Blog

Diversität: Wie aus Michael Megan wurde.

Profil: Männlich

Michael Wallent war ein erfolgreicher Manager. Er leitete nach seinem Eintritt bei Microsoft 1996 ein Team, das für die Entwicklung des Internet Explorers zuständig war. Später führte er eine Gruppe, die Windows Vista designte. Obwohl in der Sache sehr erfolgreich, stellten ihm seine Mitarbeiter für seine Führungsqualitäten kein gutes Zeugnis aus – sie kritisierten seine harsche, herablassende und unwirsche Art. Dann kam der Einschnitt: 2007 entschloss sich Michael zur Geschlechtsangleichung. Aus Michael wurde Megan.

Mehr lesen….

Quelle: Spiegel Online

Daniel McGinn ist leitender Redakteur der „Harvard Business Review“.

INHALTSVERZEICHNIS

Bunt ist die Welt – auch am Bodensee (Teil 2)

erlebt und geschrieben von Gitta

Es war Freitag, der 15. Juli 2011. Reporter Günni vom Trannymagazin freute sich schon auf das bevorstehende Wochenende und beschloss, die Woche ruhig zu beenden. Doch sein Chefredakteur bereitete diesem Traum ein jähes Ende, als er mit einem Stapel Meldungen zur Tür hereinkam und diese auf den Schreibtisch warf. Er sagte in scharfem Ton: „Kümmere dich darum und bring mir nächste Woche eine Story!“ Missmutig warf Günni einen Blick auf den Stapel Papier und erkannte sofort, es waren genau die Meldungen, die er schon seit Montag wohlwollend ignoriert hatte:
„Das Rheinland macht mobil – Aufstand in der Bodenseeregion – Besetzung eines Ferienhauses – Katastrophenschutz in Alarmbereitschaft – Polizei und SEK in Marsch gesetzt – Bundesregierung verhängt den Ausnahmezustand – Demonstrationen und Kundgebungen auch in der Schweiz geplant – Thurgauer Kantonspolizei fordert deutsche Unterstützung an – Schweizer Lokalfernsehen berichtet live – usw.“
Günni blieb also wohl nichts anderes übrig, als sich in Richtung Bodensee zu begeben, um der Sache auf den Grund zu gehen. Kaum war er jedoch auf der Autobahn, als er vor sich ein ihm bekanntes Auto sah. In der Heckscheibe befand sich das unübersehbare blaue „Gendertreff“ – Schild und am Steuer erkannte er Gitta. Einen Augenblick lang überlegte er, ihr zu folgen, aber schnell verwarf er diesen Gedanken, denn sein Chef hatte ihm doch einen klaren Auftrag erteilt. „Schade,“ dachte er sich, „das hätte ja wohl eine interessantere Geschichte geben können, als die von Aufständen und Demonstrationen.“
Also überholte er Gitta und fuhr auf dem schnellsten Weg zu seinem Einsatzort.

Am Bodensee angekommen machte er sich erst einmal auf die Suche nach einem Zimmer, doch es war Urlaubszeit und so sehr er sich bemühte, es war alles ausgebucht. „Na, das fängt ja mal wieder gut an“, dachte er sich, als er in den kleinen Ort Bohlingen kam, aber auch hier war keine Übernachtungsmöglichkeit mehr zu bekommen. Er wollte gerade wieder weiter fahren, als er im letzten Moment jemanden auf der Terrasse eines Ferienhauses erkannte. Es war Gitta, die dort faul in einem Liegestuhl lag und es sich gut gehen ließ. Wie hatte die es wieder geschafft, ein Zimmer zu bekommen? Kurzerhand beschloss er, die Nacht unter einem Baum im Garten zu verbringen, sein eigentlicher Auftrag hatte ja noch bis zum nächsten Morgen Zeit.
Es dauerte jedoch nicht lange, und die Idylle wurde jäh gestört. Laut hupend kamen zwei Autos die stille Dorfstraße heruntergebraust und parkten genau vor dem Ferienhaus. Der Reporter ahnte schlimmes, und dies sollte sich bestätigen.
Die Ereignisse überschlugen sich, Gitta sprang auf, als sie die Autos hörte, und auf dem Parkplatz konnte er sie erkennen: Aus den Autos stiegen Xenia, Hydra, Rita, Frau Rita, Ava, Marina und Katja. Schwer bepackt mit Holzkohle, Salaten, Fleisch und Getränken stürmten alle auf die Terrasse und begrüßten Gitta. Schnell war der Grill angezündet und bald saßen alle an dem großen Tisch auf der Terrasse vor der Ferienwohnung. Doch ein paar Plätze waren noch frei, sollten da etwa noch mehr kommen? Und richtig, kurze Zeit später und pünktlich zum Essen erschienen tatsächlich noch Julchen, Maria und Ella.
Nach dem Essen wurde es wieder hektisch, einige der Mädchen liefen in die Garage des Hauses und kamen bald mit einem Bollerwagen wieder zurück. Neugierig spähte Günni aus seinem Versteck und sah, wie blaue „Gendertreff“ – Schilder an dem Bollerwagen befestigt und eifrig Getränke, Kisten und auch ein Ghettoblaster verstaut wurden. Auch ein riesengroßes Banner mit dem „Gendertreff“ – Logo und Schriftzug wurde entrollt. Als alles gut verladen war, wurde der Wagen wieder in die Garage geschoben und alle saßen wieder gemütlich am Tisch, als wenn überhaupt nichts gewesen wäre.
Sie quatschten und lachten bis spät in die Nacht. Pünktlich um Mitternacht wurde noch „Happy – Birthday“ angestimmt, und alle gratulierten Katja zu ihrem Geburtstag. Bald darauf gingen alle zu Bett und Günni versuchte, es sich unter seinem Baum bequem zu machen. Doch er konnte nicht einschlafen, einige Fragen beschäftigten ihn jetzt doch:
Was hatte das alles zu bedeuten?
Bestand da etwa ein Zusammenhang zwischen den Pressemeldungen aus seinem Büro und den Geschehnissen hier?

Der nächste Morgen sollte Klarheit bringen. Bereits in aller Frühe wurde es in der Wohnung Nr. 9 lebendig. Jäh schreckte auch unser Reporter hoch, als die Geräusche der Kaffeemaschine ihn weckten. Schemenhaft konnte er erkennen, dass Ava es sich mit einem frischen Kaffee im Badezimmer gemütlich machte, während Gitta auf der Terrasse die morgendliche Ruhe genoss. Bald wurde der Tisch gedeckt, die Vermieterin schleppte tütenweise frische Brötchen heran und pünktlich um halb acht saßen alle genüsslich kauend beisammen. Nach dem Frühstück wurde aufgeräumt, der Bollerwagen wieder aus der Garage gezogen und es wurden die Autos bis unters Dach gepackt. Schon bald starteten alle in Richtung Konstanz.
Dort angekommen wurden die Autos wieder entladen und die gesamte Gruppe stöckelte in Richtung Grenzübergang nach Kreuzlingen zum Bärenplatz. Dort war bereits einiges los. Vereinzelt standen ein paar Gruppen zusammen, ein Verkaufsstand war aufgebaut, in der Mitte stand ein mit einer Regenbogenflagge geschmückter Wagen und langsam füllte sich der Platz immer mehr. Auch das Schweizer Lokalfernsehen war vor Ort und interviewte einige der Anwesenden, auch Xenia und Ava wurden befragt.
Als der Platz sich immer mehr füllte, versuchten einige Ordner verzweifelt, das Chaos ein wenig aufzuräumen, und pünktlich um 11:00 Uhr standen alle Gruppen und Wagen in der richtigen Reihenfolge. Es konnte also losgehen, doch niemand rechnete mit der Schweizer Langsamkeit. So wurde es halb zwölf, als sich endlich der Zug in Bewegung setzte.
Es war CSD in Kreuzlingen und Konstanz, das war also die geplante Demonstration am Bodensee!
Langsam schlängelte sich der Zug durch einige Nebenstraßen, bevor er die Kreuzlinger Hauptstraße in Richtung Grenze erreichte. Stolz trugen Xenia und Kirsten den Banner, der über die gesamte Straßenbreite reichte und für Aufsehen sorgte, die anderen verteilten fleißig Flyer und CD’s mit dem „Zwei Seelen Song “. Entsprechend groß war das Interesse bei der Bevölkerung und auch den Fotografen.
Nach etwa zwei Stunden erreichte der Zug die Marktstätte in der Konstanzer Innenstadt, wo die Abschlusskundgebung stattfand.
Hier trafen sie auch Maria, Julchen und Ella wieder, die sich unter die Zuschauer gemischt hatten. Die beiden Erstgenannten verabschiedeten sich von den anderen, sie machten sich bereits auf den Heimweg, da sie noch in den Schwarzwald wollten.
Anschließend zogen die Damen in Richtung Hafen, um sich ein Café zu suchen. Nach einer Stärkung ging die Gruppe zum Stadtgarten, wo auf der Bühne das Programm zum CSD stattfand.

Am späten Nachmittag machten sich die Rheinländerinnen auf den Rückweg in ihr Urlaubsdomizil. Auch Reporter Günni konnte nach dem turbulenten Tag erst einmal verschnaufen.
Doch die Ruhe dauerte nicht lange an, denn schon kam wieder Bewegung in die Reisegruppe. Sie verteilten sich wieder in ihre Autos und fuhren in Richtung Überlinger See. Ja, es war Zeit zum Abendessen und nach einiger Suche fanden alle auch ein Restaurant direkt am Seeufer von Ludwigshafen.
Das Restaurant war sehr gut besucht, so dass sie ausnahmsweise an verschiedenen Tischen Platz nehmen mussten, aber sie wurden mit einem sehr guten und preiswerten Essen entschädigt. Nach einem kurzen Spaziergang über die Uferpromenade machten sich alle müde aber glücklich wieder auf den Heimweg nach Bohlingen.
Auch Reporter Günni konnte es sich endlich auf seinem Notlager im Garten so bequem wie nur möglich machen.

Doch auch diese Nacht war für ihn schnell zu Ende, denn auch am Sonntag war wieder frühes Aufstehen angesagt. Die anderen hatten nämlich Gitta versprochen, mit ihr eine schöne Tour zu unternehmen, als Entschädigung, dass sie nicht die ganze Woche dabei sein konnte. So wiederholte sich das morgendliche Ritual wie am Samstag und bald trafen sich alle wieder zum Frühstück auf der Terrasse vor der Wohnung Nr. 9. Nach dem Kaffee verabschiedete sich Ella von allen, denn auch sie wollte nach Hause fahren. Die anderen beeilten sich jetzt, in die Autos zu steigen und Günni folgte ihnen bis zum Fährhafen in Konstanz.
Dort stellten sie die Fahrzeuge ab und überquerten mit der nächsten Fähre den See nach Meersburg. Dort angekommen schlenderten sie gemütlich zum Hafen und kauften sich todesmutig Fahrkarten für das nächste Passagierschiff nach Lindau. Als sie gemeinsam an der Kasse anstanden, machte sie der freundliche Kassierer darauf aufmerksam, als Gruppe doch besser eine verbilligte Fahrkarte für alle zu kaufen. Dieses Angebot nahmen sie natürlich auch gerne an und schon bald kam das Motorschiff „Karlsruhe“ in den Hafen. Doch als sie das Schiff bestiegen, fing es leider an zu regnen und so mussten sie im Innendeck Platz nehmen. Nach einer wunderschönen Fahrt entlang des Ufers erreichten sie gegen Mittag die Inselstadt Lindau.

Unter der bewährten Führung der „Alte-Steine-Beauftragten“ Ava besichtigten sie die Altstadt mit ihren beiden Kirchen, bis sie wieder am Bahnhof ankamen. Die acht entschlossen sich, mit dem nächsten Zug nach Friedrichshafen zu fahren. Wieder erwarben sie preisgünstig eine Gruppenkarte und stiegen in letzter Minute in ihren Zug. So erreichten sie am Nachmittag ihr nächstes Ziel und spazierten bei noch trockenem Wetter durch die Stadt in Richtung Seeufer. Gerade bevor es wieder anfing zu regnen fanden sie Platz in einem kleinen Café an der Promenade, rückten mal wieder Tische zusammen und stärkten sich erst einmal mit heißen Getränken und leckerem Kuchen.
Hier erlebten sie noch ein besonderes Highlight des Bodensees, das Dampfschiff „Hohentwiel“ fuhr nämlich in den Hafen ein. Es ist der letzte Schaufelraddampfer auf dem See aus dem Jahre 1913.

Nach der Pause ging die Gruppe zum Busbahnhof in der Nähe und schon kam auch der Linienbus, der sie wieder zurück nach Meersburg bringen sollte. Hier nahmen sie die nächste Fähre nach Konstanz und fuhren mit ihren Autos in die Innenstadt zum „Brauhaus Joh. Albrecht“.
Mittlerweile war es Zeit zum Abendessen und mit leckeren Bieren und brauhaustypischen Speisen beendeten sie den Tag. Wieder in der Urlaubsunterkunft angekommen trafen sich alle zum Abschluss des Abends noch einmal in der großen Ferienwohnung Nr. 1, um die letzten Vorräte leer zu trinken und den Urlaub gemütlich ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen wurde Reporter Günni von einer ungewohnten Hektik geweckt. Die Terrasse wurde aufgeräumt, Mülltüten geschleppt und auch schon die ersten Koffer verladen. Die Hauswirtin schleppte eine ungewohnt große Menge an Brötchen heran, über die sich bald alle hermachten. Aber auch nach dem Frühstück ging es mit der Hektik weiter. Alle räumten die Wohnungen auf und verluden ihr Gepäck in die Autos. Das sah nach Aufbruch und Heimreise aus und so packte auch unser Reporter eilends seine Sachen zusammen, denn auf keinen Fall wollte er die Rheinländerinnen aus den Augen verlieren. Er musste ja auch sowieso nach Hause, denn der Chefredakteur wartete ja auch auf seinen Bericht.
So folgte er den anderen zunächst in einen Supermarkt, wo das Leergut noch schnell zu Geld gemacht werden sollte und nach einiger Zeit trafen sich alle auf dem Rasthof Schönbuch an der A 81 wieder. Hier wurde die erste Pause gemacht, und die mitgenommenen Brötchen verzehrt. Nun fuhren sie weiter und erreichten nach einer kurzen Pause in Hockenheim den Rasthof Brohltal an der A61. Dies sollte die letzte Rast werden, denn hier wollte sich Gitta von den anderen sieben verabschieden, denn sie wohnt ja nicht weit von hier. Und so kam es auch, dass sie sich ein letztes Mal herzlich umarmten, bevor sie die letzte Etappe ihrer Heimreise antraten.
Doch die war schnell zu Ende, denn nach wenigen Kilometern sah Gitta als Erste den Wagen von Xenia auf dem Seitenstreifen stehen. Sie hatte doch tatsächlich eine Panne. Gitta hielt an und bald kam auch schon Marina mit ihrem Auto dazu. Es wurde ein wenig überlegt und da das Eintreffen des Pannendienstes noch etwas dauern konnte, wurden die Insassen des defekten Autos auf die anderen verteilt und so fuhr Gitta noch Rita und Kirsten nach Hause. Kurz vor Hilden meldeten sich auch Xenia und Ute telefonisch, auch sie waren inzwischen auf der Weiterfahrt, es war Gott sei Dank nur eine Kleinigkeit an dem Wagen gewesen.
So konnten alle am Abend wieder zu Hause in ihren Betten schlafen und die wunderschönen Tage noch einmal an sich vorbei ziehen lassen.
Auch Reporter Günni konnte beruhigt einschlafen, denn erstens hatte er wieder ein Dach über dem Kopf und musste nicht mehr im Garten übernachten und zweitens hatte er wieder eine wunderschöne Geschichte für das Trannymagazin in der Tasche. Und vor allem hatte er wieder einmal bewiesen, dass hinter Unheil verkündenden reißerischen Schlagzeilen oft nur ein harmloser Hintergrund ist.
So wurde aus der „Mobilmachung des Rheinlandes“ und der „Besetzung eines Ferienhauses“ nur der seit über einem Jahr geplante Urlaub einiger Freundinnen und aus den „Demonstrationen“ und dem „Aufstand am Bodensee“ nur die Teilnahme an der CSD – Parade in Kreuzlingen und Konstanz.

Dieser Urlaub wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.
Es waren wieder einmal ein paar sehr schöne Tage, zu deren Gelingen alle hervorragend beigetragen hatten und die wieder einmal, besonders für Gitta viel zu schnell zu Ende gingen.
Aber uns allen bleibt ein kleiner Trost:
Die nächste Tour ist schon wieder geplant, und bestimmt wird auch Trannyreporter Günni wieder von Anfang an unerkannt mitreisen und berichten können.

>> Bunt ist die Welt – auch am Bodensee (Die ersten Tage)

>> CSD am See 2011

>> Gendertreff meets CSD Konstanz (Schweizer Fernsehen)

>> Diashow

>> Pressemeldung

>> Inhaltsübersicht

Bunt ist die Welt – auch am Bodensee

Urlaub! Rita und Kirsten trafen sich mit Ute und mir um zusammen zum vereinbarten Treffpunkt auf der A61 zu fahren. Dort stießen wir auf Ava, Katja und Marina und ab ging es zu unserem Urlaubsdomizil nach Singen am Bodensee. Julchen, Maria und Ella waren schon dort.
Irgendwie hatte ich das Gefühl verfolgt zu werden, aber das geheimnisvolle Fahrzeug fuhr hinter Bonn von der Autobahn. Ob das der rasende Reporter Günni war, der etwas verwirrt zu sein schien?

Wir trafen nach einer ruhigen Fahrt gegen 16:00 Uhr am Urlaubsziel ein und sortierten erst einmal unsere Koffer auf die Ferienwohnungen. Danach gingen wir Einkaufen.
Das erste Fässchen eines leckeren lokalen Bieres wurde angestoßen und der Grill glühte vor sich hin. Ein erster schöner Abend ging am Morgen zu Ende und alle verkrochen sich in ihre Betten.

Am nächsten Morgen wurde gemeinsam gefrühstückt und wir fuhren bei wunderschönem Wetter zur Insel Mainau.
Die Insel, bestückt mit Parks und einem Schloss, kostet Eintritt und ist im Prinzip eine dauerhafte Landesgartenschau. Nachdem die Füße qualmten und die ersten einen Sonnenbrand hatten, gingen wir Essen. Zu Bett ging natürlich niemand ohne den obligatorischen Absacker auf der Terrasse.

Nach dem Frühstück am Mittwochmorgen, fuhren einige von uns nach Konstanz um dort durch die Einkaufsstraßen und die Altstadt zu schlendern. Natürlich wurden die Geschäfte unsicher gemacht und fast alle brachten erst einmal ihre Einkaufstüten zu den Autos. Leider regnete es immer wieder und wir erkundigten uns im Bahnhof über eine Zugfahrt nach Zürich. Nach dem wir die Preise erfuhren, kamen wir aber zu dem Ergebnis, dass Benzin und Vignette günstiger als die Bahnfahrt sein sollte. So entschlossen wir uns am Donnerstag mit PKW nach Zürich zu fahren.

Am Abend trafen wir uns wieder alle um am Hafen von Konstanz zu Abend zu Essen. Zum Glück hatten wir früh genug einen großen Tisch unter einer stabilen Markise bestellt, denn von oben kam das Wasser Literweise und wollte auch nicht mehr aufhören. Das Essen schmeckte und im Minutentakt schlugen die Blitze in den See, der allerdings vor lauter Nebel und Regen nur noch vermutet werden konnte. Gegen 21:00 Uhr beschlossen einige mit dem Taxi zum Parkhaus zu fahren, die anderen hüpften, bewaffnet mit Regenschirmen, durch die Pfützen und erreichten schließlich mit nassen Schuhen das Parkhaus. Diesmal wurde der Absacker in dem 5er-Appartement eingenommen, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat.

Es war Donnerstag und hatte die ganze Nacht geregnet. Die Hoffnung stirbt zu Letzt und es kam ein wenig die Sonne durch. Wir machten uns auf, nach dem wir uns eine Vignette besorgt hatten, um nach Zürich zu fahren. Wir schlenderten durch die Stadt und auch an den Banken vorbei. Am Züricher See wurden wieder viele Fotos geschossen.
Dann beschlossen wir den angebrochenen Nachmittag in Meersburg direkt am Bodensee zu verbringen. Mit der Fähre ging es über den See und auch hier waren wieder viele „alte Steine“ zu besichtigen. Schließlich kehrten wir alle in einem kleinen Lokal ein um gutbürgerlich zu Essen. Nach der Fähr- und Autofahrt versammelten wir uns wieder auf der Terrasse.

Am Freitag nach dem gemeinsamen Frühstück, fuhren wir nach Stein am Rhein in die Schweiz und bestaunten die wunderschöne Altstadt und die vielfältigen Malereien an den alten Häusern, quasi Graffiti aus dem 18ten Jahrhundert. Hier fließt der Rhein, der bei Bregenz (A) in den Bodensee fließt, wieder raus um weiter nach Schaffhausen zu gelangen. Dies war dann auch unser nächstes Ziel. Über 200 Stufen ging es rauf auf die Burg, aber der Ausblick war gigantisch. Alle wollten endlich den Rheinfall von Schaffhausen live erleben und so fuhren wir die paar Kilometer weiter zu dem Schauspiel .

Nach dem wir die Autos auf dem angrenzenden Parkplatz abgestellt hatten und ein paar Meter abwärts gelaufen waren, war das Schauspiel vor uns.
Es war ein klasse Anblick und auch ein sehr lautes und geräuschvolles Tosen. Wir beschlossen einmal um den Wasserfall zu laufen, viele Treppen hoch und auch wieder viele runter. Eine Brücke musste überquert werden. Das war schon ein seltsames Gefühl die starke Strömung unter sich zu haben. Dann konnten wir für kleines Geld auf Podeste gehen, die direkt neben, über und unter dem Wasserfall angebracht waren. Es kostete zuerst ein wenig Überwindung, aber eine Schande wer sich das Erlebnis entgehen lässt – ein unbeschreibliches Gefühl. Das Wasser tobte mit voller Wucht an uns vorbei und wir verweilten eine lange Zeit. Mit einer kleinen Fähre ging es dann schaukelnd wieder zum Parkplatz zurück.

Zurück an unserem Ferienhaus konnten wir doch tatsächlich auch Gitta begrüßen, die aus privaten Gründen später nachgereist war. Aber irgendwie war da noch jemand, der sich nicht zu erkennen geben wollte. Wir hatten so ein Gefühl, wussten es aber nicht zu deuten.

Ich glaube ihr solltet mal hier weiter lesen ….

>> Günnis Reportage (Bunt ist die Welt – auch am Bodensee Teil 2)

>> CSD am See 2011

>> Gendertreff meets CSD Konstanz (Schweizer Fernsehen)

>> Diashow

>> Pressemeldung

>> Inhaltsübersicht

Kleine Galerie vom Gendertreff beim CSD am See 2011 in Kreuzlingen und Konstanz

Am 16.07.2011 fand in Konstanz und Kreuzlingen mit dem CSD am See der einzige grenzüberschreitende Christopher Street Day der Welt statt. Wie bereits in unserer diesbezüglichen Pressemeldung angekündigt, war der Gendertreff mit dabei. Und davon möchten wir Euch mit den folgenden Bildern berichten.

Die Aufstellung erfolgte im schweizerischen Kreuzlingen. Kreuzlingen liegt direkt neben Konstanz am Bodensee, so dass man eigentlich von einer Doppelstadt sprechen kann. Die Landesgrenze verläuft quasi mitten durch die Stadt.

Bevor es richtig losging, wurde noch schnell ein Gruppenbild gemacht.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Dann wurden Xenia und Ava noch von einer Reporterin eines schweizer Lokalsenders interviewt.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Im Hintergrund des Beitrags bei Tele Top konnte man unser Gendertreff-Banner erkennen. 🙂

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Dann ging es los – zunächst einmal leider nur durch Nebenstraßen.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Na gut, die Organisatoren hatten sich überlegt, den Busbahnhof in Kreuzlingen zu umgehen. Der Nachteil für uns: Auf den Nebenstraßen war nicht so viel los. Der Vorteil für uns: Wir konnten wenigstens einige Fotos machen. Denn als wir in die Hauptstraße von Kreuzlingen einbogen, war es schon voller und wir kamen nicht mehr zum Fotografieren.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Aber auch hier wurden bereits die ersten Flyer verteilt. Schließlich hatten wir diese extra für den CSD am See entworfen.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Auf der Hauptstraße von Kreuzlingen war natürlich viel mehr los. Hier erreichen wir den Grenzübergang vom schweizerischen Kreuzlingen ins deutsche Konstanz. Immerhin waren wir ja beim weltweit einzigen grenzüberschreitenden CSD.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Und auch hier wurden natürlich unsere Flyer verteilt. Denn schließlich wollen wir ja auch über das Thema Transgender aufklären.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Hier noch ein Foto der Gendertreff-Gruppe vor dem Grenzübertritt nach Konstanz.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

In Konstanz war dann deutlich mehr los und das Motto „Trau Dich“ des CSD am See 2011 passt ja auch viel besser in eine belebte Innenstadt.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Die „Biomädels“ trugen Aufnäher mit der Aufschrift: „Mein Partner ist Transgender“. Denn wir wollen ja auch den Angehörigen von Transgendern Mut machen und Hilfestellung leisten. Auch hier passte das CSD-Motto „Trau Dich“ also wieder hervorragend zu unserem Anliegen.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Auch nach dem Umzug waren wir auf der anschließenden Veranstaltung im Park direkt am Bodensee mittendrin und nicht zu übersehen.

CSD am See 2011 Kreuzlingen Konstanz

Die folgende Diashow zeigt weitere Impressionen vom Gendertreff beim einzigen grenzüberschreitenden CSD weltweit.

>> Gendertreff meets CSD Konstanz (Schweizer Fernsehen)

>> Diashow vom Gendertreff beim CSD am See 2011

>> Öffentlichkeitsarbeit

>> Bunt ist die Welt – auch am Bodensee (Die ersten Tage)

>> Günnis Reportage (Bunt ist die Welt – auch am Bodensee Teil 2)

>> Zum Inhaltsverzeichnis

Nathalies Alltag en femme

Nathalie aus dem Gendertreff Forum berichtet über ihre Erlebnisse im Alltag

Den Alltag en femme zu leben ist etwas anderes, als die schönen Stunden in verhältnismäßig sicherer Umgebung bei einem der Treffen. Bei mir hat es auch lange gebraucht, bis ich mal allein zum Einkaufen losgezogen bin. Zurzeit bin ich sehr häufig unterwegs, ja man kann sagen, dass ich meinen Alltag und all das, was man normalerweise zu tun hat, en femme erledige. Einfach um es mal auszuprobieren, wie es so läuft und ob ich damit zurechtkomme. Ausgenommen zur Arbeit und wenn ich zu den Eltern will, da sie noch nichts von mir wissen. In dieser Zeit habe ich einige Situationen erlebt, die ich auf Wunsch von Ava einmal weitergebe.

Zuerst war ein Besuch der Tankstelle. Da ich es seit Jahren gewohnt bin, mit meiner Kreditkarte zu zahlen, dachte ich mir nichts dabei, dies auch en femme zu tun. Die Angestellte sah auf die Karte und meinte: „Das ist nicht Ihre Karte“.

Noch guter Laune versuchte ich, sie vom Gegenteil zu überzeugen und zog meinen Personalausweis, um mich auszuweisen. Den erkannte sie auch nicht an und vermutete sogar, dass ich die Papiere irgendwo gestohlen hätte. Im Lauf der Diskussion wollte sie jetzt die Polizei hinzuziehen. Ich versuchte immer noch ihr klarzumachen, dass das meine eigenen Papiere waren.

Das ganze Theater hatte nun die Aufmerksamkeit des Pächters geweckt. Dieser kam zur Schlichtung zu uns. Nach kurzer Zeit glaubte er mir endlich und ich konnte, nachdem ich gezahlt hatte, wieder fahren.

Solche Reaktionen kannte ich bis dahin nicht und war, unter anderem, der Anlass einen DGTI_Ergänzungsausweis zu beantragen. Auch ist es für die Zukunft sicherer, wenn mal eine Flugreise und/oder Ferien im Ausland geplant sind, dass man keine Probleme bekommt.

Es gibt aber auch schöne Situationen, an die ich mich sehr gerne erinnere. Einmal bezahlte ich mit meiner EC-Karte bei einem Elektronikmarkt. Die Kassiererin schaute mich an und bemerkte: „Oh, haben sie Ihre Namensänderung noch nicht durch?“ Ohne zu zögern akzeptierte sie die Karte.

Zuletzt hatte ich mich am Montag mit meinem Friseur verabredet, der mir ein Päckchen vorbeibringen wollte. Ich war ein paar Minuten zu früh in unserer Fußgängerzone und kaufte mir ein Eis, setzte mich auf die Parkbank und wartete auf Ihn. Der Becher war leer und ich entsorgte ihn in einem Papierkorb, der ein paar Meter weiter angebracht war.

Überraschung, die Parkbank wurde in diesem Moment von einer Frau mit Kinderwagen genutzt. Was nun? Die Frau sah zu mir und meinte: „Sie können sich gerne wieder zu mir setzen.“ Kurze Zeit später kamen wir, über Ihren 10 Monate alten Säugling, ins Gespräch. Einfach so, wildfremde Frauen unterhielten sich über dies und das.

Meine Verabredung kam nach einer Viertelstunde und wir, die fremde Frau und ich, wünschten uns gegenseitig alles Gute. Eine richtig entspannte Unterhaltung, einfach schön. Leider hatte ich vergessen ihr einen unserer Flyer mitzugeben.

Heute kam der DGTI_Ergänzungsausweis nach nur 14 Tagen bei uns an. Ich denke, dass Missverständnisse nun sehr viel schneller geklärt werden können.

Liebe Grüße

Nathalie

INHALTSVERZEICHNIS

Meine Gedanken

Meine Gedanken zu Ava`s Gedanken

Immer wieder höre ich von vielen transidenten Personen, dass die Gesellschaft uns nicht toleriert, geschweige denn akzeptiert. Das kann ich mir natürlich einreden. Wenn ich nicht als Frau raus gehe, kann ich es erst gar nicht beurteilen. Zum Glück gibt es aber auch viele Transgender, die eine ganz andere Wahrnehmung der Öffentlichkeit haben. Das beweisen z.B. die vielen Erlebnis- und Erfahrungsberichte hier im Gendertreff Blog. Wenn man nämlich quasi erst einmal als "Mann in Frauenkleidern" nach draußen geht, kann man Erfahrungen sammeln und das Selbstbewusstsein stärken. Man kann erst einmal sehen und erleben, wie das ist – als Frau zu leben. Die meisten müssen damit leben können, dass sie nicht auf den ersten Blick als Frau wahrgenommen werden, da das äußere Erscheinungsbild eher männlich wirkt. Was sich dahinter verbirgt, kann niemand einem an der Nasenspitze ansehen. Quasi ein privater Alltagstest. Wenn ich nach diesen Erlebnissen dann eine Vornamens- oder Personenstandsänderung anstrebe, wird das von Gutachtern, Amtsgerichten und Richtern positiv bewertet und man kann sein Anliegen daher besser glaubhaft machen. Außerdem kann ich für mich doch besser ausprobieren, ob es überhaupt der richtige Weg ist, bevor ich die Weiche stelle. Einen Weg zurück gibt es später nicht mehr.

Nehmt euer Umfeld mit! In erster Linie eure Familie, eure Bekannten und eure Freunde. Auch eure Seele braucht Zeit. Gebt nach einem Outing im Unternehmen euren Kolleginnen und Kollegen Zeit sich an euch zu gewöhnen. Brecht es nicht über`s Knie und fallt nicht mit der Tür ins Haus. Euer Umfeld wird es euch danken. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr später alleine da steht, ist dann gering.

Natürlich haben wir auch schon erlebt, dass hinter uns gegrinst oder gelächelt wird, aber ist es nicht so, dass das auch hier und da geschieht, wenn die Nase krumm ist oder sonst etwas nicht der "Norm" entspricht? Also ignorieren oder auf die Menschen zugehen und mit ihnen sprechen. Viele schöne Erlebnisse entgehen den transidenten Personen, die sich nicht aus ihren vier Wänden trauen. Diese Personen waren vielleicht einmal als Mann auf einen Stammtisch oder als Frau zu einer SHG gegangen. Aber, wenn man nicht en femme Alltagssituationen erlebt hat oder gar nur en femme  in einem geschützten Schulungsraum sitzt, kann man nicht beurteilen, ob man ein Leben als Frau führen kann. Wenn diese Personen dann das erste Mal unsicher zum Arzt gehen, womöglich noch als Mann zu einer Therapeutin, wundern sie sich, dass es doch etwas anderes ist, ob man als Mann oder als "verkleideter Mann" Straßenbahn fährt. Dass dann die Therapeutin einen nach Hause schickt mit der Bemerkung: "Üb erst mal!" ist nicht nur verständlich, sondern sogar sehr verantwortungsvoll.

Zu meinen, dem anderen Geschlecht anzugehören, fängt im Kopf an. Dazu ist es nicht notwendig perfekt zu sein oder gar ein absolut weibliches Erscheinungsbild zu haben. Erst einmal im Kopf klar sein und wissen wo die Reise hin geht. Die Hormone und die GaOP kommen dann von ganz alleine. Wenn ihr gefestigt seid und klar euren Weg eingeschlagen habt, wird das die Gutachter und das Amtsgericht beeindrucken und eure Entscheidung wird respektiert. Holt euch aber ruhig zusätzlich Hilfe in einer SHG, einem Portal oder einem Forum, wie z.B. dem Gendertreff und/oder professionelle Hilfe durch therapeutische Begleitung.
Raus müsst ihr selber!

Das soll hier keine Anleitung zur Transsexualität sein und ich will auch hier niemand einreden, wie er seinen Weg zu gehen hat. Aber dies sind meine langjährigen Erfahrungen und die von vielen Transgendern, die sich mit und durch den Gendertreff entwickelt haben. Ich habe es jahrelang unterdrückt und nicht zugelassen, warum soll ich es jetzt über`s Knie brechen und vielleicht alles falsch machen. Nein, im Gegenteil. Ich werde besonnen und ganz wichtig mit meiner Familie ruhig und überlegt diesen Weg nun zu Ende gehen. Die Weiche ist gestellt – auch nach reiflicher Überlegung, vielen Gesprächen und vor allen Dingen nach ausreichendem Alltagstest.

LG
Xenia

>> Zu meiner Webseite

>> Zum Inhaltsverzeichnis

Gendertreff beim CSD Konstanz

Düsseldorf/Konstanz, 16.07.2011 Der grenzüberschreitende Christopher Street Day in Konstanz und Kreuzlingen steht in diesem Jahr unter dem Motto „Trau’ Dich“. Grund genug für den Gendertreff, sich mit einer Fußgruppe an dem deutsch-schweizerischen Event am 16.07.2011 zu beteiligen.

„Trau Dich“ – für viele Transgender ist tatsächlich der Schritt in die Öffentlichkeit ein bedeutender. Das Ausleben der eigenen Persönlichkeit ist für viele Transgender auch heute noch nicht selbstverständlich.

Der Gendertreff möchte mit der Teilnahme am Christopher Street Day in Konstanz und Kreuzlingen anderen Transgendern Mut machen und eine breite Öffentlichkeit über das Thema Transgender informieren.

Der Begriff „Transgender“ bezeichnet Menschen, deren körperliches Geschlecht nicht bzw. nicht vollständig mit ihrem gefühlten Geschlecht übereinstimmt. Die Transgender-Eigenschaft ist unabhängig von der sexuellen Orientierung. Die meisten Transgender sind heterosexuell.

Die Transgender-Eigenschaft ist nicht einfach nur „ein Hobby“. Viele Transgender möchten sich dem Identitätsgeschlecht so weit wie möglich annähern. Der Gesetzgeber hat erkannt, dass dies vielfach Probleme mit sich bringt. Die „Transition“ genannte Angleichung an das Identitätsgeschlecht ist deshalb im Transsexuellengesetz (TSG) geregelt.

Ziel des Gendertreff ist die Hilfestellung für Transgender, Angehörige und Interessierte sowie die Information der breiten Öffentlichkeit. Dazu betreibt der ehrenamtlich geführte Gendertreff unter www.gendertreff.de eine große Internet-Plattform mit einem Forum, einem eigenen Magazin und vielen weitergehenden Informationen. Darüber hinaus wird mit den Selbsthilfegruppen „Gendertreff Düsseldorf“ in Düsseldorf und „Gendertreff Leverkusen“ in Leverkusen ein Angebot zum persönlichen Austausch bereitgestellt.

Gruß
Team Gendertreff

>> Kleine Galerie vom Gendertreff beim CSD am See 2011 in Kreuzlingen und Konstanz

>> Bunt ist die Welt – auch am Bodensee

>> Bunt ist die Welt – auch am Bodensee (Teil 2)

>> Zum Inhaltsverzeichnis

Larissa`s Geschichte

Larissa aus dem Gendertreff Forum erzählt uns ihre Geschichte:

Im Gendertreff gelandet und will hier auch ein wenig mehr von mir erzählen.

Nun, wie fange ich an?
Ich bin transsexuell, noch vor der geschlechtsangleichenden Operation, kurz GaOP. Meine Vornamensänderung fand vor mehr als dreieinhalb Jahren statt, danach folgte der Kampf mit der Krankenkasse wegen der Kostenübernahme für die GaOP. Dieser Streit ging bis vors Sozialgericht. Letztlich lenkte die Krankenkasse aber, nach einem von ihr selbst geforderten Gutachten beim MdK, ganz schnell ein und erklärte sich bereit, im Zuge eines Vergleichs die Kosten für die GaOP sowie den größten Teil der Kosten für die Barthaarepilation (Nadelepilation bei einer nicht krankenkassenzugelassenen Kosmetikerin) zu übernehmen, bevor es zur endgültigen Verhandlung vor dem Sozialgericht kam.

Mein Lebensweg dürfte sich von dem vieler anderer Transsexueller nicht allzu sehr unterscheiden. Ich bin nicht mehr die Jüngste, tatsächlich gehöre ich mittlerweile dem "Rentnerclub" an.

Schon als Kind war ich davon überzeugt, eigentlich ein Mädchen zu sein. Meine Eltern hatten das damals einfach so akzeptiert, mir aber nahegelegt, um mir viel Leid und Ärger mit anderen zu ersparen, das als unser Geheimnis zu betrachten. So lernte ich mich in der Öffentlichkeit zu verstellen, was mir sehr schwer fiel, sodass ich mich oft zu Hause in Tränen aufgelöst wiederfand. Irgendwie konnte ich nicht begreifen, warum ich den Jungen spielen musste und nicht einfach ein Mädchen sein konnte. Zum Glück fand ich immer bei meinen Eltern Trost. Fast mein gesamter Freundeskreis während der Schul- und Jugendzeit bestand aus Mädchen. Bei ihnen fühlte ich mich wohl, ihre Denkweise war mir vertraut, während mir die Denkweise der Jungen und später der jungen Männer immer ein wenig fremd war. In manchen Dingen empfand ich sie sogar als abstoßend. (Sorry, wenn ich damit jemandem auf dem Schlips getreten haben sollte, aber ich muss wohl dazu sagen, dass ich empathisch veranlagt bin und dadurch die Gefühle anderer wahrnehme, als wenn ich ein offenes Buch sehe. Damals hatte ich noch nicht gelernt, wie ich das so weit wie möglich abblocken kann.)

Später lernte ich gezwungenermaßen, mich in der Männerwelt zurechtzufinden und auch eine Männerrolle zu spielen, denn so etwas wie mich dürfte es ja gar nicht geben, das sei doch völlig unnormal und widerwärtig. So begrub ich die Frau in mir im hintersten Winkel und tat das, was Männer eben so tun. Ich heiratete, wir bekamen Kinder, und ich dachte schon, die Frau in mir sei endgültig verschwunden, so lange, bis sie plötzlich von Zeit zu Zeit wieder aus ihrem Gefängnis hervorbrach. Es gab Phasen, da zog ich mir Frauenkleider an, wenn es keiner sah, kaufte mir heimlich Frauenkleider und -wäsche, nur um später alles wieder in die Mülltonne zu stopfen.

Nach der Trennung von meiner letzten Frau kam dann alles endgültig an die Oberfläche. Ich war allein, die Kinder waren aus dem Haus, ich brauchte also auf niemanden mehr Rücksicht zu nehmen. Ich ließ die Frau in mir aus ihrem Versteck und so langsam begann sie die Oberhand zu gewinnen. Meine Kleidung, obwohl noch männlich, änderte sich langsam aber sicher zum Weiblichen hin, aber so, dass ich mich darin in der Öffentlichkeit zeigen konnte ohne großes Aufsehen zu erregen. Meine Haare trug ich lang, in Zöpfen – weshalb ich von den Leuten oft nur als "Der Indianer" bezeichnet wurde.

Irgendwann war mir das dann aber auch nicht mehr genug, die Frau forderte ihr Recht, auch in der Öffentlichkeit Frau sein zu können. Ich begann (jedenfalls dort, wo mich keiner kannte) in Kleidern und Röcken herumzulaufen und fühlte mich dabei eigentlich zum ersten Male richtig frei und ganz ich selbst und so langsam war es mir auch völlig egal, was andere über mich denken mochten. Jedoch wurde das Verlangen, auch ganz offiziell als Frau anerkannt zu werden und einen weiblichen Namen tragen zu können, immer drängender. Es war mir aber nicht ganz klar, wie ich das erreichen konnte. Ich wusste nur, dass das irgendwie möglich wäre. Andere Transsexuelle, die ich hätte um Rat fragen können, wird man hier auf den Dörfern wohl kaum finden, und was ich anfangs an Seiten im Internet fand, war auch nicht so berauschend. Die meisten machten auf mich eher den Eindruck von Sex-Seiten und das war mir alles sehr suspekt.

Ich überwand dann die letzte Hemmschwelle und schrieb an das Standesamt hier in unserer Verbandsgemeinde eine Brief mit der Frage, wie und wo ich meinen Vornamen ändern lassen könnte mit einer kurzen Erklärung der Gründe. Zwei Tage später schon erhielt ich eine freundliche Antwort vom Standesamt, dass sie meinen Brief an das zuständige Amtsgericht in Frankenthal weitergeleitet hätten und dass sie mir viel Erfolg bei meinem Vorhaben wünschten. Auf so viel Freundlichkeit und Verständnis war ich nun wirklich nicht gefasst gewesen. Innerhalb kurzer Zeit erhielt ich dann Post vom Amtsgericht, der Antrag auf Namensänderung sei eingegangen. Das ganze Verfahren mit Gutachtern etc. dauerte 8 Monate, dann hatte ich den Gerichtsbeschluss, dass die Namensänderung vollzogen sei.

Neue Papiere, Änderungen bei Krankenkasse und der Sozialversicherung etc. gingen dann innerhalb weniger Tage über die Bühne. Süß war noch hier auf der Verbandsgemeindeverwaltung, als sie mir meinen vorübergehenden Personalausweis ausstellten, als die zuständige Sachbearbeiterin mir sagte, dass sie ja eigentlich offizielle Schreiben an mich noch mit Herr Larissa E… adressieren müssten, aber es wäre mir doch sicher Recht, wenn sie stattdessen Frau Larissa E… schreiben würden.

Das alles hat einige Veränderungen mit sich gebracht. So habe ich zum Beispiel den größten Teil meines früheren Bekanntenkreises verloren. Viele wollten oder konnten das nicht verstehen. Im Dorf hier (ich wohne jetzt seit über 12 Jahren hier) bin ich allerdings nicht dumm angemacht worden, die waren ja auch schon von meinen Zöpfen und meiner doch nicht ganz "normgerechten" Kleidung von früher her einiges von mir gewohnt. Was vielleicht hinter meinem Rücken über mich geredet wurde oder wird, weiß ich nicht, und es interessiert mich auch nicht im Geringsten.

Als ich meiner Mutter erzählte, dass ich meinen Namen ändern würde und auch eine GaOP in Betracht ziehe, war das für sie völlig in Ordnung. Sie meinte nur lächelnd: "Das hättest Du Dir aber wirklich vor der Geburt überlegen können. Du solltest doch sowieso ein Mädchen werden. Okay, dann habe ich ja jetzt doch noch eine Tochter."

Wie gesagt, ich lebe jetzt seit über 12 Jahren hier in dem Dorf, und seit mehr als 10 Jahren zusammen mit meiner Freundin. Sie hat von Anfang an gewusst, wie es um mich bestellt war und hat also meine ganze Metamorphose zur Frau hautnah miterlebt. Eigentlich bin ich jemand, der nicht so gerne in die Öffentlichkeit geht, Menschenansammlungen und Veranstaltungen habe ich bisher nach Möglichkeit vermieden. Der Grund liegt vor allem in meiner schon erwähnten empathischen Veranlagung – ich fühle mich nach einiger Zeit durch die auf mich eindringenden Gefühle der Anderen äußerst unwohl und will dann nur noch flüchten.
Trotzdem habe ich mich dazu aufgerafft, am 23.10. zu einem Schminkkurs nach Köln zu fahren. Schließlich hatte mir meine Freundin diesen Kurs ja zum Geburtstag geschenkt. Ich fuhr also mit sehr gemischten Gefühlen hin, war aber sehr überrascht von der angenehmen Atmosphäre dort. Ich fand es schön, endlich auch einmal ein paar Gleichgesinnte kennenlernen zu können. Zwei von ihnen habe ich auch schon hier im Gendertreff wiedergefunden.

Tja, und so, wie es aussieht, werde ich dann wohl auch bald einmal zu den Selbsthilfegruppen gehen, allerdings mit meiner Freundin, denn die brauche ich manchmal immer noch zum Händchenhalten, wenn ich zu solchen Treffen fahre, bei denen doch noch sehr viele mir Unbekannte sind.

Ich wollte doch nur ein wenig über mich schreiben, und nun ist es ein halber Roman geworden; ich hoffe, ich habe keinen gelangweilt.

Liebe Grüße

Larissa

>> Zum Inhaltsverzeichnis

7 Naturschönheiten in der Schönheit der Natur

Bundesgartenschau Koblenz 2011

erlebt und geschrieben von Gitta

In den letzten Tagen war es für diese Jahreszeit ein ungewöhnlich warmes, ja fast schon heißes Wetter, selbst in den Nächten kühlte es kaum ab. Die Wärme der Nacht ließ auch unseren Reporter Günni vom Tranny – Magazin nicht zur Ruhe kommen. So kam es, dass er an seinem freien Samstag schon sehr früh auf den Beinen war. Doch was sollte er unternehmen, an diesem 28. Mai 2011? Zuhause bleiben wollte er auf keinen Fall, dazu war der freie Tag zu schade, vielleicht einen Stadtbummel oder einfach nur ein wenig am Rheinufer faulenzen? Also fuhr er mal wieder ohne Ziel in Richtung Norden des Landes und freute sich auf einen unbeschwerten Tag ohne Arbeit.

Weiterlesen

Avas Gedanken zu euphorischen Neulingen

Stehe zu Dir selbst und Deiner Transgender-Eigenschaft. So steht es sinngemäß auf meiner eigenen kleinen Webseite hier auf der Gendertreff Plattform . Und tatsächlich: Obwohl viele Transgender es offensichtlich zunächst kaum glauben können so lehrt doch die eigene Erfahrung, dass das ungezwungene Ausleben der Transgender-Eigenschaft relativ problemlos möglich ist.

Die diversen Erlebnisberichte , Erfahrungsberichte und Reportagen unserer Gendertours sprechen Bände. Die vielfach gehörten und gelesenen – meist sehr theoretischen – Überlegungen dazu, was einem draußen en femme alles passieren könnte muten an wie ein Erfahrungsbericht aus einem Paralleluniversum.

Die eigene Erfahrung lehrt, dass ein Großteil des Passing durch selbstsicheres und selbstverständliches Auftreten in der Öffentlichkeit bestimmt wird. Die Reaktionen der Mitmenschen sind entweder nicht vorhanden oder aber sogar überwiegend positiv. Nicht zuletzt um das zu vermitteln, finden unsere Selbsthilfetreffen in öffentlichen Lokalen statt. Denn wer seine Ängste und seinen inneren Schweinehund überwindet, hat häufig einen bedeutenden Teil seiner aus dem „Zimmertransendasein“ resultierenden Probleme gelöst.

Bewaffnet mit dieser Erkenntnis neigen jedoch offensichtlich einige Transgender nach den ersten überwiegend positiven Reaktionen ihrer Umwelt dazu, in eine Art totale Euphorie zu verfallen. Nach nur einigen Malen en femme in der Öffentlichkeit wissen diese euphorischen Neulinge kraft Selbstdiagnose, dass sie natürlich transsexuell sind. Und ab dann wird auf die Transition hingearbeitet.

So erging es auch Sandra-Melina, einer Userin aus dem Gendertreff Forum. Da sie ihre diesbezüglichen Erfahrungen im geschützten Mitgliederbereich des Gendertreff Forums veröffetlicht hat, möchte ich sie – natürlich mit Sandra-Melinas Einverständnis – hier kurz zusammenfassen.

Was war passiert? Sandra-Melina hatte lange Jahre im Ausland gelebt. Bereits von ihrem Wohnort im Ausland hatte sie sich im Gendertreff Forum angemeldet und sich mit anderen Transgendern und natürlich auch Angehörigen ausgetauscht. Irgendwann stand für sie fest, dass sie wieder nach Deutschland übersiedeln und ihre Transgendereigenschaft ausleben wollte.

Und so stand sie tatsächlich eines Tages als Überraschungsgast auf dem Gendertreff Leverkusen. Und auch sie wusste zu diesem Zeitpunkt natürlich bereits, dass sie von nun an nur noch als Frau leben wollte. Also wurde alles in Bewegung gesetzt, um die Transition vorzubereiten. Bartepilation, Psychologe und Hormonbehandlung waren ab nun die hoch gesteckten Ziele. Bis – ja, bis Sandra-Melina sich verliebte.

„Es kommt anders als man denkt“ – so hieß ihr Bericht dazu im Forum. Denn in Sandra-Melinas Leben war plötzlich eine Frau getreten. Und diese Beziehung stellte die zuvor noch so sicher geglaubte Selbstdiagnose der Transsexualität plötzlich in Frage.

Ich schrieb ihr dazu folgende Antwort auf ihren Beitrag im Gendertreff-Forum:

„Hallo Sandra-Melina,

vielen Dank für diesen interessanten Bericht. Denn er beschreibt etwas, das ich bei vielen unserer etwas neueren User mit einiger Sorge beobachte und vor dem ich einige auch schon explizit gewarnt habe:

Viele der neuen User hier, die erst vor einigen Monaten die ersten Schritte gewagt haben, verfallen in eine Art Euphorie, die nur schwerlich nachvollziehbar ist. Da sind sie gerade erst ein paar Monate in der Öffentlichkeit en femme unterwegs und haben festgestellt, dass man eigentlich ganz problemlos in die Öffentlichkeit kann und es entwickelt sich etwas, das ich als „Hyperventilieren“ bezeichne.

Denn diese User sind sich schlagartig alle ganz sicher, dass die vollständige Transition für sie ab nun der einzig wahre Weg ist. Liebe Leute, das ist aber niemals die Botschaft gewesen, die Euch der Gendertreff mit auf den Weg gegeben hat . Sandra Melina ist ein perfektes Beispiel: Nach Jahrzehnten im stillen Kämmerlein traut sie sich erst seit ein paar Monaten raus. Und schon weiß sie, dass sie nur noch als Frau leben will – bis plötzlich die Liebe des Lebens auftaucht.

Deshalb an dieser Stelle eine Botschaft an so einige von Euch: Liebe Leute! Kommt erst einmal an! Alle hier stecken doch in einem sozialen Gefüge aus Familie, beruflichem Umfeld, Freundeskreis, Sport-, Schützen- oder Kegelverein usw. Fragt Euch bitte erst einmal in Ruhe, ob ihr wirklich immer und unwiderruflich Frau sein wollt. Nach erfolgreicher Transition inkl. gaOP ist das nämlich zu spät.

Mit einiger Sorge beobachte ich, dass einige hier Unsummen ausgeben für Laserbehandlungen und Ähnliches. Dabei muss vielleicht nur ein Ereignis wie jetzt bei Sandra-Melina auftreten, das die eigene Sicht als Transsexuelle in Frage stellt.

Die Erfahrung, die ich gemacht habe ist die, dass man bei aller Euphorie nichts überstürzen sollte. Wenn ich lese, in welcher Geschwindigkeit sich gerade einige Neulinge hier im gesamten privaten und beruflichen Umfeld outen, dann wird mir ganz anders. Liebe Leute, Ihr müsst von Euren Berufen leben. Ein berufliches Outing macht nur Sinn, wenn Ihr wirklich dauerhaft als Frau leben wollt. Und da erzählt mir niemand, der vor einem Jahr noch im stillen Kämmerlein gesessen hat, dass er nun genau weiß, dass nur die gaOP der einzig wahre Weg ist. Auch sollte man immer bedenken: Wenn man sich erst einmal geoutet hat, dann ist das nicht mehr rückgängig zu machen. Nicht zuletzt deshalb würde ich mir bei einigen hier wünschen, dass sie ihre eigene Situation einmal etwas genauer reflektieren.

Hier denken Leute über Hormone nach, die noch vor einigen Monaten nicht einmal eine Damentoilette von innen gesehen haben. Ich kann es nur gebetsmühlenartig wiederholen: Schaut doch erst einmal einige Zeit (und damit meine ich nicht 2 Wochen oder Monate), ob ihr denn wirklich immer und unwiderruflich zu jeder Zeit Frau sein wollt. Denkt einmal darüber nach, dass vielen von Euch das Testosteron die Männlichkeit ins Gesicht geschrieben hat und dass Ihr notfalls ständig im Alltag dazu stehen müsst, als Mann geboren zu sein und als Frau zu leben. Hier besteht nämlich ein großer Unterschied, ob man das nur in Teilzeit oder gleich in Vollzeit macht.

Und erst dann, wenn Ihr Euch nach einigen Jahren völlig sicher seid, dann solltet Ihr über die Transition nachdenken.

Sorry für die deutlichen Worte, aber das ist wirklich meine Meinung dazu. Denn in letzter Zeit „hyperventilieren“ mir hier einige Leute viel zu schnell.

Viele Grüße

Ava“

Ja, das musste zu diesem Zeitpunkt einfach mal raus. Denn eine Anleitung, wie man(n) möglichst schnell Frau wird, kann und möchte der Gendertreff nicht geben. Transidentität ist schließlich kein Wettbewerb bei dem es darum geht, wer Erster bei der Laserepilation oder der Hormonbehandlung ist. Und „weiter auf seinem Weg“ ist nicht derjenige, der einen dieser vermeintlichen Meilensteine erreicht hat. Weiter ist vielmehr derjenige, der einen Weg gefunden hat, seine Transidentität in sein Leben und sein soziales Umfeld derart zu integrieren, dass er damit leben kann und gleichzeitig seinen sozialen und/oder beruflichen Status nicht gefährdet.

Viele Erfahrungen deuten zudem darauf hin, dass einige, die auf Biegen und Brechen die Transition durchgezogen haben, mit ihrer Entscheidung im Nachhinein sehr unglücklich waren. Auch zeigen einige Erfahrungen aus dem näheren Umfeld, dass es ratsam ist, sowohl sich selbst als auch das eigene Umfeld in eher kleinen Schritten an das Thema heranzuführen.

Ich für mich habe deshalb beschlossen, auf meinem eigenen Weg nichts zu überstürzen.

Viele Grüße
Ava

INHALTSVERZEICHNIS