Gendertreff Hausmesse mit der Transgenderchirurgie in den Kliniken Essen-Mitte, ev. Huyssensstiftung

Am 09.04.2016 findet die Gendertreff Hausmesse in Iserlohn statt. Aussteller ist unter anderem die Transgenderchirurgie in den Kliniken Essen-Mitte, ev. Huyssensstiftung. Der folgende Beitrag stellt die Transgenderchirurgie in den Kliniken Essen-Mitte, ev. Huyssensstiftung, vor.

Transgenderchirurgie in den Kliniken Essen-Mitte, ev. Huyssensstiftung

Die Direktorin der Klinik für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie, Frau Prof. Dr. med. S. Krege, führt seit 1994 die geschlechtsangleichende Operation Mann zu Frau durch. Seit April 2015 ist sie in den Kliniken Essen-Mitte tätig und betreut mit ihrem Team ca. 50 Patientinnen pro Jahr zur ersten Sitzung. Dazu kommen noch zahlreiche Korrektur-Operationen, von kosmetischen Korrekturen bis hin zu sekundären Scheidenneuaufbauten. Die durchschnittliche Wartezeit auf einen OP-Termin zur ersten Sitzung beträgt bei Vorliegen der Kostenzusage der Krankenkasse zurzeit ca. 10 Monate.

Die Technik der Operation basiert auf der Methode von Frau Prof. Speer, bei der in der ersten Sitzung die gesamte Angleichung des äußeren Genitales sowie das Bilden der Neovagina erfolgen; in einer zweiten Operation – frühestens nach 8 Wochen – können dann noch notwendige funktionelle und kosmetische Korrekturen vorgenommen werden. Außerdem kann in derselben Narkose der Brustaufbau mittels Silikonimplantaten vorgenommen werden.
In den Kliniken Essen Mitte wird von insgesamt drei Ärzten operiert, Frau Professor S. Krege, Frau Doktor J. Bohr und Frau I. Kunz (alle Fachärztinnen für Urologie).

Nähere Informationen unter http://www.kliniken-essen-mitte.de

Gendertreff Hausmesse für Transgender, Angehörige und Interessierte

09.04.2016
11:00 Uhr – 17:00 Uhr

Gewerbe- und Gründerzentrum Corunna
Corunnastr. 1
58636 Iserlohn

Der Eintritt ist frei.

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Reformation an Bayerns Schulen

Quelle: BSZ – Bayerische Staatszeitung

 

Der Sexualkundeunterricht wird reformiert: Das Kultusministerium Bayerns hat neue Richtlinien für alle Schularten erarbeitet.

 

Das Kultusministerium hat mit einer Neufassung der Richtlinien für den Sexualkundeunterricht an allen bayerischen Schulen reagiert. Diese thematisieren nun die Prävention von sexueller Gewalt, stellen sich der Herausforderung der Omnipräsenz von Sexualität in den Medien und widmen sich ausführlich den Bereichen sexuelle Orientierung und verschiedene Lebensformen.

Neu an bayerischen Schulen ist, dass im Sexualunterricht ausdrücklich Themen wie Homo-, Bi-, Trans- oder Intersexualität von den Lehrkräften „vorurteilsfrei angesprochen“ werden. Hierzu können sich Lehrer externe Fachkräfte hinzuziehen.

Mehr und ausführlicher lesen ….

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Juliens transidenter Lebenslauf

Autor: Julien

TS Verlauf:
Ab 1994: Erste schwache Anzeichen für Transsexualität
1996: „Mama, ich will ein Junge sein.“
1999: Die Haare kommen ab!
2000: „Bist du ein Mädchen oder ein Junge?“
2005: Zweite Identität als Mann im Internet
2009-2011: Das Mannsweib
2014: Outing als Transgender bei einem Trans* Freund
2015 Februar: Outing in der Familie und öffentlicher Auftritt im gefühlten Geschlecht
Ab 2015 Mai: Psyschotherapie aufgenommen
2015 Juli: Der Selbsthilfegruppe Gendertreff beigetreten
2015 August: Outing auf der Arbeit
Ab 2015 September: Testosteron

Ab 1994: Erste schwache Anzeichen für Transsexualität
Das kleine Mädchen interessierte sich lieber für Jungensachen. Zu Karneval kam auch kein Prinzessinenkostüm in Frage. Es sollte ein Astronaut oder Batman sein, ganz egal ob die ältere Schwester Pocahontas oder eine Prinzessin war. Ich spielte auch viel lieber mit den Jungen Räuber und Gendarm, oder schlüpfte in die Rolle der PowerRangers, anstelle Hochzeit und ‚Vater, Mutter, Kind‘ mit den anderen Mädchen zu spielen.

1996: „Mama, ich will ein Junge sein.“
„Mama ich will ein Junge sein.“ Das sagte ich meiner Mutter ganz offen, die diese Aussage nicht ernst genommen hat, weil ich eben noch ein Kind war. Dass ich, viele Jahre später, nochmal auf sie zukommen würde, hat sie auch nicht gedacht.

1999: Die Haare kommen ab!
Ich wollte mir unbedingt die Haare kurz schneiden lassen und ich habe auch meine Mutter dazu überreden können. Es ging also zum Friseur und weg mit den Haaren. Damals habe ich mich darüber sehr gefreut, so auch mehr zum Jungen zu werden, jedoch begann auch die Pubertät.

2000: „Bist du ein Mädchen oder ein Junge?“
Zwei Mädchen kamen an der Bushaltestelle zu mir, die mich vorher auch immer wieder angestarrt und miteinander getuschelt haben. Sie grinsten und lachten auch leise, als eine mich dann fragte, ob ich nun ein Mädchen oder ein Junge wäre. Diese Situation war mir sehr unangenehm. Was sollte ich auch antworten? Vom Körper her war ich ein Mädchen, auch wenn meine Wunschvorstellung eine andere war. Hier zerbrach mein Traum, als ich eingestehen musste ein Mädchen zu sein. Von da an ließ ich meine Haare wieder wachsen und versuchte mich soweit es ging eben anzupassen.
Trotzdem suchte ich weiter die Gesellschaft der Jungen. Kleidung, Schmuck und Schminken gehörte nicht zu mir. Ich interessierte mich für Pokémon und Yukio. Mit den Jungs wurde in den Pausen Karten gespielt. Mein Verhalten sorgte auch dafür, dass ich bei den Mädchen immer mehr ins Mobbingfokus fiel. So kam es auch, dass ich bald für die Jungen genauso zu meiden war, auch wenn ich immer noch ein paar ‚Außenseiter‘ der Klasse weiterhin meine Freunde nennen konnte. Trotzdem wollte ich was ändern und bemühte mich noch mehr, eben meinem Körper zu entsprechen. Ich schaffte es auch mir weibliche Freunde zu suchen, was mir leider nicht mehr aus der Mobbinglage half.

2005: Zweite Identität als Mann im Internet
Das Internet war in meiner Welt geboren und zwar auch als meine zweite Geburt. Ich habe einen ‚Lebensraum‘ gefunden, an dem ich mich ausleben konnte. Rein virtuell natürlich nur. Das Internet und das MMO Rollenspiel gab mir die Möglichkeit doch noch auszuleben was ich war und das auch anonym. Nach außen war ich weiterhin die junge Frau, während ich im Internet mein inneres Leben ausleben konnte.
Jedoch hatte das zur Folge, dass ich mich mehr und mehr von meiner Umwelt abgeschottet habe. Freundschaften konnten nicht gehalten werden und man lebte sich schließlich auseinander. Das war mir auch ganz recht. Ich hatte keine Zeit mehr, weil ich jede Minute meiner Freizeit im Internet war. Zeitweise war es so schlimm, dass ich in ein so tiefes Loch gefallen war, das gar kein richtiges Leben mehr um mich herum existierte. Meine Familie machte sich große Sorgen, die ich nicht gesehen habe. Schließlich fand ich mich in meinem verdreckten Zimmer und mich ungepflegt wieder. Ich wachte auf. Ab da habe ich mein Leben wieder zum großen Teil in den Griff bekommen und auch eine Ausbildung angefangen. Trotzdem blieb ich im Internet. Ich setzte mir Grenzen, aber ohne konnte ich nicht. Es war mein Anker, der mich das Leben ertragen ließ.

2009-2011: Das Mannsweib
Im Jahr 2009 begann ich meine Ausbildung als Werbetechniker(in). Die Jahre dort halfen mir zu mehr innerer Stärke. Ich lernte auf eigenen Beinen zu stehen und zog im zweiten Lehrjahr auch von zuhause aus. Ich war kein Mann, aber in diesem Beruf musste man hart mit anpacken und unter den Kollegen war ich das Mannsweib. Damit konnte ich mich gut auseinander setzen. Schließlich war ich auch ein Mannsweib. Eine Frau war ich wirklich nicht. Das war das erste Wort mit dem ich mich schon mehr identifizieren konnte. So lebte es sich die folgenden Jahre etwas leichter, auch wenn irgendwas immer noch nicht stimmte. Noch immer kam ich kaum vor die Türe und verbrachte weiterhin meine Freizeit am PC.

2014: Outing als Transgender bei einem Trans* Freund
Durch das Internet kam ich an eine Person, die sich mir als Transgender offenbarte. Das war der erste Kontakt seit Jahren, mit dem ich auch mal gesprochen habe. Er half mir an einen Stimmenverzerrer zu kommen, sodass ich auch mit anderen sprechen konnte im Internet, ohne meine Identität als Mann zu verlieren. Das war der erste Schritt in ein geselligeres Leben. Dieser Freund erzählte mir alles über seinen bisherigen Weg und ich konnte mich so gut darin wieder erkennen, was er mir erzählt hatte. Nun hatte ich auch endlich den Namen für mein Problem. Ich bin Transsexuell.

2015 Februar: Outing in der Familie und öffentlicher Auftritt im gefühlten Geschlecht
Ich brauchte ein gutes Jahr, um für mich alles nochmal genau zu überdenken. Ich fragte mich, ob ich nicht doch als Frau weiter leben kann und eben wie bisher. Die Antwort war: Nein! Ich wollte mich nicht länger selbst belügen, mir vormachen ich kann so weiter machen und finde meine ‚Befriedigung‘ im Internet. Es ging nicht mehr und wird auch nie wieder so werden. Ich wollte aus meinen Wänden ausbrechen und mein Leben auch in der Wirklichkeit beginnen. Ich möchte sein, was ich in Wirklichkeit bin und nicht mehr mit meinem ‚Pixel-Ich‘ im Internet leben, während ich vor dem Rechner eingehe.
Also ab mit den Haaren, alle Klamotten die mir zu fraulich waren kamen weg und ich entschied mich für den Jungennamen, den ich bekommen hätte, wenn ich wirklich als Junge geboren wäre: Julien. Dazu einen Zweitnamen: Jeremy.
Als ich so dann bei meiner Mutter aufschlug, kam direkt der Spruch: „Na, willst du wieder ein Junge sein?“ Dass sie damit Recht hatte, musste sie dann erst mal schlucken. Sie steht mir aber bei, genauso wie mein Stiefvater, Schwester & ihr Freund, wie auch meine Oma.
In meiner Onlinewelt bin ich nicht geoutet, abgesehen von dem anderen Transgender der Bescheid weiß. Ich möchte auch, dass es so bleibt. Sie kennen mich alle als Julien und sehen mich als Mann. Ich möchte nicht dass sich das ändert.
Die körperliche Transition wird auch angestrebt und ich freue mich darauf, wenn die Hormontherapie mit Testosteron beginnt und auch die Operationen folgen. Schon jetzt hat sich ein Wandel in meinem Leben gezeigt. Ich bin aktiver, gesünder, bewege mich mehr, habe auf gehört zu Rauchen und gelange mehr und mehr an mein Wunschgewicht.

Ab 2015 Mai: Psyschotherapie aufgenommen
Seit Mai 2015 gehe ich zu einer Psychotherapeutin, die mich auf meinem Weg begleitet. Es hilft mir sehr und ist jedes Mal eine Erleichterung über aktuelle Probleme, aber auch Fortschritte sprechen zu können. Durch ihren Rat habe ich mich der Selbsthilfeorganisation Gendertreff angeschlossen.

2015 Juli: Der Selbsthilfegruppe Gendertreff beigetreten
Ich habe mich der Selbsthilfegruppe Gendertreff angeschlossen, mit der ich über ein Forum ständig im Kontakt bin und sich untereinander ausgetauscht werden kann. Es ist schön sich dort durch Erfahrungen informieren zu können und einfach Ängste und Sorgen zu teilen, wie sich auch untereinander zu freuen, wenn Hürden gemeistert wurden.
Jeden Monat trifft sich die Gruppe in Düsseldorf in einem Restaurant, um sich auch persönlich kennen zu lernen und bei Kaffee und Kuchen zu plaudern. Es bietet auch für Transgender eine Plattform sich mal in der Öffentlichkeit im gefühlten Geschlecht zu zeigen, auch wenn ich das selbst bereits längst im Alltag so halte. Die Gruppe ist sehr freundlich und ich habe mich gleich aufgenommen gefühlt, auch wenn es viel mehr Mann-zu-Frau sind, als Frau-zu-Mann.

2015 August: Outing auf der Arbeit
Vorab hatte ich mich bereits bei einigen Eltern, der Kinder die ich betreue, geoutet. Bisher sind dadurch keine Probleme entstanden, sondern mir meist mit Interesse und Neugier begegnet worden. Nun habe ich mich auch bei den noch ausstehenden Elternteilen geoutet, wie auch beim Jugendamt. Auch dort gab es keine Probleme, sondern Lob für mein Selbstbewusstsein und meine Offenheit. Ich bin darüber sehr erleichtert und freue mich über meinen weiteren Weg als Tagesvater.

Ab 2015 September: Testosteron
Die Blutuntersuchung ist zurzeit am Laufen und meine Indikation von meiner Therapeutin wird innerhalb der nächsten zwei Wochen ausgestellt, sodass die Behandlung mit Testosteron beginnen kann. So wird dann im September 2015 mein Start mit Testosteron sein, worauf ich mich schon sehr freue!

Julien

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Gendertreff Hausmesse mit Dr. med. Jochen Heß – Universitätsklinikum Essen

Am 09.04.2016 findet die Gendertreff Hausmesse in Iserlohn statt. Aussteller ist unter anderem das Universitätsklinikum Essen. Dr. med Jochen Heß der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Essen informiert über Operationstechniken der geschlechtsangleichenden Operation. Der folgende Beitrag stellt den Aussteller Universitätsklinikum Essen vor.

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Dr. med. Jochen Heß – Universitätsklinikum Essen

In unserer Gesellschaft besteht ein meist nicht in Frage gestelltes Geschlechtssystem, in welchem genau zwei Geschlechter (männlich / weiblich) akzeptiert sind. Das biologische (anatomische) Geschlecht wird bei Geburt festgelegt und oftmals mit der Geschlechtsidentität, der sozialen Geschlechtsrolle und meist der sexuellen Orientierung gleichgesetzt. Entsprechend wird auch unsere Erziehung ausgelegt.

Transidente Menschen überschreiten diese fest verankerte Einteilung aller Menschen in zwei Geschlechter, indem sie ihr Geschlecht verändern bzw. wechseln. Dies kann häufig zu mehr oder weniger starken gesellschaftlichen Sanktionen führen.

Der ärztliche Auftrag im Umgang mit transidenten Menschen liegt darin, die betroffenen Menschen in der transidenten Entwicklung zu unterstützen. Das erfordert ein interdisziplinäres Vorgehen. Während manche Transidente ihre geschlechtliche Identität auch ohne eine Hormonbehandlung oder ohne genitalangleichende Operationen ausleben können, stellt die hormonelle und operative Geschlechtsangleichung für viele einen essenziellen und medizinisch notwendigen Schritt dar. Bisherige Untersuchungen und unsere eigene langjährige Erfahrung haben gezeigt, dass genitalangleichende Operationen einen positiven Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden und die Sexualfunktion haben.

Genitalangleichende Operationen von Mann zu Frau haben an der urologischen Universitätsklinik Essen seit Mitte der 1990-er Jahre eine lange Tradition. Seit Anfang 2013 besteht eine enge klinische und wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie. Durch unsere Kollegen der Gynäkologie / Brustzentrum bieten wir den Brustaufbau im Rahmen der zweiten Sitzung der Genitaloperation an. Dadurch erhalten Betroffene die Möglichkeit, beide Operationen in einer Narkose zu erhalten. Darüber hinaus sind wir aktiv im Qualitätszirkel Transidentität Essen, einem Netzwerk von Psychotherapeut_en_innen, Endokrinolog_en_innen und Urolog_en_innen, sowie im überregionalen Arbeitskreis Transidentität NRW.

Wir, als Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Essen, sind stolz auf eine langjährige Tradition in der Beratung und Behandlung von transidenten Menschen. Durch stete Weiterentwicklung der operativen Techniken und den ständigen Austausch mit Kollegen der angrenzenden Fachbereiche stehen wir für eine hohe medizinische Qualität.

Verständnis und Wertschätzung bestimmen unseren Umgang mit unseren Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen. Wir respektieren die Individualität der Patientinnen und Patienten und bieten eine medizinische und pflegerische Versorgung auf höchstem Niveau.

Wir wollen eine zentrale Anlaufstelle sein für Betroffene, wie auch für Angehörige oder Ratsuchende in den Bereichen Geschlechtsidentitätsstörung und Transidentität mit dem Ziel, die Akzeptanz von Transidentität und Gender-Nonkonformität in unserer Gesellschaft zu verbessern.

Nähere Informationen unter www.uk-essen.de/urologie

Gendertreff Hausmesse für Transgender, Angehörige und Interessierte

09.04.2016
11:00 Uhr – 17:00 Uhr

Gewerbe- und Gründerzentrum Corunna
Corunnastr. 1
58636 Iserlohn

Der Eintritt ist frei.

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Gendertreff Hausmesse mit dem Perückenstudio Cutrins Salon GmbH

Am 09.04.2016 findet die Gendertreff Hausmesse in Iserlohn statt. Aussteller ist unter anderem das Perückenstudio Cutrins Salon GmbH aus Iserlohn. Der folgende Beitrag stellt den Aussteller Cutrins Salon GmbH vor.

Perfekte Perücken von Cutrins Salon GmbH

Viele Transfrauen sind auf das Tragen von Perücken angewiesen. Dies kann unterschiedliche Gründe haben: Lebt die Transfrau ihre Transidentität in Teilzeit aus, so besitzt sie oft eine männliche Frisur, die beim Ausleben der Transidentität versteckt werden soll. Und auch in Vollzeit-Lösungen lebende Transfrauen haben oftmals das Problem, dass das Testosteron bereits zugeschlagen und somit für die ein oder andere kahle Stelle gesorgt hat.

„Haare sind ein begehrtes Schönheitsmerkmal und Ausdruck von Individualität, Sinnlichkeit und Weiblichkeit“, bringt Karin Mätze die Problematik auf den Punkt. Die an der Handwerkskammer Düsseldorf geprüfte Fachkraft für Zweithaar und seit 2000 in Iserlohn-Letmathe selbständige Friseurmeisterin hilft gerne bei der Auswahl der richtigen Perücke. „Wenn die Natur nicht mitspielt, dann helfen wir eben nach“, sagt sie.

Für viele Transfrauen ist die beschriebene „Nachhilfe“ wichtig, um ein gutes Passing zu erreichen. Mindestens ebenso wichtig ist es, in entspannter Atmosphäre das richtige Haarteil oder die richtige Perücke aussuchen zu können. Im Perückenstudio Cutrins Salon GmbH erfolgt die Beratung schnell, professionell und kostenlos. Ständig sind über 60 Perücken auf Lager und die Beratung findet nach telefonischer Terminvereinbarung statt. Dabei wird die persönliche Situation respektiert und geschützt. Auch die Unterstützung der Familie sowie von Freunden und Freundinnen ist herzlich willkommen. Da die Krankenkasse auch bei Transfrauen oftmals die Kosten für das Zweithaar übernimmt, bietet Cutrins Salon GmbH auch die Abrechnung über die Krankenkasse an.

Zum Service gehören weiter auch die gemeinsame Typerfassung, die individuelle Beratung und die präzise Vermessung der Kopfform für einen perfekten Sitz und ein sicheres Tragegefühl. Tipps zur richtigen Handhabung und Pflege gehören ebenso dazu wie Schminktipps für ein strahlendes Aussehen mit wenig Aufwand.

Die große Auswahl unterschiedlicher Modelle aus Kunsthaar und Echthaar bietet nicht nur einen typgerechten Haarschnitt. Ob Farbe, Kurzhaar oder Langhaar – für jeden Typ und auch jeden Geldbeutel bietet Cutrins Salon GmbH die perfekte Perücke.

Nähere Informationen unter http://www.perfekte-perücken.de/

Gendertreff Hausmesse für Transgender, Angehörige und Interessierte

09.04.2016
11:00 Uhr – 17:00 Uhr

Gewerbe- und Gründerzentrum Corunna
Corunnastr. 1
58636 Iserlohn

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Das Wissen um das wahre Geschlecht

Gesehen in der Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Emanzipationschance oder neue Hegemonie? Transsexuelle sehen sich durch neurobiologische Befunde bestätigt.

Am 10. Februar 2016 fand in Frankfurt eine Tagung über Transsexualität statt……

…………..Jüngere neurologische Forschungen definieren Transsexualität nicht mehr als psychische Pathologie, sondern als angeborene biologische Variante. Der Wunsch zum Geschlechtswechsel ist demnach kein Genderspiel, sondern Ausdruck des biologisch verankerten Wissens um das wahre körperliche Wesen…………………

 

Der Artikel ist leider nicht mehr onlne.

 

 

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Flora bei Checkeins

Autorin: Flora

Guten Tag zusammen,

Da der Termin nun endlich feststeht, darf ich jetzt etwas ankündigen worauf ich sehr stolz bin.

Ich werde am Samstag, den 27.02.2016, also in gut einer Woche, um 08:25 Uhr im Ersten (Checkeins) zu sehen sein! Wie es dazu gekommen ist, ist eine längere Geschichte:

Ich habe ja (wie manche wahrscheinlich schon wissen) letzten Sommer ein Interview für das Jugendprogramm der Aktion Mensch geben dürfen. Das war eine sehr simple Sache, ein paar Telefonate und ein Tag Dreh bei mir zuhause, an dem nur eine Autorin und ein Kameramann beteiligt waren. Alles in allem sehr entspannt und hat super funktioniert. Der Witz war aber dass die Produktionsfirma, von der diese Leute kamen, auch viele andere Sendungen produziert, unter anderem auch die Kinder-Nachrichtensendung „Neuneinhalb“ der ARD. Und so wie mir das erklärt wurde, hatten die Autoren quasi beim Plausch beim Mittagessen die Idee, eine Neuneinhalb-Sendung über Transgender zu produzieren, woraufhin sich die, die für „JAM“ mit mir gearbeitet hatten direkt zu Wort meldeten und da war ich auch schon im Rennen. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefühlt habe, als ich nach der Schule den Anruf bekommen habe. Natürlich ging es mir hauptsächlich darum, das zu machen, was viele (unter anderem auch meine) Schulen versäumen: Aufklärung über LGBT. Aber andererseits ist es auch einfach ein ziemlich aufregender Gedanke, dass man bald mal im Fernsehen ist. Aber ich habe die Wochen danach dafür genutzt, mich mehr darauf zu konzentrieren, eine gute und authentische Sendung mitzugestalten.

Als dann endlich das Team vor der Tür stand, war ich dann doch überrascht. Diesmal hatten sie Kameramann, Autorin, Moderatorin und Tonspezialist dabei, inklusive Equipment, das ist dann doch etwas schwieriger als sich einfach zu unterhalten während eine Kamera zuschaut. Witziger Weise war es aber schon wieder genau derselbe Kameramann. Die Welt ist so klein! 🙂
Jedenfalls waren es diesmal zwei Drehtage, die wahnsinnig Spaß gemacht haben, obwohl leider viel rausgeschnitten werden musste, z.B. die Szenen mit meinen Freunden. Allerdings ist viel Interessantes drin geblieben und ich freue mich sehr auf die Sendung!

Die Folge läuft wie gesagt nächsten Samstag und ich würde mich sehr freuen wenn ihr einschaltet. 🙂 Sind auch nur zehn Minuten! Die Zielgruppe ist zwar sehr jung, aber die Sendungen sind normalerweise trotzdem nicht „dümmlich“ oder sowas. Außerdem, im Gegensatz zum letzten Mal werde auch ich die Sendung zum ersten Mal sehen, wenn sie ausgestrahlt wird. Also hoffen wir das Beste!

Liebe Grüße,
Flora

>> Checkeins

Beitrag ist nicht mehr Online.

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Ich hätte da noch was zu erzählen

Autorin: Marina

 

Auch mich plagen immer wieder diese Selbstzweifel. Die Frage, ob es denn richtig war, was ich gemacht habe. Ob es richtig war mich bei der Familie, Arbeit etc. zu outen. Ob es richtig war mit der Hormontherapie anzufangen, nun auch die Personenstandsänderung erfolgreich beendet zu haben, alle Papiere geändert sind und so weiter…

Ich glaube, diese Fragen stellen wir uns alle immer wieder. Vielleicht lässt das mit den Jahren auch etwas nach. Ganz besonders schlimm ist es, wenn ich mal wieder als „der Herr“ (oder so ähnlich) angesprochen werde. Dann frage ich mich schon, wozu ich den ganzen Aufwand betrieben habe, wenn sich doch nichts ändert.

Aber dann gibt es doch immer wieder diese Momente, in denen irgendwie alles richtig ist. Und genau von solch einem Moment möchte ich hier berichten:

Ich habe seit einiger Zeit eine neue Nachbarin. Sie ist selbstständig und ähnlich wie ich meistens die ganze Woche auf Geschäftsreisen. Wir beide haben uns von Anfang an gut verstanden. Im Januar hatten wir schon ausgemacht am letzten Wochenende mal zusammen abends loszuziehen. Als dieses Wochenende nun unmittelbar bevorstand schrieb sie mich an um mir mitzuteilen, dass sie am Samstag doch keine Zeit hat, weil ihre beiden Kinder zu Besuch sind (Sie ist geschieden und die Kinder leben beim Vater). Aber sie hat für den Freitagabend einen Kosmetik- und Schminkkurs organisiert, der von einer anderen Nachbarin in der nächsten Straße gemacht wird. Sie lud mich dazu ein. Na klar habe ich zugesagt.

Anwesend waren ihre Tochter (13 Jahre), eine ihrer Freundinnen und ich, sowie die Kursleiterin. Wir bekamen verschiedene Produkte der Firma „L“ vorgestellt. Jede von uns bekam eine Beratung welches Produkt und welcher Farbton zu unserer Haut am besten passt. Ich muss schon sagen, mit den richtigen Produkten/Farben sah ich echt toll aus. Natürlich habe ich genau diese Produkte dann auch bestellt. Aber leider kann ich sie erst nächste Woche abholen, wenn ich wieder in Fulda bin. Sehr schade, denn ich hätte mich gerne mal wieder richtig schick gemacht für Sonntag zum Gendertreff Düsseldorf.

Nun wie dem auch sei, ihre Tochter wusste nicht, das ich eine Transfrau bin. Die Sache, die mich ja meistens verrät, ist meine Stimme. Da ich aber erkältet war (und noch immer bin!), war meine Stimme kratzig wie ein Reibeisen. Irgendwie, gegen Ende des Schminkkurses, kam ein Thema auf, ich kann noch nicht mal mehr genau sagen, was es war. Aber die Tochter meiner Nachbarin schaute ihre Mutter nur fragend an und sagte zu mir: „Das musst du mir jetzt erklären“.

Also gut, ich mache kein Geheimnis daraus, wenn man mich danach fragt. Also erklärte ich ihr, dass ich nicht als Mädchen geboren wurde. Sie kam zu mir rüber und fiel mir um den Hals. Sie sagte mir, dass meine Stimme schon komisch war, aber sie dachte sich nichts dabei, weil ich eben erkältet bin. Sie findet es toll, dass ich dazu stehe ein Mädchen zu sein. Ich habe mich im Anschluss noch lange mit der jungen Dame unterhalten. Aber natürlich auch mit den anderen anwesenden Frauen. Es war einfach ein schöner Mädelsabend und ich habe mich total wohl gefühlt. Das ist das, was all die Mühen der Transition wert ist. Das Gefühl verstanden zu sein, mitreden zu können, dabei zu sein, eine von Ihnen zu sein.

Liebe Grüße
Marina

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Gendertreff Leverkusen wird 10

Gendertreff Leverkusen - Selbsthilfe für Transgender und Angehörige in der Region Rhein-Wupper

Die Historie beschreibt, dass der 4. Februar 2006 als Gründungsmonat des Gendertreff Leverkusen gilt. Nun im Februar 2016 feierte der „Gendertreff Leverkusen - Selbsthilfe für Transgender und Angehörige in der Region Rhein-Wupper“ sein 10-Jähriges Bestehen. Das sollte mit einem köstlichen und üppigen Buffet gefeiert werden.

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Vom Mann zur Frau: Maria Sabine Augstein

Quelle: Die Welt

 

Die Tochter des „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein wurde als Junge geboren. Mit 28 wechselte sie ihr Geschlecht. Als Anwältin setzt sie sich für sexuelle Minderheiten ein. Erstmals spricht sie über ihre Beweggründe und ihr eigenes Leben.

 

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