Nicoles Personenstandsänderung incl. Zeugnisänderung

Autorin: Nicole

Hallöchen

So was mache ich während der Wartezeit auf den Beschluss..... ?

Ich habe mal angefangen, eine Liste zu machen, wo ich überall den Namen ändern muss. Da kommt so einiges zusammen. Und ich habe mal angefangen, die entsprechenden Kontakte herauszufinden. Und einige habe ich auch schon mal kontaktiert. Mein Abi-Zeugnis bekomme ich problemlos bei meinem alten Gymnasium gegen Vorzeigen des rechtskräftigen Beschlusses. Und dann habe ich gestern bei der Fachschule für Technik angerufen, in der ich damals den Chemotechniker gemacht hatte. Die hatten plötzlich ein kleines Problem und mir folgende Email geschickt:

Weiterlesen

Geschlechtsumwandlung in Thailand

Quelle: Abendzeitung München

 

Geschlechtsangleichung in Thailand: Das Geschäft boomt

dpa, 03.03.2015 07:01 Uhr

 

Greechart Pornsinsirirak, plastischer Chirurg am Yanhee Hospital in Bangkok. Er hat nach eigenen Angaben tausenden Männer bei Geschlechtsangleichungen zu Frauen gemacht.

Die Ärzte sind qualifiziert, die Kosten geringer als im Westen. Thailand ist ein weltweit beliebtes Ziel für OPs zur Geschlechtsangleichung.

Bangkok -Weiter lesen

 

<< Abendzeitung München

INHALTSVERZEICHNIS

Was in der Uni Essen zur GaOP geschah

Autorin: Stefanie

 

Hallo zusammen,

hier dann mal ein kurzes Update was sich die letzten Tage getan hat.

Am 17.03. 2015 war der Tag dann endlich gekommen, die GaOP in der UK Essen. Ich war gleich morgens früh dran, so dass mir kaum Zeit blieb an diesem Tag groß nervös zu werden. Ich wurde um 5:30 geweckt, habe mich frisch gemacht und die letzten Vorbereitungen getroffen. Kurz nach 7:00 ging es dann auch schon in den OP Bereich. Die Beruhigungstablette tat ihre Wirkung und ich konnte alles was noch kam mit einer großen Gelassenheit hinnehmen. Rückenmarkskatheter wurde gesetzt wie auch ein Zugang an der linken Hand. Dann durfte ich mich wieder hinlegen und es wurde eine Atemmaske gereicht mit den Worten „Das ist Sauerstoff atmen sie bitte tief ein.“ Beim dritten Einatmen musste ich kurz husten und beugte mich etwas nach vorne, dadurch bekam ich aus dem Augenwinkel noch mit, wie etwas an den Zugang an der Hand angeschlossen wurde. Dann war ich weg.

Weiterlesen

Bericht vom ersten Gendertreff Iserlohn

Heute, am 29.03.2015, fand zum ersten Mal der Gendertreff Iserlohn statt. Mit diesem Angebot möchten wir auch in der Region Märkischer Kreis ein regelmäßiges Selbsthilfetreffen für Transgender und Angehörige etablieren. Und so trafen wir uns im kleinen Kreis ab 14:30 Uhr im Forsthaus Löhen in Iserlohn.

Wie nicht anders zu erwarten, konnte man den „kleinen Kreis“ tatsächlich wörtlich nehmen. Denn ein neues Selbsthilfetreffen muss sich ja zunächst einmal rumsprechen und etablieren. Doch bei der schönen Location mitten im Wald und dem guten Essen ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch zum Gendertreff Iserlohn so viele Besucher finden, wie wir es von unseren anderen, schon lange etablierten Selbsthilfetreffen kennen.

Gendertreff Iserlohn 2015-03 001a

Auch beim ersten Gendertreff Iserlohn wurden aber bereits jede Menge guter Gespräche in gemütlicher Atmosphäre geführt. Denn so soll es ja auch sein: In gemütlicher Runde können Transgender und Angehörige über alles sprechen, was sie gerade bewegt und sich mit anderen Transidenten und Angehörigen austauschen. Wir freuen uns also auf zahlreichen Besuch. 🙂

>> Inhaltsverzeichnis

Nathalies zweite Sitzung der GaOP

Autorin: Nathalie

Nathalie berichtet über Ihre Erfahrungen bei der zweiten Sitzung zur geschlechtsangleichenden Operation in der Uniklinik Essen.

Irgendwie habe ich mich auf die zweite Sitzung gefreut. Es war ja nicht mehr ganz so lang hin und der geplante Eingriff ist bei Weitem nicht so groß wie beim ersten Mal. Die Vorbereitung darauf ist auch entsprechend weniger umfangreich. Zum Beispiel entfällt die Diät, wie vor dem ersten Eingriff, da keine großen interne Maßnahmen geplant sind. Begleitet werde ich nach dem Krankenhausaufenthalt von meiner neuen Gynäkologin. Eine Woche vor der Operation hatte ich einen Besprechungstermin vereinbart. So konnten wir uns kennenlernen und absprechen, wie ein gemeinsamer Weg möglich ist. Positiv ist, dass ihr die transidenten Patienten nicht fremd sind, da sie während der Ausbildung in der Uniklinik Essen Erfahrungen sammeln konnte.

Weiterlesen

Miriams positive Erfahrungen der kleinen gemeinsamen Schritte

Autorin: Miriam

 

Hallo zusammen,

Ich habe mich dazu entschlossen meine bisher fast durchweg positiven Erfahrungen seit meinem ersten Outing hier mitzuteilen um vielen etwas von der Angst zu nehmen welche auch ich besonders in den letzten fünf Jahren hatte.

Meine Geschichte ist vielleicht nicht ganz wie die vieler anderer. Ich habe mich NICHT schon seit ich klein war als Mädchen gefühlt. Ich habe aber schon seit ich vielleicht 8 Jahre alt war gespürt, dass mit mir etwas anders ist was ich jedoch bis vor ca. 5 Jahren nicht benennen konnte.

Vor nun etwa 5 Jahren hat mich, ich glaube es war RTL2, auf den Begriff „Transgender“ geschupst und nachdem ich „Meister Google“ befragt habe wurden mir nicht nur schlagartig diese Fragen auf mein Leben beantwortet. Nein, ich bekam es auch plötzlich richtig heftig mit der Angst zu tun.

Ich muss hier dazu sagen, dass meine beiden Kinder zu diesem Zeitpunkt 1,5 und 3,5 Jahre alt waren und eine der ersten Antworten die mir „Meister Google“ gab mich zum Blog von Svenja aus Kiel brachten. Wer diesen Blog gelesen hat kann sich vielleicht vorstellen was mir so sehr Angst gemacht hat.
Dazu kamen einige weitere Berichte welche nicht unbedingt von positiven Verläufen unseres Weges berichteten, so dass ich diese zwar lass und auch realisierte was mit mir los ist jedoch nur noch mehr Angst bekam und durch mein Zurückziehen meine Ehe heftigst auf’s Spiel gesetzt habe.

Nun ein kleiner Zeitsprung.
Im August 2014 eskalierte dieses riskieren meiner Ehe dermaßen, dass ich mich meiner Frau gegenüber outete und seitdem geht es sowohl mir als auch unserer Ehe von Tag zu Tag besser. Gut, meine Frau hatte anfangs Bedenken wie wohl unsere Freunde, Bekannten und vor allem „der Ort“ reagieren würden. Doch sie stand auch von Anfang an, auf Ihre Art, Weise und Möglichkeit, zu mir. Mit dem bisherigen totalem Ausbleiben der „erwarteten“ negativen Rückmeldungen habe jedoch auch ich nicht gerechnet. Meine Frau hat mir nach einiger Zeit besonders bei den Outings im Ort geholfen und auch hier gibt es bisher keinerlei negative Erfahrungen.

Ich weiß nicht ob es daran liegt wie ich meine Änderungen vollziehe aber ich kann es mir sehr gut vorstellen und wurde entsprechend von meinem Psychologen auch darin bestärkt.
Ich gehe die Veränderungen in jedem Umfeld langsam an, wer mir wichtig ist erfährt was mit mir los ist irgendwann von mir persönlich, selbst wenn es die Gerüchteküche schon verbreitet hat. Und wer mir nicht so wichtig ist erfährt es durch die Gerüchteküche welche aber die ganz klare Message mitbringt, dass ich für Fragen offen und ohne Scham ansprechbar bin. Ich gehe auch nicht den Weg des radikalen Umbruchs, nach dem Motto so ist es und ab morgen lebt damit. Nein, ich informiere meine Umwelt und nehme sie so mit mir. Ich denke besonders bei uns im Ort hätte ich sonst bestimmt schon den ein oder anderen negativen Kommentar gehört.

Meinen bisher größten Felsbrocken habe ich einen ganzen Montag mit mir herumgeschleppt bevor ich dann am Abend mich vor der versammelten Guggemusik-Gruppe geoutet habe, in welcher ich mitmache und die Reaktionen waren überwältigend. Weitere Outings vor nicht viel weniger großen Gruppen und in der gleichen Woche liefen direkt um einiges leichter und mit den gleichen super Reaktionen. Auch die kleineren Outings vor meinem Chef, einigen vereinzelten Kollegen und unserem Personalchef liefen total problemlos, dabei habe ich erfahren, dass die Firma in der ich arbeite aktuell dabei ist die „Charta der Vielfalt“ zu unterzeichnen.

Nun, zum Thema Psychologen und sonstige Ärzte.
Ich kann die vielen schlechten Erfahrungen die ich in diesem und anderen Foren gelesen habe bisher nicht nachvollziehen. Das soll nicht heißen das ich den Berichten nicht Glaube, nein im Gegenteil, auch diese Berichte haben mir Angst gemacht, doch es ist nicht immer und überall so.
Ich denke aber auch hier können einige Gründe im eigenen Auftreten liegen. Auch die Sache mit dem finden entsprechender Ärzte und dem bekommen von Terminen lief bei mir persönlich bisher ohne Probleme und auch hier haben mir die Ärztelisten und teils auch Erfahrungsberichte hier im Gendertreff und in anderen Foren geholfen. Gut, ich muss hier dazu sagen, dass wir im Rhein-Main Gebiet auch nicht wirklich nach erfahrenen Ärzten suchen müssen.

Wie ich schon Eingangs schrieb soll dieser Bericht ein Gegenpol zu den vielen negativen Berichten sein und Angst nehmen, er soll jedoch nicht dazu dienen diese negativen und Angst machenden Berichte herunterzuspielen. Auch diese sind, leider, bestimmt wahr und sollten auf alle Fälle ernst genommen werden.

Doch es kann alles auch vollkommen anders kommen als unser Kopfkino uns das vorspielt.
Habt nur Mut und schlagt den für Euch richtigen Weg ein.

Für Fragen stehe ich gerne per PN zur Verfügung.

LG,
Miriam

<< Inhaltsverzeichnis

Adrians Beziehung nach dem Outing

Autor: Adrian

 

Hallo Ihr Lieben,

es ist mal wieder Zeit für ein kleines Update. Es gibt Schönes und nicht so Schönes zu berichten.

Leider verschlechtert sich meine Beziehung zu meinem Mann immer weiter. Er zieht sich sehr zurück und lässt mich nicht an sich ran. Ich kann mit der Situation nicht gut umgehen und der Alltag zu Hause ist, glaube ich, für uns beide sehr anstrengend. Nach einem weiteren emotionalen Gespräch mit ihm habe ich entschieden, meine Mutter einzuweihen. Ich denke, es war die richtige Entscheidung. Sie hat toll reagiert. Unterdessen wissen meine Eltern nun endlich beide Bescheid und mir ist zumindest ein kleiner Stein vom Herzen gefallen. Sie wollen mich und meinen Mann unterstützen und mein Eindruck im Moment ist, dass sie ziemlich „gefasst“ mit der Situation umgehen. Eigentlich reagieren sie genauso, wie ich es mir auch von meinem Mann erhofft hatte.

Ganz froh bin ich, dass es gerade mit meinem Therapeuten gut läuft. Ich hab das Gefühl, dass ich in der Arbeit mit ihm Stabilität gewinne und mich irgendwie „freischwimmen“ kann. Ich hatte außerdem den Eindruck, dass er begonnen hat, sich mit dem Thema Transidentität noch mal anders zu beschäftigen. Jedenfalls kamen ein paar Aussagen/Fragen von ihm zu dem Thema, die ich so nicht erwartet hatte (also, im positiven Sinne). An zwei Stellen musste ich grinsen. Wir hatten kurz über den Paartherapeuten gesprochen, bei dem mein Mann und ich waren. Irgendwie hatte mein Therapeut abgespeichert, es sei eine Frau gewesen. Da hab ich aber etwas entsetzt geguckt und meinte, ich könnte mir eine Frau als Therapeutin nicht vorstellen. Daraufhin meinte er, ja, mit Frauen hätte ich es wohl nicht so. Wir mussten beide lachen…
Und dann kamen wir noch mal auf die Zeit, in der ich angefangen habe, meine Genderidentität zu hinterfragen. Mir ist ja irgendwie letztes Jahr als erstes klar geworden, dass ich keine Frau bin. Den Schritt zu erkennen/zu sagen, „ich bin ein Mann“, konnte ich damals noch nicht machen. Also habe ich spekuliert, ob ich vielleicht „non-binary“ bin, also letztlich zwischen Frau und Mann. Mein Thera meinte jetzt, das hätte er mir nicht so richtig abgenommen. Ich musste lachen, weil ich es mir selber auch nicht so wirklich abgenommen hatte. Aber erstmal das zu negieren, was ich (scheinbar) war – nämlich Frau – war irgendwie einfacher, als der Schritt zum affirmativen „Ich bin ein Mann“.

Also. Weiter geht’s.

Liebe Grüße
Adrian

<< Inhaltsverzeichnis

Die ersten vierzehn Tage am Arbeitsplatz und dann……

Autorin: Joselle

Eigentlich wollte ich hier über die ersten 14 Tage im Job berichten, muss aber noch etwas hinten dran hängen....

Der erste Arbeitstag war voller Spannung nicht nur von mir sondern auch von meinen Kolleginnen erwartet worden. Was zieht Josi an, wie ist sie geschminkt usw. Ich habe mich für was Dezentes entschieden. Hose, Bluse, flache Stiefel und ein dezentes Make-Up. So war auch der ursprüngliche Plan. Den habe ich in die Tat umgesetzt.

Weiterlesen

Berufliches Desaster

Autorin: Katja

Hallo,
es ist in dieser Zeit sehr viel passiert, schöne Erlebnisse aber auch heftige die mein Leben grundlegend Veränderten.

Nun der Reihe nach.

Den Nebenjob bei der Lebensmittelkette war und ist schön gewesen. Vorbei, weil ich dort zu gründlich war und mir etwas zu viel Zeit gelassen habe. Auch bei einem anderen Markt ging es nicht gut. Meine Gründlichkeit war der Vorarbeiterin ein Dorn im Auge. Konserven und Tiernahrungsprodukte waren auch anstrengend. Von meinen Arbeitseinsatz waren sie wohl zufrieden auch zu meiner Person waren sie sehr angetan, ein schönes Klima eben dachte ich.

Zum Ende des Jahres kam ein Disput mit der Vorarbeiterin als sie sich Kopfschüttelnd von mir entfernte. Meine Gründlichkeit fiel den Festangestellten auf, was sie auch honorierten. Nur die Vorarbeiterin wies mich ab. Ich zog die Konsequenzen und kündigte erhobenen Hauptes.

In dieser Zeit war es sehr turbulent. Es ging auf und ab in dieser Zeit auch im noch realen Hauptjob war der Druck gestiegen. Das da jemand mit mir ein Spiel spielt, konnte ich bis dahin nicht sagen. Das Jahr endete mit einem Paukenschlag, mehr kann ich dazu zurzeit nicht sagen. Das neue Jahr begann mit einem schönen Erlebnis, Eine Silvester Feier aufm Rhein und verabschiedete das alte. Ja das war sehr schön. Aber was danach kam ist die Hölle auf Erden und habe ich in meinem Leben noch nie erlebt. Es war ein Schlag in die Magengrube und brachten meine Nerven zum Zusammenbruch. Es war so schlimm, dass ich in Betracht zog mein Leben zu beenden. Ich konnte einfach nicht mehr. Psychische Behandlung und Medikamente päppelten mich wieder auf. In dieser Zeit standen meine Freunde und Familie hinter mir. Ja ich wurde eingeladen zu unserem jährlichen Grünkohlwandern. Es hat mir gut getan und ich konnte ein wenig Abschalten.

Am 25 02.2015 war ein Termin, bei dem mich Nathalie begleitete. Meine Gefühle fuhren Achterbahn und ich sah in dieser Zeit mein Leben wie im Film ablaufen als diverse Mitstreiter mich beruhigten.

Mein Bruder entführte mich auch und lud mich zum Skifahren in eine Skihalle ein. Das hat mir gut getan. An diesem Wochenende hab ich meine Einkäufe erledigt, als wieder Gedanken in meinen Kopf schossen. Ich nahm einen Umweg und fuhr nicht direkt nach Hause. Es zog mich zu einem Berliner Curry Imbiss in der Landeshauptstadt und ich bestellte. Ich weinte die ganze Zeit, so dass das Essen fast nur noch nach Tränenflüssigkeit schmeckte. Gedanken die ich keinem wünsche. Ich fuhr dann in Richtung Heimat. Beschissen habe ich mich gefühlt und es war ein Schlüsselerlebnis. Gut das ich in ärztlicher Behandlung war.

Mittlerweile geht es ein wenig besser und der Kontakt zu Freunden tut mir gut und ist sehr wichtig. Von einem Termin im Mai hängt meine Zukunft ab und hoffe dass ich mein Leben neu gestalten kann. Beruflich werde ich mich dann neu orientieren müssen.

Möchte noch an die Berufstätigen sagen, passt auf euch auf. Es kann sein, dass der Schein trügt oder es ist nicht alles Gold was glänzt. Wenn ihr euch bedrängt fühlt, sagt es euren Vorgesetzten und verheimlicht es nicht.

Viele Liebe Grüße
Eure Katja.