Dritte Toilette kann – muss aber nicht

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Eine dritte Toilette kann auch aus geschlechtergerechten und inklusiven Gründen sinnvoll sein. Besonders in öffentlichen oder halböffentlichen Räumen (z. B. Büros, Schulen, Unis, Cafés, Kulturzentren).

Warum eine dritte, nicht-binäre Toilette?
    1. Inklusion und Sicherheit
      • Nicht-binäre, trans* und genderqueere Menschen fühlen sich oft in binären Toiletten (nur „Männer“/„Frauen“) unwohl oder sind sogar Diskriminierung oder Gewalt ausgesetzt.
      • Eine dritte Toilette bietet einen sicheren Raum für alle, die sich nicht in das binäre Geschlechtersystem einordnen möchten.
    2. Rechtliche Vorgaben
      • In einigen Ländern und Städten (z. B. Berlin, Köln, Amsterdam) gibt es bereits Vorschriften oder Empfehlungen für geschlechtergerechte Toiletten in öffentlichen Gebäuden.
      • In Deutschland wird das Thema zunehmend in Bauvorschriften und Gleichstellungsplänen berücksichtigt.
    3. Praktische Umsetzung
      • Die dritte Toilette kann als Einzelkabine gestaltet werden, die für alle Geschlechter zugänglich ist.
      • Oft wird sie mit dem Schild „Toilette“ oder „All-Gender“ gekennzeichnet, manchmal auch mit dem Zusatz „nicht-binär“.
    4. Akzeptanz und Sensibilisierung
      • Eine solche Toilette signalisiert Offenheit und fördert die Sensibilisierung für geschlechtliche Vielfalt.
      • Sie kann auch für Eltern mit Kindern, Menschen mit Assistenzbedarf oder alle, die mehr Privatsphäre wünschen, praktisch sein.
Beispiele aus der Praxis
    • Viele Universitäten, Museen und moderne Bürogebäude haben bereits all-gender-Toiletten eingeführt.
    • In Berlin gibt es seit 2021 eine Empfehlung, in Neubauten und Sanierungen geschlechtergerechte Toiletten zu planen.
    • Eine dritte Toilette ist in vielen Gebäuden nicht machbar.
Lösungsvorschlag
    • Es bleibt bei den vorhandenen zwei Toiletten aber ändert die Bezeichnung (Nutzung).
    • Bringt Kostenersparnis
    • Schnell überall umsetzbar
    • Alle sind zufrieden oder sollten zufrieden sein
Quint­es­senz

Tatsächlich gibt es viele Orte – wie Züge, Tankstellen, Imbissbuden oder Restaurants im Ausland –, an denen eine Toilette für alle Geschlechter völlig ausreicht. Das spart Platz, Kosten und ist oft auch praktischer.

Warum gibt es dann an vielen Orten drei Toiletten (Männer, Frauen, ggf. barrierefrei/geschlechtsneutral)?

    • Tradition & Gewohnheit: Viele Gebäude wurden historisch so geplant, oft ohne Hinterfragung.
    • Komfort & Privatsphäre: Manche Menschen fühlen sich in geschlechtsspezifischen Toiletten wohler, besonders bei größeren Sanitäranlagen.
    • Barrierefreiheit & Inklusion: Geschlechtsneutrale oder barrierefreie Toiletten sind wichtig für Menschen mit Behinderungen oder nicht-binäre Personen.
    • Vorschriften: In manchen Ländern oder für bestimmte Gebäude (z. B. öffentliche Einrichtungen) gibt es Bauvorschriften, die mehrere Toiletten vorschreiben.

Es geht auch einfacher – und oft besser! Viele moderne Konzepte (z. B. in Skandinavien oder Japan) setzen auf geschlechtsneutrale Toiletten, die für alle nutzbar sind. Das spart nicht nur Ressourcen, sondern fördert auch Gleichberechtigung und Inklusion.

😉

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Gesehen und praktiziert in Köln