sache aber noch einmal von mir anhören.

Nachdem wir über meine Beschwerde gesprochen hatten, sagte er mir, dass er mir folgende Lösung anbietet, und dass diese so schon mit der Personalabteilung abgesprochen ist:

  • Meine Email-Adresse wird geändert. Emails die noch auf die alte Adresse laufen werden intern umgeleitet
  • Ich habe die volle Unterstützung was meinen Auftritt bei Kunden angeht. Ich bekomme neue Visitenkarten mit neuen Namen und neuer Email-Adresse
  • Eine Toilette neben der Kantine ist eine Einzeltoilette. Diese war bisher nur als Damentoilette markiert. Diese Toilette wird zur Unisex-Toilette erklärt und entsprechend markiert, so das ich diese benutzen kann, wenn ich mal in der Firma bin
  • Was die Gehaltsabrechnungen, Sozialversicherung etc. angeht muss ich jedoch weiterhin als Herr H. geführt werden. Das ist aus rechtlichen Gründen nicht anders möglich

Mit dieser Regelung bin ich sehr einverstanden. Warum nicht gleich so?

Gestern dann habe ich noch einen Anruf vom Personalmanager Deutschland erhalten. Er erkundigte sich, warum ich nicht zuerst zu ihm gekommen bin. Man könne doch schließlich über alles reden. Ich erklärte ihm, dass ich den Eindruck hatte, dass er nichts machen kann aufgrund der Anweisungen von oben. Deshalb habe ich von ganz oben drauf gehauen. Er meinte, das wäre doch alles nicht nötig gewesen und wir hätten das auch so regeln können. Naja … vielleicht … immerhin weiß ich jetzt, dass man die Ethik-Richtlinie und Beschwerden doch sehr ernst nimmt und dass die intern dafür vorgesehenen Abläufe doch funktionieren.

LG
Marina

TRANS* AM ARBEITSPLATZ

INHALTSVERZEICHNIS

Sterilisation no longer required for a sex change

Source: The Copenhagen Post

Starting from September 1, Danes over the age of 18 will no longer be required to undergo any surgical procedures in order to apply for a sex change.

"Today we have dropped the requirement of sterilisation when transgendered people need a new personal identification number as part of a legal sex change," the minister for the economy and the interior, Margrethe Vestager, said in a statement reported by NDTV.

She notes that it will make life more “dignified” for transgender individuals, who will no longer have to mutate their bodies in order to adhere to societal norms.......

Source: The Copenhagen Post

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Video & Diashow vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014

In Ergänzung zu den Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014 veröffentlichen wir an dieser Stelle noch zwei Videos. Das erste Video zeigt Eindrücke vom Einzug der CSD Demonstration auf dem Aktionsgelände des CSD Düsseldorf an der Rheinuferpromenade. Zu sehen ist die gemeinsame Gruppe des Gendertreff, von TransBekannt und der Trans* Gruppe Düsseldorf.

Auf YouTube ansehen

Das folgende Video zeigt in einer Diashow einen Teil der reichlich vorhandenen Fotos. Denn irgendwer macht immer einen Schappschuss und so können wir Euch an dieser Stelle noch mehr Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014 zeigen.

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>> Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014

>> Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014

>> Inhaltsverzeichnis

Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf 2014

Wie berichtet war der Gendertreff auch in 2014 wieder beim CSD Düsseldorf vertreten. Im Jubiläumsjahr - die Plattform für Transgender, Angehörige und Interessierte feiert 2014 den 10. Geburtstag - nahm der Gendertreff an der Demonstration durch Düsseldorf teil und war am Samstag und am Sonntag mit einem Infostand auf dem CSD-Gelände am Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf vertreten.

Auch das Wetter feierte mit, denn 10 Jahre ehrenamtliche Selbsthilfearbeit für transidente Menschen und Angehörige in Düsseldorf sind wirklich ein Grund zum feiern. Dies insbesondere deshalb, weil daraus auch weitere Selbsthilfe- und Informationsangebote wie unser Forum, diese Plattform oder unser Treffen in Leverkusen entstanden sind.

Also bauten wir bei bestem Wetter unseren Infostand an der Rheinuferpromenade in Düsseldorf auf.

Auch die klassischen Gruppenfotos zum Auftakt durften natürlich nicht fehlen.

Und dann ging es auch schon los: Die Rheinuferpromenade füllte sich mit Besuchern und wir führten zahlreiche Gespräche am Stand und verteilten unsere Informations-Flyer.

Die Parade hieß in diesem Jahr Demonstration - was auch gut ist. Denn wir treten für ein ernstes und wichtiges Thema ein. Transidentität kann schließlich für Transgender und auch deren Angehörige mit vielen Problemen verbunden sein und auch in Medizin, Politik bzw. Justiz und Gesellschaft ist längst noch nicht alles eitel Sonnenschein für transidente Menschen. Hier gilt es, die Gesellschaft weiter über Transidentität aufzuklären.

Beim CSD Düsseldorf 2014 waren neben dem Gendertreff auch die Trans-Organisationen TransBekannt e.V. und Trans* Gruppe Düsseldorf mit einem Stand vertreten. Und so bildeten wir auch bei der Demonstration durch Düsseldorf eine gemeinsame Trans-Gruppe. Das Bild oben zeigt uns bei der Aufstellung zur Demonstration. Unten biegen wir dann mit dem Demonstrationszug auf die Düsseldorfer Flaniermeile Königsallee ein.

Die Straßencafés auf der Kö waren gut gefüllt und so gab es jede Menge Zuschauer.

Auch auf Fahrrädern waren einige Teilnehmerinnen unserer Trans-Demo-Gruppe dabei.

Da eine Demonstration zum CSD nicht zügig durchmarschiert, bliebt immer auch Zeit, zwischendurch noch einige Fotos vom Gendertreff und den kooperierenden Trans-Organisationen beim CSD Düsseldorf zu machen.

Am Ende der Kö bog der Demonstrationszug in die Schadowstraße ein, die an einem Samstag natürlich voll von Menschen war.

Es ist schon ein Erlebnis, mit einer solchen Demonstration durch die Düsseldorfer Innenstadt zu ziehen.

Dann ging es durch das Bankenviertel in Richtung Altstadt.

Zwischendurch verteilten wir fleißig unsere Info-Flyer an die Passanten.

Hier sind wir schon in der Düsseldorfer Altstadt und fast am Ende der Demonstrationsstrecke angekommen.

Dabei wird im Gegensatz zu "klassischen" Demonstrationen auch viel Musik gespielt, so dass sich der Demonstrationszug mit Musik und guter Laune durch Düsseldorf bewegte. Ganz so, wie es sich für einen CSD gehört.

Hier sind wir dann schon auf der Zielgeraden: Die Demonstration zum CSD Düsseldorf 2014 auf der Rheinuferpromenade mit dem Schlossturm im Hintergrund.

Und zwischendurch sorgen die Teilnehmer der CSD-Demo für Momente, die einfach nur wunderschön sind. 🙂

Da die Demo immer stehen blieb, hatten wir reichlich Zeit, schöne Fotos vom Gendertreff beim CSD Düsseldorf zu machen.

Die Rheinuferpromenade war gut besucht und wir konnten reichlich Flyer verteilen. Am Ende der Demonstration wurden wir dann mit freundlichen Worten von der CSD-Bühne begrüßt.

Am Sonntag haben wir dann erstmals einen leicht veränderten Standaufbau ausprobiert: Wir wollten unseren Infostand etwas offener gestalten. Das kam gut an und deshalb werden wir es jetzt immer so machen.

Der CSD-Stand des Gendertreff lud so noch mehr zu Gesprächen und zum Netzwerken ein, was auch reichlich genutzt wurde.

Die Standbesetzung mal aus dem Infostand heraus fotografiert.

Zum 10-jährigen Jubiläum haben wir eigene Gendertreff-Ballons an Kinder verschenkt. Hier sehen wir unsere offizielle Ballonverteilbeauftragte. 😉

Im Inneren des Stands wurden derweil fleißig Ballons vorbereitet.

Auch Mandy von TransBekannt kam zum Netzwerken vorbei und half, Ballons vorzubereiten. Natürlich waren auch wir zwischendurch an den Ständen der anderen Trans-Organisationen. Denn wir kooperieren ja und tauschen uns regelmäßig aus. Schließlich ist es unser gemeinsames Ziel, transidenten Menschen und deren Angehörigen zu helfen.

Ava knüpfte derweil Kontakte zur Politik.

Denn wie immer nutzten wir auch auf dem CSD Düsseldorf 2014 die Chance, mit Parteien und sonstigen auf einem CSD vertretenen Organisationen Netzwerkarbeit zu betreiben.

So gingen zwei erfolgreiche Tage auf dem CSD Düsseldorf 2014 schnell vorbei.

Bei allen Helfern und Unterstützern am Stand und während der Demonstration beim CSD Düsseldorf 2014 möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken. 🙂

Termin beim MDK

Autorin: Katja

Hallo liebes Tagebuch 24.05.2014

Ich denke darüber nach was ich in den letzten Monaten erlebt habe.
Nach der PSÄ legt sich der Alltag auf mein Leben. Meine Lebensqualität ist enorm gestiegen, ja die Ruhe in mir ist unbeschreiblich, ein wunderschöner Lebenstraum.

Nachdem ich in der Firma in den Betriebsrat gewählt wurde, kam ich kurz vor Mitternacht nach Hause, platt und kaputt aber zufrieden und glücklich. Ich öffnete die Tagespost und  darunter war ein Brief meiner Krankenkasse. Dieser kam direkt aus der Hauptstadt vom MDK (Sozialmedizinischer Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung) und ich sollte mich zu einer Untersuchung am Freitag den 25.04. einfinden. Wow, ich war  schlagartig wach und aufgedreht. Okay erst mal drüber schlafen.

Morgens wurde ich vom schrillen Wecker wach und ich musste dringend telefonieren um den Termin zu verschieben, weil ich keinen Urlaub mehr hatte. Eine Mitarbeiterin des MDK sagte mir,  dass ich am 09.05. oder 13.05 in Berlin sein müsste.

Nach einigem hin und her auf der Arbeit wurde mir ein freier Tag genehmigt und ich bestätigte den Termin beim MDK. Den Donnerstag vorher arbeitete ich bis 22.00 Uhr, fuhr nach Hause, machte mich startklar und fuhr am frühen Morgen nach Berlin.

Gegen 07:00 Uhr Morgens und einer gefühlten Ewigkeit in einer Vollsperrung, erreichte ich Berlin. Ich ruhte mich aus und ging in ein Café und habe erst einmal gut gefrühstückt.

Es war kurz vor neun Uhr und ich ging zur Untersuchung des MDK. Mit ein wenig mulmigen und glücklichen Gefühlen meldete ich mich an. Nach kurzer Wartezeit kam die Ärztin zu mir und wir gingen zum Untersuchungszimmer. Ich dachte was kommt jetzt auf dich zu.

Nun wir unterhielten uns, es gab einen starken Kaffee und ich gab ihr einen Stapel Flyer vom Gendertreff und Arbeitsplatz Flyer unserer Aktion mit Grüßen des Gendertreffs.
Am Schluss des Gesprächs und der Untersuchung gab sie mir noch ein paar Adressen von Hotels in Berlin. Wir verabschiedeten uns und ich machte mich auf die Suche nach einem Hotel.

Dank meines Handys (Navi) war das Hotel schnell gefunden und ich stellte mein Auto ins Parkhaus und bezog mein Zimmer. Ich dachte mir was soll ich jetzt machen und  entschloss mich zu einer Sightseeingtour. Ich ging zum Nahe gelegenen Kudamm, ins Kaufhaus KaDeWe und weiter den Kudamm entlang. Einige Schauer begleiteten mich und ich musste mich unterstellen. Dort kam ich mit Leuten ins Gespräch.

Das Regierungsgebäude wollte ich noch sehen und so schnappte ich mir einen Bus und fuhr zum Bundestag. Nach ca. eineinhalb Stunden Warten öffnete sich die Schleuse und es ging  rein in das Regierungsgebäude.

Berlin war die Reise wert auch wenn es nur einen Tag war, aber mehr ging nicht. Nach dem Frühstück ging es wieder nach Hause.

Mittlerweile ist das Gutachten eingetroffen und meiner weiteren Behandlung steht nichts mehr im Wege:

Aus dem uns nun zu gesandten Gutachten des MDK geht hervor, dass bei ihnen eine manifeste Transsexualität Mann zur Frau besteht.

 

Für die Durchführung der mit Operationen verbundenen stationären Krankenhausbehandlung bedarf es einer Kostenzusage der Krankenkasse. Hierzu reichen Sie bitte eine Ärztliche Verordnung von Krankenhausbehandlung ein aus der hervorgeht, welcher Eingriff geplant ist und in welchem zugelassenen Vertragskrankenhaus die Operation erfolgen soll. Ihre Unterlagen senden sie bitte an die KK in Bochum.

Jetzt liegt es an mir wann und wo ich mich operieren lasse.

Danke liebe Freunde des Gendertreffs! Ihr habt mir das gegeben was vor vier Jahren undenkbar für mich war.

Eure Katja-Sabine

Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum.