Aus Hans-Gerd wird Elke-Miriam

Reeser Pfarrer ist jetzt eine Frau

Haldern/Arnsberg (RP). Ein Pfarrer aus der evangelischen Kirchengemeinde Haldern, die zur Stadt Rees gehört, ist bald offiziell eine Frau. Hans-Gerd Spörkel, der künftig Elke-Miriam heißen wird, gab gestern seiner Gemeinde bekannt, dass die so genannten Personenstandsänderung de facto abgeschlossen ist….

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Quelle: mso/zel/jco
http://nachrichten.rp-online.de/regional/reeser-pfarrer-ist-jetzt-eine-frau-1.3133611
www.rp-online.de

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Im Büro

Marleen gibt es nun auch nur noch als Frau im Betrieb …

Hallo Ihr Lieben,

ich hab mich etwas rar gemacht in letzter Zeit. Viele Familienfeiern und Weihnachten und und…

Dafür kann ich aber auch meinem Tagebuch ein paar Neuigkeiten hinzufügen.
Ich lebe inzwischen komplett als Frau, auch im Job und es fühlt sich gut an. Meine Kollegen haben sofort gesagt, dass Sie mich unterstützen. Ich habe jede Menge eMails erhalten in denen mir Anerkennung für meinen Mut ausgesprochen wird und ein Vorstandsmitglied des Unternehmens möchte sich mit mir auf einen Kaffee zusammensetzen um mehr zum Thema Transsexualität zu erfahren. Auch die Geschäftspartner sind beeindruckt von meiner Offenheit und freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Heute hatte ich den ersten Termin mit einem externen Versicherungsmenschen, alles war selbstverständlich. Dabei spreche ich mit meiner gewohnten Stimme und stehe zu meiner Vergangenheit. Das kommt gut an.

Also schon wieder… alles ist gut!!! Was bin ich für ein Glückskind.

Etwas ungewohnt ist es schon so offiziell mit Frau E. angesprochen zu werden, aber es ist nicht schlecht.

Was mir am besten gefällt ist, dass ich nicht mehr dauernd die Rolle wechseln und nichts mehr verbergen muss.

LG
Marleen

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Wochenende an der Mosel – Der Abschied

Wehmütig schildert Joselle den Abschied und zieht für sich ein Fazit aus den drei Tagen:

Natürlich stellte ich mir die Frage, ob ich mich heute als Mann oder Frau verabschieden soll. Ich habe mich dann heute Morgen für die Frau und gegen den Mann entschieden. Auch wenn ich bei der Ankunft daheim, jemanden im Hausflur begegnen könnten. Wir beide haben darüber gesprochen und sind der Meinung, dass wir es nicht provozieren, aber uns beide nicht verstecken werden!

Wir sind gemütlich an Mosel und Rhein nach Hause gefahren, das Wetter wurde immer mieser und ab Bonn ging es über die Autobahn nach Hause. Wir haben uns entschlossen, nach dem Koffer auspacken, den Weihnachtsbaum gemütlich bei einer Flasche Sekt zu schmücken. Nach dem dies auch erledigt war, wollten wir beide noch mal raus, zumal der Regen aufgehört hat.

Wir haben noch keinen Backfisch gegessen noch den hiesigen Weihnachtsmarkt besucht. Kurz nachgesehen, wann der Bus fährt (zum Glück direkt vor der Tür) und eine halbe Stunde später saßen wir im Bus. Vorher noch kurz das Make up aufgefrischt und los ging es zu unserem Abschluss eines tollen Wochenendes.
Auch hier:
Ein bisschen Getuschel, Geschmunzel, aber nie etwas abwertendes (zumindest nicht offensichtlich). Ebenso auf dem Weihnachtsmarkt. Immer ein Lächeln von den Bedienungen und immer auch ein Lächeln von mir….
Wir beide tranken Glühweine, aßen einen Backfisch schlenderten über den Weihnachtsmarkt und fühlten uns beide richtig wohl.

Nun sitze ich hier, mit tollen Gedanken an die vergangenen drei Tage und weiß aber auch, dass ich nachher aus Joselle wieder J…. machen werde. Ich habe meiner Frau am Heiligen Abend „einen Mann versprochen“…

Nägel sauber machen, Gesicht waschen, weiblicher Kleidung entledigen und morgen freuen wir uns wieder auf einen Tag den wir zusammen verbringen werden.

Liebe Grüße
Joselle

Fazit:

Mir hat es einen großen Spaß gemacht mich jeden Morgen in Joselle zu „verwandeln“. So sind wir beide zum Frühstück gegangen, haben den Tag verbracht und den Abend. Auch wenn ich fast noch eine dreiviertel Stunde zum Schminken benötige – ich möchte diese Erfahrung der vergangenen drei Tage nicht mehr missen. Ob ich diese Erfahrung ohne meine Frau je gemacht hätte….. Ich weiß es nicht. Wir sind uns beide in schon so vielen Situationen eine Stütze gewesen, aber das was wir hier erlebt haben ist schon was Besonderes – Danke.

Wochenende an der Mosel

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Wochenende an der Mosel – Der zweite Abend

Weiter erzählt Joselle ihre Erlebnisse vom zweiten Abend, in dem Hotel an der Mosel:

Völlig unspektakulär begann das Abendessen. Aber nach dem Essen und dem einsetzenden Regen haben wir uns beide entschlossen, den Abend an der Bar zu verbringen. Wir beide, der Wirt, die Schwester vom Wirt, der Koch und zwei näher befreundete Gäste des Wirtes. Gaaaanz vorsichtig wurde mir gesagt, dass der Inhaber nicht den Mann sondern die Frau in mir gesehen hat, bis ich die Koffer aus dem Auto genommen habe! Die „Tarnung“ war bis dahin perfekt. Wir beide hatten gedacht, dass er mich schon vorher „durchschaut“ hat.

Gratulation Joselle!
Die spannenden Fragen des Abends lauteten:

Wie kommt man(n) darauf?
Was fühlt man(n) dabei?
Wie hat Deine Frau reagiert?

Ich / Wir habe(n) dann voller Stolz erzählt, dass ich mich bei meiner Frau im Sommer geoutet habe, und dass dieses Wochenende für uns beide ein erster Test war. Der wohlgemerkt nur positiv verlaufen ist!

In den weiteren Schilderungen (die nicht zu weit in die Tiefe meiner Gefühle gingen) ging es vor allem darum, dass ich nach wie vor ein Mann bin, den meine Frau geheiratet hat, aber ich gerne als Teilzeitfrau nicht nur zu Hause sein möchte, sondern auch raus wollte!

Das war das perfekte Wochenende und wir werden dieses kleine Hotel gerne im kommenden Jahr wieder besuchen! Ich trauere jetzt schon dem morgigen Tag entgegen, da wir wieder heim fahren und Joselle für ein paar Tage nicht präsent sein wird.

Ich kann den vielen Kommentaren im Forum nur beipflichten, die behaupten, dass es wie eine Art „Sucht“ werden kann.

Es soll ja auch was Besonderes bleiben.

Es folgt noch die Abreise und die Vorbereitung auf den Weihnachtsabend mit anschließenden……

Liebe Grüße wünscht

Joselle

Wochenende an der Mosel

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Wochenende an der Mosel – Der zweite Tag

Joselle führt fort…:

Nach dem Aufstehen – ab ins Bad.

Welches Styling soll es heute sein? Joselle, sage ich mir, mach keine Experimente wenn Du unterwegs bist. Frühstück war für 08.30 geplant. Also, beeile Dich ein bisschen, deine Frau will ja auch noch ins Bad! Die Farbe des Lippenstifts kannst du dir noch aussuchen, während deine Frau im Bad ist! Gesagt getan. Heute ist mehr Farbe im Spiel. Gestern Abend schon die Kleidung für den heutigen Tag zusammengestellt.

Schwarzer Rollkragen, graues Strickkleid, Strumpfhose in karierter Optik, graue Stiefel. Aber, die Strümpfe passen überhaupt nicht zu dem Outfit. Was nun. Okay, auf die schwarzen Blickdichten und wärmenden zurückgegriffen. Sieht gut aus. Ist das Strickkleid nicht zu kurz? Nö. Auffallend aber nicht aufreizend. Auf zum Frühstück. Wunderbar gedeckt. So kann der Tag beginnen.

Nach dem Frühstück haben wir uns noch kurz mit dem Inhaber unterhalten, welches nun der beste Weg in die Stadt sei, und so machten wir uns auf den Weg. Nach einer dreiviertel Stunde Autofahrt, parkten wir das Auto und haben uns in das Shoppingcenter „gestürzt“. Wir besuchten den Weihnachtsmarkt, besuchten unsere Lieblingsgeschäfte (Schuhe) und haben ein paar Pumps für mich und ein paar Stiefel für meine Frau gefunden.

Nun, will ich ja auch nicht auf jedes Geschäft eingehen, sondern mal die Gefühle beschreiben:

Ich fühlte mich die ganze Zeit sicher und wohl. Ich erntete viele Blicke – auch ungläubige. Der Absatz der Stiefel war nicht hoch – muss er auch nicht, denn Frau soll ja auch sicher und Souverän auftreten. Eine Kassiererin war sichtlich nervös (die Hände zitterten beim Bezahlvorgang) was aber nicht an mir / uns liegen musste. Wir unterhielten uns noch über Weihnachten, das Geschäft, die Musik (Wham) und über die aktuelle Strumpfmode. Wir entschlossen uns für einen Kaffee (auch wegen der Toilette) und auch hier wurden wir nicht gemustert und stets höflich behandelt.

Während der Rückfahrt kehrten wir noch in ein größeres Schuhgeschäft ein – fanden aber nichts. Ein abschließender Besuch auf einem Weihnachtsmarkt endete sehr schnell, da es sehr stark regnete. So sind wir wieder zurück ins Hotel und werden uns für unser 4-Gang Romantikdinner (heißt so) entsprechend umziehen und ich werde weiter berichten.

Ich kann jetzt schon vor Ende des zweiten Tages komplett en-femme sagen, dass es eine der besten Erfahrungen ist, die ich je gemacht habe. Ich danke meiner Frau, dass sie das mitmacht.

Liebe Grüße wünscht
Joselle

Wochenende an der Mosel

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Wochenende an der Mosel – Der Abend

Der Abend im Hotel:

Nichts! Wir wurden wie schon vorher sehr zuvorkommend und höflich behandelt. Natürlich habe ich mich zum Abendessen umgezogen. Ich habe mich für den braunen Rock, braune Shirt, braune Strümpfe und die braunen Stiefel meiner Frau entschieden.
Nach dem Essen haben wir beide noch eine Runde durchs Dorf gedreht und sind mangels offener Gaststätten wieder in das Hotel an die Bar zurückgekehrt. Dort haben wir mit noch zwei weiteren Gästen und dem Wirt noch das ein oder andere Glas Bier/Wein geleert.

Summa Summarum war es für mich einer der besten Tage meines Lebens! Und meine Frau war dabei! Wir haben alles gemeinsam erlebt.

Morgen geht es in die nächstgrößere Stadt zum Shoppen. Ich freue mich wie ein Wiesel!

Wir haben auch viel über unsere Zukunft geredet. Dabei ging es auch um unfreiwillige Outings gegenüber unseren Freunden. Ich werde mich nicht verstecken, aber das Crossdressing auch nicht provozieren – Will heißen: Wenn mir danach ist, werde ich mich „stylen“. Ich werde nicht unverhofft auf einer Party o.ä. erscheinen. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus und ich werde auch aus unserer Wohnung als Joselle gehen und nicht erst im Auto o.ä. umziehen (viel zu umständlich).

Bis hierhin wünsche ich eine Gute Nacht und ganz liebe Grüße

Joselle

Wochenende an der Mosel

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Wochenende an der Mosel – Begrüßung

Ein Wochenende en-femme an der Mosel erlebte Joselle mit ihrer Frau:

Und so verflog meine Nervosität in Sekundenbruchteile und ich wusste ich habe mich

a) Richtig gekleidet und
b) bin ich richtig aufgetreten

Nach der ersten Begrüßung durch mich, sank der Kopf des Portiers auf den Boden und er wurde zusehends unsicher. Wir wurden gefragt, ob er uns beim Gepäck behilflich sein darf was meine Frau und ich bejahten. Er zeigte uns das Zimmer, das Bad usw.

Nach kurzen Auspacken (nicht alles für drei Tage) haben wir uns nach dem Bus in den nächsten Ort erkundigt und festgestellt, dass es zu Fuß schneller geht (20 min). Viele Autofahrer schauten uns zwei Freundinnen kurz an, einige hupten (so was macht man nicht).
Auf dem Weihnachtsmarkt angekommen, haben wir uns erste einmal mit einer Currywurst gestärkt und haben dann einen Rundgang über den doch sehr übersichtlichen Markt gemacht.
Von einigen wurden wir gemustert, aber stets höflich behandelt. Nach einen guten Schluck Glühwein / alkoholfreien Punsch für mich, haben wir uns entschlossen den Heimweg in das Hotel anzutreten und die Gegend später mit dem Auto weiter zu erkunden.

Das Wetter ist leider nicht so gut und so haben wir nach einer weiteren Stunde uns entschlossen wiederum das Zimmer aufzusuchen, ein wenig zu entspannen und uns auf das 3-Gang Menü zu freuen.

Was ziehe ich an…? Partnerlook? Wir werden sehen… Meine Damen – zeigt Euch!

Verhaltet Euch ganz natürlich, nicht überdreht, achtet nicht auf jedes Detail der Umwelt (macht die Umwelt auch nicht bei Euch!) und Ihr werdet Euch wohlfühlen.

Für den Abend wird es nochmal spannend, wie sich Kellner usw. verhalten werden. Während ich auf das „schnelle Internet“ warte (W-LAN steht leider doch nicht zur Verfügung), schreibe ich meine ersten Eindrücke auf und werde von den kommenden Tagen berichten.

Liebe Grüße wünscht
Joselle

Wochenende an der Mosel

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Wie wirst Du wahrgenommen

Joselle stellt sich die Frage, wie sie wahrgenommen wird und probiert es gleich in einem Baumarkt aus:

Ich habe mich natürlich in den vergangenen Wochen gefragt:

„Wie wirst Du wahrgenommen? Willst Du überhaupt wahrgenommen werden?“

Grundsätzlich gibt es darauf ja keine Antwort, da ich ja nicht in 100 verschiedene Köpfe hineinschauen kann. Aber, ist die Wahrnehmung eine andere wenn Du keinen Rock / Kleid trägst? Klar fällt ein Rock in feinem Garn, Schuhwerk mit entsprechendem Absatz eher auf als Hose und Schuhwerk ohne Laute.

Der heutige Tag:

Nachdem ich wusste, dass ich noch ein Päckchen und einen Mandanten zu Hause erwartete und diese Termine erledigt hatte, begann ich mit den Vorbereitungen. Rasiert wurde bereits heute Morgen und so folgte lediglich Make up, Augen (etwas dezenter) und die Lippen. Unterwäsche, Pullover, Perücke und Hose angezogen und sich für die flachen mit Lackleder abgesetzten Stiefel entschieden. Es klingelt. Was tun? Nicht öffnen – nein so was mache ich. An der Sprechanlage meldet sich ein weiterer Paketdienst – Das müssen die Brillen sein – fast schon vergessen. Egal, aufdrücken ist besser als zu irgendeinem Her… Shop fahren. Erledigt und noch schnell die Tasche mit Handy, Geld und Schlüssel gepackt. Jacke angezogen – fertig.

Es geht in die Baumärkte, da unsere Küchenlampe gestern der Meinung war die Erdanziehungskraft zu testen und nun in tausend Scherben im Mülleimer liegt, muss eine neue her.

„Du weißt, dass du nun das erste Mal ohne Deine Frau vor die Türe gehst“ schaue ich noch fragend in den Spiegel. Ja. Und nun Kopf hoch und raus in den Flur. Die Stiefel sind ja nicht hoch aber dennoch laut. Treppe runter sechs Stockwerke und unten angekommen die Nachbarin freundlich gegrüßt. Ihr sind wir schon mal begegnet. Ab in den Baumarkt Nr. 1. Und …….

Nichts. Ich würde sagen noch ein bisschen weniger als nichts, als im Rock! Denn auch hier ist jeder mit sich selbst beschäftigt. Nichts gefunden, ab in Baumarkt Nr. 2. Es ist wie in Nr. 1 und die Kunden interessieren sich doch weitestgehend für sich – mache ich ja auch!

Hurra, Lampe gefunden. Ab zur Kasse und bezahlt! Wie so ein Bezahlvorgang abgeht brauche ich nicht zu erklären. Freundlich und zuvorkommend! Und ich habe nicht mit Karte sondern bar bezahlt (Das wollte ich nicht herausfordern).

Ab nach Hause, durch den Hausflur und auf den Fahrstuhl gewartet. Türe geht auf – Nachbar mit Hund kommt raus und schaute verdutzt. Ich habe ein Lächeln für Ihn und Grüße freundlich.

Fazit:

In Hose wird Frau auch wahrgenommen, aber weniger. Ich denke, dass hat aber nichts mit mir sondern einfach mit der Umgebung zu tun, wo ja auch jeder mit sich selbst beschäftigt ist.

Seit weiterhin Mutig und wer mit dem Gedanken spielt mal vor die Türe zu gehen – findet Euren Rhythmus und Ihr werdet es genießen.

Für heute war es schon wie ein normaler Einkauf in einem Baumarkt. Und ja, es waren mehr Männer als Frauen unterwegs.

Liebe Grüße wünscht

Joselle

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Petras Baumarktbesuch

Petra aus Aachen schildert ihren heutigen Tag:

Na dann – zum Stichwort Baumarkt aus aktuellem Anlass auch noch von mir ein paar Zeilen.

Ich musste heute auch einfach noch mal raus, nachdem dieses ganze Feiertagsgedönse gefühlsmäßig eine Diaspora war.

Die Tour war ein volles Programm. Zunächst zu Adler, um mal nach einem etwas längeren Winterrock zu schauen (leider nix gefunden) und zu sehen, ob es meinen Lieblings-BH (ein Bexley Sport-BH mit etwas breiterem Bund [3 Haken]) statt in 90B auch in 95A gibt. Dazu dann auch noch eine Verkäuferin befragt, die mir wirklich gerne geholfen hätte – konnte sie aber nicht, weil leider nicht verfügbar.

Danach ging’s zu Siemes, weil mir meine Lieblingstreter, oben etwas geschlossenere Pumps mit etwas dickerem Absatz, leider allmählich aus dem Leim gehen. Die sind zwar sehr bequem, aber leider aus Plastik statt aus Leder und schon mal an den Gehfalten eingerissen. Nach längerem Rumsuchen und einer Nachfrage nach einem Schuhanzieher dann tatsächlich ein nettes Paar gefunden, was nicht nur für meinen Geschmack gut aussieht, sondern wo man trotz mittelhohem Absatz auch mal mehr als 500 m drauf laufen kann.

Nächste Station: Baumarkt, weil ich noch Material für eine Bauaktion morgen brauchte. Abdeckleisten für eine Wandverkleidung samt Kleinst-Spax-Schrauben zur Anbringung der Verkleidungspaneele an einer Gipskartonwand und sehr feine Nägelchen waren angesagt. Wegen der begrenzten Auswahl an Leisten und der Notwendigkeit, dass die Schräubchen in spezielle Krampen reinpassten, bin ich dann mehrmals im Geschäft hin und her getigert und habe diverse Leute fragen dürfen, bis ich meinen Kram dann endlich zusammen hatte.

Schließlich noch einen Einkaufskorb voll diversem Futter fürs Wochenende in einem Supermarkt besorgen. Auch hier wieder recht ausgiebiges Rumtigern durch die Gänge incl. Bestellungen an der Wursttheke, bis alle Wünsche des Einkaufszettels erfüllt waren.

Alle Kontakte dieses Tages waren sehr nett und zuvorkommend. Ganz zum Schluss die Kassiererin im Supermarkt musterte mich etwas auffälliger, weil sie mich wohl erst im Laufe des Kassierens „gelesen“ hatte, aber ohne jeglichen negativen Touch und mit dem obligatorischen gelächelten Wunsch für ein schönes Wochenende.

Was die 99,9% rocklosen Frauen angeht, würde ich das nicht so ganz bestätigen. Die Hosenträgerinnen sind zwar (gerade bei diesem Wetter) klar in der Mehrzahl, aber ein mittlerer einstelliger Prozentsatz an Rockerinnen sind schon unterwegs. Entsprechend fiel ich mit einem knapp unterknielangen, eher schmalen Jeansrock, leicht gemusterter schwarzer Strumpfhose und dunkler Jacke überhaupt nicht auf.

Und jetzt bin ich nach Mittagessen mit Frau und Sohnemann gerade etwas platt und warte darauf, dass das Käffchen seine Wirkung entfaltet … 🙂

Denn dann darf ich noch ein wenig an der Steuererklärung weitermachen. Aber das hat nun wirklich nix mit Gender-Irgendwas zu tun.

Lieben Gruß,

Petra

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So trifft man sich wieder…

Weihnachtseinkäufe – Erzählt und erlebt von Joselle:

Moin zusammen,

ich habe mir gedacht, mal mit dem jüngsten Erlebnis anzufangen bevor ich die vorherigen Erlebnisse online stelle.

So trifft man sich wieder…

… so war die Begrüßung in der Mittagspause der Verkäuferin, die meiner Frau mein neues Puder verkauft hat….

Doch der Reihe nach.

Wir beide hatten ja beschlossen, für den wegen Krankheit nicht durchgeführten Urlaub nach Cuxhaven noch einen Einkaufsbummel nach Oberhausen zu machen.

Gestern Abend die Nägel frisch lackiert, am Morgen ordentlich rasiert und sich entsprechend geschminkt.

Ahh Brötchen holen.

Ach, was soll das Joselle! Los geh raus und hole die Brötchen.

Wäsche angezogen, Kleid übergestreift und die tollen grauen Wildlederstiefel (gehören ja meiner Frau) angezogen. Jacke drüber, Geld eingesteckt und los geht es.

Am Bäcker angekommen (ich habe mich nicht für einen anderen als sonst entschieden!) waren zwei Verkäuferinnen mit Sortier- und Reinigungsarbeiten beschäftigt.
Ausgestiegen und mir wurde zum ersten Mal die Türe aufgehalten. „Vorsicht frisch gewischt – Der Boden ist noch etwas feucht!“ Ich bedanke mich und der Blick der Dame fiel noch einmal auf die Stiefel und nochmals die mahnenden Worte: „Vorsicht bitte“. Brötchen gekauft, ab nach Hause, Frau sanft geweckt und den Tisch gedeckt.

Ab nach Oberhausen. Nach einer Stunde Autofahrt ab ins Parkhaus und in den Shoppingtempel gestöckelt. Zwischenzeitlich habe ich aber das Schuhwerk gewechselt, denn eine Stunde Autofahrt in 11cm muss nicht sein.

Was soll ich noch erzählen? Klar gab es Blicke. Interessierte, Neugierige und verdutzte. Alles war so gut und fühlte sich für uns beide gut an.

Einige Läden waren bereits gut gefüllt, so dass ich mich bei manchen Kundinnen fragte, ob die mich auch als Mann so beiseite geschubst hätten, nur um die Stiefel, Kleider, Röcke oder Blusen zu ergattern. Es ging ein wenig zu wie im Schlussverkauf als dieser noch einer war. Auf der Suche nach einem neuen Puder für mich (das vererbte ist zur Neige gegangen) gingen wir in eine Parfümerie (nicht Douglas) und trugen unser Anliegen vor. Wir wurden eine halbe Stunde beraten und auch dort fühlten wir uns sehr wohl. Meine Frau kaufte mir eines und ich bin jetzt schon restlos begeistert.

Bei unseren weiteren Streifzügen durch die Geschäfte kam ein uns doch bekanntes Gesicht auf uns zu und Grüßte mit den Worten:

„Hallo, so trifft man sich wieder. Ich nutze die Mittagspause auch mal, um nach Schuhe zu sehen. Viel Spaß noch.“

Wir bedankten uns, gingen was in dem Esstempel essen, gaben weiter Geld aus und sind wohlbehalten und mit dem ein oder anderen Schnäppchen für uns beide (Röcke, Stiefel und Shirts) wieder zu Hause angekommen.

Wir wünschen Euch allen ein gesunden Start in das Jahr 2013!

Und ich bedanke mich an erster Stelle bei meiner Frau für die Geduld Ihrer manchmal „zickigen Freundin“.

Ebenso, sage ich danke an die Moderatoren für dieses Forum und an alle Forumsteilnehmer für die freundliche Aufnahme

Wir lesen uns im Neuen Jahr.

Joselle

P.S. Joselle durfte auch den Abend noch anwesend sein, obwohl ich mich auch wieder in J… verwandelt hätte.

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