Victorias Erlebnisse

Autorin: Victoria

September 2015

Hallo ihr Lieben,

möchte euch nun endlich mal berichten was in den letzten Wochen passiert ist.

Am 24.08. hatte ich dann den Termin in der endokrinologischen Praxis. Ich wurde untersucht und Blut abgenommen. Der Doc sagte mir dann, dass er mir die ersten Hormone verschreiben möchte, um festzustellen inwieweit ich sie vertrage.
Dies war dann eine Packung für 28 Tage. Die Hormontabletten nehme ich nun seit dem 28.08. Nachdem dann die Blutwerte feststanden und ich die Tabletten vertrage, bekam ich eine Quartalspackung verschrieben.
Im November bin ich dann noch mal beim Doc, da möchte er sich die Veränderungen, die ich in meinem Erscheinungsbild mache, anschauen. Da bin ich auch gespannt drauf, wie ich mich verändern werde. Dann wird entschieden wie wir die Therapie fortsetzen.

Am 23.08. war ich beim Gendertreff in Düsseldorf und am 05.09. beim Stammtisch in Köln. Ich muss sagen es waren zwei sehr schöne Treffen, wo ich sehr nette Menschen kennengelernt habe und wir uns sehr intensiv unterhalten haben. Das schöne war, es ging nicht nur um Transsexualität, sondern auch um allerwelts Themen. Es wurde unteranderem sehr viel Gelacht, was die Atmosphäre doch sehr aufgelockert hat.

Ich hatte ja geschrieben, dass sich mein bester Freund von mir abgewendet hat.
Nun hatte mich seine Schwägerin zu ihrem Geburtstag eingeladen. Ich hatte dann angemerkt, dass ihr Schwager mit mir nichts mehr zu tun haben will. Ob ich dann überhaupt erwünscht wäre. Antwort der Schwägerin: Da muss er durch!
Ein paar Tage später meldete sich dann mein Freund, per WhatsApp, und meinte ich hätte da wohl was falschverstanden! Na, ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ich nehme mal an das seine Frau und Schwägerin mit Ihm nochmal über mich gesprochen haben und ihm wohl ein paar Takte über seine Einstellung mir gegenüber gesagt haben. Aber ich werde mir mal die Entwicklung distanziert anschauen. Leider ist dann aus der Geburtstagsparty nichts geworden, da es in der Familie einen Todesfall gab. Sie möchte ihre Feier aber zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Bin dann gespannt auf die Reaktion meines Freundes.

Diese Woche war ich dann noch beim Coiffeur um mir ein Haarteil auszusuchen. Das war ein sehr angenehmer Besuch, der mir viel Freude gemacht hat. Habe mir ein sehr schönes Teil ausgesucht. Bin gespannt wie es an mir aussieht wenn es fertig ist. Mal schauen wie viel mir die KK anteilig dazugibt.
Vielen Dank für den guten Tipp.

Habe nun meinen Therapeuten kontaktiert, für Atteste bzw. Bescheinigungen für das Haarteil bzw. für eine Bartepilation (momentan benutze ich noch einen Homelaser). Für die Haare die der Laser nicht wegbekommt.

Ich hatte ja geschrieben, dass ich schon Antwort vom Amtsgericht habe. Die Unterlagen sind von mir mittlerweile auch ans Amtsgericht geschickt worden. Also der Stein rollt und ich sage dazu „Mein ICE hat den nächsten Bahnhof erreicht“.
Ich fühl mich richtig gut, das Leben ist so schön!
Euch noch einen schönen Abend

LG
Victoria

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Heiratsurkunde ändern nach Personenstandsänderung

Das BVerfG (1 BvL 10/05) hat in seiner Entscheidung vom 27. Mai 2008 klargestellt, dass § 8 Abs. 1 Nr. 2 TSG mit Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG und Art. 6 Abs. 1 GG nicht vereinbar ist. Die personenstandsrechtliche Anerkennung der neuen Geschlechtszugehörigkeit darf nicht davon abhängig gemacht werden, dass die Ehe eines verheirateten Transsexuellen zuvor geschieden wird.

Das bedeutet, dass die vor der Transition geschlossene Ehe weiter Bestand hat. Die Ehe- oder Heiratsurkunde kann also beim Standesamt geändert werden, wenn ein Partner Transident ist und aus einer heterosexuellen Ehe eine gleichgeschlechtliche Ehe wird.

>> Schreiben vom Bundeskanzleramt

>> Trans und Recht

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Veronica hat es im Betrieb geschafft

Autorin: Veronica

 

Hi @ all,

erst mal vielen Dank an alle für die „Daumendrückaktion“.

Also ich kann euch folgendes berichten:

Geschafft !!!

Wie ihr an den Smilies sehen könnt, ist mein Coming Out sehr gut verlaufen. Alle waren dem Thema Transidentität und in diesem Bezug meinem Outing sehr aufgeschlossen gegenüber. Sie hatten Verständnis, das ich erst jetzt damit rausgerückt bin, nachdem ich erklärte, das ich alle erst mal ein wenig kennen lernen wollte (stand auch so in der Mail, die ich zuvor verschickt habe). Es gab kein noch so unterirdisches Verhalten bzw. keine unterirdischen Kommentare o. ä.
Teilweise wollten sie wissen, wie es dazu kam. Ich habe ihnen den Hintergrund erklärt, der für sie dann auch nachvollziehbar war.

Alle fand es gut, dass ich mich dazu bekannt habe und haben mir einen sehr großen Mut bestätigt. Es war für sie klar, dass es für Menschen wie uns nicht einfach ist, so in der Öffentlichkeit dazu zu stehen. Da ich ja eine Perücke trage, kamen auch hierzu Komplimente wie „sieht man gar nicht, dass das eine Perücke ist“.

Die Mail, die ich ein paar Tage vorher an alle geschickt hatte, hat alle auch gut vorbereitet (so die allgemeine Aussage). Sie fanden es gut, dass ich nicht einfach mit der Tür ins Haus gefallen bin indem ich einfach die Veronica präsentiere. Also auch hier ein Volltreffer.

Es gab dann auch Ratschläge wie „wenn Dir einer blöd kommt, dann beachte den_die einfach nicht“ oder „geh nicht drauf ein, das beweist nur, das der_die keine Ahnung hat/haben“ usw.

Es war echt toll (ich könnt das Outing grad nochmal machen) und ich habe mich sehr sehr glücklich gefühlt und bin dann an beiden Tagen mit einem Dauergrinsen im Gesicht heimgefahren.

Wie es sich gezeigt hat, macht man sich immer zu viel Gedanken und Sorgen bzw. hat Ängste. Im Prinzip ist dies ja auch gut, hilft es einem doch sich vor möglichen Schaden zu bewahren. Aber eine gute Planung und Vorbereitung kann doch einiges eingrenzen oder erst gar nicht aufkommen lassen.

Wie dem auch sei, ich bin wirklich froh, dass ich so gut angekommen bin und diese Aktion hinter mich gebracht habe. Jetzt kann ich mich voll entfalten und meine weiteren Schritte in Angriff nehmen bzw. planen.

So, muss jetzt zu meiner Schwester und dort „Bericht“ erstatten.

Ganz viele liebe Grüße

Veronica, die jetzt zu 100 % als Frau leben kann.

>> Trans am Arbeitsplatz

>> Trans und Recht

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Jobsuche Trans

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

………………

Nach ihrem Outing habe ihr Arbeitgeber plötzlich alles, was sie gemacht hatte und vorher ganz normal war, hinterfragt. Nach einer Bewerbung hat sie hinter vorgehaltener Hand erfahren, dass man sie nicht vermitteln könne, aus Angst, Kunden könnten ihre Aufträge zurückziehen.

An anderer Stelle riet man ihr, doch gleich in ein anderes Bundesland zu ziehen, weil hier in Dessau für sie nichts zu finden ist……………………………………Weiter ……………………..

 

 

Aber dann! Drei Firmen geben Jenny eine Chance.

Dessau – Drei Arbeitgeber haben sich spontan bei der Mitteldeutschen Zeitung gemeldet, nachdem sie dort über das Schicksal von Jenny gelesen haben. Die Dessauerin ist transident. Sie wurde als Mann geboren und verlor vor drei Jahren nach ihrem Outing ihren Arbeitsplatz………………………………….

Es gibt eine Chance!

…………………………………………….

 

>> Mitteldeutsche Zeitung

>> Trans am Arbeitsplatz

>> Trans und Recht

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Gendertreff auf dem Selbsthilfe Festival in Berlin

Am 09, Juli 2016 fand in Berlin auf dem Tempelhofer Feld das Selbsthilfe Festival Berlin statt. Der Gendertreff war als Aussteller dabei. Wir informierten über Transidentität, knüpften reichlich Kontakte und stellten die Grüne Karte für Diversity und den im März 2016 gegründeten Gendertreff Berlin vor.

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Schon vor Beginn war auf dem Tempelhofer Feld reichlich was los. Kein Wunder, ist doch das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof mittlerweile ein Park, der allen Bürgern Berlins offen steht.

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Ein Teil des Tempelhofer Felds war als Veranstaltungsfläche für das Selbsthilfe Festival reserviert. Der Gendertreff hatte vor dem Infozelt einen Begegnungstisch und im Zelt einen Info-Tisch bekommen.

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Hier sehen wir das Standpersonal beim obligatorischen Gruppenfoto.

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Und hier sehen wir den Gendertreff-Stand ohne Personal.

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Dann ging das Selbsthilfe Festival auch schon los und die Berliner kamen, um sich über die Selbsthilfe-Angebote der Bundeshauptstadt zu informieren.

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Wie man auf dem Bild oben sehen kann, stieß auch der Gendertreff mit seinem reichhaltigen Informations- und Selbsthilfeangebot auf reges Interesse. Von den Besuchern wurde sehr begrüßt, dass der Gendertreff nun auch ein Selbsthilfetreffen in Berlin betreibt und dass sich dieses Angebot nicht nur an transidente Menschen, sondern explizit auch an ihre Angehörigen richtet.

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Erstmals kam auch unsere Grüne Karte für Diversity zum Einsatz. Die Grüne Karte für Diversity steht für Vielfalt und Toleranz und soll auf eine freundliche und positive Art für eine offene und tolerante Gesellschaft werben.

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Zur Unterstützung unserer Aktion Grüne Karte für Diversity entsteht zur Zeit eine Webseite. Dort sammeln wir Beiträge, die beispielhaft zeigen, wie wertvoll jeder einzelne Mensch ist und wie wichtig Vielfalt für unsere Gesellschaft ist. Denn wenn Menschen sich nicht verstecken müssen und sich ausleben können, entwickeln sie ihr ganzes Potential.

Dieses Anliegen verfolgen wir bekanntlich bereits mit unserer Aktion Trans* am Arbeitsplatz. Bei unserer Grünen Karte ist es uns jedoch wichtig, dass Toleranz und Akzeptanz sich eben nicht nur auf das Thema Transgender beziehen. Denn wer von anderen Toleranz und Akzeptanz einfordert, darf sich einer pluralistischen Gesellschaft nicht verschließen.

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Und was passt besser als ein Selbsthilfe Festival, um die Grüne Karte für Diversity erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen? Denn auf dem Selbsthilfe Festival in Berlin trafen wir jede Menge Menschen, die sich für andere Menschen einsetzen. Menschen mit chronischen Krankheiten, Menschen mit Behinderungen, Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturkreisen – und sie alle setzen sich in der Selbsthilfe für andere ein. Keine Frage: Sie alle haben die Grüne Karte für Diversity verdient, denn durch ihre ehrenamtliche Arbeit setzen sie sich dafür ein, dass unsere Welt ein klein wenig besser wird.

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Auch am Gendertreff-Begegnungstisch fanden rege Gespräche statt.

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Derweil nutzten Ava, Jasmin und Andrea die Möglichkeit, sich mit anderen Berliner Selbsthilfe-Organisationen zu vernetzen. Und so wurde sich rege ausgetauscht.

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Das Selbsthilfe Festival Berlin bot neben Informationen und Austausch rund um die Selbsthilfe auch ein buntes Programm. So gab es unter anderem Rockmusik.

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Auch für das leibliche Wohl wurde natürlich gesorgt. An diesem Stand hier gab es z.B. leckeren Kaffee – fast wie auf einem Streetfood Festival.

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Und so kam es, dass das Festival-Gelände richtig voll wurde. Denn zum Glück spielte auch das Wetter mit.

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Es war trocken und nicht zu heiß und im Laufe des Tages ließ auch der zunächst heftige Wind immer mehr nach.

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Da die Berliner das Tempelhofer Feld längst als eine weitere grüne Lunge ihrer Stadt entdeckt haben, wurde auf den Wiesen neben dem Festival-Gelände gegrillt, auf den Sportflächen waren Sportler aktiv und es kamen reichlich Spaziergänger vorbei.

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Mit anderen Worten: es war richtig voll – und das nicht nur vor dem Zelt. Auch innen herrschte reichlich Andrang.

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Immer wieder fanden angeregte Gespräche am Gendertreff-Stand statt. Ob allgemeine Information über Transidentität, Austausch mit anderen Selbsthilfe-Organisationen oder unser Selbsthilfe-Angebot: Die Berliner interessierten sich rege für den Gendertreff.

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Das Thema Selbsthilfe wurde durch eine Künstlerin auf dem Festival-Gelände thematisiert.

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Die Berliner nutzen das gute Wetter. Die Zeltwände wurden immer weiter geöffnet und draußen war fast kein Platz mehr frei.

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Der Gendertreff Begegnungstisch vor dem Zelt.

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Im Zelt: Andrea und Jasmin hinter dem Gendertreff-Stand.

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Andrea und Jasmin leiten den Gendertreff Berlin.

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Die Besucher hatten reichlich Fragen und auch unsere Grüne Karte für Diversity wurde gerne mitgenommen.

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Gespräche, Infoflyer und Grüne Karten am Gendertreff Begegnungstisch.

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Unsere Grüne Karte für Diversity hat es dann noch auf die Bilderwand geschafft.

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Eine Besucherin des Selbsthilfe Festival Berlin hatte eine Grüne Karte mitgenommen und war mit der Künstlerin ins Gespräch gekommen. Und so entstand nach und nach ein Motiv rund um die Grüne Karte für Diversity.

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Hier sehen wir die Künstlerin in Aktion.

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Und so sah das Ganze dann am Ende des Selbsthilfe Festival Berlin aus.

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Zum Schluss gab es noch ein Foto mit Ava und der Künstlerin. Und natürlich mit der Grünen Karte für Diversity.

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Das Selbsthilfefestival Berlin war ein gelungenes Event, bei dem wir jede Menge konstruktiver Gespräche führen konnten. Der Gendertreff bedankt sich für die Organisation des Events. Gerne kommen wir im nächsten Jahr wieder.

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>> Grüne Karte für Diversity

Perücken-Pflegeplan

Viele Mann-zu-Frau-Transgender sind auf das Tragen von Perücken angeweisen. Diejenigen Transfrauen, die in Teilzeit leben, benötigen die Perücke, um eine ggf. vorhandene männliche Frisur zu verstecken und ein gutes Passing zu erreichen. Doch auch im Rahmen von Vollzeit-Lösungen sind viele Transfrauen auf Perücken angewiesen, da mitunter das Testosteron seine Spruren hinterlassen und die vielleicht einmal üppig vorhandene Haarpracht ausgedünnt oder gar völlig vernichtet hat.

Doch mit einer Perücke ist es wie mit den echten Haaren: Von Zeit zu Zeit müssen sowohl Haare als auch Perücken gewaschen werden. Bei den eigenen Haaren ist das ja ganz einfach. Bei Perücken gibt es jedoch einige Besonderheiten zu beachten, damit die guten Stücke ihrer Trägerin auch möglichst lange Freude bereiten.

Karin Mätze, Inhaberin des Perückenstudios Cutrins Salon GmbH ist Friseurmeisterin und an der Handwerkskammer Düsseldorf geprüfte Fachkraft für Zweithaar. In unserem Artikel erklärt sie, wie Perücken optimal gepflegt werden.

Perücken-Pflegeplan

  • Echthaarperücken vor der Haarwäsche sorgfältig ausbürsten – am besten mit einer Naturhaarbürste von den Haarspitzen an vorsichtig bis zum Haaransatz durcharbeiten.
  • Kurzhaarperücken im Shampoobad reinigen – dazu in 3-5 Liter Wasser ca. 1-2 Esslöffel Shampoo verteilen. Bei Kunsthaarperücken unbedingt kaltes Wasser verwenden! Die Perücke auf links in das Bad geben und leicht im Wasser bewegen.
  • Nicht reiben! Dann 5-10 Minuten einwirken lassen.
  • Bei Langhaarperücken ist es sinnvoller, die Haare auf einem Styroporkopf mit Nadeln zu fixieren und das Shampoo-Wasser-Gemisch mittels Auftrageflasche (Aplikator) gleichmäßig auf der Haartechnik zu verteilen und dann einwirken zu lassen.
  • Im nächsten Schritt wird das Shampoo gründlich aus dem Zweithaar ausgespült.
  • Anschließend wird der Vorgang genauso mit Balsam/Pflegekur wiederholt: Bei Kunsthaar im kalten Wasserbad ca.10 Minuten. Bei Echthaar ist unbedingt zu beachten, dass die Pflege nicht an dem Haaransatz gelangen kann. Durch die reichhaltige Pflege können sich die Knüpfknoten lösen bzw. lockern. Es ist sinnvoll, das Produkt direkt und unverdünnt auf die Längen und Spitzen zu geben und einwirken zu lassen. Ein längerer Zeitraum z.B. über Nacht erhöht den Pflegefaktor.
  • Nach der Einwirkzeit muss das Echthaar gründlich ausgespült werden, bei einer Kunstfaser mit Reinigung im Wasserbad hingegen ist es nicht erforderlich. Spezielle Produkte mit Jojoba und anderen feuchtigkeitsspendenden Inhaltstoffen sind besonders zu empfehlen.
  • Nach diesem Vorgang sollte die Haartechnik für kurze Zeit im Handtuch antrocknen. Bei Echthaar ist darauf zu achten, dass es nicht allzu sehr zu Haarverwirrung kommt. Das Haar kann dann vorsichtig von der Spitze an bis zum Ansatz durchgekämmt bzw. gebürstet werden.
  • Kunsthaare hingegen sollten nicht im nassen Zustand gebürstet oder gekämmt werden. Am besten etwas schütteln und den Haarfall mit einem groben Kamm oder den Fingern in Form legen und auf dem Perückenständer antrocknen lassen.
  • Echthaar sollte auch zunächst an der Luft trocknen, bevor es dann nach dem „Anziehen“ gestylt wird. Hierzu können Hilfsmittel wie z.B. Fön, Glätteisen oder Lockenstab benutzt werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die mechanische Einwirkung nicht über 160° beträgt.
  • Kunsthaare dürfen nicht mit Wärme behandelt werden. Auch im Alltag sollte darauf geachtet werden, dass man bei starker Hitzeeinwirkung (z.B. Kamin) Abstand hält.
  • Zusätzlich sollte das Haar bis zur nächsten Haarwäsche regelmäßig mit einem Conditoner, der auch einen UV-Schutz enthält, gepflegt werden. Einfach alle 1-2 Tage auf das trockene Haar sprühen und wie gewohnt frisieren.
  • Eine Perücke sollte nicht öfter als 1-2 Mal in der Woche gewaschen werden, allerdings schont man die Haartechnik nicht durch den Verzicht der Haarwäsche.

 

>> Cutrins Salon GmbH

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Kontrolle am Flughafen

Autorin: Rita

 

Hallo,

im Grunde verlief unser Urlaub ruhig, wir haben uns sehr gut erholt und es uns sehr gut gehen lassen. Leider ging die Zeit, wie es sowieso im Urlaub üblich ist, viel zu schnell vorbei.

Unser Flieger zurück ging erst um 18.45 Uhr, sodass wir in Ruhe frühstücken und die Koffer fertig packen konnten. Ein Outfit hatte ich im Urlaub noch nicht an und natürlich habe ich dieses angezogen. Meine Frau fand den Rock etwas zu kurz, ich fand es noch ok. 🙂

ESP2-16
Also fuhren wir mit dem Taxi zum Hafen, dann mit der Fähre rüber nach Ibiza. Die Überfahrt war sehr ruhig. Da wir noch genug Zeit hatten, beschlossen wir mit dem Bus zum Flughafen zu fahren. Dann haben wir eingecheckt und uns auf den Weg zum Sicherheitsbereich gemacht.

Ich legte meine Handtasche und meinen Schmuck in einen Plastikbehälter auf das Band.
Zuerst ging meine Frau durch das Kontrolltor und es passierte nichts. Dann war ich dran und natürlich piepste es. Ich wurde zu einer Sicherheitsbeamtin geschickt. Sie scannte mich mit so einem Handgerät ab. Es piepste munter weiter.
Die Beamtin wurde etwas nervös, da sie wohl merkte, dass ich (k)eine Frau bin. Sie sagte mir, dass ich hier stehen bleiben sollte und ging.

Mit 2 Polizisten im Schlepptau kam sie dann wieder. Einer der beiden Beamten fragte nach meinen Ausweis, verzog dabei aber keine Miene. Ich kramte nach meinem Ausweis und bemerkte, dass ich den DGTI-Ausweis zu Hause vergessen hatte. Der Beamte nahm den Hand-Scanner und kontrollierte mich erneut. Das Gerät schien kaputt zu sein, denn es meldete sich nun nicht mehr. Ich bekam meinen Ausweis, mit dem Hinweis auf einen guten Flug, wieder. In dem Augenblick ist mir mein Herz bereits auf den Fußboden geklatscht.

Nach der netten Verabschiedung der Beamten, erholte ich mich aber schnell und wir gingen einen Kaffee trinken. Der Rückflug war dann ohne Vorkommnisse.

Viele Grüße

Rita

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