Gendertreff Hausmesse mit Schönekeß Hairstyling

Am 09.04.2016 findet die Gendertreff Hausmesse in Iserlohn statt. Aussteller ist unter anderem die Friseurin Daniela Schönekeß aus Iserlohn. Der folgende Beitrag stellt den Aussteller Schönekeß Hairstyling vor.

Schönekeß Hairstyling

Daniela Schönekeß ist seit 26 Jahren als Friseurin tätig und hat unter anderem in London und München gearbeitet. Seit 5 Jahren betreibt sie das Unternehmen Schönekeß Hairstyling. Die Besonderheit: Mit dem Unternehmen Schönekeß Hairstyling ist Daniela Schönekeß rund um die Themen Frisur und Kosmetik mobil unterwegs. Mobil bedeutet: Während man normalerweise zum Friseur geht, kommt mit Daniela Schönekeß der Friseur zu den Kunden nach Hause. Auf ein richtiges Studio verzichtet Daniela Schönekeß. Statt dessen frisiert sie ihre Kunden in deren gewohnter Umgebung. Alternativ können die Kunden auch zu Daniela Schönekeß nach Hause kommen.

Individuelle Beratung ist für Daniela Schönekeß sehr wichtig. Zwar geht sie durchaus auf die Wünsche der Kunden sin, sagt aber auch, wenn sie etwas nicht umsetzen kann oder möchte. Denn die Kunden sollen mit dem Ergebnis immer Zufrieden sein. Schließlich ist die Frisur ein wichtiger Aspekt der Persönlichkeit eines Menschen.

Gendertreff Hausmesse für Transgender, Angehörige und Interessierte

09.04.2016
11:00 Uhr – 17:00 Uhr

Gewerbe- und Gründerzentrum Corunna
Corunnastr. 1
58636 Iserlohn

Der Eintritt ist frei.

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Ich bin ein Mädchen

Quelle: JAM – JUNGE AKTION MENSCH

Als wäre eine Schale aufgebrochen, so beschreibt Flora den Moment, als sie endlich sagte: Ich bin ein Mädchen. Flora ist eine Transfrau. Im Video erzählt sie, was das bedeutet und was sich für sie verändert hat.

 

Das Video ist leider nicht mehr Online.

 

INHALTSVERZEICHNIS

Wandern bis der Grünkohl kommt

Wie in den Vorjahren organisierte wieder das Kohl-Königspaar Kirsten und Rita das diesjährige Grünkohlwandern.

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Über 20 Teilnehmer_innen durchquerten und kreuzten Haan-Gruiten im Rheinland. Zur Vorbereitung auf das deftige Essen wurden in einem Handwagen ausreichend alkoholische Getränke mitgenommen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die strategischen Punkte wurden während der Wanderung ermittelt. Dabei handelte es sich um Wegkreuzungen, Brücken, Kurven und Steigungen. Spannend wurde es an den Stellen wo die Kreuzung an einer Steigung und auch noch in einer Kurve gelegen war. Dort war die Getränkepause dann etwas länger und ausgiebiger.

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Nach ca. zwei Stunden waren alle Mitläufer_innen für das Essen vorbereitet und freuten sich auf Sabines Grünkohl mit deftigem Fleisch. Sabrina versorgte indes alle mit Getränken u.a. vom Fass. Alle ließen es sich schmecken und wärmten sich auf, denn das Wetter war nicht so wirklich toll. Wenigstens hatte es während der Wanderung nicht geregnet.

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Nachdem alle gesättigt waren, wurde noch aufgeräumt und Platz geschaffen. Es wurde noch viel gelacht und getanzt. Der „Gute-Laune-Tag“ endete dann weit nach Mitternacht.

Danke an das Orga-Team!

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Den Körper langsam an den Hormonwechsel gewöhnen – Erhöhte Thrombosegefahr

Autorin: Petra-Katharina, Ute und Xenia

 

An dieser Stelle sei es uns gestattet, den Aspekt der Hormoneinnahme ein wenig aus folgender Richtung zu kommentieren.

Thrombosen entstehen, wenn sich abgelagerte Verklumpungen von den Wänden der Adern lösen und dann in die feinen Äderchen (z.B. des Gehirns, Herz, Niere usw.) gelangen, dort das Gefäß verschließen und so die Blutzufuhr und somit die Sauerstoffversorgung dieser Bereiche stören.

Östrogen und Testosteron von außen zugeführt, haben einen negativen Einfluss auf die Blutgerinnung, d.h. es kann zu stärkeren Ablagerungen in den Adern kommen. Dieser Effekt wird natürlich durch Fettleibigkeit, Rauchen, Bluthochdruck usw. erhöht.

  • Östrogene hemmen Wachstum und Talgproduktion der Talgdrüsen.
  • Sie beeinflussen Stoffwechselvorgänge in der Leber (vermehrte Bildung von HDL und Abnahme von LDL).
  • Sie steigern die Bildung von Gerinnungsfaktoren. In höheren Dosen verstärken Östrogene daher die Blutgerinnung.
  • Sie senken den peripheren Gefäßwiderstand.
  • Sie halten in höheren Dosen Natrium und Wasser im Körper zurück.
  • Sie hemmen den Abbau von Knochen.
  • Sie verringern die Wirkung von Androgenen und Glucocorticoiden.
  • etc.

 

  • Testosteron begünstigt Leber- und Nierentumorbildung
  • Schädigung des Herzmuskels
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Störung des Fettstoffwechsels, der Blutgerinnung und des Gefäßsystems
  • Ablagerungen an den Gefäßwänden
  • Erhöhung der Cholesterinwerte
  • Arteriosklerose
  • Blutgerinnsel im Gehirn/Schlaganfall
  • Thrombosegefahr
  • etc.

 

Ein lustiger Vergleich sei an dieser Stelle gestattet: 🙂

Stellt euch vor ein Verbrennungsmotor bekommt jahrelang 100 Oktan Superbenzin und von einem Tag zum anderen 95 Oktan Bio- Bleifrei- Benzin. Was meint ihr wie der Motor das findet?

Oder umgekehrt:

Der Verbrennungsmotor hat sein „Leben“ lang seine Arbeit mit 95 Oktan Bio- Bleifrei- Benzin verrichtet und bekommt nun auf einmal 100 Oktan Superbenzin. Der ist doch völlig überdreht….

 

Also langsam angehen lassen! Nicht gleich runter mit den vorhandenen Hormonen und rauf mit den neuen. Das gegengeschlechtliche Hormon nicht in der „therapeutischen“ Dosis verabreichen, sondern am Anfang quasi einschleichen. Also z.B. Hormongel mit geschätzt 3 Hüben pro Tag als Zielgröße, erst einmal mit einem halben Hub pro Tag beginnen und über ein paar Wochen auf die Zielgröße steigern. Dann kann der Körper sich langsam an die veränderten Randbedingungen anpassen und wird wohl keine großen Crash-Aktionen im Körper starten. Das gilt auch bei Tabletten. Statt der verschriebenen 4mg, erst einmal mit 2mg beginnen und steigern.

Diese Vorgehensweise wird wahrscheinlich kein „erfolgsorientierter Arzt“ vorschlagen, weil er_sie befürchtet, wegen mangelnder Wirksamkeit der Medikamentierung angegangen zu werden. Aber gerade bei Einnahme von Hormonen ist das Gespräch mit dem Endokrinologen so wichtig. Zudem sind umfangreiche Untersuchungen nötig, wie z.B. Blutuntersuchung, um die Hormondosis am Anfang und Weiterführend festzulegen.

Das Einsetzen der körperlichen Umgestaltung verzögert sich natürlich um das entsprechende „Einschleichintervall“. Aber schaden wird es mit großer Sicherheit nicht und der Körper wird es danken.

>> Kleines 1 x 1 der Hormone

>> Zur Wirkung von Hormonen während der Hormontherapie

>> Hormontherapie bei jugendlichen Transsexuellen / Transidenten

>> Trans* und Medizin

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Gendertreff Hausmesse mit Special-Trade

Am 09.04.2016 findet die Gendertreff Hausmesse in Iserlohn statt. Aussteller ist unter anderem absolutely Special-Trade aus Nürnberg. Der folgende Beitrag stellt den Aussteller absolutely Special-Trade vor.

Special-Trade

Inka Horvat schreibt über ihr Unternehmen:

Aus unserer tiefsten Überzeugung haben wir uns darauf spezialisiert, all denen, die nach geeigneten „Hilfsmitteln“ für die Verwandlung vom Mann zur Frau suchen, beratend mit den richtigen Produkten zur Seite zu stehen.

Im Jahr 2005 als Einzelunternehmen gestartet, zählen heute weltweit viele Transgender, Transsexuelle, Crossdresser und Transvestiten zu unserem Kundenstamm. Ebenso finden in jüngerer Vergangenheit zunehmend Frauen und Mastektomie-Patientinnen, wie auch Staatstheater, Bühnen und Fernsehproduktionen zu uns.

Als einer der marktführenden Spezial-Ausstatter ist es uns sehr wichtig, ein sehr umfangreiches und qualitativ hochwertiges Sortiment an Silikonbrüsten, Silikon-Körperformung und vielen weiteren hilfreichen Accessoires, zu äußerst fairen Preisen anbieten zu können.

Das persönliche Glück unserer Kunden ist die Messlatte unserer inneren Zufriedenheit, deshalb entwickeln und optimieren wir all unsere Produkte in einem fortlaufenden Prozess zusammen mit ihnen weiter.

Es liegt uns sehr am Herzen, mit unserer Beratung per Telefonat, per Email oder auch bei einem Besuch hier in unserem Showroom in Nürnberg bei der richtigen Auswahl behilflich sein zu dürfen.

Weitere Informationen unter www.special-trade.de.

Gendertreff Hausmesse für Transgender, Angehörige und Interessierte

09.04.2016
11:00 Uhr – 17:00 Uhr

Gewerbe- und Gründerzentrum Corunna
Corunnastr. 1
58636 Iserlohn

Der Eintritt ist frei.

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Gendertreff Hausmesse mit Individual Styling – Farb-, Stil- und Imageberatung

Am 09.04.2016 findet die Gendertreff Hausmesse in Iserlohn statt. Aussteller ist unter anderem Individual Styling – Farb-, Stil- und Imageberatung. Der folgende Beitrag stellt den Aussteller Individual Styling vor.

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Transidente Jugendliche

Jungen, die Mädchen sind und Mädchen, die Jungen sind. Transidente Menschen fühlen sich im falschen Körper geboren. Gerade in der Schule ist es für die meisten besonders schlimm, weil selbst die Lehrer häufig unsensibel mit diesen Jugendlichen umgehen.

Bei transidenten Menschen stimmt das Geschlecht, mit dem sie zur Welt gekommen sind, nicht mit dem gefühlten Geschlecht überein und das merken sie oft schon im frühesten Kindesalter. „Transident“, so nennen das Experten. Sie/Wir ziehen die Bezeichnung dem bekannteren Begriff „Transsexuell“ vor, weil das Phänomen nichts mit sexueller Orientierung zu tun hat.

Leider kommt das Thema „Transidentität“ bisher wenig bis gar nicht in Schulbüchern vor. Auch im Lehramtsstudium wird das Thema oft gar nicht erwähnt. Dementsprechend mangelt es an informierten Lehrern und das hat Konsequenzen. Lehrer die mit Transidentität nicht vertraut sind, fühlen sich überfordert. Meistens wissen sie auch nicht, wie weitreichend die Freiräume sind, die ihnen das Gesetz lässt. So ist es rechtlich durchaus möglich, den Wunschnamen und sogar das Identitätsgeschlecht von Kindern in Zeugnisse, Urkunden und andere Schuldokumente einzutragen. Unterlässt dies ein Lehrer, riskiert er, eine Schülerin oder einen Schüler gegen deren Willen zu outen. Zum Beispiel, wenn sich das Kind bereits gemäß seines gefühlten Geschlechts nennt und kleidet und die Mitschüler gar nicht um seine Transidentität wissen. Dennoch taucht das Thema bisher in der Schule kaum auf. Dort wo der Leidensdruck für die Betroffenen häufig besonders groß ist und wo man Vorurteilen am ehesten entgegen wirken könnte.

Wie Kinder in der Schule aufgenommen werden, ist sehr unterschiedlich. Manche spüren schon sehr früh, dass sie eine andere Geschlechtsidentität haben und werden bald auch von ihren Lehrern und Mitschülern akzeptiert, wie sie sind. Bei anderen gibt es Probleme. Sie treffen auf Unverständnis und werden im schlimmsten Fall gemobbt.

Dass das Thema geschlechtliche Vielfalt nicht im Unterricht vorkommt, empfinden viele oft als sehr belastend. Hier fehlt Information und Aufklärung.

Auch für andere Kinder kann es ein Problem sein, dass Männer und Frauen im Unterricht häufig klischeehaft dargestellt werden, ohne Raum für Zwischentöne. Wer sich nicht als typischer Junge oder typisches Mädchen versteht, leidet oft darunter. Diese Kinder und Jugendliche versuchen dann lange sich anzupassen, was zu sozialem Rückzug, Traurigkeit, Depression, Alkoholsucht, Drogensucht, Kriminalität und sogar Suizid führen kann.

Alle ca. 752.000 Lehrer (an allgemeinbildenden Schulen) zu dem Thema zu schulen ist illusorisch. Aber es sollte sich an jeder Schule eine Lehrkraft mit dem Thema auskennen, wie z.B. die_der AGG-Beauftragte in Betrieben. Ja, Transidentität ist ein „Minderheitenanliegen“ (ca. 5% der deutschen Bevölkerung), aber es gehört in den Unterrichtsstoff, um das Thema zu verstehen, Vorurteile abzubauen, die Akzeptanz in der Gesellschaft zu erhöhen und dadurch auch Diskriminierung zu minimieren. Hierzu kann man Hilfe heranziehen, z.B. bei Selbsthilfegruppen, Kompetenzzentren, Arbeitsgemeinschaften, Gesundheitsämtern, Ärzten, Therapeuten usw.

Ein guter Ansatz ist über geschlechtliche Vielfalt zu informieren. Den Schülern zeigen, dass es neben Jungen und Mädchen auch Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten gibt. Die Natur gibt uns vor, dass es nicht nur Frau und Mann gibt, sondern eine breite Palette dazwischen. Denn, keiner macht sich selbst und niemand wird gefragt, ob und wie man auf diese Welt will!

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Ich war nie ein Mädchen

Autor: Raphael (Fio)

 

Größe – 1,77m – Für einen Mann etwas klein aber ganz okay. Ich war immer der Meinung ein Mann müsse min. 1,80m sein. Weil es Standard ist.

Gewicht – 90 kg – Noch. Ich pendle immer zwischen 90 und 95. Ich esse einfach viel zu gern. Noch viel lieber koche ich gern. Wird auch irgendwie besser.

Haare – Dunkelbraun, Sidecut – Finde ich voll okay. Mit Bart würde es noch besser aussehen.

Augen – Blau-grau – Ich mag eigentlich dunkle Augen lieber.

Kleidungsstil – bequem – manchmal Springerstiefel, enge Hose und schwarz schwarz schwarz. Ich mag einen Mix aus Gothic, Punk und Hipster.

Es ist Jahre her, dass ich mich halbwegs wohl gefühlt habe in die Öffentlichkeit zu gehen. Mag daran liegen, dass ich mich so kleide wie ich mich empfinde. Als Mann.
Ich freue mich jedes Mal wie ein Schneekönig, wenn mich jemand als Kerl erkennt.

In meinem Bekanntenkreis wissen einige von meinem Weg den ich eingeschlagen habe (Die Mädels aus meinem Lieblings-Klamottengeschäft, meine Friseurin, mein Hausarzt, meine Cousine..). Ich erhalte dafür teilweise sogar Bewunderung. Andere (wie mein Hausarzt) sehen auf einmal ein bisschen klarer, weil viele Dinge einen Sinn ergeben. Meine Depressionen. Meine Art. Mein Ekel vor mir selbst. – Ich werde mich nie wieder in eine Form quetschen lassen, der ich nicht entsprechen will. Ich war nie ein Mädchen!

Trotzdem habe ich in der Vergangenheit immer wieder zwanghaft versucht mich anzupassen. Aber ein Freund von mir hat recht: „Wie wäre es, wenn du einfach mal du selbst bist?“
Ich habe Jahre warten müssen um einem Menschen zu begegnen, der mir gesagt hat: „Du bist gut so wie du jetzt bist. Ich mag dich genauso – egal ob du dich entscheidest Mann oder Frau zu sein.“
So viele Menschen kommen und gehen in unserem Leben. Manche von ihnen haben in meinem Leben Spuren hinterlassen, die ich niemals vergessen werde. Gute … und schlechte.
Ich bin froh, dass ich damals Julien begegnet bin.
Ein Star Wars Fan wie ich würde jetzt sagen: Die Macht wollte es so!

Dass ich Julien habe helfen können, hat auch mir geholfen, den Weg wieder zu mir zurück zu finden. Es tut gut zu wissen, dass da jemand ist, der mir Arschtritte in die richtige Richtung gibt. Dank Julien bin ich auch ein ganzes Stück ehrlicher geworden. Auch zu mir selbst.

Heute stehe ich hier und kann den Weg, den ich schon einmal angefangen habe endlich fortsetzen. Drei, fast vier Jahre später. Und diesmal lasse ich mich nicht von meinem Ziel abbringen. Ich bin in Bonn bei einem privaten Therapeuten unter gekommen. Na ja fast. Er hat keine Krankenkassenzulassung und so muss ich auf eine Bewilligung des Kostenerstattungsverfahren durch meine Krankenkasse hoffen. Der Antrag ist auf dem Weg. Es geht endlich voran. Ich weiß worauf ich achten muss. Trotzdem werde ich ungeduldig.

Nach Therapiebeginn soll es sechs Monate dauern, bis er mir die Indikation für Hormone aushändigt… Nicht wenn ich das beschleunigen kann ! Ich werde ihn von meinem Weg überzeugen. Meine Lasten der Vergangenheit abstreifen und ein neues, befreiteres Leben leben.

Natürlich besteht trotzdem Gefahr, dass meine Krankenkasse ablehnt… das hoffe ich nicht.
Ich komme mit diesem Therapeuten gut zurecht.

Soweit zu mir.

Grüße
Raphael (Fio)

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Trans* und Stimme

Stimme:
Rein mechanisch wird die Stimme durch das Zusammenwirken der Stimmlippen im Kehlkopf und den Ansatzräumen erzeugt. Im Kehlkopf sind die beiden Stimmlippen gespannt. Die engste Stelle im Kehlkopf bezeichnet man als Stimmritze (Glottis). Sie wird zum Atmen durch Abduktion der entspannten Stimmlippen weit geöffnet, damit die Luft ungehindert ein- und ausströmen kann. Die aus der Lunge strömende Luft versetzt die Stimmlippen in Schwingungen, um einen Ton zu erzeugen. Sind die Stimmlippen entspannt, schwingen sie langsamer und der Grundton des Klanges wird tiefer. Bei höherer Spannung wird der Ton durch schnellere Schwingung höher.

Als Ansatzräume oder Vokaltrakt bezeichnet man die Räume, zu denen Rachen, Mund- und Nasenraum gehören. Dort wird dann auch der primäre Kehlkopfklang verändert. Aus der unterschiedlichen Größe des Kehlkopfes und der damit verbundenen Länge der Stimmbänder resultieren die verschiedenen und individuellen Tonhöhen des Grundtons. Bei der männlichen Stimme liegt der Grundton bei etwa 125 Hz, bei der weiblichen bei etwa 250 Hz und bei kleinen Kindern etwa bei 440 Hz. Der Stimmumfang beträgt ca. 1,3–2,5 Oktaven, wobei mit Training auch 3 und mehr möglich sind. Der Frequenzbereich der menschlichen Stimme mit den Obertönen beträgt etwa 80 Hz bis 12 kHz.

Die Stimmlippen werden während des Stimmbruchs dicker und länger. Dabei sinkt die mittlere Sprechstimmlage bei Jungen um eine Oktave (8 Töne), bei Mädchen um eine Terz (3-4 Halbtöne).

Variationen:
„Die Stimme eines Menschen ist sein zweites Gesicht“. Was macht die Stimme aus? Unsere Stimme verändert sich ständig je nach Gemütszustand. Sie kann bedrohlich wirken oder sanft sein. Wir können schreien und flüstern. Unsere Stimme kann unser Sexualleben offenbaren. Sie kann unsere Körpergröße und unsere körperliche Kraft verraten. Wir flirten mit der Stimme.

Die Sprache und auch die Körpersprache von Frauen ist häufig blumiger, visueller und emotionaler. Obwohl diese Aspekte auch den Männern natürlich nicht abzusprechen sind, gibt es dennoch eine deutliche Tendenz. Außerdem sprechen Frauen viele Wörter weicher aus als Männer. Männer betonen durch Lautstärke und Frauen durch Tonhöhe.

Problem:
Wer in einem männlichen Körper zur Welt kommt, in Wahrheit jedoch eine Frau ist, erlebt in seinem Leben zahlreiche Stolpersteine. Einer davon ist die eigene Stimme. Komplett verändern lässt sich die Stimme nicht, aber durch logopädisches Training und einige Übungen kann das ein oder andere erreicht werden. Vor allem für Transfrauen, also Frauen, die in einem männlichen Körper auf die Welt kamen, ist die Stimme oft ein Problem.

Transmänner, also Männer, die in einem weiblichen Körper zur Welt kamen, haben es da i.d.R. wesentlich leichter. Sie warten einfach auf die Wirkung der Hormone, in diesem Fall Testosteron. Größtenteils beginnt der Stimmbruch nach 3-6 Monaten und die Stimme wird tiefer. Je nachdem, wie tief die Stimme wird, bedarf es manchmal keiner weiteren Handlung. Manchmal jedoch muss auch hier die Sprechart umgelernt werden, da die Stimme nicht immer automatisch in den gewünschten Bereich sinkt. Wie sehr sich die Stimme verändert hängt dabei von Alter, Anatomie und Genetik ab.

Logopädie:
In der Ausbildung zur Logopädin/zum Logopäden wird das Thema Trans* nur in einer kleinen Randnotiz erwähnt. Praktisch erfährt man kaum etwas darüber. Dadurch sind viele Logopäden verunsichert. Diese Form der Therapie stellt aber eine große Bereicherung für das Berufsfeld dar. Einige bieten für Transfrauen sehr effektive Möglichkeiten an, die Stimme weiblicher zu gestalten. Da Logopäden den Stimmapparat und Möglichkeiten des Trainings bestens kennen, ist ein begleitetes Stimmtraining durch einen Logopäden mit Sicherheit eine sehr effektive Methode, die Stimme weiblicher zu gestalten. Einfach ist dies nicht und es bedarf viel Übung.

Mittels diverser Entspannungsübungen wird ein Verkrampfen der Stimmmuskulatur vermindert bzw. vermieden. Sollten bei den Stimmübungen die Zungenbein- und Kehlkopfmuskulatur zu sehr beansprucht oder überbelastet werden, kann es durchaus zu Stimmstörungen kommen, die je nach Belastung chronische oder dauerhafte Probleme mit dem Stimmapparat zur Folge haben.

Aber die Stimme macht es nicht alleine. Die Stimme darf auch gar nicht übermäßig erhöht werden, denn das würde die Stimmbänder überstrapazieren und es käme zu dauerhaften Entzündungen. Körpersprache und Mimik sollten stimmig sein, doch auch eine weiblichere Wortwahl und Sprechstil verbessert das Gesamtbild. Stimmhöhe und Stimmklang sind natürlich unterschiedlich, aber auch die Grammatik, also Satzstrukturen und Wortstellungen.

Man darf nicht glauben, dass eine Männerstimme zu einer Frauenstimme wird, aber es kann daran gearbeitet werden, dass die Patientin als Frau wahrgenommen wird.

Übung:
Die bessere und auch richtigere Atmung geht in den Bauch. Männer atmen durch den Brustkorb, Frauen durch den Bauch. Beim Einatmen eine Hand auf den Bauch legen um deutlich zu spüren, wie sich der Bauch nach Außen dehnt und „dicker“ wird. Beim Ausatmen wird der Bauch dann wieder „dünner“. Bei dieser Atmung sollten sich weder Brustkorb noch Schultern bewegen. Nach einigen Atmungsübungen kann mit Summen begonnen werden. Dabei die Stimme anheben, aber nicht strapazieren. Das Summen langsam ein- und ausblenden.

Später dann mit kurzen Lauten wie „ma“, „mo“, „me“, „mi“, „mu“, „mei“, „mau“ usw. fortfahren. Nach diesen Übungen kann man steigern und z.B. die Begriffe verdoppeln, also mehrere Silben aneinander koppeln: „ma-ma-ma“, „mo-mo-mo“ usw. Hierbei immer auf das weiche Ein- und Ausblenden der Stimme sowie auf die Bauchatmung achten. Nach einigen Übungsstunden folgen ganze Worte und Sätze. Zudem werden verschiedene Alltagssituationen gespielt, wie z.B. beim Telefonieren, Gespräche im Kollegenkreis, Bestellung im Restaurant, rufen, schreien, flüstern usw. Die Betonung lernt man am besten beim Vorlesen von Texten.

Stimmband – Operation:
Es gibt die Möglichkeit eines operativen Eingriffs, bei dem die Stimmbänder verkürzt werden oder der Kehlkopf abgeschliffen wird, aber auch da gibt es keine Erfolgsgarantie. Nach der Operation müssen die Stimmbänder geschont werden, so dass auf lautes Sprechen ca. bis zu 6 Monaten verzichtet werden muss. Außerdem bleibt eine Narbe am Hals.

Kosten:
Nach einer eingehenden Untersuchung durch den HNO kann man sich mit einer Heilmittelverordnung die logopädische Praxis seines Vertrauens aussuchen. Die Kosten werden bei transidenten Personen in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

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Olympia ist endlich nicht mehr um Jahrzehnte zurück

Autor: Ayden

Die Richtlinien für die Teilnahme von Trangendern wurden überarbeitet.

Es soll verhindert werden, dass Transgender vom Sport ausgeschlossen werden, auch auf nationalen Leveln in Ländern in denen dies normalerweise der Fall wäre. Es wurde eingesehen, dass die alten Regelungen unnötig sind und nicht konform mit den Menschenrechten sind. Das wichtigste Ziel ist ein fairer Wettkampf, dafür sind keine Operationen nötig. Es sind nun also keine geschlechtsangleichenden Operationen mehr nötig um teilnehmen zu können!

FzM Transgender dürfen ohne Einschränkungen in der Männerkategorie teilnehmen (warum auch immer es je unfair gewesen wäre jemanden mit weniger Testosteron/Leistung teilnehmen lassen zu dürfen).
MzF müssen als Einschränkung einen vorgeschriebenen Testosteronwert von maximal 10 nmol/l über 12 Monate vor dem Wettkampf einhalten. Damit soll jeder Vorteil ausreichend aufgehoben sein (eventuell wird die Zeit individuell überprüft). Dieser Wert darf während der gesamten Wettkampfzeiten nicht überschritten werden, da es sonst zu Problemen mit der Dopingverordnung kommt.

Die neue Regelung macht meiner Meinung nach Sinn. Natürlich ist es schade, dass Transfrauen weiterhin eine Einschränkung erleben, aber als Transmann kann ich nur sagen: Testosteron ist sowas von Doping, ich habe untrainiert jetzt die Leistung aus früheren Spitzenzeiten! Im Sinne des fairen Wettkampfes macht diese Regelung also Sinn.
Es freut mich als Transgender und als Sportler, dass Olympia endlich eingesehen hat, dass ihre alte Verordnung so veraltet war und sie erneuert hat.

Mit den anstehenden Olympischen Spielen 2016 von Rio de Janeiro, beginnt die strikte Geschlechtertrennung in der olympischen Bewegung zu fallen.

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